44.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs-
lernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches Lernprinzip)
eines neuen Zeitalters).
Lebenslanges Entwicklungs-Friedens-Lernen
als Evolution.
(Version 2017)
I.) Das Gotische Lernprinzip ist die konkrete, individuelle, be-
schriebene Lebensvielfältigkeit und wird dem inhaltsleeren, umgangsprachlichen Lernbegriff des " Lebenslangen Ler-
nens " entgegengesetzt.
II.) Trotz der vielfachen, umgangssprachlichen Verwendung
des lebenslangen Lernens-Begriffs existiert derzeit keine allgemeine, gültige Definition davon und ist nicht wirklich empirisch untersucht worden oder gilt als gesellschaftlicher Wert. Die Weisheit des lebenslangen Lernens läuft zwar
in allen Gassen, wird als besonders wichtig “ betont, aber
mehr als triviale Binsenweisheit darüber geredet als gelebt
und hat keinen Lernwert und nachhaltige Wirkung mehr. Im praktischen Lebensalltag ist das lebenslange Lernen und die Aussage "Jetzt habe ich wieder etwas dazugelernt " zu einer inhaltsleeren, entwicklungslosen und nicht ernst zunehmen-
den Redensart verkommen. Es wird auf eine Sprache be-
harrt, in der Worte nur kulturlose Hülsen und Sätze nur
Floskeln sind. In der Alltagsgebrauchssprache ist das lebens-
lange Lernen zur Scheidemünze geworden, schmutzig, ab- gegriffen, in aller Hände und hat keinen Wert an sich, an
dem man sich halten könnte. Lebenslanges Entwicklungs-Lernen ist evolutionär betrachtet das Individualisierungs-Entwicklungs-Prozess-Transzendierungs-Lebensweg-Lernen und das Ab-tragen einer Bringschuld der Entwicklungs-Individualisierungslosigkeit. Es ist der Lernweg " vom statischen Lebenslang-Lernen-Bewusstsein "wo ich bleiben kann wie ich bin " zum dynamischen Lebenslang-Lernen-Bewusstseins, wo ich nicht bleiben kann wie ich bin und das ist, was es zu begreifen gilt als evolutionäre Allzeitnutzung und evolutionäre Altjugend durch das De-und Entmateria- lisierungslernen. Es ist die Änderung der Blickrichtung vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kultur-Lernen*
* Vom Mittelalter, welches oft die " Wissenschaft von der Architektur im Munde führte, aber in Wahrheit der Baumeister und sein Gewerke fast ohne theoretische Vorbildung sich auf den handwerklichen Empirismus des " Versuch und Irrtums " und auf mathematische und metaphysische Spekulationen verlassen musste zum Entwicklungs-Individualisierungs-Zeitalter, was das lebensgesetzliche, lebenslange Lernen oft im Munde führt, aber dem vielfach verwendeten Begriff des " Lebenslangen Lernens " derzeit eine allgemeine, gültige Definition fehlt und nicht wirklich empirisch untersucht worden ist *.
III.) Unter dem lebenslangen Lernen wird bestenfalls ein Wis-
sens- und Neuerungslernen und ein Informiert sein, aber kein lebensexistentielles, immanentes, autodidaktisches Entwicklungs-Veränderungslernen eines kategorischen Individual- Logos im Sinne von Evolutionärer Allzeitnutzung verstanden. Lebenslanges Lernen ist nach dem schulischem Verständnis auch kein eigentliches Entwicklungs-Individua-
lisierungs-Lernen. Das Lernen ist nur ein dazulernen, Schul- banklernen, berufsbegleitendes Lernen, Verhaltenslernen, Anwendungs- und Begriffswissen lernen wie bspw. Compu-
ter-Applikationen), kulturelles Reiseführerwissen, ein
berufsfachliches Qualifizieren, ein Museumsbesuch, mein neues Smartphone, die nächste, abzugebende Steuererklä- rung, eine Lebenskrise, jede Problemlösung, mit seiner Kreditkarte besser umgehen lernen, nur ein informiert sein, ein Sozialisierungslernen (z.B. " Was ändert sich im Neuen
Jahr ") und Anpassungs- und Gewöhnungswissenslernen. Das Denken steht im Dienste zu wissen anstatt zu wissen, wie
man im Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn richtig lebt.
Jede neue Erkenntnis wird zur Wissenschaft, aber nicht zu
einem Lebensgrundgefühl. Die Schule hat sich vom dem
lebenslangen evolutionären Lernen verabschiedet und ver-
selbständigt. Den Schülern "einzubleuen vom lebenslangen Lernen" hat nichts mit dem wirklichen Entwicklungs-Lebens-
lernen zu tun" (lebenslanges Bildungslernen) *.
*Jegliches lebenslanges Lernen muss scheitern, solange dieses nicht
das gesellschaftliche Normverhalten, die Lebenswirklichkeit, die Lebensnähe und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und Bereitschaftsgrad berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbildfunktion fehlt.
IV.) Deshalb gilt, wenn das Leben aber nicht individuell gelingt und damit seinen Sinn bekommt, waren jeder Lebens-
entwurf, alle Wissenschaft, alle Bildung, alle Kultur, alle Religion, aller Wohlstand, alle gesellschaftlichen Werte wie z.B. Familie, Beruf, Besitz, Heimat, Gesundheit, Freiheit, Si- cher heit, alles Wissen, alle Bemühungen und erbrachte Lebensleistung, alles Gelernte, alle Lebensziele und alle Zeit der Welt eigentlich sinnlos und damit am Leben vorbei gelebt und hat nicht selbst gelebt.Wenn das Leben sinnlos war ist der Tod besondners sinnlos. Dafür darf für das Individualisie-
rungsstreben kein Problem zu schwierig, keine Entschuldi- gung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, kein körperliches Leiden ein Grund, keine Niederlage dauerhaft, kein Konsumver-
zicht ein Opfer, keine Zeit zu lang, kein Streit zu schwer sein und kein gesellschaftliches Anpassungsnormverhalten ein Hindernis und nur ich der alleinige Schuldige bin. Wo andere nur Schwierigkeiten, Unmögliches, Konventionen, Gründe, Risiken und Verbotsschilder sehen,sehe ich wieder Möglich- keiten und bin stärker als die stärkste Ausrede. Auch wenn jeder sagt, dass es ist unmöglich ist und ich das nicht weiss, mache ich es trotzdem*.
*1.) Von der freimaurerischen Tradition, den Stein als Sinnbildfür den Menschen als Rohmaterial, aus dem alles geschaffen werden kann und der ein Leben lang bearbeitet und behauen werden muss (Cha- rak- terformung) zur Entwicklungstradition des lebenslangen Ent- wick- lungs-Lebens-Eigenschafts-Lernens an den Lebensumständen, in Lebenskrisen und an der materiellen Welt in allem als Sinnbild und Mittel zu reifen um sterben zu lernen zu lernen (Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-Wegformung) *.
*Der Freimaurer gilt als legitimer Nachfolger der gotischen Dombau-
meister.
2.) Siehe auch " Wenn ich an meinen Tod denke ist fast alles, was für
mich wichtig ist, im Nachhinein eigentlich lächerlich. Deshalb darf
für das Entwicklungs-Individualisierungsstreben kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein
Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, kein körperliches
Leiden ein Hindernis, keine Niederlage dauerhaft, kein Konsumver-
zicht ein Opfer, keine Zeit zu lang, die Evolutionäre Nachfolge Christi
nichts weltfremdes, kein Streit zu schwer sein und nur ich der allei- nige " Schuldige " bin. Es ist die Entwicklungs-Individualisie rungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit des lebenslangen Lernens
eines jeden Einzelnen in Das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen.
V.) Die Bildungslernzeit ist das Bildungslernprinzip des Le-
bens-Phasens-Lernens als ein schulisches, temporär verstan-
denes Lernverständnis. Zeitlich ist es nur ein Lebensab-
schnitt und der Bildungszeitraum beträgt nur je nach Bil-
dungsgang 10 bis 30 Prozent im Verhältnis zur Gesamtle-
benszeit (Man kann eben nicht das ganze Leben auf der Schulbank verbringen). Eine Bildungslernzeit darüber hin-
aus bleibt dem persönlichen Bildungsstrebensinteresse und
der eventuellen beruflichen Aus- und Weiterbildung über-
lassen. Eine Entwicklungslernzeit dagegen ist das lebens lange Lernen als individualgeschichtliche Evolution. Der Mensch bleibt ein ganzes Leben ein Entwickelnder und ein Lebenslernender. Es ist das natürliche, dem Leben innelie-
gendes lebensführendes Lernen und die ganze Lebenstota- lität ausfüllende Selbst-Individualisierungs-Entwicklung als Wesensnotwendigkeit eines Lebensgrundgefühls. Die Ent- wicklungslernzeit ist erst einmal eine potentielle Möglich-
keit, welche vom Einzelnen immer wieder neu " im Hier und
jetzt "als Evolutionäre Allzeitnutzung in der De-und Entmate-
rialisierung getan werden muss,was als das Gotisches Lernprinzip genannt wird. Der Mensch lernt eigentlich ein Leben lang mit Ausnahme seiner Schuljahre (Man kann aber das ganze Leben sich entwickeln)*.
* Siehe auch Entwicklungsstufen und Lernphasen
VI.) Entwicklungslernen dagegen ist Evolutionär werden und Evolution ist lebensgesetzliches, lebenslanges lernen, ohne
das es als spezielles (Bildungs)lernen im Bildungsinne dekla-
riert wird.Es zählt nicht das Wissen, sondern nur, wenn es transzendiert wurde. In dem Moment, wo ich geboren
werde, werde ich mit Entwicklung konfrontiert und habe
ich meinen Entwicklungs-Individualisierungs-Lernweg ein
Leben lang schon bejaht. Es ist die Entwicklung des Einzel-
lebens, welches durch sich selbst und in sich selbst individu-
iert und im Entwicklungslernen des Gotischen-Lernprinzips seinen Entwicklungsausdruck findet. Jeder hat sein eigenes Lebenslern programm als Entwicklungsschuld einer Ent-
wicklungslosigkeit als sterben lernen zu absolvieren zu ab-
solvieren. Es sind die Lebensumstände und der Lebensdruck, welche mich zum lernen drängen, was ich aus meinem Leben machen kann oder sogar machen werde. Der Mensch bleibt lebenslang ein zu Entwickelnder und ein Lebenslernender,
weil sich auch das Lernen u.a. von der Gehirnlernnatur nicht verhindern lässt und die Daseinsberechtigung der Nerven-
zellen als innewohnendes Prinzip nur das Lernen ist und neurowissenschaftlich das Lernen als Lebensspannung z.B.
das kognitive älter werden verlangsamt *.
* 1.) Wir unterscheiden zwischen einem biografischen Geburtsalter
und einem biologischen, (Zell)alter, welches bis zu 20 Jahren diffe-
rieren kann. Dann ist er biologisch jünger als es dem biografischen, zeitlichen Alter entspricht. Das Alter im " Personalausweis " ist nicht
das kognitive Alter. Der Mensch ist definitiv nur so alt wie seine
Gefäße, Körperzellen und Neuronen. Bewegung ist alles.Deshalb kann jeder Mensch etwas tun gegen das Alter,altern und damit die Zell-
alterung verlangsamen.
2.) Beim lebenslangen (Bildungs)lernen) werde ich unwiderruflich
auch biografisch älter (Unverändert bleiben ist statisches Lernen).
Beim lebenslangen (Entwicklungs)lernen) werde ich unwiderruflich
auch biologisch jünger und das kognitive Altern wird verlangsamt (Veränderungsbewegung ist dynamisches lernen).
3.) Die Entwicklungsidee und das Festhalten an Ideen und Aktivitäten
(z.B. Ehrenamt, Busreisen, Sport, kulturelle Neigungen berufliches
Engagement) ist nachweislich verjüngend und erneuert die Lebens energie (z.B. Botenstoffe bei Sport), weil diese mich in Bewegung
und Lebensspannung halten bzw. auch zur Körperzellengenerie-
rung führen und damit die biologische Leistungsfähigkeit des Orga- nismus verbessern. Die sportliche Betätigung wirkt sich auf alle
geisti-gen Fähigkeiten und Gedächtnisprozesse positiv aus und erhöht die Gehirnleistungen. Die Synapsenverbindungen zwischen den Hirn-
zellen werden stärker. Es bilden sich neue Neuronen, verdrahten
sich und verlangsamen das Absterben von alten Nervenzellen. Be-
wegung regt nachweislich die Teilung der Stammzellen zu neuen Nervenzellen an. Der Hippocampus vergrössert sich, der u.a. für
die Gedächtnisleistung zuständig ist. Ein " Ideal im Herzen " hält
jung und erhöht die genetische Qualität der Nervenzellen. Die
Krankheiten Alzheimer und Parkinson zum Beispiel sind davon ge-
kennzeichnet, dass sich immer mehr " toxischer Zellschrott " in
den Nervenzellen des Gehirns und um sie herum ansammelt, was sie
letztlich zugrunde richtet. Für ein gesundes Altern aber ist der
Körper auf eine Balance zwischen Zellaufbau- und Zellabbaumaß-
nahmen ( z.B. Zellverzehrung beim Fasten) angewiesen. Statt
ständig zu wachsen und aufzubauen, muss der Körper aber auch
mal den Zellmüll, der dabei anfällt, abbauen. Unser Körperzellen
reinigen und verjüngen sich von selbst.
4.) Siehe auch Evolutionäre Bringschuld der Entwicklungslosigkeit
5.) Siehe auch " Das Zeitmass wird also nicht eigentlich von der Uhr bestimmt, sondern von der Bewegtheit des Objektes, wie es einst-
mals Albert Einstein in seiner berühmten Relativitätstheorie feststellte. Die Zeit ist von der Geschwindigkeit der Bewegung des Körpers abhängig. Mittlerweile wissen wir, je schneller wir uns bewegen, desto langsamer vergeht die Zeit. Im logischen Umkehr- schluss wäre das eine Erklärung, warum Bewegung die biologische Zellalterung verlangsamt " in Evolutionäre Allzeitnutzung
VII.) Lebenslanges Lernen ist eine ständige Aufforderung des noch nicht Gelernten, weil alles wert ist studiert zu werden.
Ich könnte mir ständig Neues notieren, weil ich aus allem et-
was lernen kann. Wenn ich z.B. eine Stunde spazieren gehen, habe ich schon wieder drei neue Gedankeneinfälle, welche
es wert sind aufgeschrieben zu werden und individualge-
schichtlich betrachtet, der Welt fehlen würde. Es sind die Lebensumstände, welche mich bilden, weiterentwickeln
und nicht zur Ruhe kommen lassen, weil nur die Ruhe
(Frieden) als Einigung aller Bewegungsunruhe Lernzielein-
heit als archimedischer Punkt ist, von dem aus alles gesteu-
ert und bewegt wird. Lebenslanges Lernen bedeutet, dass
jeder Tag, der kein Entwicklungs-Individualisierungs-(lern)
tag, ein verlorener Lebenstag ist. " Das Jetzt " ist der Zeit-
kern, der Zeitsinn, die Einmaligkeit und die Ewigkeit des Augenblicks als nächster Individuations-Entwicklungs-Lern-
schritt und ist lebenslanges Lernen in Hoch-und Reinkul-
tur. Diese Notwendigkeit des selbstgesteuerten, lebens-
langen Lernens entwertet die bisherige Monopolstellung
der Schule als primäre Bildungsanstalt. Die dritte wich-
tigste Aufgabe der Bildung ist die Wissensvermittlung der Bildungsfächer, die zweite wichtigste Aufgabe bleibt
aber die Überleitung zu den Entwicklungs-Lebens-Lern-
Tugend-Eigenschaften als das gotische Lernprinzip in
jedem Bildungsfach. Die wichtige Aufgabe ist, dass das lebenslange Lernen, welches auch für die Lehrer, die
Schule, den Staat und die ganze Bildungspädagogik gilt. Nur
dann ist der Bildungsabschluss erfolgreich, wenn er einen bewussten, selbst gewollten Entwicklungsbeginn initiiert .
Entwicklungslernen findet sich z.B.
welches das Gotische Lernprinzip und die evolutionaere, säku-
lare Nachfolge-Christi auf meinen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebensweg widerspiegelt.
VIII.) Nach Schätzungen findet siebzig Prozent des lebens-langen Lernens ausserhalb von Bildungsinstitutionen statt (z.B. Johann Wolfgang von Goethe, Vincent van Gogh, Michael Faraday, Theodor Storm, Bertrand Russel, Jean Jacques Rousseau waren überwiegend Autodidakten). Auch das Internet stellt die Dominationsmacht der Bildung immer mehr in Frage, weil es auf die autodidaktische Selbstver- mittlung (Wirkungsmacht) und nicht mehr die didaktische Fremdvermittlung ankommt (lebensgesetzliches Entwick- lungslernen *.
*1.) Die digitalen Medien haben die Gesellschaft demokratischer, freier wissender und selbstbewusster gemacht. In der Anonymität des Internets entfällt jegliche Hierarchie, der Einzelne ist selbst- kritischer und in der Computerwelt (Blocks, Meinungsaustausch in sozialen Netzwerken, Webseiten, Videos etc.) ist der Mensch unbe- wertet sich selbst und anerkannt. Die Didaktik des fremd organisie- rten Lernens wird zur Autodidaktik des selbst organisierten Lernens und die Belehrung wird zur Erkenntnis. Erst als Autodidakt wird man unabhängig, freigeistig, vor Autoritätsgläubigkeit bewahrt und ist auch nicht vom schnellen Erfolg abhängig. Autodidaktisch wird im Entwicklungssinne als Evolutionäre Allzeitnutzung verstanden.
* In Deutschland gilt nach einem Entscheid des BVG das Recht auf informelle Selbstbestimmung.
2.) Das digitale Zeitalter hat bspw.eine praktische, virtuelle ökonomi-
sche, Bildungs- Berufs-, Kommunikations- und Kulturdimension und eine noch viel tiefere, transzendierende Lebens-Entwicklungs-Di- mension z.B. vergleichbar mit der Erfindung der Buchdruckerkunst konnten erst Martin Luthers reformatorische Ideen eine Verbreitung finden und zu einer Bewegung werden. Die weltweite Vernetzung erlaubt es, was als eine höhere technische Entwicklungsstufe der Ideenverbreitung weltweit eingestuft wird, dass z.B. ein heute noch Unbekannter, aus einfachen Verhältnissen wie " ein Phönix aus der Asche empor steigt ",im gesellschaftlichen Mittelpunkt steht und Verantwortung für andere übernommen hat, den bisher niemand
auf der Rechnung hatte. Keiner ahnte, aus welchem Holz der ehema- lige, geistige verkannte Schulversager und Schulabbrecher geschnitzt war und nun alle mit sich zieht, weil ein "digitaler Idealist " als Genie der Selbstevolution, nicht Anerkannter, Unbekannter und nur sich selbst Bekannter,eine Entwicklungsnatur, von den Eltern nur als Träu-
mer titulierter und " stilles, verborgenes Vorbild " bspw. " im Lese- raum Internet " schweigend in einem Block, in sozialen Medien oder auf der eigenen Webseite das Wort ergriffen hat in Anlehnung an den Philosophen Friedrich Nietzsche dass, wenn Schweiger reden, die Welt den Atem anhält.
3.) Es hat sich noch immer nicht überall herum gesprochen, dass bis- her nur " Träumer " die Welt verändert haben und verändern, die im vorherrschenden Reich nicht wahrgenommen werden und ihr eigenes Reich für alle erschaffen. Alle, die eine Schulklasse wiederholen müssen, werden eines Tages alle anderen überholen. Das er sie alle erkennt, ohne selbst erkannt zu werden. Wer seinen Mittelpunkt gefunden hat, der auch zum Mittelpunkt für die anderen wird. Was einer geworden ist und noch wird, ist er immer nur aus sich selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche ihn geformt haben, weil jeder Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensweg immer autobiografisch, autodidak- tisch und bildungsdialektisch angelegt ist. Aussenseiter-Meinungen können zum " Massengeschmack und zur Mehrheitsmeinung " werden. Nur die geistige Tiefe der Qualifikation als Exzellenz stellt eine revolutionäre Internetmacht dar. Es ist das Verschränkungs- prinzip als Interverbundenheit des kollektiven Gedächtnisses der Quantenphysik, welches es bewirkt, um es mit dem französischen Schriftsteller Victor Hugo zu sagen, " dass nichts mächtiger ist, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist ". Es ist der gleiche, dynamische Quantensprung einer kulturellen Medienrevolution des modernen Buchdrucks durch die beweglichen Metall-Lettern der Druckerpresse von Johannes Gutenberg zu Beginn der Neuzeit wie zum World-Wide-Web des Internets, wo Ideen noch schnellere und umfangreichere Verbreitung finden *.
* " Gleichzeitig unterstützt die Digitalisierung das Streben nach persönlicher Autonomie und die Entwicklung abgehobener Eliten ".
* Quelle Wikepedia " Digitale Revolution ".
4.) Siehe auch Vom neuen digitalen Internet-KI-Zeitalter zum neuen Entwicklungs-Inidvidualisierungs-Zeitalter
5.) " Stille Menschen haben die lautesten Gedanken " *.
* Stephan Hawking "
6.) Selten sind die verstehenden Naturen auch die Vollbringenden.
7.) " Ich wurde intelligent geboren, aber das Schulsystem hat mich ruiniert. Theoretisch kann ich praktisch alles "*.
* Quelle unbekannt
8.) Es ist Victor Hugos (französischer Schriftsteller) Feststellung, dass nichts auf der Welt so mächtig ist, wie eine Idee, deren Zeit gekom- men ist. Es geht um die Macht der Idee, welche nur in der Einzelseele des Urhebers ihre ganze Stoßrichtung hat. Der Mann kann unter liegen, aber die Sache wird triumphieren. Alle Eroberungen gehen von ideen aus und werden dann zu Bewegungen um der Macht willen. Die Lebensordnung bewegt sich vornehmlich vom Inneren zum Äusseren und von der unsichtbaren zur sichtbaren Welt. Die Wahrheit ist im- mer stärker als alle Widerstände, Umstände und der derzeitige Zeit- geist. Entwicklung erweist sich nicht als wahr, weil diese sich durch- setzt, sondern sie setzt sich durch, weil sie wahr ist. Die Wahrheit entschädigt dafür, dass sie wahr ist und von der Zukunft mehr zu hoffen ist *.
9.) Was immer ein freier und unbefangener Geist souverän berührt, wird neu für eine in überlebten Vorstellungen befangene Welt. Kein Gedanke der Menschheit, wenn der über die Vernunft hinaus getrieben verliert auf die Dauer seine schöpferische Macht. Deshalb ist der stärkste Mann ist immer der Mann eines einzigen Gedankens. Denn alles was an Lebenstat-,Willens-und Glaubenskraft, an Intelli- genz und Idealismus, Empathie, finanziellen Mitteln, an Nervenan- spannung und Opferbereitschaft darin investiert und aufgespeichert hat, entwickelt eine Eigendynamik und erzeugt eine Wucht, der selten die Welt widersteht. Die Idee entspringt nicht aus dem intellektu- ellen Reich des Denkgeistes, sondern aus dem überintellektuellen schöpferischen und wirklichkeitserschaffenden geistlichen Reich*.
* In Textanlehnung an Stefan Zweig, Schriftsteller.
10.) Weil wir nichts sind, suchen, bewundern wir, ahmen wir nach, vergleichen uns mit anderen und lassen uns von anderen aus der Ruhe bringen zum weil ich mich selbst werde und bin, bin das Besondere und mache den Unterschied aus. Durch immer mehr Selbstähnlichkeit neutralisieren wir die Fremdartigkeit und jeder Personenkult wird mir fremd.
11.) " Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt (als Lebenslernen),
der lasse sich begraben " *.
* Johann Wolfgang Goethe war ein deutscher Dichter und Naturfor-
scher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.
IX.) Beim Bildungslernen wird lebenslanges Lernen durch die Wissenshalbwertszeit, Veränderungsdynamik und gewandel-
ten Anforderungen der Lebenswelt, der Wechsel der unter-
schiedlichen Lebensphasen und besonders durch den Le-
bensführungsdruck der persönlichen Problemkrisen etc. als
(über)lebensnotwendiges Lernen angesehen. Beim Entwick-
lungslernen ist lebenslanges Lernen das Lernverständnis
eines Leonardo da Vinci ; " Und die ganze Zeit, da ich dachte,
ich lernte zu leben, da lernte ich zu sterben
* Es wird in der Einstellung gelernt, als wenn ich noch 500 Jahre Zeit hätte meine Entwicklungs-Individualisierung zu vollenden und es sogleich auch tue, als wenn ich heute noch sterben müsste.
X.) Beim Bildungslernen geht oft die Lust zum Lernen verlo-
ren und das lebenslange Lernen bleibt eine Illusion, weil es
mit der Lernunlust der Schule in Verbindung gebracht wird (unauthentisches Wiederholungslernen). Das Entwick-
lungslernen ist bei Reife eine reine Lust, weil es mein persönliches Leben betrifft und die eigene Lebensentwick-
lung das Wichtigste und sich zu individualisieren das
Spannenste ist, was es gibt (lernauthentisches Entwicklungs-Individualisierungs-Lernen) *.
* 1.) Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungsreife Nr.782
2.) Siehe auch " Das Individuelle kann aber nicht gesucht werden und intellektuell begriffen werden, weil dieses die Suchende und Ergrei-
fende ist " als Lernauthentizität in Zukunft-Strassburger-Muenster
XI.) Von Theodor Gottlieb von Hippel d. Ä., der mit seinem aufklärerischen Anspruch nicht mehr an die natur- und gottgegebene Unterscheidung zwischen den Geschlechtern glaubte. Er setzte sich für Bildung und Wissen der Frauen
ein, weil es unverzeihlich sei, die Hälfte der menschlichen Kräfte unerkannt und ungenutzt schlummern zu lassen zur Aufklärung der Bildungsaufklärung, dass es ist unverzeihlich
ist, dass Entwicklung und lebenslanges Lernen nur noch
nicht ernst genommene, belanglose Wortfloskeln sind und
als " brotlose Kunst " angesehen werden, im vorherrschen-
den Bildungswesen als naturgegebener, pädagogischer Widerspruchslernpol nicht vorkommt, in der Gesellschaft
nur die soziale Integration und nicht die Individualisie-
rungsentwicklung einen Wert darstellt, nur ein reicher
Mensch, aber keine Entwicklungsindividualisierung seinen
Platz hat und diese (Genie)strebekräfte im Einzelnen uner-
kannt und ungenutzt schlummern zu lassen * .
* 1.) Theodor Gottlieb von Hippel d. Ä.war Staatsmann und Sozialkri-
tiker und übte in seinem wichtigen Werk zur Frauenemanzipation über " die bürgerliche Verbesserung der Weiber " Kritik am patria- rchalischen Ehewesen.
2.) Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmensch
3.) Siehe auch Genie der Selbstevolution
4.) Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungs-Widerspruch
XII.) Bildungslernen erfolgt in einer Lebensabschnittsphase
im widerstandsfreien Lernzustand für ein geordnetes, ge-
sellschaftliches Anpassungsleben. Unbestritten gilt aber,
dass das Leben erst einmal scheitern muss, wenn es gelingen soll. Nur in der absoluten Zerrissenheit ist ein " sich selber werden " erst möglich, was nur lebenslanges Lernen bedeuten kann *.
* Siehe auch Entwicklungsstufen und Lernphasen
XIII.) Die unberirrte, individuelle Lebensrichtung ist einge-
boren und es ist der Lebensformwille als das kategorische
" Individual-Logos " des entwicklungsschöpferischen Bau-
plan-Lebensprinzips der Unverwechselbarkeit und Ein-
zigartigkeit. Es ist die Entwicklung des Einzellebens, wel-
ches durch sich selbst und in sich selbst individuiert und
durch das Entwicklungs-Individualisierungs-Lernen als
Gotisches-Lernprinzip seinen Lebensausdruck erhält. Noch
nicht geboren, habe ich meinen Entwicklungs-Individuali-
sierungsweg als lebenslanges Lernen schon bejaht, welcher
erst einmal bei der gesellschaftlichen Sozialisierung
verneint wird.
XIV.) Lebenslanges Lernen ist die permanente Abtragung der
Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwick- lungslosigkeit. Es ist das, was einem im Entwicklungs-Individualisierungsstreben als Anlage gegeben und potentiell möglich ist, dieses als Lebensauftrags(pflicht)zu entfalten.
Wo der Wille zur Entwicklungs-Individualisierungs-Trans-
zendierung fehlt, automatisch zur Schuld wird. Die Schuld besteht alleine nur darin, das Entwicklungsbessere als Mög-
liches " im Hier und Jetzt " nicht zu wollen. Die Aufrichtig-
keit und die Ausrichtung nach mehr Entwicklungswahrheit
sind das Entscheidende, damit Entwicklung zugelassen wird
als Selbstverpflichtung zur Entfaltung der Individualitäts-
kräfte der Entpersönlichung d.h.,ein Absterben in der Welt,was als De-und Entmaterialisierungslernen bezeichnet wird*.
* 1.) Ein Entwicklungs-Individualisierungsleben kann zur ars vivendi
(Kunst des Lebens) als ars moriendi (Kunst des Sterbens) werden und nicht mehr auf den Tod gewartet, sondern dieser erwartet wird. Je
mehr man sich (mit seinem Leben) auseinandersetzt, desto mehr wird (der Tod) überwunden, ein " Sterben auf Raten", weil ich immer
weniger sinnlichen Reizen zugeneigt bin und das wirklich Lebens-
wesentliche in meinen Aufmerksamkeitsfokus rückt. Es ist nur die Beschäftigung mit dem Leben als Entwicklungsprozess, was den Tod überwindet, weil es den Tod als endgültig ja nicht gibt. Der Grund,
warum wir Angst vor dem Tod haben ist die dualistische, getrennte Subjekt-Objekt, statt das Einheits- und Ganzheitsverständnis. Das
Leben und der Tod werden als zwei verschiedene Aspekte betrach-
tet, obwohl es durch die Interverbundenheit als Einheit nach Adam
Riese kein Gegenteil geben kann. Der Verstand sieht eine Dualität,
wo faktisch keine ist. Es ist die Reduktion auf das oberflächliche Empirische und es wird ausgeblendet, dass es Wirklichkeiten gibt,
die jenseits unseres Erkenntnisvermögens liegen. Wer das verstehen
lernt, verliert die Angst vor dem Tod, ein Bedauern ist ihm fern und
akzeptiert diesen als Teil des Lebens. Dieses ist eine neutrale, unab-
hängige Weltsichtweise, ob jemand tiefgläubig oder ein Atheist ist.
Wirklich Angst hat nur der, der den Tod tabuisiert und verdrängt hat.
2.)" Glücklich ist der, welcher sein Arbeits- und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens in Verbindung setzen kann und die Kindheit sich darin vollendet und ist sich sicher, dass dieser Weg von Anfang
an in der Kindheit als Lebensfundament festgelegt war, weil er seinen
Träumen sein Leben schuldet ".
3.) Siehe auch " Lebenslanges lernen " als Evolutionäre Allzeitnutzung
und evolutionäres Altjugendlernen
XV.) Beim Bildungslernen habe ich, wenn der Tag zu Ende
geht, alles richtig und genug gemacht (Lebens-Abschnitts-Lernen). Beim Entwicklungslernen mache ich jeden Abend
eine schriftliche Tagesreflexion, um den Tag zu hinterfra-
gen, ob ich meinem Entwicklungsziel näher gekommen bin
und was ich weiter noch verbessern kann (lebenslanges Ler-
nen).
XVI.) Beim Bildungslernen gilt das äussere Lernen, was all-
gemein gewusst werden soll und dieses Lernen als richtig
angesehen wird (Bildungs-Nützlichkeits-Lernen). Beim Ent-
wicklungslernen gilt das innere Lernen, was individuell ge-
wusst werden muss und als das bessere Lernen der Zukunft angesehen wird. Der Mensch ist mehr auf seine Entwicklung
als seine Bildung angewiesen. Nicht der Mensch macht Ent-
wicklung, sondern die Entwicklung macht den Menschen
(Entwicklungs-Lebenslang-Lernen).
XVII.) Das Bildungslernen liegt darin, die persönliche und berufliche Sozialisierungsnorm zu lernen und das lebens- lange Lernen wird als ein Anpassungs-und Eingliederungs- lernen verstanden. Entwicklungslernen ist zu lernen, wie " sein Leben tickt " um im Lebensfluss entwicklungskonform zu fühlen, zu denken und zu handeln und das lebenslange
Lernen wird als Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens-Lernen verstanden.
XVIII.) Bei der traditionellen Berufs(ausbildungs)karriere bedeutet lebenslanges Lernen innerhalb seiner Arbeits- und Berufswelt Qualifizierung, Flexibilisierungslernen, sich auf
neue Arbeitssituationen einstellen etc. (Fach-und Sozial-
kompetenz und lernen, weil ich dafür bezahlt werde).
Beim Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf bedeutet lebenslanges Lernen " über den Berufs-und Arbeits-Teller-
rand " hinaus alles Lebenslernen als evolutionäres Lernen (Berufs- und Lebenskompetenz, was nicht zu hinterfragen
ist) *.
*1.) Siehe auch Vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dyna- mischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf
2.) Siehe auch Vom Beruf zur Berufung
3.) Siehe auch Gotisches-Lernprinzip
4.)Siehe auch Das Leben ist unsterblich
5.) Siehe auch De-und Entmaterialisierungslernen
XIX) Einen tieferen Aspekt des lebenslangen Lernens als evo-
lutionäre Zeitnutzung ist die Beschäftigung mit dem zeit-
losen Ewigkeitsaspekt. Die Frage ist, ob die These stimmt,
dass das Leben unsterblich ist, der Tod es in Wahrheit nicht
gibt, das Leben nicht sterben kann, sondern nur das
Belebte, dass ich weder geboren bin noch sterbe, jedes Einzelleben (theologische Diktion Seele) nicht tot zu krie-
gen ist und aufhören kann zu leben, weil es ein Teil des (Gesamt)lebens (theologische Diktion Gott) ist. Diese
Glaubensspekulation wird in der Begegnung mit der mode-
rnen Physik als religiöse Erfahrung empfunden, weil diese Aussagen von der Quantenphysik als Faktum unstrittig em-
pirisch bestätigt werden. Wer stirbt, ist nicht tot, weil
jedes Einzelleben ein Teil des Gesamtlebens ist und das Universum auf Weiterleben programmiert ist. Der Mensch unterliegt ein Leben lang Veränderungs- und Wandlungs-
prozessen und der Tod gehört dazu. Das Leben verändert lediglich nur seine Erscheinungsform,weil das Sterbliche
nur mit dem Unsterblichen vertauscht wird. Dieses erfolgt
in der Nicht-Raum-Zeit, in einer anderen Dimension, einer anderen Parallelwelt, in einem anderen Bewusstseins-Transbereich und ist nicht in unserer Raum-Zeit loka-
lisierbar. Wenn der Mensch sich treu bleiben will, muss er
sich wandeln. Der Tod ist die letzte Wandlung des Menschen
im Leben, hat damit seine Bestimmung erfüllt und er ist angekommen. Der Tod gibt es in Wahrheit nicht und das
Leben wird nur transformiert, was eigentlich in jedem Ent-
wicklungs-Lebens-Auseinander-Transzendierungs-Prozess stattfindet. Wenn ich mich in einem Lebenspunkt weiter entwickelt habe, bin ich nicht mehr der Gleiche wie zuvor * .
* Siehe auch den Gliederungspunkt " Philosophische Jetztzeit als
Ewigkeit " in Evolutionäre Allzeitnutzung
XX.) Jetzt kommt die evolutionäre Zeitnutzung als lebens-
langes Lernen, das lernen im " Hier und Jetzt " über das zeitliche Leben hinaus ins Spiel. Wenn die weitere These zutreffen sollte, dass es im " Totenreich " weder Tun noch Selbsterlösung nach dem Kirchenlehrer Alfons Maria von
Liguori gibt, im anderen Leben keine Zeit mehr da ist zu
wirken, kein erwarten von Verdiensten, keine Weisheit,
keine Chance mehr besteht, Gutes zu tun und keine Gele-
genheit mehr gibt, sich zu entwickeln, sich zu vervoll-
kommnen, dann muss sich jeder die Frage stellen, einer-
seits wie viel Lebenszeit durch leere Unterhaltungen, konsumistische Zerstreuungen und materialistische Lebens-
wertsetzungen vergeudet wurden, weil die " Daseins-Jetzt-
Frage " und nicht die Lebens-Sinnfrage des Einzelnen nur
im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses steht. Wenn
ich den Tod als die lebenszugehörige, zweite Seite ver-
dränge und ausblende wird eine Entwicklungsschuld ange-
häuft. Es fehlt dann das halbe Leben und die gelebte Halb-
heit war noch dazu sinnlos, weil nur durch die Entwicklung
sich der Mensch als Individuum begründet und definiert. Der
Tod wird als gesellschaftliches Tabu verdrängt, will eigent-
lich immer nur noch " ein paar Jährchen " leben und diese ausgelassene Chance gar nicht be- und gewusst ist und damit
auch " ein schlechtes Leben danach " wegen der Entwick-
lungslosigkeit des " Nicht-Lebenslanges Lernens" riskiert
wird. Im hektischen Lebensalltag ist keine Zeit nur an-
nähernd darüber nachzudenken und bspw. als Beerdigungs-
gast wird die Trauerfeier nur " über sich ergehen lassen "
und die Worte und Rituale z.B. des Pfarrers sind wirkungs-
und beziehungslos geworden. Der Fehler ist, dass man denkt, man hätte noch genug Zeit, aber das Jetzt ist die Zeit, die
wir uns in fünf oder zehn Jahren zurück wünschen. Wenn
nicht jetzt, wann dann, sollte man sich fragen ?*
* 1.) Diese Liguori-Aussage* findet wiederum auch ihr wissenschaft- liches Spiegelbild in der Quantenphysik. Die innere (Geist)welt ist nur reine Information. Daher kann sie aus sich heraus nichts Neues schaf- fen. Eine Weiterentwicklung in der inneren Welt kann nur über den Umweg des Informationsaustausches der materiellen, sinnlichen Welt als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungszweck geschaf- fen werden. Auch in der Relativitätstheorie definiert sich die Zeit erstrangig als eine Bewegungsdauer. Wo sich nichts bewegt und verändert, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungsreizen des prakti- schen Alltagsweltlebens gegeben ist. Daher kann sie aus sich heraus nichts Neues schaffen. Geist ist nicht ohne leibliches Wesen.
2.) Die Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit ein- gehen. In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod In der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. Ewigkeit ist eine Zeit ausserhalb der Zeit.In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Ver- gangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit im jetzt."(Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige"- Albert Einstein). Die Zeit ist stillstehend. Deshalb entfällt auch jedes Zeit- gefühl. In der Ewigkeit sind eine Sekunde und zehntausend Jahre gleich wahr.Die Ewigkeit ist nicht zeitlos, vielmehr ist sie gleichzeitig zu allen Teilen der Zeit und umgreift alle Zeit. Die zeitlose Existenz ist jenseits aller Kausalität und jeglichen Werdens und Vergehens.
* Alfonso Maria de' Liguori (* 27.September 1696 in Marianella bei Neapel; † 1.August 1787 in Pagani bei Salerno) war ein italienischer Jurist, Moraltheologe, Bischof und Ordensgründer, der heilig gespro- chen und zum Kirchenlehrer erhoben wurde. Einen Namen machte sich Liguori auch als Komponist geistlicher Lieder. So stammt das bekannteste italienische Weihnachtslied " Tu scendi dalle stelle " von ihm.
3.) " Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt " * .
* Thomas Bernhard, österreichischer Schriftsteller
4.) Siehe auch die Hypothese " Das Leben ist unsterblich und nicht tot
zu kriegen " in Das Leben ist unsterblich
XXII.) Wer das gotische Lernprinzip des " Lebenslangen-im Hier und Jetzt-Lernens " begriffen hat, hat sein Leben begriffen.
XXIII.) Am "grossen Gerichtstag" des Todes (Totengericht) bin ich für religiöse Naturen nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisierung-Lebens-Bring- schuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begrün- det ("Karmakonto"),was aus- serhalb der gesellschaftlichen und demokratischen Sank- tionen liegt. Dein Gott ist per- sönlich und auch nicht ein Gott einer anderen Religionen.
Der Rechenschaftsbericht ist fern von jeder Schuldzuwei- sung einer Strafwürdigkeit und es wird jetzt die innere, unverstellte Natur sichtbar und dass ich getauft worden bin, jeden Sonntag in die Kirche gegangen bin, "ein frömmelnder Augenaufschlag" und "weinerliche Entschuldigungen sind bedeutungslos. Die Beurteilung erfolgt meist aufgrund entwicklungsethischer Maßstäbe. Nach Meister Eckhart hat das Leben nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit war und Zeitloses
in der Zeit und Wesen- haftes im Wesenlosen geschaffen wurde.Der "imaginären abgespulten Vergangenheitsheit-Überwachungs-Himmels- Kamera" hält uns einen Spiegel
vor und bleibt nichts verborgen.Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesungen hat, nach seinem Bankkontostand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte,welchen Heiligen wir ge- glichen und verehrt haben und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persön- lichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleistung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheits- liebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnauf- gabe und geschenkte Lebensdankbarkeit.Die Weltwerte lässt Gott nicht gelten.Die Kernfrage ist immer die nach der Entwicklungs-Individuali- sierungs-Bringschuld, ob wir uns selbst gewesen waren, was ich aus meinem Leben kämpfend gemacht d.h.,ob ich immer mehr meinen inneren Frieden im Unfrieden meiner Alltags- welt als Unsterblichkeitslernen gesucht habe. Nach Meister Eckhart lohnt Gott nicht nach der Größe und Vielzahl der Werke, sondern nur, ob sie in Gott und als Gotteswille voll- bracht worden sind.
XXIV.) Lebenslanges Lernen ist die Sensibilisierung seines (Entwicklungs)Gewissens.)Die letzte Entscheidung bleibt
dann immer das subjektive Entwicklungsgewissen, ein Mit-
wissen an der Wahrheit als ringende Erkenntnis-Einsichts-
form, bei der man nie eine andere Wahl gehabt hat (indivi-
duelles, entwicklungskonformes, lebenssynchrones Gewissen).
* Die unberirrte, individuelle Lebensrichtung ist eingeboren und
es ist der Lebensformwille als das kategorische " Individual-Logos "
des entwicklungsschöpferischen Bauplan-Lebensprinzips der Unver-
wechselbarkeit und Einzigartigkeit (was erst durch die permanenten Gewissenseinzelentscheidungen ermöglicht wird). Es ist die Entwick-
lung des Einzellebens welches durch sich selbst und in sich selbst individuiert.
XXV.) Lebenslanges Lernen ist den Tod enttabuisieren und
Unsterblichkeit lernen
XXVI.) Lebenslanges Lernen ist eine säkulare,evolutionäre Nachfolge Christi unreligiös und trotzdem tief religiös zugleich.Weil ich nur das Bessere will, habe ich so viel getan wie der Papst in Rom, aber noch viel, viel mehr.