58.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs-
lernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches Lernprinzip)
eines neuen Zeitalters).
Entwicklungsstufen-und Phasen lernen.
( Version 2017)
Gliederung
- Entwicklungsstufen-Grundannahmen
- Zwei-Stufen-Zielrichtungs-Theorie mit 14 Methoden-Beispiel-Hinweis-Verlinkungen
- Drei-Stufen-Theorie mit 35 Beispielen
- Vier-Stufen-Theorie mit 30 Beispielen
- Mehrstufen-Theorie mit 10 Beispielen
- Anhang Autorenquellen: Entwicklungsbewusstseins- forschungsbeiträge
*Beim Bildungs-Kultur-Lernen geht der ideelle Wert und Stufensinn eines Studiums nicht über den Tellerrand des Studierenden hinaus. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird oft John Adams,Gründungs- vater und der zweite Präsident der Vereinigten Staaten zitiert:"Ich muss Politik und Krieg studieren, damit meine Söhne die Freiheit haben Mathe- matik und Philosophie zu studieren, ausserdem Geo- graphie, Naturgeschichte, Schiffbau, Navigation, Handel und Land- wirtschaft, damit sie ihren Kindern das Recht geben, Malerei, Poesie, Musik, Architektur, Dekoration und Porzellan zu studieren".
Entwicklungs-Stufen und Phasen-Grundannahmen.
> Dieser Fachaufsatz über Entwicklungsstufen und Lernpha-
sen ist eine unvollständige, rudimentäre Darstellung, des- halb nur vorläufig und in ständiger Verbesserung begriffen. Jede Le-bensentität, jeder Lebensbereich, jede Lebensphase, jeder Lebenskreislauf, jede Lebenseigenschaft, jedes Lebens- ding bspw. sind dem Gesetz des " Werdens und Vergehens ",des Blühens und Welkens unterworfen und deshalb lässt sich alles in einer zwei-,drei- oder Mehrstufen-Methode dar- stellen, was jeden Textumfang sprengen und kaum noch zu lesen wäre. Es lässt sich alles bspw. der Glaube, die Liebes- beziehung, die Moral, das Baby, Lebensgewohnheiten auf die Ebene von Entwicklungswachstumsstufen transponieren. Die Entwicklungsstufen und Lernphasen sind Besserungs-und Vervollkommenheitsstufen, sind auch nicht " chemisch
rein " und wissen- schaftlich, empirisch zu erfassen, sondern es ist eine Definition eines Sachverhalts oder eines nachträg- lichen, kategorisierten Lebenserkenntnisgefühls, was zu indi- viduellen Wissen geworden ist.
> Die Entwicklungsstufen und Lernphasen sind Wertstufen
und eine einheitliche Theorie darüber gibt es nicht. Alle be-
deutenden Stufenmodelle betrachten Aspekte der allgemei-
nen Bewusstseinbildung und es ist die Tendenz zu mehr Bewusstseinsentwicklung durch Transzendierung als not- wendige Selbst-Bewusstseins-Bildungs-Phase eigen. Alles andere ist zivilisatorische Anpassung. Alle Entwicklungsstu-
fen-Theorien bewegen sich mit der Rationalisierung vom Glauben zum Wissen hin. Jede Stufe besitzt einen Eigenwert, beinhaltet einen Entwicklungsfortschritt von äusserer zu mehr innerer Entwicklung als Entwicklungs-Individualisie- rungsgewinn. Jeder Wertewandel als Folge einer höheren Entwicklungsstufe bringt immer eine Verhaltensverände-
rung mit sich und hat seine Auswirkungen auf alle Lebens- bereiche. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir *.
* I.) Kulturkritisch betrachtet ist es die Entwicklung vom wissen- schaftlichen und technischen Fortschritt auf der Horizontalen, als ein Näher- und Weiterkommen (von der Bewusstseinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität und das Ganze darstellt, weil der Mensch glaubt das zu sein, was er hat und sich bewusst ist ) zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, als ein nur Zuende- und zum Wendepunkt kommen in Richtung der Vertikalen, was Jahr-
hunderte lang schon den Verfallskeim der Auflösung in sich trägt als eine Form der Selbstzerstörung, um zur nächst höheren Entwick- lungsstufe zu gelangen und deshalb in die Bewusstseinskrise der Erkenntnis schliesslich führen muss, weil der Mensch das ist, was er nicht hat und sich nicht bewusst ist.
II.) Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es un-
wichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um die-
se in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann blei-
ben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wan-
delt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Na- bel der Welt " und macht den Unterschied aus.
III.) Es geht nicht mehr um die Wandlung der gesellschaftlichen For-
men, sondern um eine Wandlung des Menschen selber. Jede Lebens-
krise trägt keine Wirklichkeit in sich, weil sie sich immer im Innern des Men schen abspielt und deshalb von Reformen von ausserhalb nicht zu beheben ist. Nur was von innen kommt lebt wirklich. Dem gesicherten Bewusstsein der angeeigneten Umwelt ist eine Problem- lösung nicht möglich, weil die Krise das noch Erkannte und Erfasste darstellt. Die Tatsächlichkeit liegt vornehmlich innerhalb des Lebens und nicht ihm gegenüber. Der existentielle Lebenskampf nach aussen enthebt und entlastet ihn, mit sich selbst zu kämpfen. einer vermag über das hinaus zu wirken, was er nicht selber in sich hat. Wir ver- ändern und verbessern als Orientierungsvakuum die Welt nicht mit dem was wir beruflich machen, sagen und schreiben, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Vorbild-Entwicklungs-Lebensweg geworden oder nicht geworden sind. Wenn ich etwas mache, was ich nicht wirklich bin, das ist Verwässerung. Es fehlt das " Herzblut " als Stosskraft und ist eigentlich nur eine flüchtige Er-
fahrung mehr.
> Die Theorie der Evolution liefert keine Gesetze der Evo-
lution und es lässt sich nicht durch Extrapolation der bisheri-
gen Entwicklung jeweils die Gesamtevolution vorhersagen. Es besteht keine gesetzmässige Abfolge besonderer Sta-
dien und Phasen *.
* I.) Der Evolutionsverlauf erweckt in seinem äusseren Erscheinungs-
bild den Eindruck einer zielhaften Entwicklung eines geplanten und in diesem Sinne auch gewollten Entwicklungsgeschehens. Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass der Entwicklungsverlauf ei-
genen, indeterminierten Gesetzen unterworfen ist und Entwicklungs-
ereignisse nicht vorhergesagt oder beeinflusst werden können. Der Versuch die Vergangenheit in die Zukunft hinaus zu extrapolieren, machen aufgrund der Nichtlinearitäten des Zufalls eine kausale Evolutionsforschung unmöglich und spricht nur von Wechselwir- kungen, Beziehungen, Einflüssen, Zusammenhängen und Synchroni- sation, welche zur Unschärfe, Ungenauigkeiten, Unbestimmtheiten und nur zu Wahrscheinlichkeiten führen. Wenn wir die Gegenwart kennen, können wir nicht die Zukunft berechnen, weil wir die Gegen- wart nicht in allen Bestimmungsstücken prinzipiell kennen, weil diese den Gesetzen der Quantenmechanik unterworfen sind, Freiheit und Bewusstsein in Spiel kommt und jegliche Kausalität zum ad Absur- dum geführt hat. Es bestehen aber erklärbare, vorhersehbare und regelhafte Entwicklungsgesetzmässigkeiten der Entwicklungspro- zesse, welche Einfluss auf den Zufall haben. Es soll also erforscht werden, was ist, um auf Grund der Unwandelbarkeit der Naturge- setze sehen zu können, was sein wird.
II.) Aus der Evolutionssicht sind Prophezeiungen, Zukunftsantizipati-
onen und sogar langfristige Planungen Unsinn und nicht integer, weil sich Evolutionsprozesse der perfekten Vorhersage entziehen und sich nicht von aussen beeinflussen lassen. Auch in der Welt des determi-
nistischen Chaoses steht die Zukunft zwar fest, aber nie im Voraus erkennbar. Die Frage nach der Vorherbestimmung ist eine andere
wie die Frage nach der Vorhersehbarkeit. Das Leben ist planungs-
mässig betrachtet ein chaotisches System. Entwicklung ist immer individuell und weil ein individuelles Gesetz widersprüchlich ist, verläuft die Entwicklung nicht gesetzmässig.Nicht der Mensch macht Entwicklung, sondern die Entwicklung macht den Menschen und schreibt dem Menschen den Plan vor. Als Beispiel werden die " Zu- kunfts prophezeiungen " des allbekannten, französischen Arztes, Apothekers und Astrologen " Nostradamus " genannt. Aber dieses ist ein Gestrüpp von tausend Deutungen und seine Aussagen sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Jeder kann daraus vorhersagen, was er will und von seinen exakt datierten Aussagen ist keine wirklich eingetroffen.
III.) Unbestimmtheit und offener Entwicklungsausgang sind eine fundamentale Aussage der Entwicklung. Evolutionsprozesse ent- ziehen sich einer exakten Vorhersage und es hat sich immer ent- wickelnd ergeben.Deshalb ist alles langfristig festgelegte entwick- lungsfeindlich und schliesst die evolutionären Möglichkeiten aus.
Die Entwicklungswirklichkeit lässt sich nicht durch Planung zu recht biegen und bannen. Irrtum und Lebenskrisen sind in der Planungs- vernunft nicht vorgesehen, obwohl entwicklungszielkausal zum Menschen zugehörig und es das Leben ist. Der Indeterminismus der Zukunft lässt sich nur durch Lebensvertrauen und den Glauben als allumfassende Einheit, Ganzheit und Zeitlosigkeit abdecken und absichern. Wer glaubt und vertraut, schliesst alles mit ein.
IV.) Siehe auch berufliche Planung Nr. IV in Vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dynamischen Entwicklungs-Individualisie-
rungs-Lebenslauf
> Die Entwicklungsstufen betreffen die Menschheitsent-
wicklung insgesamt. In allen Lebensbereichen wie Gesell-
schaft, Bildung, Wissenschaft, Staat bspw. sind auch die Ent-
wicklungsstufen eines jeden einzelnen Menschen enthalten.
Jede Kultur durchläuft die Altersstufe des einzelnen Men-
schen.
> Es darf nur von Entwicklung gesprochen werden, wenn
es sich um eine Veränderung " vom Niedrigen zum Höheren "
handelt. Auch die Lebensphasen Jugend, Erwachsener und
Altersphase haben zwar ihre eigene Ausdrucksweise, be-
sonderen Merkmale, ihre Stärken und Schwächen, aber
sie sind entwicklungsmässig nicht qualitativ verschieden.
> Der Lebensentwicklungsdrang ist in erster Linie gerichtet
auf die Entfaltung einer höheren Entwicklungsstufe und nicht auf deren Erhaltung. Eine Entwicklung zurück ist in der Evolution nicht vorgesehen *.
* I.) Es ist schier unmöglich die alten Zustände wieder herzustellen, weil eine Entwicklung zurück (nur Rückfall) von seiner Natur nicht geben kann. weil es die Gleichgewichtskräfte es nicht zulassen und alles dem Gesetz des Vergehens und Werdens unterliegt. Die Entwick-
lung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Das Leben hat sich im
Laufe der Evolution immer durchgesetzt und Recht gehabt und nicht
der menschliche Machtwille, Mehrheitsverhältnisse, wissenschaft- liche, technische Erfindungen oder eine Bildungsintelligenz. Lebens-krisen z.B. dienen der Weiterentwicklung, auch wenn es z.B. ein beruf- liches " Karriere-Aus" als Rückschritt angesehen wird. Erst nach ei- nem zeitlichen Abstand der Problembewältigung erkennt man, dass es eigentlich ein Aufwärtsentwicklung und keine Entwicklung zurück gewesen war. Die Krise war nur vorübergehend, aber der Entwick-
lungsfortschritt bleibt ewig und man würde auch nie mehr mit dem Status quo vor der Krise tauschen. Weil das Leben im Fluss ist, be- deutet auch stehen bleiben automatisch, dass das Leben an einem vorbei fliesst und ich mich im Rückstand befinde. Man kann zwar vorübergehend das Hinzugewonnene wieder verlieren, aber verloren ist es damit nicht. Wer durch eine Lebenskrise gegangen ist, wird nie mehr der alte Mensch sein, der er vorher einmal gewesen war und es wird nie mehr so sein, wie es früher einmal war. Das Leben ist auf Wachstum, nicht auf Wiederholung und Beharrrung angelegt und das Weiter entwickelte schliesst das Niedrigere mit ein, weil ein Fehler sich nicht durch einen anderen Fehler korrigieren lässt. " Wer das Oben hat, hat auch das Unten ". Dieser Rückfall ist nur eine künst- liche Verlängerung einer Degenerationsphase als Entwicklungsstau, weil die Veränderung und Erneuerung als das Entwicklungsbessere nicht zugelassen wird *.
* Siehe auch Entwicklungsresistenz in der Gesellschaft und Bring- schuld der Individualisierungs-Entwicklungslosigkeit
II.) Da es von der Entwicklungsnatur kein zurück gibt, werden sich wissenschaftliche und technische Innovationen immer durchsetzen und sind irreversibel, während kulturelle Entwicklung auch entwick-
lungsbedingte Rückschläge verkraften muss. Aber am Ende gibt es kein Mittel und keine Macht der Welt, welche die unsichtbare Ent-
wicklung aufhalten kann, weil die überlegende, tragende Wahrheits-
kraft der Entwicklung sich immer durchsetzen, sich über alles hin-
wegsetzen und umreissen wird. Der Entwicklungsfortschritt liegt oft erst im Misserfolg als Voraussetzung, dass kulturelle Weiterentwick-
lung überhaupt möglich ist. Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle und Triebkraft aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebens- zugehörig und die polar entgegen gesetzten Prinzipien sind aufein- ander bezogen. Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild.
III.) Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungs-Widerspruch
> Immer geht es der Evolution um die Integration der vor-
ausgehenden Phase (wie z.B. die magische, mystische Phase bei einem Kleinkind, welche in der rationalen Weltauf-
fassung mündet oder wie er sich sein (äusseres/inneres)
Glück vorstellt, entspricht der Glücksauffassung der jewei-
ligen Entwicklungsstufe).
> Es entsteht nicht eine Stufe aus der anderen, sondern
das Merkmal der Entwicklungskontinuität ist der fliessen-
de, kaum bemerkbare Übergang als ein Abbrechen und als
eine neue Begründung.
> Jede Entwicklungsstufe ist in keiner Weise vorher gege- ben, sondern erschliesst sich erst in der Bewegung der Entwicklung an ihrem Ende. Nur die Richtung des qualitativ Höherseins des Wertes steckt notwendigerweise in ihr.
> Jahreszahlen sind keine biographischen oder chronolo- gischen Zeitdauerfestlegungen, sondern mehr eine natur- gegebene, symbolische Altersentwicklungs-Phasenbestim- mung. Der zeitliche Verlauf der Entwicklungsstufe kann auch sehr unterschiedlich sein (z.B. eine Lebenskrise kann drei Monate, aber auch 20 Jahre dauern).Alles geschieht immer im ewigen Jetzt.
> Allen Stufenmodellen liegt die Tatsache zu Grunde, dass
alles, was sich in der Zeit befindet auch dem Wandel und dem geschichtlichen Werden und vergehen unterliegt und eine Entwicklung vom Äusseren zum Inneren ist.
> Vom Ganzen gesehen ist jede Stufe Übergang und Brücke
von der vorübergehenden und folgenden und empfängt aus dieser Spannung heraus ihren Sinn. Jede Entwicklungsstufe
hat ihr eigenes Gesetz und ihren Sinn im Ganzen der Ent-
wicklung. Wer nicht wirklich Kind war, kann nicht Knabe
und wer nicht Jüngling war kann kein echter Mann sein.
> Eine neue Bewusstseinsevolution als Ganzes setzt die
Auseinandersetzung und Überwindung mit den bisherigen Entwicklungsstufen der Menschheit voraus, welche dem dualistischen Weltbild angehören. Der Aufstieg (Materialisie-
rung) ist Voraussetzung für deren Überstieg als De-und Entmaterialisierung
* I.) Der Mensch muss alle Entwicklungsphasen seit dem Mittelalter
wieder durchschreiten, weil mit jeder Entwicklungsphase die gesellschaftliche Kontinuität durchbrochen wurde. Jede Epoche
der Neuzeit hat immer wieder neu angefangen und den Bruch mit der Kontinuität vollzogen, so dass der "abendländische Mensch " heute als Einzelner immer mehr von seiner Ursprungsquelle abgeriegelt worden ist.
II.) Bei Dematerialisierung geht es im Kern um die Feststellung Meister Eckharts, das jedes Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage, jede Erfahrung, jede Lebensdisharmonie, jeder Konsum,jede Technik, jede Unterhaltung, jedes Problem und Krise, jedes gute oder schlechte Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erleb- nis, jede Bewer- tung, jede Empfindung, jedes Leiden,jede mensch-
liche Begegnung, jede Ichbezogenheit, jedes Konsumierbare, jedes zweckdienliche seine eigene Gotteswahrheit hat und automatisch zur Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit wird, wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individualisierungs-Sinnzweck verwendet wird, welche auf Höheres verweisen, was verwirklicht werden soll. Es sind alles nur Wegweiser, Hilfen, Pro- biersteine und De-und Entmaterialisierungsmittler für den Weg nach oben was den Menschen übersteigt und sind nur je nach kultureller Affinität Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Reifezweck, welche nicht an die Seele heranreichen. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gegenüber zu stehen. Erst dann ist es möglich, diese in der Entwicklungs-Transzendierung zu überwinden und zu einem Stück mehr Frieden zu gelangen, weil Ruhe aller Unruhebewegung Suchziel bleibt. Das Viele ist nur da sagt Meister Eckhart, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen, und dieses Eine ist Frieden, ein weltlich Ding und geistiger Stand zugleich. Alles wird in der Absicht getan, es zu überwinden.Die Säkularisierung wird reli-
giös begriffen.
> Jeder Mensch ist seinem lebenslangen Entwicklungsver-
lauf unterworfen. Für die körperliche Entwicklung vom Neu-
geborenen bis zum Greis ist es offenkundig. Die lebensum-
spannende, geistige Entwicklungslinie ist wegen indivduellen Unwägbarkeit nicht durchschau- und vorhersehbar *.
* I.) Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf als Lebensweg
wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in
der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientie-
rendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen
nicht beeinflussbaren Endzustand hinausläuft. Entwicklung ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als Lebensprinzip, Bewegungsursache und Formursache als das Ursächlichste, Eigent-liche und Träger der Lebensvorgänge in gleicher Weise " als indivi-duelles Eigengesetz " angelegt und bei Entwicklungsreife ist es " höchstes Leben in Aktion "ein Leben lang. Es ist die Idee, welche im Leben steckt, um das eigene Lebensgefühl zu formen und der Punkt, von dem aus das eigene Leben einheitlich begriffen werden kann. Deshalb ist der Entwicklungslebensweg immer autobiografisch und autodidaktisch angelegt. Menschen sind einzigartig, für die es keine evolutionäre Erklärung gibt und die auf unsere geistige Natur ver-weist. Da der Mensch sich per Definition nur durch seine Entwick-
lung begründet und gerechtfertigt, wird das Leben in dem Maße nur lebendig, wie es sich entwickelt. Der Mensch, der nicht individuell wird, existiert eigentlich nicht. Individualisierung bedeutet, etwas auf seine ureigene Art Anderen etwas geben zu können, was keiner so kann. Das ist seine Rechtfertigung und seine Sinnbestimmung und nur darauf kommt es an, dass die menschliche Einzelentwicklung weitergeht. Eine Individualität besteht aus hunderten von indivi- duellen Einzelzügen. Dieses Entwickungslebensgesetz findet sich z.B. auch im Berufungsverständnis als praktische Auswirkung wieder.
II.) Siehe auch Individualisierungs-Entwicklung als Lebensweg
III.) Siehe auch Vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dyna- mischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf
IV.) Siehe auch Vom Beruf zur Berufung
V.) Siehe auch Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-
Kultur-Lernen
> Entwicklung betrifft alle Lebensbereiche und alle Lebens-
abschnittszeiten eines jeden Menschen und nur die kultu-
relle, menschliche, charakterlich-ethische und soziale Bewusstseinsentwicklung wird als echter Fortschritt ange-
sehen *.
* Der Entwicklungsbegriff ist mehr vom wissenschaftlichen und wirt-
schaftlichen Denken geprägt und weniger von einen wissenschafts-
theoretischen Verhältnis zur menschlichen Entwicklung. Der Ent- wicklungsgedanke ist bisher technisiert, ökonomisiert, sozialisiert, aber nicht humanisiert worden. Der Entwicklungsbegriff ist mehr vom wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Denken geprägt und von Wissens- und Nutzensbestrebungen geleitet, weniger von einen wis- senschaftstheoretischen Verhältnis zur menschlichen Entwick- lung und wird nicht um ihrer selbst und Selbsterkenntnis willen betrieben. Die wissenschaftliche, technologische Entwicklung ist
nicht nur schneller gewachsen als die geistige Entwicklung, sondern hat sich von der kulturellen Entwicklung abgekoppelt und verselb-
ständigt. Technische Errungenschaften sind wissenschaftliche, aber keine menschliche, kulturelle Entwicklung und haben keinen we- sentlichen Einfluss auf den menschlichen Charakter und das Ent- wicklungsverhalten des Einzelnen.
> Jeder Mensch ist erst einmal ein Produkt seiner Erzieh-
ung, Bildung und Sozialisierungs-Anpassungs-Lebensum- stände, aber nur solange, wie wir diese in dem Lebens-Individualisierungs-Streben nicht überwunden haben *.
* I.) Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmensch
II.) Siehe auch Entwicklungsreife-Nr.782
III.) Siehe auch " Die Zukunft des Straßburger Münsters und anderer gotischen Kathedralen " in Zukunft-Strassburger-Muenster
> Vom Ganzen gesehen ist jede Stufe Übergang und Brücke
von der vorübergehenden und folgenden und empfängt aus
dieser Spannung heraus ihren Sinn. Jede Entwicklungsstufe
hat ihr eigenes Gesetz und ihren Sinn im Ganzen der Ent-
wicklung. Wer nicht wirklich Kind war, kann nicht Knabe und
wer nicht Jüngling war, kann kein echter Mann sein *.
* Das Universum ist kein Sammelsurium von vielen Einzeldingen, son-
dern eine miteinander verbundene Ganz- und Einheit (Plastizität) als Interverbundenheit, woran es nicht der geringste wissenschaftliche Zweifel gibt " .Jeder Einzelne ist ein Teil eines allumfassenden Ganzen und alle Teile stehen in einer Wechselbeziehung zueinander (Verschränktheitsprinzip).
> Jede einzelne Entwicklungsstufe wirkt in sich geschlos-
sen und scheinbar unvollkommen. Alles dient nur bis zu
einem bestimmten Reifepunkt. Wenn es ausgedient hat,
gibt es auch keinen Entwicklungssinn mehr und steht nur
der Entwicklung im Wege. Dann steht der Übergang zur
nächsten Entwicklungsstufe an. Es herrscht in jedem Ent-
wicklungsstadium relative Ruhe, um zur Reife zu gelangen
und die Auseinandersetzungsunruhe ist nur eine Erschei-
nung des Übergangsstadiums, weil Ruhe, Frieden und Freiheit aller Unruhe Suchziel sind.
> Aus dem Blickwinkel einer höheren Entwicklungsstufe
sieht man erst die Unvollkommenheit und Unreife der vor-
hergehenden Entwicklungsstufe. Entwicklungsrück-
blickend war die vorhergehende Entwicklungsstufe eigent-
lich immer eine Irrtumsphase (" und diese wird als Jugend-
sünde belächelt "). Es gibt keine Bewusstseinsbildung ohne Irrtums- und Schmerzerfahrung, Lebenskrisen, Lebensdruck, Verzicht, Verzweiflung, ohne Egowollen etc). Aber jede Ent-
wicklungsphase ist notwendig und richtig, gleich wie sie
im Nachhinein erscheinen mag. Jede Entwicklungsstufe des Lebens beinhaltet einen eigenen, innenliegenden Entwick-
lungs-Individual-Logos und eine Entwicklungsfinalität (Tele-
ologie) als Entwicklungs(erst)ursache *.
* Bildungs-Kultur-lernen ist statisch (lernabgeschlossen) und will vor Irrtum bewahren. Der Irrtum ist eigentlich nicht vorgesehen. Die intellektuelle Konstitution und die Logik der Erkenntnisweisen ken- nen nur die intellektuelle Richtigkeit. Entwicklungs-Kultur-Lernen dagegen ist dynamisch (lernoffen) und der Irrtum gilt als unvorseh- bares, notwendiges Lebens-Individualisierungs-Weg-Korrektiv. Der Irrtum ist von der Entwicklungszielursache zu verstehen und kann nur durch den Irrtum selbst aufgeklärt werden.Siehe Textfortsetzung Nr.243 in Kulturlernen-6
> Jede Entwicklungsstufe hat die Ausreifung vorhergehen-
der Phasen als Voraussetzung und ist Reifezeit für die nächst höhere Entwicklungsstufe. Deshalb können individuelle Ent-
wicklungsstufen nicht von anderen gemacht oder über-
sprungen werden. Der übernächste Entwicklungsschritt
und die nächste Entwicklungsstufe bleibt ohne Reife unver-
ständlich und fruchtlos (wenn ich z.B. ohne Berufsaus-
bildung und Arbeit bin, übt z.B. die Entwicklungs-Individuali-
sierungs-Seite der Arbeit keine Motivation aus) *.
* " Was noch nicht volle Wahrheit ist verhindert sie zu erkennen. Denn solange der Mensch dieser Wahrheit nicht gleich ist, kann er diese Rede nicht verstehen "*.
* Meister Eckhart
> Weil entsprechend der Entwicklungsstufe sich die not-
wendigen Dinge für diese Entwicklungsstufe bei Entwick-
lungsreife von selbst ("vom Selbst her ") einstellen, ist ein
Willenskraftakt bedeutungslos. Die Reife kann nicht erzwungen und beschleunigt werden, lässt sich auch nicht kaufen oder gesetzlich regeln, kann aber gefördert werden *.
* Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungsreife-Nr.782
> Der Übergang zur qualitativ höheren Entwicklungsphase ist naturgemäss mit Angst verbunden. Einerseits ist das ver- gangene Alte nicht mehr und andererseits ist das zukünftige Neue noch nicht in Erscheinung getreten und diese Unge- wissheit lässt mich unruhig schlafen.
> Jede folgende Stufe hat die vorausgehende zur notwen-
digen Grundlage, aber die nachfolgende ist auch eine not-
wendige Folge. Die niedrigere Entwicklungsstufe muss erst
einmal durchlaufen werden bevor die Reife der nächst-
höheren Entwicklungsstufe eintritt. Jede Entwicklungsstufe
muss zu einem Ende gegangen werden, bis sie ihrer Entität
nach in einer höheren Einheit aufgehoben wird. Die spätere
Entwicklungsstufe schliesst naturgemäss frühere Entwick-
lungsstufen mit ein und ist eine Entwicklungsverbesserung
zum vorhergehenden Zustand. Entwicklung unterliegt imma-
nenten Struktur- und Affinitätsgesetzen entsprechend den
einzelnen Entwicklungsstufen und sie ähneln sich in der
Verlaufgestalt. Die Entwicklungsphasen sind nicht determi-
niert, sondern indeterminiert. Jede Stufe der Entwicklung
ist eine Verneinung und zugleich Aufhebung der vorher-
gehenden Entwicklungsphase. Alles Errungene ist aber-
mals nur Übergang zum Höherem und die Gegenwart nur
die notwendige Vorstufe einer künftigen und höheren Ent-
wicklungsstufe *.
* I.) Von wer zählt nicht als Kind die vielen, ausgetretenen Steinstu-
fen, wenn es den Münsterturm besteigt, um zur Spitze zu gelangen
und jede folgende Stufe die vorausgehende zur notwendigen Grund-
lage hat, jede Treppenstufe zu Ende gegangen werden muss, bis sie
ihrem Wesen nach auf einer nächst höheren Stufe endet und oben angelangt, einen herrlichen Rund- und Überblick über die Stadt hat
zu den Stufen der Entwicklung als Lernphasen und Wertstufen von äusserer zu mehr innerer Entwicklung, wo jede folgende Stufe die vorausgehende zur inneren Notwendigkeit und eigene Wahrheit hat und jede Entwicklungsstufe zu Ende gegangen werden muss, bis sie ihrem Wesen nach in einer höheren Einheit aufgehoben wird. Erst wenn oben angelangt, erhält man einen Rund- und Überblick als Ganzes und überschaut die Unvollkommenheiten, Unreife und die Unfreiheit der vorübergehenden Entwicklungsstufen. Es lässt sich nur demütig und dankbar zurückblicken.
II.) " Das Aufsteigen wird von Stufe zu Stufe leichter und die lebendige
Kraft schreitet fort von Sieg zu Sieg ".
> Je weiter die Entwicklung fortgeschritten ist, desto mehr
Lebensaspekte enthüllen sich und es werden immer neue
Ebenen der Komplexität sichtbar. Je nach Entwicklungsstufe
und zeitlichem Abstand enthüllen sich andere Aspekte und
Erkenntnisseiten der Umstände, Dinge und Ereignisse. Das
schon z.B. zweimal gelesene erscheint beim nochmaligen Durchlesen, weil im neuen Erkenntnislicht, fast wie neu.
> Die Sinnenreize nehmen entsprechend den höheren Ent-
wicklungs-Reife-Stufen ab (Es wird nicht mehr als Verzicht empfunden, weil auf der anderen Seite etwas Grösseres als Kompensation gegeben wird (" Was ich nicht mehr brauche
liegt evolutionär auf einer höheren Stufe und ist mehr wert,
als das, was ich brauche und mir kaufen kann“).
> Jede Entwicklungsstufe hat seine innere Notwendigkeit
und entwicklungsdienende Funktion, bis es nicht mehr not -
wendig erscheint. Auf der nächst höheren Entwicklungs-
stufe berühren einen die Probleme der vorhergehenden Ent-
wicklungsstufe nicht mehr. Es ist, wie ein Mystikerwort es
treffend beschreibt: " Was oben ist, leidet nicht, was unter ihm ist, sondern nur was über ihm ist ".
> Entwicklungsphasen sind reifebedingte Selbstbewusst- seinsbildungsphasen. Es ist gleich, auf welcher Entwick- lungsstufe man sich befindet und was man gerade macht, weil es auf jeder Stufe genügend potentielle Entwicklungs- möglichkeiten existieren und man immer wieder eine neue Lernchance bekommt. Auf jeder auch höchsten Entwick- lungsstufe ist man ein " Lehrling " und fängt von vorne an auch wenn z.B. das biografische Alter schon 78 Lebensjahre
beträgt aber das innen-und oben drängende Individual-Logos
des biologischen Alters einen nicht zur Ruhe kommen lässt, welches auch die Lebenslänge des Menschen bestimmt *.
* I.) Früher galt nur der Bildungsgeist kultivierend und eine wirt- schaftliche Prosperität war die Voraussetzung und deshalb galt "
Brot vor Geist ". Die Kulturepoche der Renaissance z.B. war nur denkbar einerseits durch die politische Freiheit der Städte und andererseits durch den Wohlstand, welcher erst der Handel ermög- lichte und private und öffentliche Kunstschöpfungen in Auftrag ge- geben werden konnten. Freigeistigkeit und eine ökonomische Auto- nomie galten ausnahmslos als Kulturvoraussetzung. Wenn aber
alles " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck
zur Selbst- kultivierung " betrachtet wird, dann heisst es nicht mehr nur " Brot vor Geist ", sondern auch " Brot und Entwicklungs-Indivi-
dualisierungs-Geist " bedingen sich gegenseitig und die kulturelle Entwicklung verlagert sich von aussen nach innen, weil jede Wahrheit kostenlos zu haben und in allem auch im Unvernünftigen, Untugend- haften und Exessiven zu finden ist. Die Tugend wird nur in der Ver-
führungsschwachheit vollbracht wird, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend mög-
lich. Die ge- oder ungenutzen Entwicklungsmöglichkeiten sind nicht davon abhängig, ob es mir wirtschaftlich oder gesundheitlich gut oder schlecht geht, sondern ob ich aus der Not eine Tugend mache als die Verbesserung des noch nicht Guten. Der ruhige, widerstandfreie, griechische Geist und der ruhelose, Lebenskrisen behaftete, gotische Geist finden zur Einheit zurück
II.) Siehe auch Evolutionäre Allzeit-Jetztnutzung
III.) Siehe auch evolutionäre Altjugend
IV.) Siehe auch Individualisierungs-Entwicklung als Lebensweg
V.) Siehe auch lebenlanges Lernen
VI.) Siehe auch Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kultur-lernen
VII.) Siehe auch De-und Entmaterialisierungslernen
VIII.) Siehe auch Individualgeschichtlichkeit
> Die Entwicklung geht immer weiter. Wenn bestimmte Hin-
dernisse aufgehoben und die Probleme gelöst sind, treten neue Probleme an deren Stelle. Das trifft auch für die höchsten Entwicklungsstufen zu *.
* I.) " Aber jeder bekommt salopp gesagt nie mehr auf den Teller geschaufelt, was er essen kann.
II.) Jede Krise und jedes Problem ist generalisiert gesagt immer eine
Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins (fehlende Lebensüber-
einstimmung als mangelnde Entwicklungskonformität), welches nie das ganze Problem erfasst und erst in der Einheit die Spaltung aufge-
hoben und das Problem gelöst ist. Der Entwicklungslernprozess ist das Problem und die Lösung zugleich. Deshalb gibt es für meine Probleme kein (Computer)lösungswissen, weil dem Wissen das persönliche (Entwicklungs)-Auseinandersetzungspotential fehlt.
Die Lebensgegensätze und das Universelle lassen sich nicht ausden- ken oder durch Wissen aufheben, sondern die Problemlösung erfolgt immer im Selbstorganisationsprozess.
> Was der unteren Entwicklungsphase unmöglich, ist auf
einer höheren Entwicklungsstufe naturgemäss. Es vermag
kein Mensch über das hinaus zu wirken, was er in sich selbst
nicht hat.
> In der Lebensauseinandersetzung erfolgt ein Lebensan-
passungsprozess der jeweiligen Entwicklungsstufe. Entwick-
lung ist nun einmal den überflüssigen, entwicklungshinder-
lichen " Lebensballast " der jeweiligen Entwicklungsstu- fe abzuwerfen um höher zu steigen.
> Die Lebensphasen sind Stufen der Freiheit, in denen
sich das Lebendige entfaltet. Der Übergang von einer Ent-
wicklungsstufe zur nächst höheren ist z.B. in verbesser-
ten Lebensumständen, im größerem Freiheits- und Zufrie-
denheitsgrad erkennbar. Es ist immer die Verwandlung
vom sinnlichen, materiellen, egohaften in unsinnliches,
immaterielles und selbstloses und die Mittel werden als
Mittel zum Individualisierungszweck. Deshalb ist auf den
unteren Entwicklungsstufen das Materielle was vorantreibt
und auf den höheren Entwicklungsstufen ist es der Entwick-
lungs-Individualisierungs-Geistdrang. Es ist der Entwick-
lungsverlauf, wo die inneren Bedürfnisse wichtiger werden
als die äusseren Bedürfnisse.
> Der Übergang zur qualitativ höheren Entwicklungsphase
ist naturgemäss mit Angst verbunden. Einerseits ist das
vergangene Alte nicht mehr und andererseits ist das zu-
künftige Neue noch nicht in Erscheinung getreten und
diese Ungewissheit " lässt mich unruhig schlafen“ *.
* Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und will bleiben wie er ist. Ver-
änderung strengt ihn an. Die meisten Menschen wollen den Status Quo im Beruf- und Privatleben erhalten und nicht aus ihrer beque- men Komfort-und Anpassungs-Gewohnheitszone herauskommen. Wandel bedeutet immer Ungewissheit und jede Ungewissheit ist mit Angst verbunden.
> Die einzelnen Entwicklungsstufen haben ihre eigenen Wahrheiten, ihr eigenes Erkenntnisvermögen und ihre
eigene Gewissheit. Die unterste Stufe hat schon Anteil
an der höchsten Entwicklungsstufe. Der derzeitige Entwick-
lungsstand und die jetzige Lebensstufe wird immer nur ein Schimmer der höchsten Entwicklungsstufe sein *.
* Siehe auch Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierung
> Besitzmässig, intellektuell und gesellschaftlich kann
ich auf einer hohen Stufe stehen. Wenn aber der Entwick-
lungscharakter zweifelhaft erscheint, stehe ich entwick-
lungsmässig auf einer niedrigeren Stufe und falle eines
Tages wieder auf die entwicklungsadäquate Stufe zurück.
> Je nach Entwicklungsstufe wandelt sich das Nützlich-
keitsstreben als praktische Notwendigkeit in ein Entwick-
lungsstreben als Lebensnotwendigkeit. Jede Stufe ist Er-
weiterung der Blickrichtung und vertiefte Wahrnehmung
für neue potentielle Möglichkeiten *.
* Im Kern geht es ist um die Feststellung Meister Eckharts, das jedes
Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage,
jede Erfahrung, jede Lebensdisharmonie, jeder Konsum, jede Technik, jede Unterhaltung, jedes Problem und Krise, jedes gute oder schlech-
te Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erlebnis, jede Bewertung, jede Empfindung, jedes Leiden,jede menschliche Begegnung, jede Ich-
bezogenheit, jedes Konsumierbare, jedes zweckdienliche seine
eigene Gotteswahrheit hat und automatisch zur Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit wird,wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individualisierungs-Sinnzweck verwendet wird, welche auf Höheres verweisen, was verwirklicht werden soll.
Es sind alles nur Wegweiser,Hilfen Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben was den Menschen übersteigt und sind nur je nach kultureller Affinität Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Reifezweck, welche nicht an die Seele heranreichen. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gegen-
überstehen. Erst dann ist es möglich, diese in der Entwicklungs-Transzendierung zu überwinden und zu einem Stück mehr Frieden zu gelangen, weil Ruhe aller Unruhebewegung Suchziel bleibt. Das Viele ist nur da sagt Meister Eckhart, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen, und dieses Eine ist Frieden, ein weltlich Ding und geistiger Stand zugleich. Alles wird in der Absicht getan, es zu überwinden.Die Säkularisierung wird religiös begriffen.Siehe Textfortsetzung in De-und Entmaterialisierung
> Auch jede Entwicklungsart, Entwicklungseigenschaft und
jede Entwicklungstugend hat ihre eigene Reifephase und
Entwicklungsstufe und diese Streberichtung von allge- meiner, äusserer, zivilisatorischer zu mehr individueller, innerer, kultureller Entwicklung und seinem Ziel hin ist grundsätzlich entwicklungsuniversell der Entwicklungsreife und der Lebens- entität naturgemäss immanent und drängt sich auf. Denn ein Verbesserungstrieb des Menschen ist eigentümlich, der seine Kräfte vermehren und sich authen- tischer werden will.
> Lebensphasen- und Abschnitte von Aktion (Anspannung)
und Kontemplation (Entspannung) wechseln sich gegen-
seitig ab. Jede Problem-Anspannung) wandelt sich zur Lö-
sungs-Entspannung. Ordnung wandelt sich in Unordnung und diese wird wieder zu einer neuen Ordnung als höhere Entwicklungsordnung. Ein Rückgang und Rückfall gehört
zum Entwicklungsfortschritt als neuer Anlauf, um dieses
Mal über die " Entwicklungshürde " zu kommen. Jeder Mensch bekommt so viele Lernchancen, wie er im Leben braucht.
> Die unteren Stufen brauchen das Gesetz zur Zähmung,
der Mensch hadert mit den Lebenswidrigkeiten und er
wird von den Umständen, Ereignissen und Sachzwängen als Lebenserziehungsdruck) beherrscht. Diese Entwicklungs-
phasen werden als Zumutung und Leid empfunden. Es sind
Lebensbesserungsphasen, in denen andere oft für einen die Verantwortung übernehmen, aber auch nur solange, bis der
Übergang zu einer neuen und höheren Lebensphase abge-
schlossen ist und zur Ruhe gekommen ist, weil diese aller
Unruhe Ziel ist.
> Dass die Polaritäten und Spannungen bis zur ersten Le-
bensmitte ihren Höhepunkt erreicht haben und sich in der
zweiten Lebenshälfte dann wieder verringern, weil die Bewe-
gung zum Zentrum zurückführt. Die erste Lebenshälfte ist
Lebensbewältigung und Vermögensbildung (entwicklungs-
lose Konstruktionsphase) und die zweite Lebenshälfte dient
deren Loslösung und Überwindung (Entwicklungs-Dekon-
struktionsphase) *
* I.) Siehe auch "Materialismus mit Entwicklungs-De-und Entmateriali- sierungs-Transzendierungs-Bewusstsein"
II.) Glücklich ist der, welcher sein Arbeits- und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens in Verbindung setzen kann und die Kindheit sich darin vollendet und ist sich sicher, dass dieser Weg von Anfang an in der Kindheit als Lebensfundament festgelegt war, weil ich meinen Träumen mein Leben schulde .
> Voraussetzung für eine höhere Entwicklungsstufe ist bei
Entwicklungsreife (Lebensdruck) den Entwicklungsmut aufzubringen und sich von lieb gewonnenen Gewohnheiten, Traditionen und Beharrungszuständen zu lösen, dass sich qualitativ bessere Gewohnheiten, Zustande und neue Um-
stände sich einstellen können.
> Entwicklung verläuft in zu überwindenden Entwicklungs- phasen. Nur eine zeitlang fahre ich Tretroller, Cabrio
oder bin Idealist. Jede dieser Entwicklungs-Phasen-Erschei-
nungen löst sich auf, wenn eine höhere Entwicklungsstufe ansteht.
> Jeder ist gemäss seines Bewusstseinsniveaus und sei-
ner Entwicklungsstufe gemäss seiner Lebensverantwor-
tung Entwicklungslosigkeit-Individualisierungs-Bringschuld-pflichtig *.
* Entwicklung kann nur seine befreiende Kraft entfalten, wo der ein-
zelne Mensch seiner Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit des nicht gegangenen Entwick-
lungsweges ohne Schuldgefühle der Vergangenheit und Zukunft
begegnet. Die Schuld besteht alleine nur darin, das Entwicklungsbes-
sere " im Hier und Jetzt " nicht zu wollen. Die Aufrichtigkeit und die Ausrichtung nach mehr Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierung
sind das Entscheidende, damit Entwicklung zugelassen wird als Selbstverpflichtung zur Entfaltung der Individualitätskräfte der Entpersönlichung. Christlich interpretiert ist die Schuld das Einzige, was den Menschen vor Gott begründet. Sollten wir einmal am Ende des Lebens Rechenschaft abgeben müssen, werden wir nur gefragt werden, ob wir uns entwicklungstreu geblieben sind.
> Auf den niedrigeren Entwicklungsstufen, wo das Entwick- lungsfundament erst gelegt wird, dauert es erfahrungs- gemäss länger und erfordert Ausdauerreife geduld, bis der Aufstieg auf eine nächst höhere Bewusstseinsebene erfolgt, während auf den höheren Entwicklungsstufen innerhalb kurzer Zeit grosse Fortschritte erzielt werden.
> Um eine Entwicklungsstufe hinter sich lassen zu können, muss man diese in Gänze zu eigen gemacht haben d.h., durch die Entwicklungsüberwindung wird sie transzendiert und ist zum " Wortgeist " geworden.
> Je höher die Entwicklungsphase und das Entwicklungs-
niveau, desto stärker ist man adäquat den subtileren Versuchungen der Entwicklungsstufe ausgesetzt.
> Mit zunehmender Entwicklung nimmt die Realitätsferne
ab und die Wirklichkeitsüberlegenheit zu. Das aristokra- tische Blutprinzip und das individualistische Genieprinzip der
Berufungsindividualisierung durchdringt alles Leben.
> Eigentlich ist nur die nächste und individuelle Entwick-
lungsstufe und der nächste, anstehende Entwicklungs-
schritt von Interesse. Was im Jahre 2050 wahrscheinlich sein kann oder was 1961 gewesen ist, interessiert heute keinen wirklich. Auch wenn es wissensgeschichtlich oder statistisch
von allgemeinen Interesse ist, hat dieses erst einmal keinen Einfluss und Auswirkung auf meine persönliche Entwick- lungs-Individualisierung und Entwicklungsreife.
> Je umfassender und universeller das menschliche Bewusst-
sein in der Ganz- und Einheit, desto höher ist seine Entwick-
lungsstufe. Es ist der Stufengang der Evolution, indem diese sich zur Vielheit der Existenzen entfaltet und dann wiederum aus der Vielheit zur Einheit zurückkehrt.
> Von der Bewusstseinszahlenskala, welche die Qualitätsver-
änderungen der Entwicklungsstufen aufzeigt z.B. Durch-
schnitts-Bewusstseins-Normwert zwischen 200-250 als Bewusstseins-Kalibrierungsgrad und seinen Ausdruck im Intelligenzquotienten (IQ-linke Gehirnhemisphäre) findet
zum z.B. Bewusstseins-Durchschnittsnormwert 500 bei Entwicklungsreife und dieser seinen Ausdruck im Entwick-
lungs-Quotienten (EQ-rechte Gehirnhemisphäre) findet.
Die Bewusstseinszahlenskala ist eine Grössenordnung ab-
strakter, symbolischer Art und weniger formaler, empiri-
scher, wissenschaftlicher Beweisnatur und endet bei dem
Wert 1000 *.
* Siehe auch Siehe auch " Beim Gotischen Lernprinzip stehen sich neuro-logisch gesprochen "zwei Bewusstseinkategorien polar gegen- über; der Intelligenz-Quotient (IQ) der linken und der Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Quotient (EQ) der rechten Gehirnhemisphäre Nr. " Nr.482 in Kulturlernen-11
> Auf den unteren Entwicklungsstufen wird der Sinn des
Lebens äusserlich und egoistisch in den Zielen der Macht, des Besitzes, dem Ansehen, der Fortpflanzung, einer erfüllten Partnerschaft bspw. angesehen, während auf den höheren
Entwicklungsstufen z.B. der Sinn des Lebens innerlich und altruistisch in den Zielen des Individualisierungsstrebens, in
der Entwicklervorbildfunktion und Lebensleistung angesehen,welche sein Leben überdauert *.
* I.) Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Re-
formen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern
und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Men-
schen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas ge-
schieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt " und macht den Unterschied aus.
II.) Es geht nicht mehr um die Wandlung der gesellschaftlichen For-
men, sondern um eine Wandlung des Menschen selber. Jede Lebens-
krise trägt keine Wirklichkeit in sich, weil sie sich immer im Innern des Menschen abspielt und deshalb von Reformen von ausserhalb nicht zu beheben ist. Nur was von innen kommt lebt wirklich. Dem gesicherten Bewusstsein der angeeigneten Umwelt ist eine Problem-
lösung nicht möglich, weil die Krise das noch Erkannte und Erfasste darstellt. Die Tatsächlichkeit liegt vornehmlich innerhalb des Lebens und nicht ihm gegenüber. Der existentielle Lebenskampf nach aussen enthebt und entlastet ihn, mit sich selbst zu kämpfen. einer vermag über das hinaus zu wirken, was er nicht selber in sich hat. Wir verän-
dern und verbessern als Orientierungsvakuum die Welt nicht mit
dem was wir beruflich machen, sagen und schreiben, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Vorbild-Entwicklungs-Lebensweg geworden oder nicht geworden sind. Wenn ich etwas mache, was ich nicht wirklich bin, das ist Verwässerung. Es fehlt das " Herzblut " als Stosskraft und ist eigentlich nur eine flüchtige Erfah- rung mehr.
III.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist der Mensch, was die Erziehung und Bildung aus ihm machen (Immanuel Kant-Philosoph). Was aus dem Mensch geworden ist, ist das Ergebnis der Biologie, der Psycho-
logie, der Pädagogik und der Soziologie anderer Wissenschaften.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der Mensch, was er aus sich selbst heraus macht. Was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungserlebnisse, welche mich geformt oder Sponsoren, welche mich weitergebracht haben sondern das Ergebnis eines indi-
viduellen Entwicklungsstrebens, da jeder Entwicklungs-Lebensweg immer, weil noch von niemanden gegangen, autobiografisch, auto-
didaktisch und bildungsdialektisch angelegt ist. Beim Entwicklungs-
lernen vergleiche ich mich mit niemanden, weil jeder Mensch ein einmaliges Genie ist und ich mir selbst Vorbild, Weg und Ziel bin. Es wird das Richtige, Grosse, Bessere und Höhere in der Gegenwart nur bei sich selbst gesucht und entwickelt und ausser dem persönlichen Lebensrhythmus interessiert einen irgendwann nichts anderes mehr. In der äusseren Welt bin ich erst einmal ein Nichts, aber in der inne-
ren Welt ein Genie der Selbstevolution. Was ich habe, haben viele andere auch, doch was ich bin, ist kein anderer. Ich bemühe mich immer mehr selbst zu werden und selbst zu sein, weil es die Ande-
ren ja schon gibt. Ein Original ist bekanntlich mehr wert als eine Kopie oder wie der französische Schriftsteller François-René de Chateaubriand einmal sagte: " Ich möchte nur Chateaubriand wer-
den oder nichts ". Gerade jetzt, wo er den Menschen in sich zu er- kennen beginnt, erkennen die Anderen auch seinen Wert. Wer seinen Mittelpunkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen. Obwohl ich nie im Vordergrund stehen will, aber wo ich spreche, stehe ich automatisch im Licht des Interesses.
IV.) Siehe auch Wirkkraftfeld eines Vorbildes
> Auf den unteren Entwicklungsstufen ist entscheidend,
wie viel Geld und Besitz jemand hat (Bewunderung) und
auf den höheren Entwicklungsstufen ist entscheidend
seine Vorbildfunktion und welche Ziele der Mensch aus-
ser Geld verdienen noch hat (Respekt).
> Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt, je wissender das mensch- liche Bewusstsein, desto höher ist sein Bildungsgrad. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt, je umfassender und tiefer
das menschliche Bewusstsein, desto höher ist seine Ent- wicklungsstufe.
> Jeder Entwicklungsfortschritt erfolgt in der Auseinander-
setzungs-Problem-Anspannung (Unruhe), welche durch die
Entwicklungs-Transzendierungs-Überwindung zur Lösungs- entspannung (Ruhe) führt *.
* Transzendierung als Bewusstseinsentwicklung wird als die Wahr-
nehmung von Veränderung definiert als Auflösung und Entsinn-
lichung eines Dinges, eines Zustandes und es ist der Entwicklungs-Lebens-Werde-Form-Wille-Prozess in der Geist- durchdrungenheit, wo dieses neue Bewusstsein gebildet wird.
> Auf den unteren Entwicklungsstufen glaubt und meint
man, dass sich die weiterentwickelten Stufen sich ihm annähern sollen, während auf den höheren Entwicklungs- stufen Gewissheit ist, dass sich die niedrigen den höheren Entwicklungsstufen annähern müssen. Wer sich auf einer höheren Ent- wicklungsstufe befindet sollte nicht nach unten schauen oder sich wieder nach unten anpassen, sondern es bleibt die " Entwicklungs-Individualisierungs-Bring-Schuld " des Einzelnen nach oben zu streben *.
* Wenn der Starke der es ist, der Schwache fördert, hat dieser nichts davon, wenn der Starke sich selber schwächt.
> Auf den unteren Stufen braucht man Lernimpulse, fremde
Anregungen, Vorbilder und lernt von den Anderen, während
auf den höheren Entwicklungsstufen schöpft man alles aus sich selbst heraus und wird zum Vorbild für die Anderen *.
* Was einer geworden ist und noch wird, ist er nur aus sich selbst ge-
worden und es waren keine Bildungserlebnisse, welche ihn geformt haben, weil jeder Entwicklungslebensweg immer autobiografisch und autodidaktisch angelegt ist.Weil wir nichts sind, suchen, bewundern
wir, ahmen wir nach, vergleichen uns mit anderen und lassen uns von
anderen aus der Ruhe bringen zum weil ich mich selbst werde und
bin, bin das Besondere und mache den Unterschied aus. Durch immer mehr Selbstähnlichkeit neutralisieren wir die Fremdartigkeit und
jeder Personenkult wird mir fremd.
> Von einer Mehrzahl von allgemeinen, hypothetischen Ent-
wicklungsstufen, Lebensphasenmodellen und Lebensent-
würfen (gesellschaftlicher, vorgegebener Lebensweg ) zu eigenen, lebensnahen Entwicklungsstufen, Lebensphasener- eignissen und individuellen,( soviel wie es Menschen gibt) Lebensentwürfen (persönlicher Lebens-Individualisierungs-
weg).
> Jede Entwicklungsstufe ist eine qualitative Bewusstseins- ebene und spiegelt auch die Entwicklungswiderstände des Einzelnen gegen seine tatsächliche Entwicklungswirklich-
keit wieder. Keine Ebene des Bewusstseins ist besser oder schlechter als die andere.
> Jeder Mensch durchläuft die Entwicklungsstufen und Le-
bensphasen. Entwicklung wird als ein eingeborenes Leitbild
als Selbstidee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientierendes und le-
bensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren Endzustand hinausläuft. Entwicklung ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als Lebens- prinzip, Bewegungsursache und Formursache als das Ur- sächlichste, Eigentliche und Träger der Lebensvorgänge in gleicher Weise" als individuelles Eigengesetz " angelegt und bei Entwicklungsreife ist es " höchstes Leben in Aktion " ein Leben lang.Aus diesem Gesetz kann keiner heraustreten. Es ist die Idee, welche im Leben steckt, um das eigene Lebens- gefühl zu formen und der Punkt, von dem aus das eigene Leben einheitlich begriffen werden kann. Die unberirrte, individuelle Lebensrichtung als Lebensindividualordnung ist eingeboren und es ist der Lebensformwille als das " Indivi- dual-Logos "des entwicklungsschöpferischen Bauplan-Lebensprinzips der Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit.
> In unserer derzeitigen staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung sind die Entwicklungsstufen als Ausdruck einer Entwicklungsfreiheit systemisch nicht vor-
gesehen. Für einen gebildeten, angepassten und reichen Menschen ist in der Gesellschaft viel Platz, aber wenig Platz
für den, der seinen nicht vorgegebenen und eingeplanten Entwicklungs-Individualisierungs-Stufenweg gehen will. Des-
halb sind die Entwicklungs-Stufenmodelle meistens mehr hypothetischer und abstrakter Natur und ohne Widerstände
und wirtschaftliche Nachteile nicht gangbar *.
* I.) Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmench
II.) Siehe auch Individualisierungs-Entwicklung als Lebensweg
III.) Siehe auch evolutionäre Nachfolge Christi
> Auf der letzten Entwicklungsstufe werden alle vorher-
gehenden Stufen als Vorbereitungsjahre angesehen, welche
es zu überwinden galt. Die letzte Stufe der Evolution, derer
die Welt bedarf, wird nicht mehr vom biologischen, sondern
vom Geist der Freiheit und der Liebe beherrscht. Sie bedeu- tet faktisch das Ende der Evolution.
> Die entwicklungsphilosophische Grundlage für die stufen-
weise Entwicklung ist die Auffassung der Wirklichkeit als eine Ordnung von Entwicklungsschichten als natürliche, aus dem Individual-Logos des Selbstes hervor getriebende Entwicklungs-Verbesserungsstufen*.
* Siehe auch Individualgeschichtlichkeit
> Das Kennzeichen des Umschlagens von Quantität in Qua-
lität ist die Entwicklungsspirale als Ausdruck zielhafter Bewegung. Es entsteht nicht eine Stufe aus der anderen, sondern das Merkmal der Entwicklungskontinuität ist der fließende, kaum bemerkbare Übergang als ein Abbrechen und als eine neue Begründung. Die stufenweise Entwick- lung ist die Auffassung der Wirklichkeit als eine Ordnung von Entwicklungsschichten als natürliche Entwicklungs-Verbesserungsstufen. Einerseits ist es die Wiederkehr des Gleichen (Kreislauftheorie) Entstehung, Reife, Konsolidie- rung, Verfall und Absterben, um immer wieder neu auf einer höheren Entwicklungsstufe anzufangen. Andererseits ist die Durchbrechung des Gleichen und sich ständig wiederholen-
den bei einem Sättigungsgrad als qualitativer Entwicklungs-
sprung, um vom Niedrigeren zum höheren zu gelangen. Das Kennzeichen des Umschlagens von Quantität in Qualität ist die Entwicklungsspirale als Ausdruck zielhafter Bewegung.
Es ist der Entwicklungsverlauf, wo die inneren, sinnhaf- ten Bedürfnisse wichtiger werden, als die äusseren, sinn-
lichen Bedürfnisse. Auch ist es die Bewusstseinsentwick- lungsverlagerung von der kopflastigen, linken rationalen Gehirnhemisphäre zur gemütslastigen, rechten transzen- dierenden Gehirnhemisphäre. Siehe Textfortsetzung Nr.482 in Kulturlernen-11
Zweistufen-Zielrichtungs-Theorien.
> Die Darstellungen der Entwicklungszielrichtung vom jetzigen entwicklungslosen Zeitalter (Entwicklungs-Reife-Epoche) zum zukünftigen Entwicklungszeitalter (Entwick- lungs-Epoche) sind bei der Zwei-Stufen-Theorie keine intellektuellen Gedanken- und Wortspielereien und bei
einer Vielzahl Entwick- lungszielrichtung " vom Niedrigen zum Höheren Beispielen " in der Bildung, Arbeitswelt, Gesell- schaft, Staat, Umwelt,Wissenschaft und Technik, Religion, Wirtschaft, Kultur bspw.wird kein spekulativer " Hauruck- bogen " geschlagen, sondern diese Streberichtung von allgemeiner, äusserer, zivilisatorischer zu mehr individueller, innerer, kultureller Entwicklung und seinem Ziel hin ist grundsätzlich entwicklungsuniversell der Entwicklungsreife und der Lebensentität naturgemäss immanent und drängt sich auf. Denn ein Verbesserungstrieb des Menschen ist eigentümlich, der seine Kräfte vermehren und sich authen- tischer werden will.
> Es ist theoretisch für jedes Substantiva als feststehen-
der Substanzbegriff (Verben sind werdende Entwicklungs-
begriffe) eine Zwei-Stufen-Theorie möglich. Der monumen- tale Entwicklungszug nach oben als Entwicklung zum Endzielzweck ist aber in allen Stufenmodellen der Entwick-
lung als Hauptrichtung unstrittig erkenn- und empirisch fest-
stellbar. Es ist der Wandel von der statischen, analytischen,
entwicklungslosen, physischen, partiellen Betrachtungs-
weise hin zur dynamischen, holistischen, entwicklungs-
reichen Gleichgewichts- und Einheitssichtweise was über
den bisherigen allgemeinen Forschungs- und Erkenntnis-
und Gewohnheitsstand hinausragt. Das Entwicklungswesen beinhaltet automatisch bei Entwicklungsreife einen Ent-
wicklungsprozess zu mehr kultureller, ethischer Entwick-
lung vom Personen-Ich-Sein zu seinem Selbst-Bewusst-Sein
hin. In evolutionärer Hinsicht ist Entwicklung geschichtlich
auf das Individuum hin angelegt und die Entwicklungsidee
ist unwiderruflich mit der Person verknüpft. Es ist die Ausrichtung nach individuellen Entwicklungsprinzipien
als zielgerichteter sich selbst mit innerer Notwendigkeit vollziehender Prozess des Lebens in der Lebens- und Selbst-
organisation als die Entfaltung nach dem individuellem Eigengesetz. Es wird hiermit " kein neuer Genie- und Ent-
wicklungskult auf den Thron gehoben ", aber die Zeit ist
vorbei, wo dieses Individualitätsprinzip nur für wenige
Einzelne und die Grossen der Menschheit wie bisher gegolten
hat *.
Zwei-Stufen-Dualismus-Methode-Beispiele.
I.) Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kulturlernen
II.) Vom traditonellem Materialismusbewustsein zum evolutionären De-und Entmaterialisierungs be- wusstsein
III.) Vom neuen digitalen Internet-Zeitalter zum Entwicklungs-Individualisierungszeitalter
IV.)Von der Evolutionstheorie vom Sinn der Geschichte der Menschheit zur Fortsetzung der Geschichte in der Individualgeschichtichtkeit
V.) Vom traditionellen (Gott)Christentum zum evolutionären (Welt)Christentum 1-4
VI.) Vom der gotischen Stilepoche der Kunst und Architektur zur Lebenskunst eines Entwicklungs-Individualisierungs-Stils 1-9
VII.) Von der Makrowissenschaft (Weltbetrachtung von aussen) zur Mikrowissenschaft (Weltbetrachtung von innen) und Quantenwirklichkeitsbewusstsein-1-3
VIII.) Vom Gesellschaftsmenschen zum Entwicklungs- menschen
IX.) Vom statischen,traditionellen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dynanamischen Entwicklungs-Individuations-(Berufungs)-Lebenslauf
X.) Von nach dem Berufsleben erwartet uns das Sterben zu sondern ein neuer Lebensabschnitt einer evolutionären Altjugend.
XI.) Vom Diesseitslernen zum Jenseitslernen
XII.) Vom Geniekult zu jeder ist ein potentielles Genie der Selbstevolution
XIII.) Von der theologischen,philosophischen und wissenschaftlichen Wahrheit zur Entwicklungs-Wahr- heits-Individualisierung
XIV.) Von dem entwicklungslosen Lebenszeitver- ständnis zum evolutionären Allzeit-Jetzt-lebensnut- zungsverständnis
Drei-Stufen-Theorie.
> Die Zahl drei findet man häufig bei Entwicklungsstufen.
In der Philosophie ist die Dreiheitsbeziehungsweise als das Dreischritt-Werden ein grundlegendes Strukturmerkmal.
Die Beispiele für diesen Dreischritt sind mehr abstrakter und ungeschichtlicher Natur.
Lebenskonformitätsstufen
- Auf der Unterstufe ist der Mensch, was er sich angeeignet hat (Lebensspaltung).
- Auf der Mittelstufe steht das Selbst-Sein über dem Haben.
- Auf der Oberstufe bilden Haben und Selbst-Sein eine Ein- heit (Lebensübereinstimmung).
Pädagogische Methodisierung
- Rationalisierung (Wissens- und Kenntnisvermittlung durch Lehrer).
- Irrationalisierung (Erfahrungs-Transzendierungs-Lernen durch das Leben).
- Dynamisierung (Wirkungs-Vorbild-Kraftfeld) *.
* Siehe auch Wirkkraftfeld eines Vorbildes
Freiheitsstufen
- Gewalt.
- Gesetz.
- Freiwilligkeit.
Machtstufen
- Welterfassung und Begreifen (Macht).
- Weltbeherrschung und Ergreifung.
- Weltüberwindung und Herrschung (mächtig)*.
* Der Mystiker weiss (Wissen ist Macht), dass er alles vom Geist (= Friedensdasein) her steuert und nur zu sein braucht. Alles ist dienlich. Sein und die zukünftige Wirklichkeit sind das Gleiche. Es ist der göttliche Logos, die dem Menschen und der Welt zugewandte, erkennbare und erfahrbare Seite Gottes. Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie und nur rematerialisiertes Bewusstsein gibt. Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die transzendierende Realität. Weil der Geist der Ursprung der Materie ist, ist die Materie ohne Bewusstsein leblos. Der Betrachter
ist nicht nur notwendig, um die Eigenschaften eines atomaren Ge-
schehens zu beobachten, sondern sogar notwendig, um diese Eigen-
schten hervor zu rufen.Die Realität wird erst durch die Beobachtung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erscheinung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist,Niels Bohr dänischer Physiker und Nobelpreisträger. Der Glaube, die Erkenntnis, das Gefühl,meine Bewertung sind die Kraft des Wahrmachens. Die Quanten-oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen*.
Sexualitäts-Sublimierungsstufen
- Sexualität zum Ausleben (Triebgiernatur).
- Sexualität zum Erleben (ästhetische, körperliche Natur).
- Sublimierungssexualität zur Selbstverwirklichung (Entwick- lungs-Kultur-Natur) *.
* Siehe auch Nr. 369 " Was der Fortpflanzung dient, dient ab einer
gewissen Lebensphase auch der Fortentwicklung und aus Natur
wird Kultur " in Kulturlernen-9
Sozialisierungsstufen
- Das gesellschaftliche Leben als Bühne zur Egoentfaltung und Selbstdarstellung.
- Das gesellschaftliche Leben als Bühne zur Erfahrung des eigenen Ich.
- Das Leben als ein gesellschaftlicher Vorgang der gegen- seitigen Hilfe. Selbstsüchtige Handlungen werden durch das Solidaritätsprinzip und Uneingennützigkeit be- schränkt. Das persönliche Leben als Individualisierungs- prozess, um sich als Einzelner aus der Vermassung he- rauszulösen. Es ist eine individuelle Solidarverantwor- tung ( " selbstsüchtig sein für andere "). Wenn echte Individualität gelebt wird (Gegenteil von egoistischen Selbstverwirklichungsentwürfen), wird das Leben zum allgemeinen Interesse. Die tragenden Kräfte unserer Gesellschaft sind die sich entwickelnden Einzelnen *.
* Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln,
der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur dersich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben.Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort. Es kann nicht genug betont werden, aber im mensch-
lichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtan- gepasste. Immer waren es schöpferische Einzelmenschen, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben. Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch
Geldverhältnisstufen
- Das Geld wird verbraucht für Erlebniskonsum und lebens- nützliche Dinge (entwicklungsbedingte Transzendierungs-Überflüssigkeit).
- Das Geld wird verwendet Geld für Bildungs-,kulturelle und soziale Zwecke (entwicklungsnützliche Notwendigkeit).
- Das Geld dient durch De-und Entmaterialisierung als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungzweck (entwicklungs- notwendige Zweckmässigkeit)*.
*Siehe auch Textfortsetzung in Der negativ belegte Materie- und Geldbegriff wird zu einem Kulturbegriff.
Ökonomische Existenzstufen
- Existentiell wirtschaftlich abhängig von staatlichen- und privaten Geldleistungen (kein Risiko).
- Der Arbeitsplatz im Unternehmen z.B. bildet meine exis- tentielle, wirtschaftliche Grundlage (ich suche noch und das Unternehmen trägt das Risiko).
- Existentiell wirtschaftlich stehe ich " auf eigenen Füssen " durch meine Selbständigkeit, dem " Berufen- und Entwick- lungs-Selbstsein (ich bin der Gesuchte eigenes Risiko) *.
- Alles dient nur noch als Mittel zum Entwicklungs-Indivi- dualsierung durch De-und Entmaterialisierung*.
Kreislaufstufen
- Aufbau-,Wachstums, Konstruktions- und Konsolidierungsphase.
- Zerfall, Auflösung, Zusammenbruch und Dekonstruktionsphase.
- Ordnen des Chaos, erneuter Aufbau und Konstruktions- phase.
Wahrheitsapproximation
- Der Weg der Wahrheitssuche als aufklärerischer, säkularer, wissenschaftlicher Wissens,-Verstandes- und Vernunftsweg.
- Der Weg der Wahrheitsannäherung auf dem traditionellen literarischen, philosophischen, religiösen Erkenntnisweg.
- Der Weg der Wahrheitswerdung über den eigenen Entwick- lungs-Individualisierungs-Lebensweg *.
* Siehe auch " Entwicklungswahrheiten sind individuell gültige Wahrheiten. Deshalb existieren für den Einzelnen keine allgemein gültigen Wahrheiten, sondern nur individuelle Wahrheiten, weil die Entwicklungswahrheitsfrage immer individueller Wahrheitsnatur ist.Es gilt nicht die Wahrheit an sich, sondern nur die Wahrheit für mich " in Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierung
Ursachenstufen
- Makrowissenschaftliche Dimension (äusserer Mensch).
- Mikrowissenschaftliche Dimension (innerer Mensch) *.
- Religiöse Logos-Dimension als die erste Ursache (innerster Mensch)*.
* I.) Das Kausalitätsgesetz gilt nur für statische und tote Dinge die sich im leeren Raum bewegen und von Druck und Stoss mechanisch bewegt werden. Der lebendige Mensch aber ist nicht in den Katego- rien der Zeit, der Determination und der Kausalität einzuordnen, sondern er untersteht u.a. den Kategorien des Raumes, der Anthro-
pologie, der Gestalt und des Typus, der Teleologie und Finalität einer als Lebens-Bestimmungs-Sinn inne liegender Lebensauftrag und wird niemals mit den Kategorien des Wissenschaftsbewusstseins, dem Ursache-Wirkungs-Gesetz oder einer Weltanschauung befreit und erlöst werden. Ent-wicklung ist immer individuell und weil ein indi-
viduelles Gesetz widersprüchlich ist, verläuft die Entwicklung nicht gesetzesmässig. Deshalb ist das Individuelle kein Gegenstand wis- senschaftlicher Methodologie. Er untersteht u.a. den Kategorien der Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungs- losigkeit und dem Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen als
der Lebensformwille des Lebenslogos.
II.) Das lineare Kausalitätsdenken wurde durch nicht-lineare Dynami-
ken ersetzt und die multikausalen Zusammenhänge sich in Wahr-
scheinlichkeits-, Verbindungs-, Vermischungs-, Emergenz- und Kom-
plexitätstheorien wieder finden. In der nicht-linearen Welt gibt es
keine Ursachen, sondern nur Wechsel- und abfolgende Zusammen-
hangswirkungen. Das (Entwicklungs)kausalitätsprinzip muss als Fina-
litäts- und Synchronisationsprinzip zur Ein- und Ganzheit hin ver-
standen werden als eine Kausalität des Geistes der Wechselwirkun- gen, der Entwicklungszufälle, der Bewusstseinsfaktoren und Entwick-
lungszusammenhänge als quantenphysikalische, pyschische Kausa-
lität zur physikalischen Kausalität. Beim Kausalitätsdenken sind die Ursachen, welche der Welt zugeschrieben werden, nur im Bewusst- sein als intellektuelles Konstrukt aufgrund der eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit innerhalb des dualistischen Paradigmas vorhanden.
III.) Das Kausalprinzip ist eine spätere Erscheinung unbewussten Hasses gegen die Mächte des Schicksals des Unbegreiflichen.
Selbstbestätigungsstufen
- Erste Stufe-die Geborgenheit, Sicherheit und Bestätigung des Einzelnen erfolgt durch das Kollektiv eines Weltbe- wusstseins.
- Zweite Stufe-die Geborgenheit, Sicherheit und Bestäti- gung des Einzelnen innerhalb dessen er eine Stufe ein- nahm, ist zusammengebrochen.
- Dritte-die Geborgenheit, Sicherheit und Bestätigung des Einzelnen erfolgt nicht mehr von der instabilen Relativität "des Unten" , sondern von der absoluten Stabilität " des Oben " *.
* Das Leben ist auf statischer Instabilität aufgebaut, welches sich in der Entwicklungsbewegung selber stabilisiert. Der absolute Stabili-
tätszustand ist der fliessende Aspekt der Unbeständigkeit. Der höchs-
te Grad der menschlichen Kultur ist der höchste Grad der Entwick-
lungsspannung, die der Mensch im Entwicklungsungleichgewicht aus-
halten kann, um in der Instabilität seines Lebens Stabilität zu finden.
Entwicklungslebensweg
- Intellektueller, integrativer Sozialisierungsweg.
- Religiöser, transzendenter Glaubensweg.
- Entwicklungs-Individualisierungs-Lebens-Prozessweg.
Arbeitsteambildung
- Pseudo-Arbeitsteam.
- Chaos-Arbeitsteam.
- Kooperation-Arbeits-Team.
Sprach-Logos-Stufen
- Oberflächliche, kraftlose Alltags-,Ich- und Mediensprache (Sprachmodus des Lauten).
- Intellektuelle, verstandesmässige, denkende Wissenschafts-Welt-Bewusstseins-Problemlösungs-Sprache (Sprachmodus des Redens).
- Lebensempfindende, unmittelbare, kraftvolle, universelle geistdurchdringende Entwicklungs-Lebensprozess-Schöpfungs-Individual-Logos-Gewissens-Transzendierungs-Sprache (Sprachmodus des Schweigens und des Friedens)*.
* I.) Von der Wortgewalt Martin Luthers erzählt man, das hätte keine Truppe oder Waffe der Welt geschafft.
II.) Erst wenn ich Deutsch als " Entwicklungs-Transzendierungs-Logos-
Sprache " beherrsche, kann ich eigentlich erst muttersprachlich richtig deutsch.
III.) Der Glaube, die Gefühle, die Erkenntnis, Gewissensentschei-
dungen,die Einstellungs-Sichtweise, die Entwicklungs-Prozess-Trans- zendenz sind keine wissenschaftliche, anwendbare Begriffe, aber in der Mikrophysik sind es gefühlte Fakten mit der Kraft Wirkens, des Wahrmachens und die materialisierende Entität. Die Dinge sind, weil sie erkannt werden. Die Erkenntnis richtet sich nicht nach den Gegen-
ständen, sondern die Gegenstände richten sich nach der Erkenntnis. Sie steuern die Materie, bewerten die Situation, sind die Ursache von Lernerfahrungen und bilden die Ganzheit ab. Sie sind angeboren und wichtiger als unser Bewusstsein und die Vernunft. Weil sie lebens- kraftunmittelbar sind, entspringen sie direkt aus der Lebenskraft selbst. " Ich muss verstehen, um glauben zu können " (Denkakt und Intellektualisierung des Glaubens wandelt sich " ich muss glauben, um verstehen zu können " (Glaubensakt und Intellektualisierung der Glaubenswahrheit).
IV.) Dass die Materie sich entsprechend meines Bewusstseins und meiner felsenfesten Ausdauer-Überzeugung verhält (Glaubens- offenheit) ist quantenphysikalisch unstrittig und völlig unreligiös.
Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstat kraft aus und steuerdie Materialismus-, Um- und Lebenswiderstände. Deshalb beherrscht der menschliche Geist die Materie und die Tat- sachen richten sich nach dem Glauben aus. Die Glaubenswirklichkeit schafft die neue Realität und bringt das Geschehen selbst hervor, was bei der Makrophysik als unwissenschaftlich ausgeschlossen wird, in der Mikrophysik eine eigenschaftsverändernde, wissenschaftliche Entität ist. Jede Wissenschaft ist glaubensleer, sonst wäre es nicht Wissenschaft. Warum wird der Glaube, welcher mehr im kirchlichen, religiösen Gebetsvollzug verstanden wird, nicht im quantenphysi- kalischen Sinne für das Alltagsleben erweitert ?
V.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel
verwenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle (Unruhe)-
mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Über-
windungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frie-
den gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden und mit dem Begriffswesen mitgesetzt), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verstehen und Können gelernt hat,was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Der Theologe, Philosoph und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher sieht auch das Lebensgrund-Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. Der Frieden gilt als die machtvollste Heil-,Wirkungs-, angstauflösen- de-, Schutz-, Ordnungs- und Überlegenheitskraft als klarster und wissender Geist und kann keine menschliche Bosheit schaden. Ohne etwas zu wollen wird alles erreicht. Wer in seinem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Individualisierungs-Bring-
schuld einer Entwicklungslosigkeit als lebenslanges Lernen getan. Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Schon sein schweigendes, verwurzeltes Friedensdasein genügt, Wer seine Mitte gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen*.
* " Der richtige Gedanken bewährt sich daran, dass er Stoff organisiert und sich in der Ruheeinheit wiederfindet"*.
* Johann Wolfgang Goethe.
Arbeitsmotivation
- Brot (Geldmotivation) vor Geist (Arbeiten für jemanden/acht Stunden Arbeitstag).
- Brot(Geldmotivation) und Entwicklungsgeist(motivation) (zeitflexibles Arbeitsverhältnis).
- Mit dem Entwicklungs-Individualisierungs-Geistgeschehen ist auch das Geld gegeben (Arbeit an sich selbst).
* I.) Brot und Frieden (Geldsorgen) hat immer Vorrang vor Geist und Kultur (Erkenntnismangel).Es ist die Abhängigkeit als Wechselwirkung
von ökonomischer, äusserer und kultureller Entwicklung. Es ist nicht
die Wahlfreiheit zu haben, sondern vom Zwange der äusseren und wirtschaftlichen Notwendigkeit getrieben sein. Es ist auch die Tat-
sache, dass in unruhigen Zeiten und bei existentiellen Nöten wenig
oder kein Interesse für den das Kulturelle gegeben ist, was auch nicht
erst einmal nicht anders sein kann.
II.) Bei dem neuen Arbeitsverständnis ist der Arbeitsplatz nicht automa- tisch "Arbeit an sich ", sondern erst das Ergebnis von indivi-
dueller Entwicklungs-Auseinandersetzungs-und Überwindungs (Tranzendierungs)arbeit. Das alte Arbeitsverständnis bedeutete bisher, dass Arbeit vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Arbeitsverständnis Arbeit " Teil der menschlichen Entwicklung " ist, weil ich mich mit ihr aus- einandersetzen, mir die Arbeitsmöglichkeiten erst erschaffen muss und "Arbeit durch sich selbst" als "Stellenwunder" inter- pretiert werden kann. Es ist bei der Arbeit lernen, wie die Arbeit weiter geht. Durch die Arbeitsindivi-
dualisierung stehe ich nur mit mir im "Selbstverbesserungs-Wett- bewerb" und deshalb ist der Entwickler unersetzlich. Diese erlebte Selbst- biografie hat Bleibendes geschaffen und " Führungsspuren hinterlassen ". Diese Tätigkeit war ein Entwicklungsreifeschritt für eine nächste, höhere (Berufungs)tätigkeit.
III.) Früher galt nur der Bildungsgeist kultivierend und eine wirt-
schaftliche Prosperität war die Voraussetzung und deshalb galt
" Brot vor Geist ". Die Kulturepoche der Renaissance z.B. war nur denkbar einerseits durch die politische Freiheit der Städte und andererseits durch den Wohlstand, welcher erst der Handel er-
möglichte und private und öffentliche Kunstschöpfungen in Auftrag gegeben werden konnten. Freigeistigkeit und eine ökonomische Autonomie galten ausnahmslos als Kulturvoraussetzung. Wenn aber alles " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck zur Selbstkultivierung " betrachtet wird, dann heisst es nicht mehr nur " Brot vor Geist ", sondern auch " Brot und Entwicklungs-Individualisierungs-Geist " bedingen sich gegenseitig und die kultu-
relle Entwicklung verlagert sich von aussen nach innen, weil jede Wahrheit kostenlos zu haben und in allem auch im Unvernünftigen, Untugendhaften und Exessiven zu finden ist. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht wird, weil diese zur Entfal- tung das Gegenteil bedarf. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tu-
gend möglich. Die ge- oder ungenutzen Entwicklungsmöglichkeiten sind nicht davon abhängig, ob es mir wirtschaftlich oder gesund-
heitlich gut oder schlecht geht, sondern ob ich aus der Not eine Tugend mache als die Verbesserung des noch nicht Guten. Der ruhige, widerstandfreie, griechische Geist und der ruhelose, Lebenskrisen behaftete, gotische Geist finden zur Einheit zurück.
Lebenspartnerschaft
(Ehe oder eheähnliche Verbindung).
- Interims-Zweck-Partnerschaft.
- (aus bspw.Gewöhnung, Leidenschaft oder ökonomi- schen,praktischen Gewohnheitsgründen).
- Lebenslange, ergänzende erfüllte Lebenspartnerschaft.
- Ewige, zeitlose Verbindung über den Tod hinaus gehende Partnerschaft als " innere Seelenbeziehung ".Wenn das Leben unsterblich ist, ist auch die Beziehung unsterb- lich.Siehe Textfortsetzung in Das-Leben-ist-unsterblich und nicht tot zu kriegen
.
* In der Aufklärung als Welterklärungsmodell ohne Götter- und überna-türliche Kräfte hat sich der rätselhafte und mit Religion behaftete Seelenbegriff zur Psyche und Psychophysik (Lehre von den seelischen Kräften) als Wissenschaft gewandelt. Er wurde durch den " Bewusstseinsbegriff " ersetzt und dadurch völlig unreligiös verwen-
det. Obwohl es verschiedene Seelenauffassungen gibt, hat " die Idee der unwissenschaftlichen Seele " alle wissenschaftlichen Begriffs- bildungen, obwohl kein Gegenstand des Erkennens, überlebt und " der Tummelplatz die Seele als Psyche ",was nicht das tiefere Wesen und das kate-gorische Individual-Logos dieses Entwicklungs-Prozess-ebens-Kernes ist ", erst einmal durchschritten werden muss.
Wissensstufen
- Illusionsphase (Unwissende Unwissenheit).
- Desillusionierungsphase (ahnendes Wissen).
- Entwicklungsphase (Wissen des Nichtswissens, Wissen durch die Interverbundenheit und Gewißheit durch das Lebensgrundvertrauen) *.
* I.) Siehe auch " Anamnese ist die Erinnerung an alles vorhandenes Wissen in der unsterblichen Seele, welches bei der Geburt vergessen wird. Es ist auch die (Entwicklungs)-Wieder-Erinnerungs-Pädagogik
Platons und die Sublimierungsthese des Aristoteles, wo alles Wissen
schon im universellen Bewusstsein als emergente Eigenschaft ausser-
halb vom Einzelgehirn existent ist und der " Ichcharakter " bei der Theorie des Bewusstseins in Frage gestellt wird. Lernen besteht in
einem Erinnern seit Generationen in der Seele des Menschen-" Sokra- tes im Dialog mit seinem Kollegen Platon ....Nr.200 " in Kulturlernen-5
III.) Bevor der Mensch wirklich wissen kann, muss er sich des gelern-
ten Wissens entledigen als ein freimachen von entwicklungslosen, nicht authentischen Wissen. Es ist die Positivität des Nichtwissens, " das ich weiss, dass ich nichts weiss ". Wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiss (Quelle unbekannt). Es ist nicht ein Vergessen was man weiss, sondern dass man weiss
im Sinne von nicht mehr daran denken. Wo man nichts weiss, also nicht daran denkt, da ist der Wissensdualismus aufgehoben und das Wissen wird zum Einheits- und Lösungswissen (Wissensfreiheit). Es ist das Eingestehen, dass man etwas nicht weiss als Wissen (Konfuzius).
Auch ist es das vollendete Wissen einerseits als Nichtwissen und andererseits ein Allwissen. Wer glaubt und vertraut, schliesst alle Unwissenheit mit ein. Dem Menschen ist ein Verbesserungstrieb eigentümlich, der seine Kräfte vermehren und authentischer werden lassen will. Diese vollzieht sich nach einem innewohnenden, dialekti-
schen Prinzip und man kann noch nicht einmal etwas dagegen tun.
Hier erkennt der Mensch, dass nicht er Entwicklung (Dominations-
macht),sondern die Entwicklung den Menschen macht (Wirkmacht).
Siehe Textfortsetzung Nr. 941 in Kulturlernen-20
Erwachsenen-Zeitalter
- Die ersten 30 Lebensjahre dienen dem erwachsen werden.
- Die zweiten 30 Lebensjahre dienen Erwachsener sein und zu bleiben.
- Die dritten 30 Lebensjahre dienen Entwicklungsent- wachsener zu werden *.
* Bei Erwachsenen wird der Erziehungsbegriff im Allgemeinen nicht
mehr als Prozess verstanden, weil davon irrtümlicherweise ausge-gangen wird, dass die Entwicklung des Erwachsen so gut wie abge- schlossen ist,obwohl die Entwicklung nie aufhört. Erwachsen werden bedeutet nicht zwangsläufig auch entwicklungsreifer werden. Der Mensch ist kein fertiges und vollkommenes Wesen, dessen Entwick- lung z.B. im Alter abgeschlossen und vollendet ist, sondern er ist noch unfertig, unvollkommen und befindet sich inmitten einer Entwick-
lung auf etwas anderes und höheres angelegt ist, als er es heute darstellt.
Geistzeitalter/Parallelwelten
- Realitätszeitalter (Kommunikationstechniken).
- Virtuelles Zeitalter als scheinbare Echtheit(Internet).
- Virtuelles, echtes Wirklichkeitszeitalter*.
* Quantenphysik, Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum,
Gotisches Lernprinzip, Die These, Das Leben ist unsterblich, Entwick- lungsverständnis eines Meister Eckhart, Individualgeschichtlichkeit *
Mögliches Leben nach dem Tod-Stufen
- Das Leben ist sterblich und der Tod hat das letzte Wort (Ganzheitstod-Theorie) (säkular).
- Ein weiterleben nach dem Tod ist glaubensmässig möglich, (christliche Auferstehungshoffnung), aber es fehlt trotzdem der allerletzte Beweis, weil noch keiner zurückgekommen ist und die Toten so redselig sind sie eine Auster (religiös).
- Es ist die These,dass das Leben ist unsterblich ist und in der Tat wird der Mensch bei seinem Tod nicht ausge- löscht. Es die Fortsetzung seines Lebens " drüben als " ein Spiegelbild seines irdisches Daseins welches sich weiter abspielt auf der Entwicklungsstufe, die seinem zuletzt erreichten seelisch-geistigen Entwick- lungszustand entspricht (moderne Sterbeforschung).Erst durch das Unsterblichkeitslernen erkenne ich mit einem "Röntgen- blick",dass das Leben kein Verfalldatum hat.Siehe Textfortsetzung in Das Leben ist unsterblich
Problemlösungs-Stufen
- Der Mensch macht Entwicklung (dualistische, lärmende Aussenseite).
- Beginn der Auflösung des Determinismus und der Transzendierung.
- Die Entwicklungsbewegung macht den Menschen (schweigende, universalistische Innenseite)*.
* Dass es für meine Probleme kein (Computer)lösungswissen gibt, weil dem Wissen das persönliche Auseinandersetzungspotential
fehlt. Die Lebensgegensätze lassen sich nicht durch Wissen und Denken aufheben,weil Wissen und Geist auseinander gefallen sind. Durch Wissen lassen sich keine Probleme lösen, weil die Lösung im- mer in einem dynamischen Entwicklungsprozess selbst organisierend erfolgt. Deshalb ist der Entwicklungslernprozess ist das Problem und die Lösung zugleich. Jede Krise und jedes Problem ist generell gesagt immer eine Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins (fehlende Lebensübereinstimmung als mangelnde Entwicklungskonformität einer Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld), welches nie das ganze Problem erfasst (Teilheit) und erst in der Einheit die Spaltung aufgehoben und das Problem gelöst ist (Ganzheit).Es fehlt der Zu- stand des " Einsseins-Bewusstseins", wo sich jedes Problem sofort auflöst, weil die Dualität entfällt und durch den Bewusstseins-Modus Dualität das Problem erst entstanden ist.
Bewusstseins-Wissens-Stufen
- Immanuel Kant (was kann ich wissen ?)-Taglicht.
- Sigmund Freud (was weiss ich, das Unbewusste ist wohl informiert)-Nachtlicht.
- Meister Eckhart (vollendetes Allwissen) -" Das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst" *.
* Bevor der Mensch wirklich wissen kann, muss er sich des gelern-
ten Wissens entledigen als ein freimachen von entwicklungslosen, nicht authentischen Wissen. Es ist die Positivität des Nichtwissens, " das ich weiss, dass ich nichts weiss ". Wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiss (Quelle unbekannt). Es ist nicht ein Vergessen was man weiss, sondern dass man weiss im
Sinne von nicht mehr daran denken. Wo man nichts weiss, also nicht daran denkt, da ist der Wissensdualismus aufgehoben und das Wissen
wird zum Einheits- und Lösungswissen (Wissensfreiheit). Es ist das Eingestehen, dass man etwas nicht weiss als Wissen (Konfuzius).
Auch ist es das vollendete Wissen einerseits als Nichtwissen und andererseits ein Allwissen. Wer glaubt und vertraut, schliesst alle Unwissenheit mit ein. Dem Menschen ist ein Verbesserungstrieb eigentümlich, der seine Kräfte vermehren und authentischer wer-
den lassen will. Diese vollzieht sich nach einem innewohnenden, dialektischen Prinzip und man kann noch nicht einmal etwas da-
gegen tun.Hier erkennt der Mensch, dass nicht er Entwicklung (Dominationsmacht),sondern die Entwicklung den Menschen macht (Wirkmacht).
Pädagogische Lernprinzipien
- Vorschulisches Erziehungslernprinzip.
- Schulische Bildungslernprinzipien.
- Ausserschulisches, Gotisches Lernprinzip.
Wertewandel
- Weltanschaulich neutrales Leben (Gesetze und gesell-schaftliche Werte).
- Weltanschaulich positioniertes Leben (Bildungsideen und Kulturwerte).
- Weltanschaulich erschaffendes Individualleben (philo- sophische, religiöse und Entwicklungsindividualwerte)*.
* Es gibt eigentlich keine allgemeinen Werte, sondern jeder muss seine eigenen Werte und Maßstäbe für den individuellen Lebensstil finden. Jeder errungene Entwicklungs-Individualisierungs-Wahrheits- wert ist tausend mal, um in metaphorischer Anlehnung an Meister Eckhart zu sagen mehr wert, als die ganze Welt und geschieht durch die De-und Entmaterialisierung
Lerndidaktik
- Von den Gedanken anderer wird gelernt.
- An den grossen Gedanken anderer wird sich hochgearbeitet.
- Nur noch den eigenen Gedanken wird gefolgt.
Reichtumsphasen
- Unter Reichtum versteht man, wer viel hat (Materialisierung).
- Unter Reichtum versteht man, wer wenig braucht(De-und Entmaterialisierung).
- Am reichsten ist, wer viel gibt (Kultivierung)*.
* In Anlehnung an Gerhard Terstegen,Schriftsteller.
Entwicklungsstufen des Johann Wolfgang Goehte
- Überschwenglich, feurig als Jüngling.
- Besonnen tätig als Mann.
- Begrifflich klar als Greis *.
* Der Rhythmus des Denkens entspringt organisch der Lebenstempe-
ratur seines Blutes. Sein Chaos ist am Anfang (wie immer beim Jüng-
ling), seine Ordnung am Ende (wie immer beim Greis) und er wird konservativ, nachdem er Revolutionär gewesen ist.
Drei- Stufen-Gesetz der menschlichen Entwicklung
(nach August Comte *)
- Mystisch (Naturkräfte).
- Mystisch (Gott).
- Wissenschaftlich (Empirie).
* Isidore Marie Auguste François Xavier Comte war ein französischer Mathematiker, Philosoph und Religionskritiker. Vor allem ist er jedoch als Begründer des Positivismus und Mitbegründer der Soziologie bekannt, deren Benennung auf Comte zurückgeht.
Entwicklungs-Prozess-Phasen
- Prozessbeginn: Destruktion – Askese –Abstraktion- unübersichtliche Entwicklungsdekonformität.
- Prozessverlauf: Durchdringung – Reinigung - Explikation- aufhellende Entwicklungsapproximation.
- Prozessende: Überwindung–Transzendierung-Transfor- mationklare Entwicklungskonformität-Lösung *.
* Der Entwicklungslernprozess ist das Problem und die Lösung zu-
gleich. Jede Krise und jedes Problem ist generell gesagt immer eine Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins (fehlende Lebensüber-
einstimmung als mangelnde Entwicklungskonformität einer Entwick-
lungs-Individualisierungs-Bringschuld), welches nie das ganze Pro- blem erfasst (Teilheit) und erst in der Einheit die Spaltung aufgeho- ben und das Problem gelöst ist (Ganzheit). Es fehlt der Zustand des " Einsseins-Bewusstseins", wo sich jedes Problem sofort auflöst, weil die Dualität entfällt und durch den Bewusstseins-Modus Dualität das Problem erst entstanden ist.
Lebensentwicklungsphasen
- Das erste Lebensdrittel dient der Sozialisierungsan pas- sung, Rollenfindung, dem Ausleben ( als " Nicht-Selbst-Sein ").
- Das zweite Lebensdrittel dient der Lebenskonsolidierung, der Vermögensbildung als Voraussetzung für " Reife- und Transzendierungszeit " ( " zum selbst-Werde-Sein " ).
- Für das letzte Lebensdrittel gilt, je mehr ich mich dem Grabe nähere, umso mehr " werde ich und bin mich selbst im Sinne von Unsterblichkeitslernen.
Entwicklungs-Individualisierungs-Reife
- Der Entwicklungssinn wird noch nicht erkannt und des- halb hat man vor der Reife keine Zeit für die Entwicklung (Entwicklungslosigkeit)
- Ich nehme mir Entwicklungsauszeiten und deshalb habe ich Zeit für die Entwicklung (erwachende Übergangsrei- fe).
- Weil alles im Entwicklungs-Individualisierungs-Sinne getan wird, dient bei Reife alle Zeit, alle Möglichkeiten, Umstände und Gegenstände der Entwicklung, welches auf Höheres ver- weist, was man selbst und bleibend ist bis zur geschenkten Reife (systematische, begeisternde, organische Entwick-lung) *.
*I.) Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungsreife-Nr.782
II.) Wenn das Leben nicht individuell gelingt und damit einen Sinn be-
kommt, waren alle Wissenschaft, alle Bildung, aller Wohlstand, alle Werte, alle Religion, alles Wissen, alle Dinge, alles Geld und Gold,
alles Gelernte, aller Lebenssinn und alle Zeit der Welt eigentlich
falsch. Deshalb darf für das Individualisierungs-Wahrheits-Streben
kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis
zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust
zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig,
keine Tradition unumstösslich, kein körperliches Leiden ein Hin-
dernis, keine Niederlage dauerhaft, kein Konsumverzicht ein Opfer,
keine Zeit zu lang, kein Streit zu schwer sein und ich der alleinige " Schuldige " bin. Wo andere nur Schwierigkeiten, Unmögliches, Konventionen, Risiken und Verbotsschilder sehen, sehe ich wieder Möglichkeiten und bin stärker als die stärkste Ausrede.
Transzendierungsphasen
- Körperlichkeit und Zeitlichkeit (äusserer Mensch).
- Geistigkeit und Ewigkeit (innerer Mensch).
- Selbstbewusstsein und selbst sein (im Frieden sein)als die erste Ursache (innerster Mensch).
Materialismus-Zeitalter
- Materialistisches Zivilisations-Zeitalter der physischen und psychischen Bedürfnisse und Triebe (bspw. Konsum, Sicherheit, Selbstdarstellung).
- Materialistisches Kultivierungs-Zeitalter als Entwick- lungs-Bewusstseins-Erkenntnismittel zum Individuali- sierungs-Wahrheits-Sinn-Zweck (bspw.von der Untugend zur Tugend).
- De-und Entmaterialistisches Zeitalter des individualge- schichtlichen Geistes als kulturelle Dimension.Der negativ belegte Materiebegriff wird zu einem Kulturbegriff.
* Siehe auch" Der Materialismus als eine höhere Entwicklungsstufe der Materie als verdichteter, gebundener Geist, welcher für den Geist
geschaffen wurde, um sich von ihm zu befreien " in Der gotische Baustil 1
Religions-Entwicklungsstufen
- Die Religion wird den Freiheiten untergeordnet und endet meistens damit als dogmatische, geistige Norm.
- Eine Religion muss man haben, sonst kann man die tradierte Väterreligion nicht überwinden.
- In der Freiheit wird die Religion erst entdeckt und " zurück errungen" als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben zur Religion wird*.Es gibt keine größere Freiheit als der Weg eines Religiösen.
* Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebens- normal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit gegeben. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitge- geben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Alle Lebens- fragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums
Vier-Stufen-Theorien
Lebens-Sinn-Ebenen
- Existentielles, physisches überleben (Sinn wird vorgegeben).
- Sinnliches, körperliches ausleben.
- Geistiges, bildungsmässiges Kulturerleben.
- Entwicklungssubstanzielles Individualisierungs-Sinn- leben (Sinn wird selber geschaffen).und das Unsterblich- keitslernen als letzter und tiefster Lebenssinn erkannt
Ehemalige und heutige religiöse und kulturelle Wirtschafts-
faktoren
- Reliquien, Kirchen, Papstbesuch.
- Johann Wolfgang Goethe, Pariser Eifelturm, Museen, Tourismus, Kreuzfahrten.
- Alles in der Welt ist nur Gleichnis und Mittel zum Zweck,was auf Höheres verweist, was verwirklich werden soll.
- Es ist das was ich selbst bin,wo ich mich erkennend individuali-sierungskonform und lebensauthentisch bin*.
*I.) Siehe auch " Bildungs-Kultur-Lernen ist Straßburg besuchen, um vom " Liebfrauen Münster " mehr zu erfahren und zu wissen. Entwick- lungs-Kultur-Lernen ist nach Straßburg zu fahren, um in der Ausein- andersetzung mit dem Münster mehr von sich selbst zu erfahren und zu wissen "in Zukunft-Strassburger-Muenster
II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird das fremde Gegenüber begriff- lich erfasst und als erkannt in Besitz genommen, aber ohne das eigentliche Wesen zu erkennen in der Transzendierung zu befreien oder zu über- winden. Diese Art der Bildungszweckerkenntnis statt Mittel zum Entwicklungs-Inividualisierungs-Zweck bringt den Er-kennenden seinem eigentlichen Entwicklungsziel der Ruhe(einheit) als aller Bildungsbe- wegung Ziel nicht wirklich weiter und infolge dessen ist es ungeeignet. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen dagegen handelt es sich um einen lebendigen, inneren begrifflichen Reife- prozess, der den gesamten Menschen " überintellektuell " erfasst und in dem Maße, indem jemand erkenntnismässig ergriffen, er nicht der Suchende, sondern der Gesuchte, mit dem Erkenntnisobjekt eins ist und selber verwandelt wird. Der Unterschied zwischen intellektu- ellem Bewusstsein und Erkenntnisbewusstsein (was philosophisch als (Entwicklungsprozess)sein " bezeichnet wird), ist aufgehoben. Diese Erkenntnis zieht kein weiteres Handeln nach sich, weil Erkenntnis und Verwirklichung identisch sind und deshalb eine Eigenerkenntnis darstellt. Es geht weniger um eine religiöse Transzendenz, sondern eine Transzendenz in der persönlichen Betroffenheit zu entwickeln. Es ist der Transformations-Punkt, wo das Überwundene mit dem Überwinder eins wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung als der Lebenswiderspruch (Lebens- disharmonie) ist aufgehoben. Im Wechselspiel zwischen Bewusst- seins-Zweiheit und Entwicklungs-Einheit (Lebensübereinstimmung) erfolgt die Neuschöpfung. Es ist der qualitative Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit. Diese Erkenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich. Nur mit der blossen (Wirkungs)macht des Daseins ordnen sich die Dinge von selbst. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.
Entwicklungs-Bewusstsein-Werdungszeit
- Bis zur Reife Entwicklungsunwissenheit und Desinteresse.
- Lebens-Leidens-Prozesszeit und Lebensdruckreife- Interesse.
- Bei Reife Entwicklungs-Erkenntnis-Dankbarkeit und jeder Tag individualgeschichtlich interpretiert der Menschheit fehlen würde.
* Siehe auch " bis zur Reife..." und " bei Reife..." Nr.782 in Kulturlernen-17
Wachstumsebenen
- Die Kindheitsphase ist "ein hoch schauen und sich wundern“.
- Die Jugendphase ist die Welt kennen lernen und seinen Platz in der Gesellschaft finden.
- Die Erwachsenenphase ist sich " in der Welt einrichten " als sei es für immer.
- Die Entwicklungsphase ist durch Welttranszendierung sich
- individualgeschichtlich sich zu begründen*.
- Siehe auch den Gliederungspunkt " Neubewertung der Kindheit und Jugend und ein "Entwicklungs-Individuations-Leben kann zur Ars vivendi (Lebens-Lern-Kunst) als Ars moriendi (Sterbe-Lern-Kunst eines Unsterblichkeitslernens) werden und nicht mehr auf den Tod gewartet, sondern dieser erwartet wird in evolutionäre Altjugend
Erkenntnisebenen
- Kind (Spiel).
- Jüngling (Frage).
- Mann (Werte).
- Greis (Erkenntnis) *.
* Wenn aber diese Alterweisheit sich erfüllt: " Glücklich ist der, wel-
cher sein Arbeits- und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens in
Verbindung setzen kann und die Kindheit sich darin vollendet und ist
sich sicher, dass dieser Weg von Anfang an in der Kindheit als Le-
bensfundament, festgelegt war " dann heisst es wieder " Kind-Jüng-
ling-Mann-Entwicklungskind ".
Existentielle Ebenen
- Ego Ebene.
- Biosoziale Ebene.
- Existentielle Ebene.
- Transpersonale Ebene.
- Weltebenen/Parallelwelten
Weltsichtweise:
- die materielle Realwelt
- die virtuelle Welt
* I.) Es gibt eine innere und eine äussere Welt, welche Untersuchungs- gegenstand der klassischen Physik bzw. der Quantenphysik sind. Beide Welten sind auf engste verbunden und zwischen beiden herrscht ein reger Informationsaustausch vor. Dass seit der Renais- sance gewachsene Vertrauen in den Verstand ist durch die Quanten- physik wieder gesunken, weil es als gesichert gilt,dass die Naturwis- sen schaft aus Irrationalismen besteht und die Ratio deshalb nicht als absolut gesetzt werden kann und somit unzuverlässlich ist. In der Makrophysik herrscht immer noch der Mechanismus, in der Mikro- physik aber scheint ein neues Element der Freiheit aufzu tau chen. Diese Spaltung hat dazu geführt, dass die heutige Naturwissen-schaft zwei Weltbilder besitzt.
II.) Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die transzendie-
rende Realität. In der klassischen Physik ist unser Bewusstsein und die geistige Welt losgelöst von der Materie.Noch vor vierzig Jahren dachten wir, alles besteht aus Materie. Im Grunde genommen gibt es die reine Materie gar nicht. Die Dinge der Welt existieren nur in Verbindung zu einem Bewusstsein (" kosmischer Geist "). Das Atom ist kein toter, lebloser Baustein, auf dem sich das Gebäude des Materia- lis mus und Mechanismus errichten lässt, in dem der Rationalismus und Intellektualismus geborgen und gesichert sind, sondern das
Atom ist ein lebendiger Mikrokosmos der wie ein Subjekt verschieden reagieren kann. Der Geist ist die Kausalität für die Dinge, Lebens- umstände, sich ergebenden Er- scheinungen, menschlichen Bezieh- ungen etc. Die neue auf Licht und Materiewellen begründete Quan- tenphysik, die mit Unschärfebeziehungen, Unbestimmtheiten, Unge- nauigkeit und Wahrscheinlichkeiten rechnet, führt wieder so in die rätselhafte Welt, in der das Kausalgesetz mit seinem Determinismus versagt und der Zufall, die Freiheit, die individuelle Wahrnehmungs- und Einstellungs-Sichtweise, Gefühle und Glaubensüberzeugung wieder eine Rolle zu spielen beginnt. Die Wissen schaft hat mit der Quantenphysik nachgewiesen, dass Geist und Materie austauschbar sind und Materie nur materialisiertes Bewusstsein ist. Es existiert im Innersten der Materie nichts dinghaftes, festes mehr, sondern nur fliessende Energie ist, die alles in Bewegung hält. Es leuchtet jedem ein, wenn es nicht so, wäre sich nichts verändern würde. Im Grunde genommen gibt es im umgangssprachlichen Sinne keine Materie, sondern nur ein Beziehungsgefüge, ständiger Wandel und Lebendig- keit. Nicht die sichtbare, gegenständliche Materie, sondern der Geist ist das Wirkliche. Es ist die Weisheit, dass hinter der Nichtigkeit der Materie, des Raumes und der Zeit eine letzte Wahrheit steht.
Digitale Möglichkeits-Online-Welt als virtuelles (KI) Zeitalter
einer scheinbaren Echtheit *.
* Jeder kennt bspw. die vom Internet generierte Kryptowährung " Bitcoin".Wenn das Internet ausfallen würde, hätte sich das digitale Bargeld in Luft aufgelöst.
Innere (Informations) Bewusstseins-Tranzendierte Wirk- lichkeitswelt der Quantenphysik und der Religion als entwicklungs-virtuelles echtes Wirklichkeitszeitalter.
Die innere Welt der Mathematik *.
* I.) Die Welt der Mathematik existiert unabhängig vom Menschen. Ein Beispiel dafür ist die Zahl Pi (3,1415926535… und geht unendlich
weit). Sie ist eine unendliche Geschichte – irrational, transzendent
und fantastisch. Sie gibt das Verhältnis vom Kreisumfang zum Kreis- durchmesser an. Diese Zahl Pi ist überall in der Realwelt,wenn ein Kreis auftaucht, vorhanden und das zeigt, dass sie keine gedankliche Konstruktion unseres Gehirns ist.
2.) Wissenschaft ist immer Mathematik.Wir kennen zwei wissen- schaftliche Weltbilder.Die Welt der Naturwissenschaften (Makro- physik) und die Quantenphysik (Mikrophysik).Die Makrophysik betrachtet die Welt von aussen, die Mikrophysik von innen.
Kulturelle Ebenen
.
- Unzivilisiert (Ungebildet-und Ausbildungslosigkeit).
- Zivilisiert (angepasster Gesellschaftsmensch).
- Kultiviert (Dichter und Denker,Leitköpfe der Gesellschaft)
- Transzendiert (Entwicklungseinzelner,Vorbilder,die Stillen im Lande und der religiöse Mensch).
Denkrahmen
- Entweder-Oder (Dualität).
- Sowohl als auch (Nicht Linearität).
- Weder-noch (Nicht-Dualität).
- Alles in allem (Ganz- und Interverbundenheit als Einheit)*.
*Das Universum ist kein Sammelsurium von vielen Einzeldingen, son-
dern eine mit einander verbundene Ganz- und Einheit (Plasti-
zität) als Interverbundenheit, woran es nicht der geringste wissen-
schaftliche Zweifel gibt.Jedes Individuum ist ein Teil des Ganzen und
alle Teile stehen in einer Wechselbeziehung zueinander (Verschränkt-
heitsprinzip).
Evolutionäre Ebenen
- Kosmogenese (Weltwerdung).
- Biogenese (Menschwerdung).
- Anthropogenese (Geistwerdung).
- Soziogenese ( Einzelwerdung z.B. in der Gesellschaft) *.
* Siehe auch Gesellschaft-und Entwicklungseinzelmensch
Gebetsstufen (metaphorisch)
Je nach Gebets(quell)bewusstsein werden mir 4
Einsichten geschenkt:
- 1. Wenn Du betest baust du dein eigenes Haus.
- 2. Wenn Du betest, entdeckst du, dass sich noch jemand in deinem Haus befindet.
- 3. Wenn Du weiterbetest, stellst du fest, dass es überhaupt nicht dein Haus ist.
- 4. Und wenn Du immer weiter betest stellst du fest, dass es überhaupt kein Haus gibt, dass man beschützen muss, weil es nur ein einziges Haus gibt. Und das Haus ist jedermanns Zuhause *.
* Richard Rohr, US-amerikanischer Franziskanerpater". Dieser Ge-
betssachverhalt wird auch durch die moderne Bewusstseinsforschung quantenphysikalisch validiert.
Werteebene
- Sinnliche Werte.
- Gesellschaftliche Werte.
- Kulturelle Werte.
- Entwicklungs-Individualwerte.
Dualismus-Universalismus
- Ich (Einheit der Kindheit).
- Du (Die Dualität des Erwachsenen).
- Wir (Die Vielheit im Alter).
- Alle (Die Ganz- und Einheit der Gereiften)*.
*Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. universus " gesamt ", von unus und versus " in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Sicher gilt dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten. Alle Teile des Univer-sums stehen grundsätzlich in einer Wechselbeziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusst- seinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdachten und geordne- ten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschrän- kung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch miteinander verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. Zwei verschränkte Objekte, obwohl Lichtjahre entfernt, trotz grosser, räumlicher Distanz sind miteinander verbunden und können Informationen austauschen. Das zeigt doch deutlich, dass es eine geistige Welt neben der materiellen Welt lostgelöst von Raum und Materie geben muss.Aus diesem Grunde ist jedes Individuum
ein Teil des grossen Ganzen, mit dem grossen Ganzen verbunden, befindet sich in Übereinstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge des Entwicklungs-Geist-Bewusstseins den
geist- psychischen Plastizitäts-Gesetzmässigkeiten der Quantenphy- sik unterliegen und diese bleibt nach dem biologischen Tod weiter bestehen. Das Universum ist in allen Teilen eine eng zusammen-hängende Welt mit unendlichen Verflechtungen und Wechselwir- kungen (z.B. ohne den Mond wäre die Erde nicht bewohnbar) und ein lebendiges Werdendes, sich fortlaufend entwickelndes, zeitloses Ganzes.
Gesellschaftsformen
- Agrarisch und handwerklich geprägte Gesellschaft.
- Industriell und vom Handel geprägte Gesellschaft.
- Virtuell und vom Internet geprägte Gesellschaft.
- Evolutionär und von der Einzelentwicklung geprägte Gesellschaft.
Gelderwerbszielformen
- Das Gelderwerbsziel ist existentieller,solidarischer Natur um zu leben,auszuleben,. seine materiellen Wünsche sich zu erfüllen und sich aus zu leben und im allerletzten finanziell unabhängiger zu werden.
- Das Gelderwerbsziel ist, um nur mit notwendigem Geld zu leben, weil Üppigkeit Geisteskraft und Zeit in Anspruch nimmt und dieses nur Vorbereitungszeit für die letzte Dematerialisierungsstufe darstellt.
- Das Gelderwerbsziel ist, um es überwiegend nur noch als Mittel zum Individualisierungs-Sinn-Zweck, zu humanitä- ren, sozialen Zwecken zu verwenden und anderen bei der Entwicklung zu helfen, weil dieses das Einzige ist was bleibt. Nur wer gibt, der hat wirklich.
Moralische Ebenen
- Orientierung an der Bestrafung und Freiheitseinschrän- kung (notgedrungen und unwissend).
- Orientierung an Gesetz und Ordnung (Einsicht, Vernunft).
- Orientierung an der Autorität, seine Pflicht zu tun und die soziale Ordnung um ihrer selbst willen aufrecht erhalten. Ich handle nach Maßstäben, die von der Gesellschaft akzeptiert werden (Interesse, Wertemotivation).
- Die Orientierung erfolgt an universalen, ethischen Prinzi- pien z.B. Entwicklungsgewissens-Entscheidungen aus Überzeugung,Erkenntnis,Lebensvertrauen und Lebens- glaubens (Freiwilligkeit,Lebensnotwendigkeit, Entwick- lungsreife,wo das Leben sich selber moralisiert)*.
* Siehe auch den Gliederungspunkt "Lebensvertrauen und Lebensglauben " in
Innere Einstellungsebene
- Überleben.
- Anpassung.
- Streben.
- Dienen "(egoistisch sein für andere ")
Reife-Entwicklungs-Phasen
- Unmündiges Kind.
- Unreifer Jugendlicher.
- Auf Reife wartender Erwachsener.
- Reifer Entwickler*.
* Siehe auch Entwicklungs-Individualsierungsreife-Nr.782
Entwicklung zum inneren Frieden
- Geld und Reichtum genügen nicht, um zum inneren Frieden zu gelangen.
- Das rationale Bildungswesen genügt nicht, um den inneren Frieden zu bringen.
- Die moderne Technologie genügt nicht, um den inneren Frieden zu bringen.
- Erst die Blickwendung nach innen und die Einheit mit dem universellen Bewusstsein als Ganzheit bringt den (Gliederungspunkt) inneren Frieden (eine Sichtweise)
- Erst die Entwicklungs-Auseinandersetzungsüberwindung mit den persönlichen Entwicklungsunruheanreizen in der Welt führt zum inneren Frieden (eine andere Sichtweise.
Entwicklung zur Kooperationsfähigkeit im
Unternehmen
- Pseudophase (" kein Problem ").
- Chaosphase (funktioniert aber nicht).
- Ernüchterungsphase (Gruppenreflektion).
- Produktive Gruppenarbeit (erfolgreicher Arbeitstrans-fer) *.
* Quelle/M.Scott Peck.
Vier Lernphasen nach NLP
- (Neuro-Linguistisches-Programmieren)
- Unbewusste Inkompetenz.
- Bewusste Inkompetenz.
- Bewusste Kompetenz.
- Unbewusste Kompetenz
Entwicklungsstufen der Medizin
- klassische Schulmedizin.
- Komplementäre Körper-Geist-Medizin.
- Kontextuelle Ganzheitsmedizin.
- Neuschöpferische (transzendierte) Geistheilungsmedizin (Salutogenese+Spontanremission)*.
* Siehe auch " Rezeption über Geistheilung, Salutogenese, Gebets- und Glaubensheilungen " in Entwicklungsgotik
Entwicklungsstufen des menschlichen Horizontes
- Egozentrisches Wesen.
- Soziozentrisches Wesen.
- Weltzentrisches Wesen.
- Kosmozentrisches Wesen.
Metaphysisches Weltbild
- Naturkräfte (Götter).
- Religionen (Monotheismus).
- Makrowissenschaft (Determinismus,Dualismus, Jenseits).
- Mikrowissenschaft (Universalismus, Überwindung des Dualismus,Gott ist im Diesseits jenseitig).
* I.) Die Gesamtheit der einzelwissenschaftlichen Erkenntnisse bilden trotzdem nicht das Ganze und die Einheit ab und der gesamt- und einheitliche Charakter ist aber an keinem der isolierten Teile vor zu finden. Die Wissenschaft liefert nur Bausteine, aber kein Gebäude.
Eine Wissenschaft ist nicht in der Lage den Inhalt der Wirklichkeit zu erfassen, sondern nur die Struktur der Realität. Es liegt auch in der Methodologie der Naturwissenschaften alles Individuelle auszuklam-
mern. Obwohl kein naturwissenschaftliches Verständ-nis in der Ma-
krophysik von Bewusstsein, Glauben, Gewissen, Freiheit, Einstel-
lungssichtweise, Gefühle vorliegt, existiert in der Mikrophysik ohne Entwicklungs-Geist-Bewusstsein nichts und der Geist wird als Ur- sprung aller Materie betrachtet. Die Realität wird erst durch Beobach- tung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erscheinung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist, Niels Bohr, dänischer Physiker und Nobelpreisträger ". " Der Beobachter beeinflusst das Testresu- ltat, der Kontext bestimmt denInhalt, Werner Heisenberg, deutscher Wissenschaftler und Nobelpreisträger".
II.) Die Hypothese " Gott " hat in der Naturwissenschaft keinen Platz
mehr. Wir brauchen Gott nicht, um die Welt zu erklären. Seit Galileo Galilei fehlt der Bezug zur Transzendenz, weil diese zum alten, un-
wissenschaftlichen Weltbild gehört. Die Erkenntnisbildung war mehr durch den Glauben als durch die Wissenschaft geprägt, weil nur die
Beschreibung und Formenbetrachtung und nicht die wissenschaft-
liche Methodik der Übereinstimmung von Hypothese und Experiment
im Mittelpunkt stand. Glaube und Wissen und ihre für jeden Bereich geltenden Begrifflichkeiten dürfen nicht vermischt werden. Natur-
wissenschaft und Religion sind erst einmal zwei getrennte und sich
nicht widersprechende Bereiche und zwei gleichberechtigte und
komplementär zueinander verhaltende Methoden der Menschheit die
Welt besser zu verstehen, welche über verschiedene Wirklichkeits-
ebenen wahre Aussagen machen.
III.) Kulturkritisch betrachtet ist es die Entwicklung vom wissen-
schaftlichen und technischen Fortschritt auf der Horizontalen, als
ein Näher- und Weiterkommen (von der Bewusstseinserkenntnis ging
die Krise aus, welche nie die Totalität und das Ganze darstellt, weil
der Mensch glaubt das zu sein, was er hat und sich bewusst ist )
zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, als ein nur
Zuende- und zum Wendepunkt kommen in Richtung der Vertikalen,
was Jahrhunderte lang schon den Verfallskeim der Auflösung in sich
trägt als eine Form der Selbstzerstörung und deshalb in die Bewusst-
seinskrise der Erkenntnis schliesslich führen muss,weil der Mensch
das ist, was er nicht hat und sich nicht bewusst ist.
IV.) Religion ist die längst bewiesene und zu überwindende, dualis-
tische Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sichtweise
(Mystik), die es aber durch das Verschränktheitsprinzip der Quanten-
physik als säkulare Interverbundenheit faktisch nicht gibt, miteinan-
der verwoben ist, komplementär zusammen gehört und das Span-
nungsverhältnis des religiösen Diesseits (Realwelt)-Jenseits (Wirk-
lichkeitswelt) Dualismus zum ad absurdum geführt hat. Das mensch-
liche Wesen ist ein Teil des Ganzen und die konventionelle Vorstel- lung von Zeit und Raum sind mit der Relativitätstheorie überholt. Die
scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Ver-
gangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine optische Täu- schung und ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins. Es kann ja zwischen Theologie und Naturwissenschaft keine doppelte Wahrheit geben.Deshalb ist auch die Mystik eines Meister Eckhart keine Exal- tiertheit, weltfremdes, kontemplatives, klosteraffines und nur für wenige Einzelne, sondern nur eine für jedermann selbstverständ-
liche, nachvollziehbare alltagsrealistische Wirklichkeitsdimension einer wesenund naturhaften, notwendigen, unmystischen Religio- sität, wo es den Dualismus "Gott-Welt" nicht gibt. Das tiefste Wesen der Religion lässt sich nicht säkularisieren, aber es lässt sich im Leben erfahren.
V.) Das Jenseits ist die allumfassende Wirklichkeit und das viel Grös- sere, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Jeder Kultur- träger will auf etwas (jenseitiges) hinweisen und die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was den Menschen übersteigt, was man noch nicht ist und als Menschenaufgabe verwirklicht werden soll. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären. Das Jen- seitige existiert im weltlichen Sein und darf sich nicht damit abfinden, dass Gott nur in der einen Hälfte (Jenseits) zu Hause ist, aber nicht in der alltäglichen lebendigen Wirklichkeit (Diesseits).
Entwicklungs-Erkenntnisgefühl bspw. " Geburts-
datum 1949 ".
- Im Jahre 1961-Kindheitgefühl mit 12 Jahren.
- Im Jahre 1972-Gefühl als Jugendlicher mit 23 Jahren.
- Im Jahre 1997-Gefühl als Erwachsener mit 48 Jahren.
- Im Jahre 2025-Kein Senioren-Alters-Jahresgefühl, son- dern trotz 76 Jahre alt, weder jung noch alt und lebt nur " in einem alterszeitlosen Selbst-Sein-Gefühl ". Wenn man seinen Frieden hat und nur im " Hier und Jetzt" lebt, den interessiert keine Jahreszahl mehr.Wer keine Zeit hat älter zu werden, der wird es auch nicht. Wir werden nicht mehr jeden Tag älter, sondern nur jeder Tag ist neu.Die Anzahl der Jahre alleine gibt dem Leben keinen Sinn.
Das neue Zeitalter
- Perfectio (gotisches Lernprinzip).
- Libertas (Befreiung von Abhängigkeiten).
- Contemplation (Tagesbewusstseinsreflexion).
- Spiritus (Evolutionäre Entwicklung in allen Lebensberei- chen).
Wandlungs-Entwicklungsstufen des Glaubens
- Kinderglauben.
- Un- und Aberglaube.
- Moderner, wissenschaftlicher Glaube.
- Fester religiöser Überzeugungsglauben oder quantenphysi- kalischer Wissensglaube *.
* I.) " Wir sind von der Wissenschaft und Technik vom Aberglauben erlöst, aber der neue Glaube an die Beherrschbarkeit unserer Lebens- welt erweist sich zunehmend als Irr- und Aberglaube. " Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende seiner Überlegung "*
* Max Planck, theoretischer Physiker und Nobelpreisträger".
II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem
Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirch-
liche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neu trale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwick- lungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständ-
nis. Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quanten-
theorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins
und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirk-
lichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Mate-
rieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steuern die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes,weltanschauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten.Siehe Textfortsetzung in Kulturlernen 42
Entwicklungsstufen und Prinzipien des Lebenssinns
- Der Mensch richtet sich nach der Erde.
- Die Erde richtet sich nach dem Menschen.
- Der Himmel richtet sich nach dem Sinn.
- Der Sinn richtet sich nach sich selber *.
*I.) Quelle: Laotse, chinesischer Weiser, Philosoph und Begründer
des Taoismus.
II.) Es kommt nicht immer darauf an, dass es gut ausgeht, sondern
dass es nur Sinn macht, wie es ausgeht.
Kognitive Entwicklungsstufen
- Gebrauch des Intellekts zur Erkenntnisbildung.
- Vom Sturm und Drang der Ideen und Ideale erfasst.
- Entwicklungs-Individualisierungs-Lebens-Werte stehen höher als Materielles und alles dient der Höherentwicklung.
- Unabhängigkeit in der Entwicklung.
Mehrstufen-Theorien
Bildungs-Stufensystem
- Primärstufe (Grundschule, Realschule, Gymnasium).
- Sekundarstufe (berufsausbildungsfachlich).
- Intellektuelle Stufe (Universität).
- Qualifizierungsstufe (Fort- und Weiterbildung).
- Individualisierungsstufe (Gotisches Lernprinzip).
Lebensphasen-Kulturzeit
- Kindheitszeit.
- Bildungs- und Ausbildungszeit.
- Arbeitszeit.
- Altersruhezeit.
- Entwicklungs-Zeitlosigkeit *.
* Siehe auch evolutionäre Allzeit-Jetzt-Lebensnutzung
Bildungswege
- Erster formeller Bildungsweg (Regelschulwesen).
- Zweiter formeller Bildungsweg (Schul-und Bildungsab- schlüsse für Erwachsene).
- Dritter informeller, autodidaktischer Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Bildungs-Vorreife-Weg als Lebenslanges Ler- nen des gotischen Lernprinzips (Leben-Individualisierungs-Abschluss für Jedermann)*.
* Der dritte informelle, autodidaktische Entwicklungs-Individuali-
sierungs-Bildungs-Vorreife-Weg als lebenslanges lernen gilt als das
Kultur-Lernen der Zukunft. Es ist das Gotische Lernprinzip (Tiefe, Zeitlosigkeit mit Transzendenz) und nicht der erste und zweite for-
melle, schulische Bildungsweg mit seinem akademischen Bildungs-
lernprinzip (Breite, Zeitgeistigkeit ohne Transzendenz). Es ist wieder
ein Quantensprung von bspw. Kants entwickelten kategorischen
Imperativ als Prinzip der Ethik in seiner Grundform " Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde " zum Gotischen Lernprinzip, welches in
jedem einzelnen Menschen kategorisch ist und die gotische Kathe-
drale das sichtbare Spiegelbild darstellt.
- Vierter informeller Individualisierungs-Reifeweg, wo ich nicht mehr suche und will, sondern gefunden werde und es einfach nur geschieht. " Lernen besteht in einem Erinnern seit Generationen in der Seele des Menschen, Sokrates im Dialog mit seinem Kollegen Platon " als selbstentdeckendes, wiedererkennendes Lernen bei Rückkehr zu sich selbst.
- Fünfter informeller Erkenntnis-Glaubensweg des Kirchen- lehrers Augustinus dass, " wer Gott geschaut hat d.h., in allem seine Ruhe (Gliederungspunkt Frieden)gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles gelernt hat, was es zu lernen gibt " *.
* I.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel ver- wenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Ent- wicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle (Unruhe)-mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Über-
windungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frie-
den gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden und mit dem Begriffswesen mitgesetzt), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verstehen und Können gelernt hat, was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Der Theologe, Philosoph und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher sieht auch das Lebensgrund-Friedens-Ge-
fühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesver- hältnisses. Der Frieden gilt als die machtvollste Heil-,Wirkungs-, angstauflösende,-Schutz-, Ordnungs- und Überlegenheitskraft als klarster und wissender Geist und kann keine menschliche Bosheit schaden. Ohne etwas zu wollen wird alles erreicht. Wer in seinem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Indivi-
dualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als lebens- langes Lernen getan. Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Schon sein schweigendes, verwurzeltes Friedensdasein genügt, Wer seine Mitte gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen.
II.) Siehe auch " Anamnese ist die Erinnerung an alles vorhandenes Wissen in der unsterblichen Seele, welches bei der Geburt vergessen wird. Es ist auch die (Entwicklungs)-Wieder-Erinnerungs-Pädagogik Platons und die Sublimierungsthese des Aristoteles, wo alles Wissen schon im universellen Bewusstsein als emergente Eigenschaft aus- serhalb vom Einzelgehirn existent ist und der " Ichcharakter " bei der Theorie des Bewusstseins in Frage gestellt wird. Lernen besteht in einem Erinnern seit Generationen in der Seele des Menschen-"Sokra tes im Dialog mit seinem Kollegen Platon " Nr.200 in Kulturlernen-5
III.) Siehe auch lebenslanges Lernen
Zeitformen
- Ich bin (Gegenwart).
- Es war (Vergangenheit).
- es wird sein (Zukunft spekulativ).
- es wird werden (Zukunft evolutionär).
- es ist (Zeitlosigkeit) *.
* Siehe auch evolutionäre Allzeitnutzung
Altersbedingte Lebens-Ausdruckserscheinungen
- 20 Eros.
- 30 Ego.
- 50 Kunst.
- 60 Opfer.
- 70 Erleichterung.
- 80 Erlösung.
Entwicklungs-Reifephasen-Zeit
- Die Kindergartenspielzeit als die Lebenswuzeljahre eines Kindes.
- Die Schulzeit als die Wachstumsjahre eines Jugendlichen.
- Die Berufszeit als die Sozialisierungsjahre eines Erwachsenen.
- Die Entwicklungs-Individualisierungs-Zeit als die Suchjahre eines Heranreifenden.
- Die Vorbildautoritätszeit als die Lebenssinnjahre eines Gereiften*.
* I.) Wer seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, wird für andere zum Mittelpunkt. Auf der letzten Entwicklungsstufe werden alle vorhergehenden Stufen als Inkubationszeit für die Reife angesehen, welche es in der Lebensauseinandersetzung durch Überwindung zu transzendieren gilt.
II.) Es erfüllt sich die profunde Prophezeiung in Anlehnung an den
Lyriker Friedrich Hölderlin: " Was ich bin, gemacht, gelernt, studiert, geleistet habe, meinte, plante, wollte und was ich besitze ist nichts,
Ego und war der falsche Weg (Spaltung und nur Teile, wenn ich nur
für mich da bin), aber was ich suche, erkannt habe, schaffe, nicht
wollte, nicht plante und auch einmal sein werde, das ist alles, ego-
istisch für andere und auf dem richtigen Wege sein (Aufhebung der Spaltung und das Ganze, wenn ich für alle da bin).Es ist eine Hoch-
stapelei im Verschweigen von Qualifikationen und eine Tiefstapelei
im Erzählen von seinen Entwicklungszielen. Was ich bin, konzen-
triert sich auf meine Stärken, was ich nicht bin, auf meine Schwä-
chen. Ich bin mich selbst, mehr kann ich nicht sein, denn wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört zu werden. Wenn ich Arzt, Quanten-
physiker oder Baggerfahrer bin, aber das sind viele andere auch und
das ist kein Alleinstellungsmerkmal einer Individualisierung. Das ist nur eine äusserliche, gelernte Qualifikation, über die der Einzelne sich definiert, aber diese viele andere auch besitzen, solange kein Selbst-Individualisierungs-Bewusstseins entwickelt wurde. Es ist der Ent-
wicklungsverlauf " von der klassischen, kartesianischen, dualisti- schen Denkformel: " Ich denke, also bin ich " zur umgekehrten, paraphrasierten, kartesianischen Denkformel: Ich entwickele mich, deshalb werde ich ".
III.) Was ich einmal wollte und die Ratschläge der anderen war immer Lebensunruhe, Lebensirrtum und Umweg. Was ich nicht wollte, war Frieden, Problemlösung und jede meiner Entwicklungs-Individualisie-
rungs-Gewissensentscheidungen war immer der richtige Weg. Frieden
mit sich selbst ist auch immer Ursache und Wirkung zugleich. Die Visi-
on des Werdenden ist mächtiger als die Bestandsaufnahme des Gewesenen.
IV.) Es ist auch Albert Einsteins Anmerkung ; " Ich habe keine beson-
dere Begabung, sondern ich bin nur leidenschaftlich neugierig ". Der Mensch ist kein fertiges und vollkommenes Wesen, dessen Entwick-
lung z.B. im Alter abgeschlossen und vollendet ist, sondern er ist noch unfertig, unvollkommen und befindet sich inmitten einer Entwicklung
auf etwas anderes und höheres angelegt ist, als er es heute darstellt.
Es ist die produktive Unzufriedenheit als der spannungshafte Bezug
zum Ganzen, welcher mich in Lauf hält. Dann ist der Quantenwech- selsprung vom äusseren, materiellen, entwicklungslosen Ich-Be-
wusstseins-Geist Zeitalter zum inneren, geistigen Transzendierungs-Selbst-Bewusstseins-Zeitalter der Entwicklungs-Individualisierung erreicht.
V.) Siehe auch Wirkkraftfeld eines Vorbildes
VI.) Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungreife-Nr.782
Authentizität- und Identitätsstufen
- Als Jugendlicher sich über schulischen Leistungen und sportliche Erfolge definieren.
- Als Heranwachsender sich über Ausbildungs- und akade- mische Bildungsabschlüsse definieren.
- Als Erwachsener sich über berufliche Erfolge und Position, gesellschaftliche Anerkennung, Geld, Besitz, Kinderreichtum Macht, Bekanntheitsgrad etc. definieren.
- Als reifer Mensch gilt nur noch in Anlehnung an das obige tiefe Wort des Lyrikers Friedrich Hölderlin: Was ich bin, gemacht, gelernt, studiert, geleistet habe, meinte, plante, wollte und was ich besitze ist nichts und Ego (Spaltung und nur Teile, wenn ich nur für mich da bin), aber was ich suche, erkannt habe, schaffe, nicht wollte, nicht plante und auch einmal sein werde, das ist alles und egoistisch für andere (Aufhebung der Spaltung und das Ganze, wenn ich für alle da bin).
- Als Weiser und Lebenssouveräner zählt nur noch für andere dazu sein (" vom ich zum wir ") und ihnen zu helfen, die niedrigen Identitätsstufen zu verlassen.
IX.) Die neun erlittenen Entwicklungs-Reife-Glaubens- kampf Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins- Werde-Prozess als der lange Entwick- lungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nicht-
glauben zum felsenfesten Gottesglauben*.
* Glauben kann genauso gelernt werden wie das kognitive, rationale, logische, zeitgeistige,lebensgetrennte, subjektive deduktive Be-
wusstseins-Verstandesdenken der linken Gehirnhemisphäre (IQ-Intelligenz Quotient) der Bildung). Glaubensprozesslernen geschieht über das konsistente, nicht-rationale, vernunftgesteuerte, zeitlose, lebensgeeinte, objektive, induktive, gedankenfreie Glaubens-Lebens-Trans- zendierungs-Grundgefühl der rechten Gehirnhemisphäre (EQ-Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Quotient).
1.) Un-,Irr-, Aber-,Nicht-,Analphabeten-,blinder und frommer, gefesselter Kinder-Erziehungs-Glauben.
2.) Konventioneller,dürrer, schwammiger nicht ernst genommener gepredigter, umgangssprach- licher Wort- und nachgesprochener Bekenntnis- und Autoritätsglaube, weil es in Heiligen Schrift steht und für den Reformator Martin Luther der Mensch allein durch den Glauben das ewige Leben gewinnt. Von weil irgendwo geschrieben steht und gepredigt wird, glaube ich (frommer Transzendenzglauben) zum Glauben als Ereignis, welches in der inneren Entwicklungserfahrung, von aussen auf mich zutritt (existentieller,sich entwickelnder Glaube und Transzendenszerfah- rung in der Lebensbetroffenheit).
Der Glaube ist abstrakt und z.B.nach dem Kirchgang ist der gepredigte Glaube auch vergessen und hat das Glaubensbe- kenntnis nur auf sich abregnen lassen. Aber der sinnliche Weltautoritätsglaube an das Geld, den Staat, die Gesell- schaft, die Wissenschaft, die Politik, meinen Besitz, die Ren- te, den Arzt und die vorherrschende Realität ist immer stärker als der abstrakte, gepredigte Gottesglaube aber das Einzige ist,was Gott von uns verlangt ("Brot vor Geist"). Von einer Glaubenskrise oder von einem existentiellen Glauben kann noch nicht gesprochen werden, weil dieser im Alltag und bei Krisen noch keine Rolle spielt. Jedes Nein zum Glau- ben ist aber auch ein Nein zum Leben.
3.) Reflektierender, schwankender Glaube, zweifelnde Glau- bensungeduld und Rückfall wieder in die Glaubensangst als Beginn des Glaubenslernens. Auch fehlt noch die letzte Bereitschaft einer moralischen Lebensführung und alles Geschehen dem Glauben unterzustellen. Das Leben ist noch nicht alternativlos so auf den Glauben ausgerichtet, dass es voll vertraut und seine falschen Rück- und Absicherungen aufgibt und sich auf den abenteuerlichen Glaubensweg begibt, wo es kein Zurück mehr gibt. Der Glaube ist noch nicht aus der Kirche herausgekommen oder nur ein abs- traktes quantenphysikalisches Verwirklungsphänomen.Es ist ein Wissen um die Glaubenswahrheit, ein für-wahrhalten, aber es ist noch nicht die Wahrheit selbst.
4.) In vielen Glaubenskrisen langsam gereifter, verbindlicher felsenfester, unerschütterlicher und widerstandsfähiger in der Glaubensspannung ausgehaltener Glaube mit " Haut und Haaren", welchem noch die letzte Gewissheit fehlt. Der Gottesglaube ist stets bedroht, nicht krisenfest und gegen Zweifeln abgesichert. Gerade durch die Zweifeln hindurch bewährt sich das ja zu Gott und wird zu einem geprüften und bewährten Gottes- glauben.Erst indem ich mich darauf einlasse, eröffnet sich mir die Wirklichkeit und die Glau- benswahrheit.
4.)Fortsetzung- Die letzten Widerstände von Ermüdungser- scheinungen der Glaubenskraft und Glaubensausdauer sind besiegt. Die drückende Ungewissheitsschwere der Realität wird bis zur Glaubenswirklichkeit durchgehalten. Der Gott- vertrauensvorschusss bleibt erst einmal als Tat ein Risiko und Wagnis.Bis es zum tragenden, substan- tiellen Glauben kommt, haben die Götter den "Zitter-Ausdauer-Schweiss" gesetzt und im aller- letzten muss auch die Todesangst überwunden werden. Der Glaubens-Mut und die Vertrauens- schuld steht und fällt mit dem Übungsringen des Glaubens in Lebenslagen, wo nur noch geglaubt werden und das Un- glaubliche geschehen kann, ich ganz alleine dastehe, das Unerforschliche existiert, einem die Kraft gibt, weiter zu machen mit dem weiter machen und es kein zurück mehr gibt.Wenn wir den Glauben am Ziel festgemacht haben, ist die Erfüllung bereits geschehen*.
* Der chemisch reine, absolute, theologische Glauben ist ein abstrak- ter, leerer Glaube, während der lebendige Glaube ständiger Instabi- lität ausgesetzt ist und sich in der Glaubensbewegung wieder neu stabilisiert. Eigentlich ist jeder Tag ein neuer Gottvertrauensübungs- tag und nicht alles immer gleich selber machen zu wollen, sondern es ist oft besser einfach geschehen lassen. Ein täglicher "vierundzwan-
zig Stunden" bewusster, allgegenwärtiger Glaube bleibt aber eine Illusion.
5.) Glückliche, befreiende, geschenkte, unzweifelhafte Glaubens(erkenntnis)gewissheit durch die tiefe Friedens- und Ruhebestätigung ohne weiter noch darüber nach zu denken,weil alles im Griff (Gott hält sein Wort). Wenn ich meinen Frieden habe, ist jedes Glaubensgebet erhört. Es gibt nichts Beunruhigendes mehr, auch wenn die derzeitigen Umstände zweifeln lassen, weil einerseits die Glaubensreife und andererseits die Lebenslage reif sein muss (Glaubens-Prozess-Kipp-Punkt), was als Gottes Wille interpretiert wer- den kann. Glauben heisst eben Geduld und die Ausdauer- (puste) eines Langstreckenläufers haben müssen, auch bei (scheinbaren) Rückschlägen, Umwegen,Irrtümern und anderweitigen Fachleutemeinungen nicht daran zweifeln. Es bleibt oft immer noch ein Glaubensrest übrig, wo der Glau- bende überall in Abgründe schaut, und die Bedeutung des Glaubens nicht mehr versteht. Der Glaube ist erst einmal abstrakt, nebulös, unsinnlich, flüchtig, schwankend, unwis- senschaftlich dahin gesprochen und nur in den vielen Glaubens-Bewährungs-Auseinandersetzungen wird der Glaube zu einem konkreten, klaren,sinnlichen, handfesten Lebensgrund-Gewissheitsgefühl (weil zwei Mächte Gott und Welt,sein und mein Wille, Stärke und Schwäche miteinander ringen) und erst der manifestierte Glauben lässt jedem zweifelnden, schwankenden Glauben keinen Platz mehr. Nur auf die erste Macht ist tragender Verlass und und die Glaubensmacht einen nicht im Stich lässt,weil Gott unwan- delbar ist, ist er auch der Halt aller Dinge und hält immer sein Wort. Auch Trost- und Glaubens(unwissenheits)fragen stellen sich aber dann nicht mehr*.
* I.) Die anfängliche Glaubensangst wird zur Glaubensgeduld, diese wiederum zur Glaubensgelassenheit und diese wird zum Frieden einer zweifelsfreien Glaubensgewissheit. Und wenn zehntausend Professoren etwas anderes behaupten, durch die gläubige Gewiss-heit weiss ich es besser.
II.) Im hebräischen ist das Wort für Glaube " Gewissheit" – unser Amen heisst gewiss (du kannst dich darauf verlassen).Weil ich vertraue bin ich wieder frei.
III.) Halte an dem Glauben fest, dass Gott dich nicht fallen lässt, er hält sein Versprechen. Wenn ich Gott vertraue, trägt nach Meister Eckhart "Gott die Last".
IV.) Die Hoffnung stirbt zuletzt ist ein umgangssprachliches bekanntes Sprichwort, aber es ist keine Gewissheits-und und Wirkkraftfeld wie der (Gottes)glauben.
6.) Der Glaube wird nur wahr, wenn er als Tat praktisch wird und setzt etwas in Gang. Freudiges, prophetisches Glau- benstun in einer getragenen Hochstimmung und aktive Mitwirkung in der Glaubensverwirklichungssache, welche immer mehr zur Wirklichkeit wird. Der Glauben wirft jegliche zeitliche Planung und Eigenwollen über den Haufen, weil das Geglaubte als sicheres "Glaubensglückswissen" für den Glaubenden ja schon am nächsten Tage eintreten kann und jeden Tag erwartet wird, auch wenn es oft von aussen Stehenden als unwahrscheinlich betrachtet wird oder Rückschläge alles verzögern. Es ist die unerschütterliche Glaubensgewissheit, welche einen nicht aus der Ruhe bringt*.
* Der Glaube ist noch nicht wahr geworden, aber ich habe viele neue Erkenntnisse gewonnen des warum, welches den Glauben weiter stärkt*.
*Verfasser unbekannt.
7.) Kategorische Dankbarkeits-Glaubens-Bewahrheitung, dass es nur nach unserem Glauben geschieht.
8.) Glauben und Leben sind universell und eins geworden. Glauben und Vertrauen werden zu einem dauerhaften "Lebens-Grund-Friedens-Gefühl", zum übungsfreien Lebens- fundament und alles Tun geschieht nur noch aus dem gläu- bigen Vertrauen heraus unabhängig davon, wie die Um- stände sich derzeit darstellen, ohne weiteres (Eigen)wollen, Verzweiflungsdruck und Unzufrie- den- heit. So wie es ist, wird als nicht nachvollzieh- barer Gotteswille betrachtet als das Allerbeste und das Glaubensvertrauen wird dankbar mit dem Geschehen akzeptiert.Auch wenn es erst einmal anders endete wie ich es erhofft und geglaubt habe,war es kein leerer,vergeblicher Glaube und umsonst, weil die zeitlose Glaubenerfüllungsdimension einer Interverbundenheit und der tie- fere Sinn des Geglaubten sich uns nicht erschliesst und deshalb der Geduldsvertrauensbeweis ab- gewartet werden muss.Was als Niederlage aus- sieht wird durch einen Glaubenssieg gekrönt Das was kurzfristig gut sein mag und jetzt geglaubt war, kann sich langfristig als schlecht und zu kleinkarriert erweisen,weil Gott immer noch Grös-seres und Besseres will als nur das aus reiner Verzweiflung Geglaub- te.Wir müssen die Zukunft der Gebetserhörung beurteilen nach einem Zeitmaßstab, der grösser ist als mein Eigener. Was wäre das für ein Leben, hätten wir nicht den Mut zu vertrauen.
8.) Fortsetzung- Der Reifezeitpunkt "jedem geschieht nach seinem Glauben“ lässt sich nicht vorhersagen, mit einem Glaubensstarrsinn und Erfolgs-und Ungeduldigkeitsdruck erzwingen. Gott hat seinen eigenen zeitlosen Terminkalen- der und hält sein (Ewigkeits)glaubenswort immer zu sei- ner Reife-und Sinnzeit auch über den Tod hinaus*. Immer unter der Voraussetzung, dass sein und nicht unser Wille gescheh- en soll, liegt das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung. Wenn z.B. jedes Gebet (mein Wille) sofort erhört würde,wäre die Krankheit z.B. "Krebs" nicht das Problem*.
* Es ist der Natur schlechthin unmöglich, ein Wesen zu zerbrechen, zu schädigen oder irgend wie anzutasten, wofern dieses nicht damit auf einen höheren Wert hinaus will. Gott will die Natur nicht zerstören, sondern vollenden.Es gibt kein Scheitern, was nicht in einem neuen Anfang mündet. Es muss etwas sterben, weil es gedient hat und die Zeit dafür abgelaufen ist, damit ich weiterleben kann*.
*in Textanlehnung an Meister Eckhart
8.)Fortsetzung-Der Glaube ist stärker geworden als die Um-und Widerstände, weil diese transzendiert worden sind. Nichts kann mich mehr aus der Ruhe bringen und es gibt keinen Verzweiflungsgrund und keine Sorgen mehr, auch wenn nicht jeder Tag der Beste war, Müdigkeit und Niedergeschlagen- heit vorherrschte und der Glaube erneuert wird, indem die Hoffnung wieder zum sicheren, freudi- gen Wissen wird. Aber auch nicht jeder Tag ist ein felsenfester Glaubenstag. Wenn ich z.B. gesund- heitlich angeschlagen bin und mich mehr oder weniger selbst verwalten musss, bleibt der Glaube abstrakt und ist nicht mehr wirklich. Wo alles heil ist, ist eben nichts heil. Aber Gott wirkt auch, wenn ich schwach oder nicht am Ort des Glau- bens bin. Auch wenn zeitnahe,notwendige Dinge getan werden müssen, welche dem Glauben erst einmal wider-
sprechen, ist dieses keine Glaubensuntreue, sondern nur kein blinder Glaube, wo die Realität ausgeblendet wird, weil die Glaubenswirklichkeit noch nicht oder in der Gänze in Erscheinung getreten ist sich prozesshaft erst entwickelt und diese Glaubensstufephasen aber notwendig sind. Aus- dauer bezeichnet theologisch die Geduld Gottes aushalten lernen im Vertrauen und als Hoffnung zum "ja des Lebens", dass wie es im Sprichwort heisst, dem Mutigen (Ausdauern- den) hilft Gott immer.Der Glaubende bewegt sich immer in dem Kreislauf "vom Unglauben zum Glauben, vom Glauben zum Zweifel und wieder zu einem neuen Vertrauen"*.
* Die Grösse des Glaubens sagt der Philosoph Kierkegaard wird kenntlich an der Größe des Unglaubens. Je unglaublicher etwas ist, desto heftiger kann sich der Glauben bewähren. Auch Glaubens-
aussagen müssen sich aber der Erkenntnis stellen. Wer an Gott glaubt, der ist am Ende seines Lebens verantwortlich, dass er richtig und fest glauben gelernt hat.
8.Fortsetzung-Die Grenze zwischen dem Glauben und Unglauben verläuft mitten durch jeden von uns aber nur deshalb,weil es ein mittelbarer, nicht verankerter Buch- stabenglaube (Kopf) ist,während der unmittelbare Glaube das Lebensgrundgefühl durchdringt und keinen Schwan- kungen auseinandergesetzt ist (Herz). Solange nicht diese Glaubensstufe erreicht ist besteht die Glaubenskunst darin, einmal mehr aufstehen als hinfallen und allen Stürmen des Lebens trotzen.Jeder Krise und jedem Problem ist die Lösung aufgrund der Polarität immer immanent auch mitgegeben. Das ändert nichts an freudigen Glaubens-Gewissheits-An- spannung und ist viel,viel mehr und tragender als der Spruch, "die (Glaubens)hoffnung stirbt zuletzt"und nur der vertrauende Glaube ist der Sieg über das Leid*.
* I.) Weil das Leben über den physischen Tod hinaus weiter geht, geht auch der Lebens-Glaubens-und Vertrauensprozess weiter.Der Glaube und Gott hält sein Wort setzt sich im Diesseits in der Ewigkeit der Zeit jenseitig als (Weiter)leben naturgesetzmässig fort.Der Diesseits-Jenseits-Dualismus ist im nicht-linearen, raum- und der zeitlosen
Dimension aufgehoben. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegen- wart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit.Der Zeitenbruch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine optische Täuschung und ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins, aber nicht wirklich. Der Glauben muss zeitlos und frei von der Zeit "immer nur im jetzt" sein. So wie es jetzt ist, ist der zeitlose Gottes Wille und somit nach Meister Eckhart das Allerbeste. Darüber hinaus gilt immer noch der wissenschaftliche Zeitbegriff der klassischen Physik als mathematische, absolute Uhr-Zeit, welcher durch den Ewigkeits-Zeitgriff der Relativitätstheorie aufgehoben ist und dieses Zeitver- ständnis auch für die kantschen, philosophischen (Gottes)glauben- Kategorien zutrifft,weil viele seiner Erkenntnistheorien durch die Mikrophysik (die er vor 300 Jahren noch nicht kannte) überholt sind.
II.) Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikrophysikzeitalter der Bezie-
hungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten theologisch überholt und wahrheitswidrig, auch wenn dieses " ge-
trennt sein " in den Köpfen erst den Dualismus Religion als " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes und notwendig macht. Die Sichtweise, dass jeder einmal endgültig abtreten und sterben muss, ist ein logischer und tragischer Irrtumsschluss, weil es nach Adam Riese für das Leben keinen Gegensatz (Tod) geben kann und deshalb überlebt der Mensch sein Sterben. Ein allumfassendes Ganzes muss immateriell sein und kann kein Gegenteil als Gegenstand haben, womit auch das dualistische Weltbild vom Leben und Tod ad absurdum geführt wird*.
*Siehe auch "den Zeitbegriff der Relativitätstheorie als ein ewiges jetzt" in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-6
8.)Fortsetzung: Der Gläubige vertraut, denkt nicht mehr weiter darüber nach und freut sich immer über den nächsten und am nächsten Morgen und Vertrauen heisst auch ich habe losgelassen. Weil wird wir unseren Glauben am Ziel festgemacht haben, ist die Erfüllung bereits geschehen. Gottes Wege können ins Dunkel und in die Ungewissheit (Reifezeitpunkt) führen, aber sie enden immer im Licht. Es war seine Hand die in die Krise (und erst am Abgrund Gottes rettende Hand erkannt wird) hineinführte (wenn sich Gott für den Menschen interessiert, gerät er in die Krise) und es ist seine Hand, welche wieder hinaus führt. Jede Hilfe wird nur nach dem Maße des (Glaubens)vertrauens zuteil. Das Leben ist aber immer das Endprodukt des Glaubens als wenn dieser "Augen und Ohren" hätte. Einerlei, ob das was wir glauben gut oder schädlich ist.Immer entspricht die Wirk-lichkeit der Richtung unseres Glaubens. Je mehr Selbst- vertrauen wir durch den Glauben haben, desto grösser ist unser Wirkkraftfeld.Wer einmal eine solche ("lutherische") existentielle Erfahrung "Allein durch den Glauben" gemacht hat," gibt es jedem schriftlich"und singt aus voller Brust "eine feste Burg ist unser Gott", das deutscheste aller Lieder.
9.) Das letzte Stadium des Glaubenslernens ist eine Be- wusstseins-Erkenntnis-Weiterentwicklung. Es ist der Glaube, um verstehen zu können. Der Denkakt wird zum Vertrauens- akt, der abstrakte Begriff wird zum objektiven Begriff und der Glaube ist ein anderes Wort für verlässliches Vorwissen. Der Glaube ist so real wie z.B. ein Arztgespräch, in dem ei- nem eröffnet wird, dass die Schulmedizin mit ihrem "Thera- pie- Latein) am Ende ist, weil die empirischen Untersu-
chungsergebnisse und medi- zinischen Parameter eindeutig und irrversibel sind, aber mein Glaube "im Stillen" viel mächtiger und dieser mit seinem "Latein" noch lange nicht am Ende ist und Gott meine einzige Autorität ist (obwohl Glaubensüberzeugungen in naturwissenschaftlich-medizini- schen Fragen nichts zu suchen haben).Besonders bei länge- rer Krankheit gilt: Vergangenheit war die Hölle und die Zukunft ist der Himmel. Dieses ist der Wendepunkt, wo ich nichts mehr tun kann und entweder abwarten muss (Glau- bensanspannung und das Warten wird zur grössten Tugend) oder jede Stunde sogar ein kleines Wunder geschehen kann und es sich alles nach und nach zum Besseren und Besten ordnet. Dieses wird oft nicht erkannt, weil jedem nach seinem lebendigen Glaubens-Selbst-Bewusstsein geschieht und jedes Gebet erhört wird. Immer unter der Voraussetzung das sein und nicht unser Wille geschehen soll,liegt das Ge- heimnis einer jeden Gebetserhörung.
9.) Fortsetzung: Durch den Glauben gestalte ich im aktiven Tun das Geglaubte mit und es ist die Kraft des Wahrmachens. Der Glaube ist der aktive Mit- vollzug, ja sogar die Mitgestal- tung durch den Glau- ben als objektive Tatsache. Er durch- dringt die Sprache,mein Denken, mein Lebensgrundgefühl durch Mark und Bein und trägt zur Synapsenbil- dung im Gehirn bei. Das Geglaubte wird transzendiert d.h., die Lösungs-Materieatome einer neuen Situation substanzieren sich, das gestaltlose Geglaubte nimmt sichtbare Gestalt an. Das Glaubens-Wirklichkeits-Bewusstsein schliesst die neue werdende Realität mit ein, welche die ganze unwissbare, ganzheitliche, undualistische Diesseits/Jenseits nicht-zeitliche Glaubens-Bannbreite abdeckte und alle Fragen beantwortet sind oder sich selber beantworten.Das Bibel- wort "Dir geschieht nach deinem Glauben" wird nicht nur der abwartende,ungeduldige im " Hier und Jetzt-Glaube" verstanden in Anlehnung an den Zeitbegriff der klassischen Physik als mathematische, absolute Uhr-Zeit, sondern der zeitlose,geduldsfreie Ewigkeitsglaube. Es ist das Zeitver- ständnis der Relativitätstheorie, wo Vergangenheit, Gegen- wart und Zukunft nur eine Illusion sind,weil in der nicht-
linearen Zeit diese zur gleichen Zeit existieren und die Spaltung des Diesseits-Jenseits-verständnis aufgehoben
ist.
"Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige" ( Albert Einstein).
Es gibt nur ein ewiges Jetzt, wo das Zeitgeistige zum zeit- losen lebensübersteigend transzendiert wird.Die Zeit ist als absolute Zeit in der Ewigkeit gebändigt als das Ende und die Erfüllung aller Zeit. In der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. Ewigkeit ist eine Zeit ausserhalb der Zeit.Die Zeit ist stillstehend. Deshalb entfällt auch jedes Zeit- gefühl. In der Ewigkeit sind eine Sekunde und zehntausend Jahre gleich wahr.Die Ewigkeit ist nicht zeitlos, vielmehr ist sie gleichzeitig zu allen Teilen der Zeit und umgreift alle Zeit. Die zeitlose Existenz ist jenseits aller Kausalität und jeglichen Werdens und Vergehens*.
* Wir leben zu keinem anderen Zeitpunkt als im zeitlosen "Jetzt" und die Zukunft ist auch nur ein ewiges "Jetzt" und beginnt in jedem Augenblick aufs neue.Es ist die zeitlose Gegenwart auf Dauer im Sinne der objektiven Zeitdauer, dem Wechsel und der Veränderung enthoben als zeitspannloser Zeitpunkt und als ein zeitloses Grund- lebensgefühl ohne ein Verhältnis zur messbaren (Uhr)zeit. Es ist der Platz in meinem Leben, den ich einnehmen muss als lebenslanges Lernen auf den Punkt gebracht.Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist".
9.)Fortsetzung:Es ist die Überzeugung des Glaubenshelden Martin Luthers, der den Glauben als ein "lebendig, wirken- des, tätiges, mächtiges Ding" nannte oder wie Meister Eckhart konstatierte "was zu Gott kommt, wird verwandelt". Es ist nicht mehr nur der Glaube an Gott alleine, sondern es ist ein Wissen um Gott als lebendige Gegenwartser- fahrung und Ergebnis eigenen Schauens, ein imaginäres, gefühltes, angstloses getragen-, beschützt- und geführt sein als objektive Lebens- realität als auch ein selbstverständ- liches Lebens-Friedens-Grund-Gefühl, dass der Glaube an Gott einen grossen Wert und höchster Adel darstellt, die Schwere der Lebensumstände und die Zeit- dauer nicht zu interessieren brauchen egal wie es momentan aussieht,weil alles durch den Glauben gesteuert und abgedeckt wird, dieses "stille (glückliche) Machtbewusstsein" nicht mit Gold aufzuwiegen ist und deshalb der Gottesglaube ein Geschenk ist. Es ist das Bibelwort; dem ruhigen Geist (Frieden) ist alles möglich. Deshalb wird auch die Zukunft des Christentums die Zukunft eines fortentwickelten Glaubens eines jeden Einzel- nen sein.
9.)Fortsetzung: Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan, weil sich alles von selbst (vom selbst) her ordnet. Hier trifft auch das Friedrich Schiller Zitat voll zu, dass "der Starke ist am mächtigsten allein" und es verstummt jede Wissenschaft, alles Gerede und selber machen wollen ist dagegen ein lärmendes, wirkungsloses "Nichts" und eine reine Zeit-und Geldverschwen- dung. Wer den Glauben höher hält als das Wissen, schleudert der verwurzelt Glaubende sein z.B. fünfzig Jahre langes erworbenes verstandesstol- zes Welt- und Wissenschaftswissen seiner Unbelehrbar- keitweg und tauscht es gegen den Glaubensfrieden ein, weil er weiss, wer glaubt ist nie allein. Weil er seinen inneren Frieden hat, stört ihn das alles nicht mehr, sonst wäre es ja wieder Unfrie- den. Er kann jetzt nur noch mit dem Kopf schüt- teln, wer nicht an Gott glaubt. Auf dieser "Glau- bensstufe neun" wurde auch der Glaube überwunden, weil der Mensch in dieser Entwicklungsprozessphase auch vom Glauben verlassen wurde, was der "Karfreitagstiefpunkt" darstellt. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen". Aber erst dann konnte Christus am Kreuz sterben, weil Gott (Frieden) nicht sterblich ist und über dem Glauben steht.Dieser Satz wird auch gedeutet, dass Christus nicht Gott war (was er auch nie gesagt hat),denn dieser kann sich nicht selbst verlassen. Was erst einmal als Niederlage aussah, wurde zum Sieg gekrönt.Trotz der Kreuzigung konnten sie ihn nicht töten.Und danach kommt Ostern, weil jeder seine Stunde hat. Es ist das Fest des (Glaubens)siegers*.
Erst durch viele existentielle Glaubenserfahrungsübungen kann jeder diesen Glaubensweg auch unterschreiben*.
*I.) Ob ich an Gott glaube, ist auch nicht eine Sache des Verstandes, der Vernunft oder irgend welcher Diskussionen, sondern der Lebens- krisen, Lebenserschütterungen und einer Individualisierungsreife. Nur durch jeden Lebensdruck und in jeder Lebensprüfung, wo ich zwischen Welt-und Lebensvertrauen entscheiden muss, lässt sich nur unerschütterliches Gottvertrauen entwickeln. Wenn der Glaube nicht mit Irrtümer, Verzweiflung und Opfer verbunden ist, wächst er nicht. Jeder Mensch ist in der Glaubens- und Vertrauensprozess-Unwissens- heits-und Machtlosigkeits-Anspannung einsam und alleine und dieses ist auch nicht erzählbar.
II.) "Vertraue Gott, mißtraue dir"*.
* Spruch der Freimaurer.
III.) Von die evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Maßstab ihres Glaubens, als "norma normans " zum Entwick- lungs-Lebens-Christentum, dem " allein durch den Glauben" nicht weit genug geht und "allein durch den (Gliederungspunkt) Frieden" erst der Glaube zur Wirkung kommt. Der Glaube ist noch mittelbar, willensgesteuert, Glaubensangstzweifeln, einer Verände- rung ausgesetzt und wendet sich an eine höhere Macht (Unfrieden), während der Friede unmittelbar, willenlos, unveränderbar, eins sein mit mit Glauben an "Jemanden" und nicht mehr Friedensangst- zweifeln ausgesetzt ist. Erst der Glaube und das Vertrauen auf Gott führt zum Frieden und sind im Frieden mitgesetzt. Deshalb steht der Frieden über dem Glauben, ist umfassen- der und mächtiger als der Glaube, den er mit einschliesst (Der Frieden und "Gott" sind hier das Gleiche und weil er unwandelbar ist, ist er auch der Halt der Dinge).
* Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Glauben und Ver- trauen in Christentum-frueher-und-heute
Maslowsche Bedürfnispyramide der
Bedürfnisebenen.
- Körperliche Grundbedürfnisse (Atmung, Nahrung, Schlaf, Bewegung, Wärme etc.).
- Sicherheits- und Gesundheitsbedürfnisse (festes Ein- kommen, Wohnung, Versicherungen, Gesetze, Ordnung, Gesundheit etc.).
- Soziale Lebensphase (Familie, Freunde, Partnerschaft, Kommunikation, Sozialisation etc.).
- Soziale Anerkennung (Status, Macht, Karriere, Siege, Rang etc.).
- Selbstverwirklichung (Individualität, Philosophie, Ethik, Kultur etc.).
- Transzendenz (Suche nach einem höheren Wesen, Glauben, Absolutes im Relativen, Religion etc.) *.
* Das Maslowsche System baut auf zwei Prinzipien auf. Das erste Prin-
zip ist das Defizitprinzip. Es besagt, dass Menschen unbefriedigende Bedürfnisse befriedigen möchten und anderseits gesättigte Bedürf- nisse keine Motivation mehr darstellen. Auf niedrigen Entwicklungs- stufen bestimmen die Bedürfnisse, Wünsche und Triebe den Men- schen und die ökonomische Entwicklung ist Voraussetzung für die nächst höhere Entwicklungsstufe. Es liegt in der Natur eines jeden Menschen erst die niedrigen Stufen zu befriedigen, bevor ein Reife-grad eintritt für eine qualitativ höhere Entwicklungsstufe. Ein- schränkend muss erwähnt werden, dass diese Entwicklungsstufen
in der industriellen- westlichen Welt kulturell bedingt, wo Individu- alismus, Konsum, Besitz und Statusdenken Werte darstellen und für die individuelle Entwick- lungsdefinition nicht verbindlich sind. Diese Bedürfnisebenen sind das Spiegelbild der Bewusstseinsebenen. Diese entwicklungslosen, physischen, körperlichen Grund-,Sicherheits-, Ge- sundheits- und Sozialbedürfnisse bilden die Grundlage und sind die Voraussetzung für die höheren, geistig-psychischen Entwicklungs- bedürfnisse.
Geschichtsphilosophische Geistesepochen
(Quelle: Oswalt Spengler)
Frühling
- Mächtige Schöpfung einer erwachenden Seele.
- Ausdruck eines Gottesgefühls - Thomas von Aquin, Meister Eckhart, Joachim Fiori, Bernhard von Clairvaux etc.
Sommer
- Reife Bewusstheit, früheste städtische bürgerliche und kritische Regungen.
- Reformation innerhalb der Religion (Augustinus von Hippo, Nikolaus von Kues, Martin Luther), Beginn einer rein philosophischen Fassung des Weltgefühls.
- Gegensatz idealistischer und realistischer Systeme (Galileo Galilei, Rene Descartes, Gottfried Wilhelm Leibnitz).
- Bildung einer neuen Mathematik, Konzeption der Zahl als Abbild und Inbegriff der Weltform (Zahl als Maß und Größe und Zahl als Funktion (Analysis).
- Puritanismus als rationalistische, mystische Verarmung.
- Naturüberwindung durch die Technik, physische Bedürfnisse durch die Ökonomie.
Herbst
- Großstädtische Intelligenz.
- Höhepunkt streng geistiger Gestaltungskraft Aufklärung.
- Glaube an die Allmacht des Verstandes, Kultus der Natur.
- Vernunftsreligion (Demokrit, Voltaire).
- Höhepunkt des mathematischen Denkens.
- Abklärung der Formenwelt der Zahlen (Euler).
- Die grossen abschließenden Systeme (Goethe, Kant, Hegel, Plato, der Idealismus, die Erkenntnistheorie, Aristoteles).
- Herrschaft über die Gesellschaft mit Hilfe von Sozial- techniken aufgrund anerkannter Gesetze über das soziale Leben des Menschen.
Winter
- Anbruch der weltstädtischen Zivilisation.
- Erlöschen der seelischen Gestaltungskraft.
- Ethisch, praktische Tendenzen eines irreligiösen Weltstädtetums.
- Materialistische, ökonomische Weltanschauung.
- Kultus der Wissenschaft des Nutzens und des Glücks (Karl Marx, Auguste Comte, Charles Darwin, David Hume).
- Ethische, gesellschaftliche Lebensideale, Philosophie ohne Mathematik, Skepsis, Nihilismus(Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Arthur Schopenhauer).
- Der Mensch ist Bürger zweier Welten (Natur- und Welt- notwendigkeit auf der einen und die Entwicklungs- und Freiheitsnotwendigkeit auf der anderen Seite) *.
* Spengler postuliert für jede große Kultur wie etwa die ägyptische,
die indische oder die chinesische einen stets gleichen morpholo- gischen Entwicklungsplan, welcher in Analogie zum biologischen Lebenszyklus eines Lebewesens zu verstehen sei. Dieser „Lebens- plan“, welcher Kulturen also genauso eigen sei wie biologische Entwicklungsstufen dem Leben eines Lebewesens, spule sich „schicksalshaft“ in jeder Kultur ab und führe dazu, dass ihr „Leben“ nach stets etwa 1000 Jahren zum Erliegen komme. Grob könnten die Stufen dieses Entwicklungszyklus mit den Begriffen Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Greisenalter umschrieben werden.
Weitere Vielzahl von Beispielen für die drei-,vier-
und Mehrstufen-Methode folgen
Quellenanhang Entwicklungsforschungsbeiträge.
Name Forscher Lebensspanne Lebensleistung
G.W.Friedrich Hegel 1770-1831 Dialektik des Bewusstseins
Henri Bergson 1770-1831 Intuition als unvermitteltes Wissen
James Mark Baldwin 1861-1934 Entwicklungspsychologie (Geneti-
sche Logik)
Alfred North Whitehead 1861-1947 Philosophie als Vermittler
zwischen Wissenschaft und Religion
Pierre Teilhard de Chardin
1881-1955 Entwicklungsschwellen: Physiosphäre,
Biosphäre, Noosphäre
Jean Piaget 1896-1980 Kognitive Entwicklung
Erik Erikson 1902-1994 Stufenmodell der psychosozialen
Entwicklung
Jean Gebser 1905-1973 Integrales Bewusstsein
Abraham Maslow 1908-1970 Maslowsche Bedürfnispyramide
Clare W.Graves 1914-1986 Entwicklung der menschlichen Werte
Jane Loevinger 1918-2008 Entwicklung des Selbstkonzepts
Lawrence Kohlberg 1927-1987 Moralische Entwicklung bei Männern
Don Beck Chris Cowan
1937-1986 Spiral Dynamics– Stufenmodell der menschl.Entwicklung
Jürgen Habermas * 1929 Integrale Philosophie
Caro Giligan * 1936 Moralische Entwicklung bei Frauen
James W.Fowler * 1940 Glaubens- und Moralentwicklung
Robert Kegan * 1946 Entwicklungsstufen des Selbst
Melvin E.Miller * 1946 Entwicklung der menschlichen
Weltanschauungen
Ken Wilber * 1949 Integrale Theorie (Weltphilosophie
des 3.Jtsds.) * "Big picture"
Susan Cook-Greuter * 1953 Theorie der Selbstentwicklung
Steve McIntosh * 1960 Kulturentwicklung Unterscheidung von '''Wissenschaft, Philosophie,
und Spitualität