70.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs- Auf den Entwicklungs-Kultur-Lernen-Spuren eines Johann Wolfgang Goethes. Es ist seinen Lebens-Individualisierungs-Weg durch die Johann Wolfgang Goethe-Dichter. * Am 28.August 1749, in Frankfurt am Main als Johann Wolfgang Goethe geboren und am 22.März 1832 in Weimar gestorben, gilt als dichterisches Genie und einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung. Inhaltsverzeichnis Goehtische Entwicklungsleitgedanken+Gedankensplitter. Charakterprolog des Dichter Johann Wolfgang Goethe und des Dichters Friedrich Hölderlin. Goehtische Entwicklungsleitgedanken von gestern und für heute. 1.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen strebt das menschliche Leben nach Lust, dem aus-und erleben und möglichst viel zu haben.Es ist die Tragödie des fleischgewordenen,friedlosen Menschen (Unfrieden-Goethes Faust Teil I). Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen strebt alles menschliche Leben letztlich nicht nach Lust und dem noch mehr von allem, sondern nach Erlösung durch Überwindung von den quälenden, unruhi- 2.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen fahre ich in die ehema- 3.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird das von den Deut- 4.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen fahre ich in die Kultur- 5.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen zogen sich die Bildungs-Klassiker Herder, Goethe, Schiller usw. von ihrem gefähr- lichen, verzehrenden Feuer des Sturm- und Drang zurück 6.) Seine Berufungsaufgabe zu finden gleich in welchem Beruf, ist nicht jedem gegeben und oft schier unmöglich. Es öffentlichte er so gut wie nichts.Diese praktische Zeit wird von den Goetheverehrern als eine nutzlose Zeit betrachtet, weil kaum Zeit blieb für Reime.In diesen vielen Jahren erblickte nicht ein "Zweizeiler" das Licht der Welt. 7.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es die Sichtweise des Altmeisters Johann Wolfgang Goethes, dass man nur sieht, was man weiss (Bildungs-Begriffs-Dualismus). Ich muss wissen, um glauben zu können " (Denkakt als Intellek- tualisierung des Glaubens). Beim Entwicklungs-Kultur-Ler- nen ist es die quantenphysikalische Sichtweise, dass ich schon weiss, was ich glaube zu sehen"(Entwicklungs-Begriffs- Universalismus) ich muss erst glauben (Vertrauen), um ver- 8.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen analysiert der Forscher nur die Gegebenheiten der Natur und beobachtet das Leben. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen war und hatte z.B. J.W. Goethe die Natur und rief sie ins Leben. 9.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird Goethes Roman " Die 10.) Johann Wolfgang Goethe nannte seine Straßburger Jahre (1770- 1771) sein bedeutendes Lebensereignis.Es ist die Entwicklungs(übergangseintritts)zeit gekommen die, wie damals Johann Wolfgang Goethe, im deutschen Lande, den Funken der " Gotikbessenheit" entzündete. Solange das Feuer der Begeisterung im dafür nicht erloschen ist werden immer neue (Lebens)kathedralen entstehen. Ich glaube, dass erst die zukünftigen Generationen der gotischen Kathedrale würdig " im Sinne einer Individualisierungs-Lebensweg-Reife sind " und die religiöse Symbolik der gotischen Bauformen individuell interpretieren können,aber gerade für die " Jugend " wurde die vom Feuer zerstörte Notre Dame im Jahre 2019 in Paris wieder aufgebaut*. * I.) Goethes Straßburger Zeit (April 1770 bis August 1771) war eine entscheidende Phase. Er kam als 21-jähriger Jurastudent in die Stadt und verließ sie als gereifter Dichter und Mitbegründer des Sturm und Drang. II.) Das Prinzip der Gotik ist der Aufbruchsgeist als das schöpferi- III.)Am Anfang eines jeden Entwicklungsweges steht die Gotik. Auf- bruch, himmelwärts und nach den Sternen greifen. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathe- drale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause ange- kommen und nicht mehr weiter suchen muss. Erst wenn ich das gotische Lernprinzip kenne, bin ich im Leben angekommen. Nur wer individuell wird, existiert wirklich. In jeder Möglichkeit ist der Mensch ein Einzelner. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangs- portale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungszukunft in der scheinbar unreligiösen, evolutionären, säkularen Nachfolge Christi zu gestalten*. IV.) " Eile herbei, dass du schauest sein treffliches Werk " schrieb Goethe in seinem Essay " von deutscher Baukunst ".Für ihn war das Gotische der Inbegriff des Freien, Charakteristischen und Authen- 11.) Ich bin z.B. von Beruf Bankkaufmann und bewerbe mich in den gängigen Jobportalen und habe die Qual der Wahl.Ich bin von der Berufung Johann Wolfgang Goethe und habe nur die Wahl der Qual,dass mich keiner haben will, mich keiner versteht und die Gefahr besteht,mittellos zu werden, weil ich keine Qualifikation vorweisen kann.Ich gehöre nur noch mir selbst. Je mehr ein Mensch seinen Entwicklungs-Individua- lisierungs-Weg seiner Berufung beschreitet,desto mehr gehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt dem Nullpunkt entgegen.Die Erscheinung des Menschen sagt aber mehr aus als sein Beruf. Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein.Er erkennt alle, ohne selbst erkannt zu werden*. * Der jugendliche Herzog Carl Augustvon Sachen-Weimar-Eisenach berief den 26-jährigen Goethe 1775 an seinen Hof in Weimar, wo er schließlich für den Rest seines Lebens blieb. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Weimarer Hoftheater. 12.) Bildungs-Kultur-Lernen ist quantitatives Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungswachstum (z.B. 200 000 Ärzte im Jahr* als mehr vom Gleichen auf dem Arbeitsmarkt . Entwicklungs-Kultur-Lernen ist qualitatives Entwicklungs- wachstum des Individualisierungsstrebens im Geiste Goethes (z.B. immer mehr Entwicklungseinzelne in der Gesellschaft und im Berufsleben*.
13.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gelte ich als klug, wenn ich über andere und über anderes Bescheid weiss. Es ist die gebildete Seite des Menschen, welches höchstes (gesell- 14.) Goethes Lebensformel bildet der Kreis. Geschlossene Linie, volle Rundung und Umfassung des Daseins, ewige Rückkehr in sich selbst, gleiche Distanz zum Unendlichen, zum unverrückbaren Zentrum als Lebensmitte, allseitiges Wachstum von innen her. Er ist das beste Beispiel dafür, wie er ungestört in den Tumulten der napoleonischen Kriege seine innerste Schanze verteidigt hat die er " Zitadelle " 15.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen haben die Traditionalis- 16.) Bildungs-Kultur-Lernen ist z.B. Verse vom Dichter Frie- drich Schiller oder Johann Wolfgang Goethe auswendig lernen (Rezitationslernen). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind nicht die Dichterverse, sondern die Lebensstationen für
17.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden "Grosse Persön- (Macht +Lebensleistung) und das Denkmal steht meistens an zentralen Punkten einer Stadt (Ganzheit)*.
18.) Mit dem Bildungs-Kultur-Lernen verbindet man die europäische Kulturstadt Weimar von 1999 (z.B.Schiller, Goethe, Herder,Wieland), aber was nur (alter) mittelbarer Geist des zweiten Ranges ist. Mit dem Entwicklungs-Kultur-Lernen verbindet man die Entwicklungs-Individualisierungs-Stadt Straßburg (z.B. Freigeister, Mystiker, Theologen, Humanisten), was (neuer) unmittelbarer Geist ersten Ranges ist. 19.) Bildungs-Kultur-Lernen ist die Zeit des Bildungs-Goethe und des Dichters Schillers, aber das einst von Goethe zu- sammengefasste ist geistig und zeitlich vorüber,weil alles dem ehernen Gesetz des Vergehens und Werdens unterliegt.
II.) Das Wort erreicht die tieferen Seelenschichten, nicht mehr,sagte ein Pfarrer,weil die Menschen durch die mantrahaften Predigerworte abgestumpft sind und bewegen niemanden mehr zur angemahnten Umkehr. Es ist die Erfahrung, dass die Selbstgewißheit des Denkens grosser Genies und der Propheten nicht ausreicht, um Seelen wach zu rütteln, eine Aufbruchstimmung auszulösen und den Geist wieder zu erwecken. Auch schon vor fast 300 Jahren erkannte der Komponist Sebastian Bach,dass die (indirekten) Worte der Theologen fruchtlos blieben und er z.B. das Weihnachtsoratorium erschuf, wo Gott darin wohnte, um durch die direkte Musik die Herzen der Menschen zu brechen. Die gleiche Frage stellt sich auch heute,wie kann ich die Herzen der Menschen erreichen ? Es sind erst die Leiden der persön- lichen Schicksalsschläge und Katastrophen in der Welt als der Lebenskrisenführungs druck, welchen den Menschen erst zuhör-, veränderungs- und anpassungsreifebereit werden lassen. * Von dem Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson als Wiederankunft gemeint sein,den besonders die Christen weltweit erwarten,der eine Zeitenwende als Vorbildreife- wirkkraft einleiten wird und damit das Predigen erhört wurde.
21.) Von den zwei Gesichtern Napoleons,der Konsul der dem Land Ordnung und Frieden wieder gab und der cäsarische, menschenverachtende Wahnwitzige, dem Kriegsführen zur Manie geworden ist, dem jedes Einzelleben gleichgültig und nur die "Grand Nation" und seine Kriegslust wichtig war (ca. 3 Millionen Tote und nichts ist geblieben) und sich höher schätzte als alle Könige, aber den Goethe so verehrte und ihn in Erfurt begegnete zum "Napoleon der Entwicklung", wo nur jedes Einzelleben wichtig und jeder ein Genie der Selbstevolution potentiell ist (welcher der Mensch heit fehlen würde)*. * Die historische Begegnung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Napoleon Bonaparte fand am 2. Oktober 1808 während des Erfurter Fürstenkongresses in der damaligen kurmainzischen Stadt- halterei (dem heutigen Erfurter Regierungsgebäude) statt.Während der etwa einstündigen Audienz würdigte der französische Kaiser den Dichterfürsten mit den unsterblichen Worten: "Vous êtes un homme!" (Sie sind ein Mann !). Napoleon, der ein großer Verehrer von Goethes Die Leiden des jungen Werthers war, diskutierte mit ihm über Literatur sowie Politik und zeichnete ihn später mit dem Kreuz der Ehrenlegion aus.Für Goethe, der Napoleon als eine faszinierende "Naturkraft" und Verkörperung des genialen Geistes bewunderte, blieb dieses Treffen ein unvergesslicher Höhepunkt seines Lebens. Ausführlich festgehalten wurde das Zusammentreffen unter anderem in Goethes eigenen Aufzeichnungen sowie im Essay des Historikers Gustav Seibt. 22.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind Dichterverse von Goethe geformte Wortreihen, welche meistens mit einem Reimwort enden in aller Munde (mittelbare Indirektheit) Entwicklungs-Kultur-Lernen führt zu einer Lebensverdich- tungsform und endet mit Entwicklungsprozesserfahrungen, welche von Mund zu Mund gehen (unmittelbare Direktheit). 23.) Bildungs-Kultur-Lernenende leben meisten in der Zukunft, im Morgen und hasten und jagen dem späteren Zeitpunkt entgegen z.B. in drei Stunden habe ich Feier- abend,in zwei Wochen gehe ich in Urlaub, in zwei Jahren gehe ich in Rente, das Geld reicht noch für fünf Monate. Entwicklungs-Kultur-Lernende leben nur im Lebensvertrauen im hier und jetzt und gewinnen ein anderes Verhältnis zur Zeit.Es ist die Verantwortung für den Augenblick und jeder Augenblick ist neu als Möglichkeit im positiven wie im ne- gativen Sinne.Es ist keine Uhrzeit und kein Datum mehr im Blickfeld haben als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Einen anderen Zeitpunkt wie das Jetzt als kleinste Zeiteinheit gibt es nicht. Das Jetzt ist vergleichbar mit einem impres- sionistischen Maler, der den Augenblick fühlt und ihn auf der Leinwand verewigt. Die Zukunft ist auch nur ein ewiges Jetzt,ein ewiges Heute und beginnt in jedem Augenblick aufs neue Das Jetzt ist das lebenslange Lernen auf den Punkt gebracht. Jeder Augenblick, der nicht bewusst gelebt wird,ist ein verlorener Augenblick.Das Jetzt ist die Zeit gebändigt in der Ewigkeit und die Verzeitlichung des Ewigen. Durch das Leben im zeitlosen "Jetzt " ist heute die Zukunft länger als die Vergangenheit.Für Johann Wolfgang Goethe war zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste*.
Es war einmal, es wird einmal sein entfällt.Es gibt nur ein ist als ein ewiges Jetzt.Die zeitlose Existenz ist jenseits aller Kausalität und jeglichen Werdens und Vergehens. 24.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Kunst um seiner selbst willen geliebt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird
25.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt; Der Wissenschaftler Isaac Newton untersuchte die Natur und stand dem Volke distanziert gegenüber. Wissenschaft ist immer Mathematik und diese löst keine Begeisterungsstürme und eine Auf- bruchsstimmung aus. (Für die Makrophysik ist nur die Aussenwelt (sinnliche Materie/Reproduzierte) wirklich). * Trivia: Spyridon Louis (griechisch Σπυρίδων Λούης, Rufname auch Spyros;) war ein griechischer Langstreckenläufer und der erste Sieger des eigens für die Olympischen Spiele 1896 in Athen kreierten Marathonlaufs.Er galt als Nationalheld, konnte nicht lesen und schreiben, aber im Herzen verkörperte er die Sehnsucht der Bevölkerung.Wenn er etwas sagte, "das klang fast wie Gotteswort". 26.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen befindet sich Goethe und Johann Peter Eckermann, enger Vertrauter Goethes im Gespräch: Professoren predigen immer über alte Lehren, obwohl diese längst durch neue Erkenntnisse widerlegt worden sind.Diese Leute geben den Irrtum weiter, weil sie diesem ihre Existenz verdanken. Sie müssten umlernen, aber das ist eine unangenehme Sache (und mit der Existenz ver- 27.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen schlinge ich Biografien über Genies z.B. Johann Wolfgang Goethe in mich hinein und bin davon gefesselt (Spiegelbild). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen beginne ich selbst ein Genie der Selbstevolution zu werden (Selbstbild).
29.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind es die technischen Innovationen,welche unsere Lebenswelt verändern.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind es nur potentiell die Goethes-Individualisierungs-Wahrheiten, welche den einzel- nen (bei Reife) Menschen verändern. 30.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen heisst es, dass man * Die Individualität wird in der Gesellschaft (noch) nicht gefordert und spielt noch überhaupt keine Rolle. Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " system- relevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort.Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklung smench 31.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist Goethes Faust als die Summe seines lebenslangen Denkens kaum noch Pflicht- lektüre und viele Schulen lassen Goethes "Faust" nicht mehr lesen."Ein jeder lernt nur, was er lernen kann", heißt es im "Faust" selbst (Welt-Literatur). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gehörte z.B. Karl May in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu den meist gelesenen Schriftstellern der Welt (und ist heute nicht mehr dem Zeitgeist gerecht). Seine Reiseerzählungen weckten Kinderträume, entfachten Jugendideale,waren Kopfkissenbücher und wurden von den jugendlichen Lesern verschlungen (Trivial-Literatur).
terpretiert werden muss.Der revolutionäre Freiheitsbegriff Schillers und Beethovens z.B.als äusserer Befreiungsdrang und idealistisches Postulat von Unterdrückern und Besatz- ern kann in der individualgeschichtlichen Fortsetzungs-Sinn- line als evolutionäre, innere Selbstbefreiung durch die Dema- terialisierung neu gedeutet werden. Es ist sich freimachen von selbst geschaffenen Überabhängigkeiten, Bequemungen, Anpassungen, Konsumgewöhnungen, Rückzahlungen, gesell- schaftlichen überkommenen Werten etc., was als notwen- dige Voraussetzung für die Individualisierungsentwicklung gilt und nur gegen vorherrschenden Normen zu haben ist.
33.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird gerne der Altmeister Johann Wolfgang Goethe zitiert, "das seine Sachen nie populär werden.Sie sind nicht für die Masse geschrieben, sondern nur für einzelne Menschen, die ähnliches wollen und suchen und in ähnlicher Richtung begriffen sind".Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen heisst es,was zu Goethes Zeiten nur für Einzelne galt, gilt heute für eine grössere Anzahl von Menschen und bald für die breite Masse, weil wir heute in einer Entwicklungszeit leben und die Zeitreife dafür gege- ben ist.Keine Zeit war besser und entwicklungsherrlicher zu leben als diese. Noch nie waren die Umstände so günstig und es gab noch nie so viele Möglichkeiten.Erst die heutigen, sozialökonomischen Verhältnisse,eine lange Friedenszeit viele Freiheiten in allen Lebensbereichen und die Leerheit der Kulturangebote und Techniken ermöglichen erst das, wovon Goethe nur träumte und jeder überspitzt gesagt, potentiell zu einem "eigenen Balkongott" als Metapher für die Einzigartigkeit, Größe und sonst zu nichts nutze bei Entwicklungsreife werden kann,auch wenn es zur Zeit visionär erscheint ein unersetzlich Einzelner zu werden, was das Lebensgesetz ist. Jede Zeit hat auf dem geistigen Gebiet seinen heimlichen Kaiser und die Geschichte bestätigt, dass die grössten geistigen Kräfte zu ihren Lebzeiten meistens unerkannt bleiben. Man sieht die Sonne nicht, weil sie scheint. Siehe auch Heute ist die beste aller Entwicklungs- zeiten*. *I.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens,die Unter- scheidung vom Anderen und der Einzelne ist nur wahr, wenn er in dividuiert d.h. Dinge lebt und Dinge tut, was keiner so tun kann (nur ich kann es) und es das Einzige ist,wo er zunutze ist und deshalb nur gross ist und dort seinen Platz hat, wo er hingehört. Individuali- sierung bedeutet einer grossen Idee nach kommen, für die man sein ganzes Leben bereit ist zu zu leben und zu sterben. Individualität haben heisst Seele haben..Erst durch die Entwicklung begründet und definiert sich jedes Individuum. Der Mensch, der nicht individuell auf seinem Entwicklungsweg individuell wird, existiert als Einzelner nicht und hat seine persönliche Freiheit aufgegeben. Deshalb gilt, wenn das Leben aber nicht individuell gelingt und damit seinen Sinn be- II.) Erst die heutigen politischen, technischen und sozialökonomi- schen Verhältnisse (Freiheit, Wohlstand, Möglichkeitsvielfalt, Kom- munika-tionszeitalter, Wertwenden, Freizeit, Prosperität, Sättigungs- grad, Kulturlosigkeit, wankende Sicherheiten, Religionsferne, Sicher- heitsängste, Lebenssinnleere, Lebenskrisen, Überfluss, Generatio- nenwechsel, Wertewandel des Materialismus etc.) haben die Ent- wicklungsvoraussetzungen für Genie(individualisierung) geschaffen. Aber auch erst in Krisen weiss der Mensch, wer er wirklich ist. Ein hoher Lebensstandard, Eigentum als auch die demokra- tischen Grundwerte bilden erst die Grundlage jeglicher sozia- len Ordnung und sind das Sprungbrett für das " Entwick- lungswohlergehen" und ermöglichen erst das, wovon Goethe nur träumte und jeder überspitzt gesagt, zu einem " eigenen Goethe " als Metapher für die Individualisierungs-Einzigartigkeit und zu einem (Genie)Unikat werden kann. Es wird hier kein neuer Geniekult auf den Thron gehoben, aber jeder ist im Grundsatz ein potentielles Genie der Selbstevolution. Es fällt schwer sich vorzustellen, mit den Grossen und Berühmten in einem Atemzug später genannt zu werden. 34.) Die Weimarer Klassiker z.B. einseitig vermittelt. Einer- seits sind die Bildungsinhalte sind noch das bürgerliche Kulturideal vom allseitigen befreiten Menschen im 18.und zu Beginn des 19.Jahrhunderts und bspw. im goethischen Den- ken kann die individuelle Erfahrung nicht erschlossen werden. Zu einer gesunden Persönlichkeit gehört aber nicht nur die geistige, helle, sondern auch die sinnliche, dunkle Lebensfreude, die Versöhnung von Geist und Sinnlichkeit. Johann Wolfgang Goethe war ein sinnlicher Lebe-Genuss-Mensch, aber in seiner idealistischen Dichtung fehlt die sinnliche Seite und damit ist sie weil nur abstrakt das halbe Leben.Deshalb ist unter Umständen in einer Biografie eine grössere Lese- und Lernidentifikation und mehr Philosophie gegeben als in einem geistigen Werk, weil dort auch die polare, notwendige, dunkle Lebensseite mitgegeben ist. Die Autoren, die über Goethe schreiben und die Lehrer, die darüber unter- richten, sollten auch wie Goethe leben mit Ausnahme der Biografen. Bei den Bildungsklassikern wird nur bezwungener, etablierter, aufgeklärter, denkender Bildungs- Schöngeist vermittelt, aber der Mensch besteht nicht nur aus Geist, sondern auch aus Trieben, Gier, Leiden- schaften, Ängsten,Interessen,Krankheiten,seinem Besitz, Abhängigkeit-und Verantwortlichkeiten als Lebenswider- spruchsgeist. 35.) Bildungs-Kultur-Lernen ist an einer Kulturreise auf Goethes Spuren " teilnehmen. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist seinen eigenen Entwicklungs-Individuationsweg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi der völlig unreli- giös aussieht gehen und auf diesem seine Vorbildspuren hinterlassen*. * I.) So wir wir sind, ist die Welt. Jeder Mensch ist sein eigenes Univer- voller als alles Geld der Welt. Wenn einer den Weg gegangen ist, hat er ihn frei gemacht für andere ist dass das wissenschaftliche Spiegelbild der Relati- vitätstheorie von Albert Einstein. Es wurde (Entwicklungs)- raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansionsmagie gibt jedem die Chance, in den (Vor- bild)kraftraum einzutreten wenn diese auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet, diese transzendierende Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzunehmen. Der Raum ist nicht be- grenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Es ist we- niger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie eines Kulturlernens,wo ich meiner Lebenswelt in der Auseinander- setzung gegenübertreten und Kultur schaffe. II.) Alleine durch seine Existenz wird er zum Vorwurf und zur perma- nenten Forderung nachzuahmen und ihm nachzufolgen.Wer sein eigenes Leben erkannt hat, hat es für alle erkannt. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben. Nur dieses ist der archimedische Punkt und prima causa (Heils-,Entwicklungs-,Nachfolge-und Lebens- wert), auf den es ankommt. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird und nicht der Tropfen zum Meer wird. Der kleinste aller Samen kann den grössten Baum hervorbringen und ein einzig erwachter Mensch kann eine neue Menschheit entstehen lassen. Es ist die Bewahrheitung, dass "die Stillen im Lande" die lautesten Gedanken haben. Das ewige Wort wird nur in der Stille laut. 36) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird Johann Wolfgang Goethes Meinung zitiert; "Nur wenn man eine Million 37.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Werke von grossen Dichter z.B.Goethes Faust und Denker gelesen,Musik von grossen Komponisten gehört oder Werke von Künstlern in Museen bewundert, weil diese Kulturphase als abgeschlos- sen gilt.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt eine Kultur nicht abgeschlossen, welche ein höheres, nicht-sinnliches Ziel mit einer unheimlichen, lebendigen Wirksamkeit in sich trägt, was über den Menschen hinausweist und er fähig sein kann, wenn er sich entwickelt. Nur soweit uns etwas noch aus einem Werk anspricht, ist es für mich lebendig und es wird damit die Vergangenheit aufgehoben. Solange es mich le- bendig anspricht wird es kulturell und nur darauf kommt es an. 38.) Bis zur Epoche der Aufklärung war das Genie nichts, was 39.) Johann Wolfgang Goethe war ein sinnlicher Lebemensch und hat salopp gesagt "nichts anbrennen lassen" und "jede Frau war für ihn eine Sünde wert".Er hatte fünf Kinder, wo nur der älteste Sohn das Säuglingsalter überlebt hat. Ihm werden weitere 12 prägende Liebschaften nach gesagt, die vielen flüchtigen Abenteuer und platonische Romanzen nicht eingerechnet. Aber "In einem Goethe-Zweizeiler ist trotzdem mehr ewige Substanz enthalten als bei allen Liebesaben- teuern eines Casanovas". Warum? Wenn das Sexverlangen durch die Kanäle der Denkkultur gelernt wird, kommen grosse Werke zustande. Jetzt heisst es, was der Selbsterhaltung, der Fortpflanzung als Schaffung neuen Lebens und der Aus-und Erlebenslust diente und Leben hervorbringt, dient jetzt der Fort- und Höherentwicklung einer Schaffens- und Selbstverwirk- lichungslust als Umgeburt und die Fruchtbarkeit bringt geistiges Leben hervor, weil in der Sexualität eine Kraft steckt, welche über den Menschen hinausführt. Der Ge- schlechtstrieb wird unwichtig, die Lebensschöpfung wird wichtig. Das Leben pflanzt sich auf höherer Entwicklungs- stufe fort, weil die Triebkraft in den Dienst der Aufgabe gestellt wird. Wo Leidenschaft ist, da ist Grösse und diese wird erst durch Sublimierung gross. Die Libidio (Lust) wen- det sich zu einem Objekt als neues Ziel zu, wo sie ihre Gefühlsspannung übertragen kann im Dienste der Offenheit als Tor zu einem höheren Bewusstsein. Die Liebe war und ist der Humus für jeden Dichter und sonstigen Schaffenden.Die Leidenschaft der Liebesnacht wird zur Brautnacht einer neuen Dichtung und anstatt im Bett zu verglimmen wird die Sexualität nicht ausgelebt, sondern schöpferisch produktiv und transzendiert,weil man nur einen Gedanken im Kopf haben kann.Die geistigen Geschöpfe müssen wie die leib- eigenen Kinder aus der Leidenschaft heraus gezeugt werden."Die Bücher, die er seine Kinder nannte" ist ein bekanntes Schriftstellerzitat. In Goethes Faust zweiter Teil heisst es: "Das ewig Weibliche zieht uns hinan"; es ist das ewig Weibliche als Schöpferkraft, was uns weiter bringt*. * " Das Weib ist mein Hauptwerk, Gustav Klimt " *.
40.)Beim Johann Wolfgang Goethe besitzt der gesellschaft- liche angepasste Alltagsmensch die Lebensauffassung eines ruhigen, sicheren persönlichen, glücklichen, lebensleichten, rhythmischen griechischen Geistes.Die Lebensauffassung eines Entwicklungs- Individualisierungs-Menschen ist einem unruhigen, unsicheren, leidenden, lebensschweren, über- persönlichen, unrhythmischen gotischen Geist geprägt. 41.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden die absoluten Lebenswahrheiten eines Faust von Johann Wolfgang Goethe gelernt und zitiert. Faust gilt als eines der bedeutendsten und meist zitierten Werke der deutschsprachigen Literatur (Wahrheit an sich). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gelten nur Wahrheiten,welche zu entwickeln gilt.Entwicklungs- wahrheiten sind selbtserzieherische Wahrheiten.Die Wahr- heit enthält nur soviel Wahrheit, wie sie Entwicklungs-Individualisierungs-Wahrheit enthält und das Leben enthält nur soviel Wahrheit, wie es Entwicklung enthält. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Diese Wahrheit erweist sich nicht als wahr, weil sie sich durchsetzt, sondern sie setzt sich durch, weil sie wahr ist und beweist sich selbst.Was nützen die absoluten Wahrheiten,wenn sie unerreichbar hoch am Himmel leuchten (Wahrheit für mich)*. * I.) Die 1808 veröffentlichte Tragödie greift die Geschichte des histori- schen Doktor Faustus auf und wird in Faust II zu einer Menschheits- parabel ausgeweitet. II.) Wozu ist ein Mensch auf Erden ? Es ist die Verpflichtung die indivi- 42.)Siehe den Gliederungspunkt Wissenschaftsgrenzen der Makro-und Mikrophysik und der Technik.Ich ehre die Mathe- matik sagte Goethe als die erhabenste und nützliche Wissen- schaft, solange man sie da anwendet, wo sie hingehört. Aber ich kann nicht loben, wo sie Anwendung findet, die gar nicht in ihrem Bereich liegt und wo die edle Wissenschaft zugleich als Unsinn erscheint. Noch schärfer urteilt der Philosoph Schopenhauer, dass die niedrigste aller Geistestätigkeiten die Arithmetische sei und dieses wird dadurch belegt, dass diese die Einzige ist, welche durch eine Maschine ausgeführt werden kann. 43.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Alkohol als schäd- lich, lebensverkürzend verteufelt und selbst kleinste Mengen erhöhen das Risiko für Krebserkrankungen und Leberschä- den erheblich,was nicht in Frage gestellt wird.Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen beflügelt Wein die Phantasie. Es werden Schriftsteller,Dichter und Musiker zitiert,welche erst nach einigen Gläsern Wein zu ihren schöpferischen Schaffens-Höchstleistungen fähig waren und den Wein als Lebens- elexier brauchten, um produktiv zu sein.(Das verzehrende Feuer des Sturm und Drang wird als "Jugendrausch als Trunkenheit ohne Wein" interpretiert)." Im Wein liegt eben die Wahrheit". Wein lässt, insofern mäßig getrunken, Dinge klarer sehen und über die wahren Dinge besser schreiben, erzählen und reimen. Goethe trank am Tag zwei bis drei Flaschen Wein (der Volumenalkoholgehalt lag damals bei 8-10 % gegenüber 12-15 % heute)und wer diese Menge täglich trinkt gilt heute als Alkoholabhängiger. Er wirkte aber auf seine Umgebung nie betrunken, bestenfalls nur heiter, hat bis zum Lebensende keine kognitiven Schwächen gezeigt und auch sein hoher Weinkonsum hat nicht im Alkoholdelirium geendet*. *I.) Goethe ist im Weinland aufgewachsen und groß geworden. Der Wein als Familienerbe. Der Großvater väterlicherseits, Friedrich Georg Göthe, der Gasthalter und Weinhändler war, hatte einige große Weinfässer hinter lassen, die im Keller des Hauses am Großen Hirsch- graben gelagert wurden. Der Wein war allgegenwärtig. Außerdem besaß die Familie Goethe einen Weingarten vor den Toren der Stadt. Schon sehr früh lernt Johann Wolfgang alle Schritte des Weinbaus kennen und auch die Weinherstellung*. *Trivia:Der Autor dieser Webpräsenz kommt von der Mosel und hatte auch scherzhaft gesagt "den Rebensaft schon in der Mutter- milch". Deshalb kann er diesen Goetheaspekt nachvollziehen, auch wenn er als Kind nicht wie Goethe schon Wein getrunken hat,was damals für Kinder normal und fast schon gesünder war, als das verun-reinigte Frankfurter Brunnenwasser.
II.) Goehte hatte in Weimar einen großen Weinkeller und gab gut 20 Prozent seines Einkommens für Wein aus.Der Weimarer Geheimrat bestellte zwischen 1826 und 1830 beim Eisenacher Weinhändler Kraeger gut 1.000 Liter Wein, davon im Fass: Assmannshäuser (Rot- wein aus Spätburgundertrauben), Würzburger und Eschendorfer (fränkischer Weißwein) sowie Moselwein. In Form von Flaschen wurde Champagner, Burgunder und noch mehr Assmannshäuser Höllenberg geliefert.Gleichzeitig orderte Goethe bei Thaler und Döring in Dettel- bach (Unterfranken) Jahr für Jahr Weine ebenfalls mit einem Gesamt- volumen von 1.000 Litern, darunter der Würzburger Stein, ein Silva- ner. III ) Wie keine andere Pflanze rankt die (Wein)rebe in Rich- tung Licht und dass die Rebe dabei nicht nur das physische, sondern auch das geistige Licht assimiliert. Dabei geht es weniger um die Weinlage, sondern um den Lichtgehalt des Weines. Die Qualität des Weines ist auch die geistige (Licht)- qualität. Der objektive Wert des Gegenstandes wird durch den Anteil von Licht (Geistanteil) bestimmt, der ihm inne- wohnt und der hohe Preis eines Spitzenweines u.a. damit begründet wird. Es ist der metaphysische Lichtsinn der Gotik "Gott ist Licht", dessen Lichteigenschaften sich im Wein wiederfinden*. *Licht ist die Erscheinung Gottes", welches die Energie der Schöpfung und allen Lebens ist und den Dingen ihre Schönheit verleiht. Gott denkt in ausgewogenen Lichtwellen und sein universaler Körper ist vollkommen im Gleichgewicht. Bewusstsein war das Licht, welches sich als biologisches Leben weiter entwickelte, als es sich materiali- sierte. In der Lichtmetaphysik ist das Urlicht Gott selbst und alle Dinge dieser Welt sind umso wesenhafter,je mehr sie an diesem Urlicht teilhaben d.h., transzendiert worden sind, was auch das Gottentwicklungsverständnis eines Meister Eckhart ist. Deshalb auch seine Gotterkenntnis, dass ein Stück Entwicklung mehr wert ist als die ganze Welt. Die Welt vergeht aber die zeitlose Entwicklung bleibt ewig. Gott ist Licht. Das ist auch eine grundlegende Erkenntnis der modernen Quantenphysik 1-3.In der menschlichen Ernährung bspw. gelten die Lebensmittel umso höherwertiger, je höher der Lichtgrad der Nah- rung ist. Dieser ist bei Natursäften z.B. grösser als bei Schweinefleisch und Naturhonig ist qualitativ besser als Zucker-Raffinade. Trivia: Die Frage, ob prestigeträchtige, teuerste Weine den Preis von 44.) Johann Wolfgang Goethe war ein überzeugter Anhänger der Reininkarnation und der Seelenwanderung. Er lehnte zwar kirchliche Dogmen ab, glaubte aber fest daran, dass die Seele unsterblich ist und nach dem Tod in immer neue For- men wiederkehrt, um sich stetig zu vervollkommnen. Goethes Unsterblichkeitsglaube basierte jedoch nicht auf religiösen, sondern philosophischen Prämissen, etwa auf der Leibnizschen Konzeption der unzerstörbaren Monade oder der Aristotelischen Entelechie. Es gibt nicht wenige, welche an diese Reinkarnations-Speku- lationsthese Goethes glauben und es wird 1949 als das neue Reininkarnations-Geburtsjahr als "Heiliges Jahr" angeben, also 200 Jahre nach seinem Geburtsjahr, welches eine "neue Goethezeit" einleitet und die Goethetradition des Beharren- den beerdigt (z.B. das heutige Entwicklungs-Veränderungs-Kultur-Lernen als Neues Lernen wird von Goethekennern als eine "potentielle neue Goetheschöpfung" betrachtet,wo sich die Dichtung zur Lebensverdichtung weiter entwickelt hat). Wir leben in einer Achsenzeit und der Morgenröte eines Goethe-Paradigmenwechsels.Weil die alte Goethezeit nach dem ehernen Gesetz des Vergehens und Werdens zeitlich und geistig (ausser dem Kulturtourismus) vorbei ist.Ihre dichterische Wertesignatur ist nicht mehr imstande, lebensnah das zu sagen, was gesagt werden muss und diese Dichtungswelt hat auch keinen lebenspraktischen Interes- sensbezug zum Berufs-, Lebens-und Schulalltag des Einzelnen und ist deshalb als Vorbild und Lehrstoff wenig geeignet. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird zeigt sich die wahre Vorbildmagie und nicht der Tropfen zum Meer wird. Salopp gesagt wirkt der wertkonservative "Goethebieder- meiergeist" heute verstaubt, muffig, unsexy und reisst auf gut deutsch gesagt "niemanden mehr vom Stuhl". Weimar steht zwar für Tradition und für das Alte-, Bewahrens- und Verwaltens- werte, aber dieses ist nur noch eine "unter- gehende Sonne im Sumpf". Es sind zwar lange noch nicht alle Unterlagen des Altmeisters ausgewertet,aber auch neue Erkenntnisse der Goetheforschung sind dieser abgelaufenen Tradition verhaftet. Jede Zeit bringt aber "einen neuen Goethe" hervor und eine Reminizenzwiederholung der alten Goethezeit" wäre nur Entwicklung zur "Ruine" zurück, auch wenn diese These bei Goetheverehrern Kulturerb-Entset- zung hervorruft*. *I.) Jedes Bildungs-Kultur-Lernen tritt nach anfänglichem Überschwang unvermeidlich in das duldsame Stadium, wo das Engagement dafür nicht mehr da ist, die Bildungs- II.) Nichts ist befestigt und absolut, ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Weil das Leben im Fluss ist,bedeutet stehen bleiben automatisch, dass das Leben an einem vorbei fliesst und ich mich im Rückstand befinde. Damit ist der Entwicklungspro- zess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück und wäre genauso absurd, einen ICE-Hochgeschwindigkeitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration wäre nur ein instabiler Entwicklungsstillstand.
Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkus- pferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.
45.) Johann Wolfgang Goethe fand Erleuchtung (Erkenntnis) in jedem Gegenstand, in jedem Augenblick,in jeder Ge- sprächsbegegnung,in jedem Geschehen, in jedem Irrtum und in jedem Tun,was heute Entwicklungs-Kultur-Lernen heisst. " Jedes Bonmot was ich sage kostet eine Börse voll Gold.Eine halbe Million meines Privatvermögens ist durch meine Hände gegangen um zu lernen, was sich jetzt weiss".Es ist einerseits das evolutionäre Allzeit-Jetzt-Nutzungs-Lernen und andererseits das Dematerialisierungs-Kultur-Lernen als Wegweiser, Hilfe, Probierstein und Mittler für den Weg nach oben, was den Menschen übersteigt, welches nicht an die Seele heranreicht, um die Sehnsucht nach oben wach zurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist und in der Individualisierungsentwicklung verwirklicht werden soll.Das bedeutet, alles was einem begegnet und insbesondere jeder Lebensirrtum-Nr.240-243 wird als Entwicklungs-Individualisierungszweck betrachtet und der Primitiv-und Geldmaterialismus des Alltages wird zum Geistmaterialismus als neuer Kulturbegriff geadelt*. * Entwicklungswahrheiten sind Irrtumswahrheiten. Der Weg des Irr- 46.) Alleine die Ermahnung, das keine Aufgabe auf der Erde wichtiger ist als die Selbsterziehung eines jeden Menschen zu höherer Entwicklung,was als Unsterblichkeitlernen auch bezeichnet wird, bleibt erst einmal frommes Wunsch- denken. "Sterben lernen" ist begrifflich negativ belegt und erst einmal eine aussagelose Leerformel und aktuell generell bedeutungslos. Wer lernt schon gerne zu sterben und noch freiwillig dazu ? Das Erwachsen und älter werden wird auch mit Recht als lebenslanger Trauerprozess beschrieben. Denn immer wieder gilt es, sich von etwas zu lösen und freier zu werden. Was ich nicht brauche als Frieden und Freiheit ist besser, als wenn ich es mir für viel Geld kaufen kann, was wieder Unfrieden und Unfreiheit ist.Auch Johann Wolfgang Goethe bemerkte dazu, dass das Unsterblichkeitslernen nicht jedermann Sache ist aber betonte, "so lange du das nicht hast dieses "stirb und werde", bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde"und dass das Lebens unsterblich und nicht tot zu kriegen ist, war für ihn sicheres Wissen. 46.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gibt es heute wegen der Wissensfülle, Wissensdifferenzierung und den vielen Forschungsdisziplinen keine Universalgelehrte mehr Universalgelehrte wie z.B.Leonardo da Vinci, Walter Russel, J.Wolfgang Goethe oder Gottfried Wilhelm Leibnitz. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen werden Fach-und Universal- gelehrte immer mehr zu Ganzheits-und Einheitsgelehrten. Weil sich in der Einheit alles Universelle aber wieder findet, wird es mehr "Einheitsgelehrte" geben mit dem Lehrauftrag "Ruhe (als Einheit) ist aller Entwicklungsbewegung Ziel".Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Uni- versum (lat. universus „gesamt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches grosses Ganzes unwiderruflich bewiesen.Der Universalgelehrte war zu Beginn ein glaubender Mystiker, dann erkennender Wis- sender und nun ist er ein lebensentwicklungskonformer Ganzheitsbetrachter im Bewusstseinskonditionierungsakt. 47.) Johann Wolfgang Goethe gilt als einer der bedeutends- ten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung und diesen kennt jeder in der Welt und Scharen von Kulturtouristen pilgern nach Weimar,wo er fast 60 Jahre lebte und wirkte. Aber seine Mutter Catharina Elisabeth Goethe bekannt unter ihrem Spitznamen Frau Aja sowie als Frau Rat unter dem Titel ihres Ehemanns kennen nur wenige, ist fast vergessen, welche ihren "Hätschelhans"innigst liebte. Die Kindheit ist aber le- bensprägend, lebenstragend, lebensentscheidend und gibt dem Leben erst Bedeutung, Sinn und Wert als der Urgrund von Allem. Die Kindheitserlebnisse und Empfindungen der ersten 3 - 5 Lebensjahre sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung. Wir stehen immer " im Banne der Kindheit " und vom Grundlebensgefühl bin ich und bleibe mein eigenes Kind und komme nicht aus meiner Kindheit heraus. Im Hause hat es begonnen, was heute im Vaterland leuchtet und er hatte fast alles seiner Mutter zu verdanken. Ohne diese wäre er zu einem heutigen, vergessenen "No Name" geworden und sein Grabstein (Gruft) würde nur von den darüber laufenden Ameisen besucht werden. Es wäre sinn- voller die Biografie der Mutter von Goethe"zu kennen als Goethes Bildungs-und Werdegang. Dieser war nur äusserlich, aber jene bestimmte ihn innerlich. Deshalb sollte seiner Mutter heute neben dem Denkmal für Catharina Elisabeth Goethe im Frankfurter Palmengarten auch einen besonderen Ehrenplatz eingeräumt werden. 48.) Wie Goethe ein Leben lang an seiner Faust-Tragödie gearbeitet und diesen verfeinert hat soll jeder einzelne Mensch ein Leben lang durch das Neue Lernen an seiner Vervollkommnungsentwicklung arbeiten in metaphorischer Anlehnung an die Freimaurer als legitime Nachfolger der gotischen Kathedralenbaumeister, welche den Stein mit dem Leben gleich setzten, welcher ein Leben lang bearbeitet werden muss. 49.) Teil I.) Was ist der Kulturunterschied zwischen Johann Wolfgang Goethe und Meister Eckhart ? Es ist der kulturelle Fortschritt vom vergangenen, unsinnlichen, konservativen, idealistischen Bildungs-(Werther)Vorbild Johann Wolfgang Goethe in Frankfurt und Weimar (Goethe hasste die Revolu- tion) zum zukünftigen, sinnlichen, evolutiven und epigene- tischen wirklichkeitsidealistischen Entwicklungsvorbild Meister Eckhart in Erfurt und Straßburg. Weimar steht für das Alte-, Bewahrens- und Verwaltenswerte, während Straß- burg für das ewig junge, Aufbruchs- und Erneuerungswerte eines Sturm und Drang steht.Es ist die Weiterentwicklung der Bildung mit seinen statischen, entwicklungslosen Bildungs(lern)begriffen, welche von den geistigen Wurzeln romanisch und griechisch sind und als Ausdruck der erstarr- ten Bildungsklassik gelten zur Entwicklungs-Individualisie- rungs-Selbstbildung als dynamischer Entwicklungs(prozess- lern)begriff, welcher seinem Wesen nach dem, gotischen Lernprinzip angelegt ist.Deshalb hat sich das Vorreifeprivileg in Weimar zu wohnen sich zum Reifeprivileg in Straßburg zu wohnen gewandelt. 49.)Teil II.) Meister Eckhart ist eine Schlüsselgestalt der (Individual)geschichte. Mit ihm oder gegen ihn werden Entscheidungen getroffen, machen den Sinn und Wert oder Unsinn und Unwert unserer Lebensexistenz aus und er lebt in der Urkraft seines hinterlassenen, monumentalen Werkes, ein ständiges ineinander von Lehre und Leben als theolo- gische Lebensgrundwahrheit und Ungebundenheit aller Religion weiter. Der Autor dieser Webpräsenz stellt die These auf, Meister Eckhart ", eine Volksnatur, "der Mund" und das eingeborene Wesen des deutschen Volkes" in reli- giösen Dingen nicht zu kennen und sich mit seinen deut- schen Predigten, Traktaten und Aphorismen > 250 ausein-anderzusetzen, wo die deutsche Sprache zur individuellen, religiösen Wirkungs-Wirklichkeits-Mächtigkeit wird (Seins- modus), einer Lebensminderung gleich kommt. Das bis- herige Leben war dann nur ein grosser Lebensirrtum ohne tieferen Lebenssinn, obwohl derzeit nur eine homöopa- tische Anzahl von Menschen sich mit seinem Gedankengut auseinandergesetzt hat, aber auch eine not wendige Entwicklungsreife vorausgesetzt und gehört für die Men- schen, die das Gute und Wahre zu sichten wissen. Sein Denken ist champnerisierende Denkfreude, welche durch sich selbst Geist, Wahrheit,Licht und Leben verbreitet. Deshalb wird Meister Eckhart nur aus der theologischen Sichtweise interpretiert nie volkstümlich werden, weil zu hoch absolut gedacht, für das säkulare sinnliche Erkenntnis- bewusstsein nicht nachvollziehbar und nur für wenige Auserwählte, aber durch die entmystifizierte, praktische Lebensanwendung in der " (Individualisierungs)entwicklung " hat er das Potenzial zu einer Massenbewegung als die Zukunft einer Christusreligion schlecht hin zu werden,wo jedes unverbildete religiöse Gemüt zustimmen kann.
49-Teil IV.) Wissenschaften einschliesslich der Schul- theologie sind dagegen ein Nichts und z.B .Martin Luther, Immanuel Kant oder Johann Wolfgang Goethe wirken im Geistesvergleich dagegen "wie ein Spielen im Sande".Es ist das religiöse Bewusstsein als gemeinsamer, menschlicher Besitz. Deshalb ist er eine ökomenische über alle Konfessi- onen und Religionen hinweg gerne zitierte Autorität und deshalb hat das Christentum eine lebendige Zukunft vor sich und mit ihm das Entwicklungspotential zu einer Mensch- heits-und Universalreligion zu werden.Dieses darf als das Grundwesen des Christentums verstanden werden.
52.) Eine Individualisierungsentwicklung ist in der Gesell- schaft nicht vorgesehen und ein Einzelner ist in der Gesell- schaft nicht gewünscht. Die Normen und Werte, die auf Systemerhaltung und Entfaltung ausgerichtet sind, sind geschützt, während dagegen Normen, die aus persönlichen Entwicklungsüberzeugungen und einer Entwicklungsfreiheit hergeleitet sind, nicht. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Der sich entwickelnde Ein- zelne ist der Schlüssel für alles, weil ein Staat, eine Gesell- schaft als Ganzes sich nicht entwickeln kann. Im gesellschaft- lichen gibt es keinen Fortschritt und deshalb hat nur ein Ein- zelner Wirklichkeit. Nur über die Entwicklung des Einzelnen definiert sich eine Gesellschaft. Seinen individuellen Weg gehen, der in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gratwanderung der Margi- nalisierung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bür- ger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber einer Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Es ist das Kunststück der Kontrast- erfahrung zwei Herren gleichzeitig zu dienen Es ist im Äus- seren möglichst normal zu bleiben und mit der Schutzfarbe der " Unauffälligkeit und der Tarnkappe Unscheinbarkeit " durch die Welt gehen, um den Weg zu sich zu finden. Nach aussen sozialkonform und innerlich frei bleiben bedeutet aber einerseits gesetzeskonform bleiben, aber auch bürger- liche Konventionen und Maßstäbe zu überwinden,was einem zivilen Ungehorsam gleich kommt.Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch.Goethe mein- te nur lapidar dazu "dass es der weit bringen wird in der Welt, der nicht fragt, ob es gefällt" (Aber es ist immer die "Gretchenfrage", wie hälst du es selbst mit dem, was du verkündest. Goethe setze auf Kontinuität,war kein Quer- denker und deshalb kam er für einen solchen instabilen Lebensentwurf als Vorbild nicht in Frage*. * Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Nur der Vorbildeinzelne ist eine Hilfe, den anderen muss geholfen werden. Erst durch die Entwicklungs-Individualisierung wird der Einzelne zu einem unersetzbaren Entwickler und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und ist deshalb auf der tiefsten Ebene " systemrelevant ".Vorbildentwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort und ist noch daran schuld. Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Entwickler sind machtvolle,verkannte Einzelgänger und bilden die zukünftige Elite der Gesellschaft. Die Zivilisation rechtfertigt sich, wenn sie Einzelne hervor zu bringen vermag. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Es kann nicht genug betont werden, aber im mensch- lichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtan- gepasste. Nur die Menschen, welche etwas gewagt haben,haben den Menschen den Fortschritt gebracht. Immer waren es schöpfe- rische,nicht angepasste exemplarische Einzelgänger, welche Ausser- ordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben.Nur wer sich entfaltet, bewirkt gutes oder Entwicklungs-Individualisierung nicht zu tun ist schlimmer, als etwas schlechtes zu tun Der Grad- messer für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungs- niveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Entwicklungseinzelnen sind vom nationalen Interesse. Jedes Land kann stolz sein, wenn es mehr Einzelentwicklung zulässt.Mit dem Aussterben des Einzelnen beginnt die Destabilisierung und der Zerfall der Gesellschaft. Jeder kennt den Roman "Glasperlenspiel" des Schriftstellers Hermann Hesse; "Eine Gesellschaft zerfiel, weil sie nicht wandlungsfähig war". 53.) Wir entwickeln uns,ohne zu wissen, was eigentlich Entwick lung ist. "Nicht der Mensch macht Entwicklung und das Leben ist für mich da (Dominationsmacht), sondern die Entwicklung macht den Menschen" und ich bin für das Leben da (Wirkmacht) und alles von selbst (vom Selbst her) ge- 54. Teil I.) Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion, was unsere Kulturwelt bis auf den heutigen Tag bestimmt hat, aber heute nur eine Zivilisa- tionskultur (Irreligion) ist. Die zweite Natur des Menschen (Kulturkonsum, Spasskultur und seine Kaufkultur) hat die erste Natur des Menschen (Individualgenese)ersetzt, über- formt und dieser Kulturrelativismus hat das Prädikat "Kul- tur" als Alibifunktion nicht mehr verdient, weil unter der "Tarnkappe Kultur" alles (z.B. Ess- und Trinkkultur, Unter- nehmenskultur, Wohnkultur, Aktienkultur, Palaverkultur (Talkschows),Reisekultur, politische Kultur, Theaterkul- tur,Designerkleidung (Fashion is Art) in Verbindung gebracht wird, was im eigentlichen kulturellen Sinne kulturlos ist und auch kein Kulturraum geschaffen wird, weil kein Mensch sich dadurch jemals verändert hat und zum besseren Zivilisten geworden ist.
als Lebensstandard. Der Mensch steht der Kultur nicht mehr gegenüber, sondern ist nur noch ein (besessener und be- sitzender) Teil von ihr. Der Mensch existiert nur als halbwegs kultivierter Mensch, weil sich ohne Kultur innerhalb der ge- setzlichen Normen und Gesetze der gesellschaftlichen- und wirtschaftlichen Ordnungsspielregeln, der Menschenrechte und internationalen Konventionen besonders mit viel Geld auch ganz gut kulturarm und ohne individuellen Lebenssinn mungs-Kultur), aber kein inneres Wiedererkennungs-Seelen-Erlebnis, wo er das Gefühl vermittelt bekommt, dass dieses Werk nur für ihn geschaffen wurde, er endlich im Inneren ange kommen ist und nicht mehr weiter suchen muss.
von Wirtschafts-, Konsum-und Unterhaltungsinteressen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen geopfert".Das We- sentliche der modernen Kultur besteht primär aus materi- ellen, technischen Errungenschaften, wissenschaftlichen Erkenntnissen und viel Geld. Es glaubt keiner ernsthaft, dass "das Kulturelle" noch einen Einfluss auf eine bessere Welt und besseren Menschen Welt hat. Unsere Kulturhüter (Den- ker, Professoren, Lehrer, Geistes-und Naturwissenschaftler, Kulturpolitiker und deren Vertreter ) haben noch nie einen wirklichen Einfluss auf Wirtschaft und Politik und auf die Kulturentwicklung eines jeden Einzelnen ausgeübt.Der Grad- messer für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Ent- wicklungseinzelnen,welche allen Anpassungswiderständen zum Trotz ihren individuellen Entwicklungsweg in der Gesellschaft, im Beruf und in die Kirche gehen.Deshalb ist Entwicklungs-Kultur-Lernen der Meinung, dass wir einer Kulturstimmung angehören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen" (Friedrich Niet- zsche, Philosoph)*.
55.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Welt immer technischer,komplexer, dynamischer,maßloser, unplanba- rer, schriller,nerviger fremdartiger, unhistorischer, sprach- verquaster inflationärer,die Verfallzeiten werden immer kürzer,die Abweichungen vom natürlichen Normalzustand immer grösser, und deshalb wird alles geist-, kraft-und zukunftsloser und insgesamt leerer. Entwicklungs-Kultur-Lernen bekommt dann seine Stunde,wenn das vorherr- schende Kultur- und Bewusstseins(Geld)gebäude zusammen bricht indem diese Erhaltungs- und Erneuerungskraft des "homo faber" nachlässt und zu erlahmen beginnt und die angehäufte Geld-und Vermögenssubstanz aufgebraucht ist.Der Mensch existiert nur noch aus der Zersetzung der kulturellen Restsubstanz und dem Finanzkapital voran- gegangener Generationen und wenn dieses aufgebraucht ist, nur noch das künstliche Korsett der Gesetze und Rahmenbe- dingungen als auch das Trägheitsgesetz der Masse es ist,was alles zusammenhält. Zum ersten Male in der Geschichte steht der Mensch überall nur sich selbst gegenüber. Wenn eine Geschichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Von der Bewusstseinser- kenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Men- schen erfasst und das Ganze darstellt und deshalb in die Krise der Bewusst- seinserkenntnis und des alten Kulturver- ständnisses schliesslich führen muss.Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch die Sicherheitsgewissheit seines Bewusstseins und seine Selbst- bestätigung gegründet hatte. Deshalb ist Entwicklungs-Kultur-Lernen weiter der Meinung, dass wir einer Kulturstimmung angehören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen" (Friedrich Nietzsche, Philosoph).Es ist die Weisheit des Altmeisters Johann Wolfgang Goethe, dass uns Gott so wohlgefällt,weil er uns sich nie in den Weg stellt*.
III.) Alles unterliegt eben dem ewigen geschichtlichen Entwicklungs- gesetz Gesetz des Vergehens und des Werdens, des Welkens und Blühens einer Wendeltreppe- spiralförmigen Weiterentwicklung und deshalb eine Ent- wicklung zurück von ihrer Gesetzesnatur nicht geben kann. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vor hergehenen aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr über- schritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück. Wir leben in einer untergegangenen, ver- gangenheitsorientierten Welt und versuchen eine abgelebte, entwick- lungslose, sterbende Epoche zu mumifizieren, indem wir rück- wärtsgewandt versuchen ein neues Gleichgewicht wieder herzu- stellen, ohne die Dynamik der Gegenwart in die Zukunftsdimension mit einzubeziehen.Der zukünftige Entwicklungsweg des Menschen führt nicht von der Gegenwart unmittelbar wie wir es gewohnt sind nach vorne weiter, weil "das Vorne" von der Vergangenheit schuld- mässig vorbelegt und deshalb vorbestimmt ist. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Die Zukunft ist nicht in dem Sinne offen, dass ich vom Standpunkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglichkeiten erschliessen muss, um damit die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Vergangenheit abgesteckt, eingegrenzt und vorent- schieden worden. Dem Menschen kann in Zukunft nur das begegnen, was er früher war. IV.) Die wirklichen Zukunftsfragen werden erst gestellt, wenn die grossen Niederlagen zu verarbeiten sind, die satte und selbststolze, bürgerliche,systemische, technikgläubige Existenz zu Ende geht und es wird jedem dann jedem einleuchten, wie sinnlos diese Existenz war, weil sie sich alleine auf die Dinge, Techniken und Weltvertrauen gegründet hatte. Dann müssen erst einmal die Enttäuschungen und entwicklungslosen, verlorenen Lebensjahre verarbeitet, Schuldzu- 56.) Beim Bildungskultur-Lernen ist Goethes geistiges Erbe für Kenner und Bewahrer nichts Neues und folgt notge- drungen,weil ich muss. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird Goethes Erbe durch den Lebensvollzug alles neu und drängt mich zu folgen,weil ich nicht mehr anders kann*. * Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird ein mir bekannter Text als lern- uninteressant abgetan (Textwissensinterpretation). Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen ist die Begegnung nach einiger Zeit mit einem vertrauten Text,der mir wieder " fast wie neu und unbekannt" vor- kommt und mich zu neuen Erkenntnissen und Handlungsanwei- 57.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen herrscht das allgemeine Kulturverständnis des Suchens des Absoluten in den kultu- (z.B. Cezanne), Philosophie (z.B. Schelling), Wissenschaft (Newton) etc. an denen wir weiter uns bilden und entwickeln können und sollen im Mittelpunkt (normativ). Beim Entwick- *I.) Mit jedem richtigen Lernen ist das Unrichtige gegeben. Mit Es ist das Nobeldilemma in allem. Der Friedensnobelpreis wird an den und diejenigen verliehen, welche sich für den Frieden einsetzen und seine Erfindung (Dynamit als Waffe) nicht andere gegen anwenden. II.) Jeder kennt die Redensart "alle guten Ding sind drei". In der Numerologie umfasst die Zahl drei die Zahlen eins und zwei in der polaren Widerspruchsspannung zu einem neuen Ganzen zusam- 58.) Von der Quantenphysik wissen wir, dass es unter ande- rem keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist. Es wird im Lern- prozess " universeller Geist " in Bewegung gebracht und da- durch (schöpferisches) Entwicklungsbewusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungs mässig überformt). Information ist der Grund- baustein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwindungs-Transzendierungs-Bewusstseins wird diese manifestiert und verfestigt (Materialisierung/Dema- terialisierung). Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie. Dadurch ist im Bereich der Mikrophysik der Unterschied zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit. Der Glaube z.B. ist der aktive Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung durch den Glauben. Goethe bemerkte dazu: "Der richtige Gedanke bewährt sich daran, dass er Stoff organisiert und sich in der Einheit und Ruhe wieder findet". 59.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen folge ich den Vortragsspu- ren meines Reiseführers beim zwei-stündigen Goethe-Rund- gang durch Weimar.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen folge ich den jahrelangen Erinnerungsspuren (seit der Wende 1990) meiner verstorbenen Lebenspartnerin,deren Herzensstadt Weimar gewesen war*. * In eigener Sache: Wenn das Wort Dankbarkeit in den Mund genom- men wird, was nicht oft genug getan werden kann, gilt dieses in erster Linie meinen Eltern (siehe auch Nr.47), danach kommen die Lehrer, welche das (Entwickler)holz noch nicht erkannten, aus wel- chem man sich selbst geschnitzt hat, dann besonders die vielen Arbeitgeber in meiner Entwicklungs-Lebenslaufbiografie und auch noch besonders " andere "ohne bewusste Namensnennung, welche mich haben stillschweigend gewähren lassen. Zu allerletzt gilt aber das höchste Lob und der grösste Dank meiner langjährigen, einzig- artigen Lebenspartnerin Karin, besonders in den " Kellerjahren ",weil immer " noch Brot vor Geist gilt einerseits "die Fahne hochgehalten hat" und andererideellerseits, weil vergleichbar mit Goethes Muse Charlotte von Stein, welche Goethes sinnliche Triebe zur Dichtungs- schöpfung veredelte und deshalb die Erstellung meiner drei Web- präsenzen www.entwicklungszukunft.de, www.entwicklungschris- tentum.de und www.die gotische Kathdrale.de ohne sie unmöglich gewesen wäre. 60.)Das Leben geht als spiegelbildliche Fortsetzung im klaren Vollbewusstsein der Persönlichkeit des irdischen Lebens weiter.Das Leben kann nicht sterben oder vernichtet werden, sondern nur seine Form ändern.Es ist die Todes- weisheit als das vollkommene Lebensgeheimnis, dass etwas sterben muss, dass ich weiter leben kann.Wir werden ge- boren, um zu sterben.Sterben ist so natürlich wie das Le- ben.Der Tod ist nicht das Gegenteil vom Leben, sondern ein Teil davon. Alles Leben ist nur fortgesetztes Sterben und Auferstehung in einer neuen Lebensform. Der Altmeister Johann Wolfgang Goethe sagte dazu treffend, dass der Tod der Kunstgriff ist, viel Leben zu haben*. *Siehe Textfortsetzung Kulturlernen-36 61.) Das Bildungs-Kultur-Lernen von Weimar pflegt den Kulturkonsum,die Spass-,Kauf-,Unterhaltungs-und Restau- rationskultur (ökonomische Gesundheit). Das Entwicklungs-Kultur-Lernen eines J.W. Goethes eröffnet eine Kultursehn- sucht und Kulturauseinandersetzung, und der Drang immer wieder nach Weimar zu kommen, wo der Mensch selbst zur Kultur wird (seelische Gesundheit)*. * Wenn ich mich z.B. in der Dichtung Goethes wieder erkenne, ist diese mir ebenbürtig und diese Erkenntnis erfolge nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken.Keiner vermag das hinaus zu erkennen, was er selbst nicht in sich hat. Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung ist aufgehoben. Diese Erkenntnis ist tat- sächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirklichung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Entscheidungen herbeigeführt, ein Ge schehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht. 62.) Das Bildungs-Kultur-Lernen verfolgt z.B. das Ziel Unzivi- lisierte zu zivilisieren und gesellschaftlich zu integrieren (z.B. gesellschaftliche Randgruppen). Das Entwicklungs-Kultur-Lernen verfolgt das Entwicklungsziel " von der Natur zur Kultur " (Das Ideal der Dichter und Denker z.B. Goethe, Schil- ler,Herder, Wieland). 63.) Bildungs-Kultur-Lernen ist die Meinung des Bildungs- 64.) Bildungs-Kultur-Lernen ist durch die Schule gelehrt werden. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist durch das Leben belehrt werden." Es ist keine Zeile darin, die nicht erlebt worden wäre, hat Johann Wolfgang Goethe einmal von seinen Gedichten gesagt. Heute würde man salopp für das Berufsleben bspw. überspitzt sagen: "Jede Zeile kostete 65.) Weimar ist ein Kulturbeispiel,dass "Geist anziehender ist als das Geld".Die zunehmende Vermarktung des Dichter- geistes von Weimar im nachhinein bestätigt,dass Goethe zu einer salopp gesagt"Geldruckmaschine" geworden ist. Der Besichtigungs-,Übernachtungs-, Unterhaltungs-, Restaura- tions-und Kauftourismus bringt Geld und Steuern, schafft Arbeitsplätze und gibt Weimar seinen (Goethe)glanz und die Einheimischen schlagen salopp gesagt "drei Kreuze",wenn die Touristen wieder die Stadt verlassen haben,obwohl der Besucher nicht kultureller durch seinen Besuch geworden ist,was auch niemanden weiter interessiert. Er war nur da, aber ist nicht bei sich gewesen.Er reiste noch, aber war noch nicht zu Hause angekommen*. * Siehe auch den Gliederungspunkt "Kulturkritische Betrachtung eines Besichtigungs-und Massen Tourismus".in Kulturlernen-2 66.) Bildungs-Kultur-Lernen ist im Unterrichtsfach Mathe- matik die mathematische Zahl als Maß, Größe, Funktion, Beweis und formalisierte Logik kennen lernen in einer mess- baren, linearen und unaufhaltsame Abfolge der Zeit (z.B.
IV.) Siehe auch https://www.entwicklungszukunft.de/Wissenschaft-Technik
67.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist der Lernprozess als konstruktiver Aufbau und Höherbildung ausgelegt ". In dem hinauf ", wie der Dichter Lessing es fordert, bildet sich der Mensch (Bildungskonsens). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der Lernprozess eine geistdurchdrungene Auseinander- setzung der Transzendierungs-Zerstörung als wertschöpfe- rischer Akt wie Goethe es sieht.Nicht im bloßen Hinauf, sondern in dem auf und ab des Lebens liegt die eigentliche schöpferische (transzendierende) Kraft und der Lebenspuls beschlossen (Entwicklungspolarität)*.
68.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Geniebegriff
69.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen steht das neuronale, kognitive Lernprozess-Bewusstsein als intellektuelles Be-
71.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird vieles und alles gelesen.Es wird den Gedanken der Anderen gefolgt, aber fremde Gedanken " brennen nicht ". Es sind Gedanken die man niederschreibt (bildungsgemässes Begriffsdenken).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist seinen eigenen Gedanken folgen und an grossen Gedanken anderer sich empor arbei- ten (z.B.gotische Kathedrale 1-9) Es ist " die Glut des jungen Denkens ", die einen treibt.Es ist wie J.W. Goethe einst sagte; Man sollte immer nur das lesen was man bewundert (lebensergreifendes Entwicklungsdenken)*. *I.) Ein " Buchbestseller" sollte nicht an der verkauften Auflagen- II.) Beim Bildungs(eigenschafts)lernen leihe ich mir z.B. Bücher in der Bibliothek aus, behandle diese pfleglich und gebe sie innerhalb der Leihfrist wieder zurück. Entwicklungs(eigenschafts)lernen dagegen ist eine bewusste, schriftliche Entwicklungsauseinandersetzung mit dem Gelesenen im Buch selbst. Es ist das allbekannte " Bleistift lesen" 72.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wurde mir durch die schlechte Schulnoten die Lernlust z.B. für das Unterrichts- fach Deutsch genommen und der " Geheimrat Goethe ver- grault"(Lebenswiderstand). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen habe ich erst durch einen kulturellen und weitere Weimarbesuche und durch das Lesen seiner Biografien "den "Balkongott" wieder lieben und viel von ihm gelernt. In seinen Biografien und zerissenen "auf und ab Leben"fand ich mehr Weisheit, als in seiner Dichtung,was auch der rote Faden in meinem Leben gewesen war (Das Gesetz des Le- bens ist ihr Widerspruch)*. * Das Leben muss erst einmal scheitern, wenn es gelingen soll und * Siehe auch den " Gliederungspunkt " Meister Eckhart > 250 Aphoris-
perativ des Philosophen Immanuel Kants gelehrt; " Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde" (pflichtnor- mativ und entwicklungsarm). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der kategorische Entwicklungsimperativ " des Johann Wolfgang Goethe und Meister-Eckhart. Darauf setze all dein Studieren und alle deine Bemühungen, dass du dich weiter entwickelst" oder des "Stirb und werde" eines Unsterblichkeitslernens ( konstitutiv und entwicklungs- reich)*.
77.)Bildungs-Kultur-Lernen ist z.B. das Gedicht "Über allen Gipfeln ist Ruh "des Dichters Johann Wolfgang Goethes auswendig lernen (ich habe es gelernt ).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das Entwicklungsprozessgeschehen in der Entwicklungsauseinandersetzungs- Transzendierung zur Wirklichkeit verdichten lernen (ich habe mich entwickelt)*. * Von der Quantenphysik wissen wir, dass es unter anderem keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die mate- riale Realität ist.Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Be- wegung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwicklungsbe- wusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungs mässig überformt). Information ist der Grundbau- stein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwin- dungs-Transzendierungs-Bewusstseins wird diese manifestiert und verfestigt. Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie. Dadurch ist im Bereich der Mikrophysik der Un- terschied zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Indem ich erkenne, ge- stalte ich das Erkannte mit. Der Glaube z.B. ist der aktive Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung durch den Glauben.Der richtige Gedanke bewährt sich daran, dass er Stoff organisiert und sich in der Einheit und Ruhe wieder findet"*.
78.) Bildungs-Kultur-Lernen ist formales, anerkanntes lernen, das üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungsein- richtung stattfindet und in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung strukturiert ist und zur Zertifizierung oder zum entsprechenden Erfolg führt und aus der Sicht des Ler- nenden kategorial zielgerichtet ist. Beim Entwicklungs-Kul- tur-Lernen ist nicht-formales, nicht anerkanntes persönli- ches interessierendes Neues Lebenspotenzlernen als auto- didaktisches lebenslanges Lernen und bezieht sich auf alles Selbstler- nende, dass sich in unmittelbaren Lebenszusam- men hängen ausserhalb des formalen Bildungswesens ent- wickelt und üblicherweise nicht zu anerkannten, vorzeig- baren Zerti- fizierungen führt. Gleichwohl ist es systematisch in Bezug auf Lernziele, Lerndauer und Lernmittel und nur aus Sicht des Lernenden ist es final zielgerichtet. Es findet an informellen Bildungsorten wie im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis in der Freizeit, in der Erlebniswelt z.B. beim Sport treiben, während der Computerbenutzung, in Le- benskrisen, als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr oder " als stiller Lese-Autodidakt" statt. Es ist aus und von allem lernen und es kommt nur darauf an, was ich daraus gelernt habe und ob es entwicklungsmässig ein Segen war. Es ist das gotische Lernprinzip, wo es immer etwas zu tun gibt. Was gelernt,erkannt und getan wurde zählt nicht mehr und nichts ist getan, solange es etwas zu lernen gibt.Nach Schät- zungen findet siebzig Prozent des lebenslangen Lernens ausserhalb von Bildungsinstitutionen statt (bspw. waren Johann Wolfgang von Goethe (Dichter), Vincent Van Gogh (Maler), Michael Faraday (Forscher), Theodor Storm (Schrift- steller) überwiegend Autodidakten).Dieses wird im schuli- schen Sinne nicht als lernen empfunden.
80.)Bei einer Bildungs-Kultur-(Erlebnis)reise steht nach dem Goethe-Weimar-Rundgang "ein Dreigang-Goethe-Menü" auf dem Reiseprogramm (schmeckt gut und die Magenfrage steht im Vordergrund). Bei einer Entwicklungs-Kultur-(Erkenntnis)reise erkenne ich mich in den Kulturschöp- fungen wieder (tut der Seele gut und die Entwicklungs-Indi- vidualisierungsfrage steht im Vordergrund). 81.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden oft kluge Zitate-Sprüche von Goethe, buddhistische Weisheiten, moralische Belehrungen und Lebenserfahrungsregeln ausgesprochen, aber sie bewirken und verändern nichts. Das Leben kann nicht erlesen und durch Aufzählung von Zitaten gelingen (Vor der Entwicklungsreife). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen erschliessen sich erst oft nach Jahren in der fortlaufenden Entwicklung diese Zitat-Erkenntnisse, bis ich selbst in der Selbstveränderung zu dieser Wahrheit geworden bin (Bei Entwicklungsreife). 82.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen schreibt am Ende seiner Karriere ein erfolgreicher Manager mit 75 Jahren seine Bio- 83.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind Gedanken aus dem vielbenutzten Goethes-Faust Zitatenreservoir in gelehriger Munde. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt bei Reife, "nichts, was Namen hat genügt mir mehr" und ist deshalb auch von nichts mehr abhängig und beeindruckt.Er genügt sich nur noch selbst,will nicht mehr sein und nur (da)sein*. * Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist 84.) Die Faust-Tragödie, an der Goethe mehr als sechzig Jahre lang arbeitete, bezeichnet der Faust-Experte und Herausge- ber des Bandes mit den Faust-Dichtungen in der Frankfurter Ausgabe Albert Schöne als die "Summe seiner Dichtkunst“. In metaphorischer Anlehnung wird das Entwicklungs-Kultur-Lernen Nr.1 bis Nr.72 als "Summa" einer Entwicklungskunst bezeichnet,wo die Entwicklungsbewegung von vielen Einzel- dingen zu einer ständigen Zunahme von Organisiertheit und Einheit zustrebt. 85.) In der Weimarer Republik wurde Goethe als geistige Grundlage des neuen Staates beschworen. 1919 verkündete der spätere Reichspräsident Friedrich Ebert jetzt gelte es, die Wandlung zu vollziehen, "Vom Imperialismus zum Idealismus und von der Weltmacht zur geistigen Größe".Wir müssen die großen Gesellschaftsprobleme in dem Geiste behandeln, in dem Goethe sie im zweiten Teil des Faust und in Wilhelm Meisters Wanderjahren erfaßt hat“. Der "Geist von Weimar“ wurde als Kontrapunkt zum überwundenen geglaubten „Geist von Potsdam“ gesetzt. Praktische Wirkung hatte dieses Bekenntnis jedoch nicht.Das Gleiche trifft auch heute für die Entwicklung vom " Materialisierungszeitalter eines Primitivmaterialismus zum Individualisierungs-Geistzeitalter eines Dematerialisierungs-Materialismus" zu. Aber bis heute hat auch dieses Bekenntnis (ausser durch den Lebens-Füh- rungs-Erziehungs-Druck) keine praktische Wirkung und wird auch nicht so verstanden. 86.) Johann Wolfgang Goethe wird beim Bildungs-Kultur-Lernen als ein grosser Deutscher genannt,ein Säulenhei- liger,eine Naturgewalt, beinahe ein Überirdischer. Seine Lyrik erlangte Weltgeltung und er ist einer der berühm- testen deutschen Dichter und Denker.Er ist Namensgeber von Instituten,Museen, Stiftungen, Häusern, Straßen, Produkten und Denkmälern (Goethekultur). Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen wird erkannt, dass sein literarisches Schaffen seiner Gedichte, Dramen,Romane, Novellen, Epen, Übersetzungen, Niederschriften von Gesprächen, Brief- sammlungen und naturwissenschaftliche Schriften bis auf wenige Einzelne nicht im Denken und im Herzen der Menschen verankert, nachvollziehbar,lebensbestimmend und wirklich lebensnützlich sind.Es sind fremde Gedan- ken,aber diese brennen nicht. Intellektualität ist nie volks- tümlich (Wandel des Goethekultbildes)*. *I.)"Der hochmoderne laute "Bildungsschwall" hält sich beim Bil- dungs-Kultur-Lernen beinahe für fertig und als das Maß der Dinge (oberflächlicher Massengeist,Trivialität,"geht auf Stelzen", überheb- lich,mehr geistreich als wahr, der Geist der Intellektualität ). Ent- wicklungs-Kultur-Lernen sieht diesen Verstandesdünkel im Bildungs- nebel als ein Zeichen, dass sie bald fertig ist, weil die Tiefe des Lebens nicht gewahrt wird,die Individualität des Menschen ausser Acht gelassen,ohne wirkliche Reife ist,nie volkstümlich sein kann, weil sie nicht in der Erde wurzelt (der Geist der Scholle, Unscheinbarkeit ist urdeutsch)"*. *Quelle unbekannt.
Von der illusionären Identifikation mit seiner Heimat, seinem Land oder einer Region (ich bin Saarländer, Litauer oder Europäer) zur tatsächlichen Identifikation mit sich und seinem Selbst (ich bin Mensch,Individuum, Weltenbürger). Das gleiche trifft für Meister Eckhart ein Mann der Mensch- heit und über allen elitären und nationalen Eitelkeiten erhaben. Er ist eine bo- denständige Volksnatur, "der Mund" und das eingeborene Wesen des deutschen Volkes" und in religiösen Dingen ihn nicht zu kennen und sich mit seinen deutschen Predigten, Traktaten und Aphorismen> 250 aus- einanderzusetzen, wo die deutsche Sprache zur individu- ellen, religiösen Wirkungs-Wirklichkeits-Mächtigkeit wird (Seinsmodus), einer Lebens- minderung gleich kommt. Er lässt sich nicht konfessionell einreihen und hat mit seiner Religions-Lebens-Philosophie die Enge der kirchlichen Lehre gesprengt, das Lehrgebäu- de weit hinter sich gelassen und wird als die Einheitsreligion der Zukunft alternativlos uni- versell und interkulturell be- trachtet,weil wir alle religions-und glaubensunabhängig die gleiche Wahrheit in uns tragen. 88.) Das Christentum sollte zwar den gesellschaftlichen Zu- sammenhang im Volk fördern, doch für die geistige Elite war dieses aus Goethes Sicht überflüssig.Aber er merkte einmal an, dass "Du nicht schiebst, sondern geschoben wirst"d.h.,es gibt noch etwas Größeres,was hinter und über dir steht.Es ist im Kern die gleiche "überflüssige Christentumssichtwei- se" eines Meisters Eckharts,weil dieses keiner weiteren Vermittlung bedarf und im Leben alle Religion zu finden ist, welche der Mensch benötigt. Religion (Jenseits) und Leben (Diesseits) sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch unheilbar religiös auch in säkula- risierter Form. Die menschliche Natur ist Religion als ein gewaltiges Leben in Gott. Religion ist angeboren, gehört konstitutiv zum Menschsein und ein Gottes-und Christusbewusstsein haben alle Menschen aus einem vor-und nachweltlichen Leben ins diesseitige Leben herüber gebracht. Die Religion und der Glaube an Gott sind als Anlage eines Individual-Logos als "Gottesgen" (Gott will sich in jedem Einzelnen sich selbst immer mehr werden) mitge geben. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt, Atheist,Papst oder Milliardär sind, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwick- lung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund,weil Religion wesentlich zum Menschsein gehört.Weil Gott mitten in unserem Leben gestaltlos jenseitig ist, existiert das Jenseitige im weltlichen Diesseits, das Ewige sich nur im Vergänglichen offenbart und die Kernspaltung des Seins überwunden ist.Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und muss im Innerweltlichen aufgehen. "Weil die Sonne scheint,sieht man sie nicht". 89.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen zogen sich die Bildungs-Klassiker Herder, Goethe, Schiller usw. von ihrem gefähr- lichen, verzehrenden Feuer des Sturm- und Drang zurück ensglauben (Siehe Gliederungspunkt Glauben und Vertrau- en) an seine Sache aufrecht erhalten,weil es niemanden gibt, der nicht seine Stunde hätte.Wer an Gott glaubt für den gilt "Gottes Wege können in die Ungewissheit der Dunkelheit führen, aber sie enden immer im hellsten Licht und Gott hält immer sein Wort. 90.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist die" Göttliche Komö- und Teil II mit dem Neuen Testament als Reife-und Heil-und Gnadenzeit verglichen*. * Die Göttliche Komödie, italienisch ursprünglich Comedia oder Commedia, in späterer Zeit auch Divina Commedia genannt, ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri. Sie entstand während der Jahre seines Exils und wurde wahrscheinlich um 1307 begonnen und erst kurze Zeit vor seinem Tod vollendet.
92.) Johann Wolfgang Goethe steht für die klassistische Bil- dungs-Kultur ersten Ranges,was aber nur einen kulturellen traditionellen abstrakten Wert besitzt.Entwicklungs-Kultur-lernen ist aber der Meinung,dass unsere Kulturvielfalt nicht mehr geeignet ist auf Höheres als nur Geld zu verdienen und nichts Grösseres kennen als ihren Alltag zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wach zurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist und in der Individualisie- rungsentwicklung verwirklicht werden soll. Diese Fülle der kulturellen Werte lebte ursprünglich nicht selber aus sich heraus, sondern z.B. eine Zeichnung von Dürer, die Branden- burgischen Konzerte von Bach, eine Stradivari des gleich- namigen Geigenbauers, ein Gemälde von Vincent van Gogh oder eine gotische Kathedrale sind nur Wegweiser, Hilfen, Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben, was den Menschen übersteigt, welche nicht an die Seele heranrei- chen. Sie weisen nur auf sich selber und bestätigt das Be- wusstsein des Menschen, der sie schuf und vermittelt das Gefühl eine Vollkommenheit erreicht zu haben, wo das Sein und das Bewusstsein, das Wesen der Erscheinung und die Erscheinung selbst als Lebenseinheit sich decken. Aber dieser kulturelle Ausdruck weist nicht mehr über sich hin- aus auf etwas, was hinter ihr steht, was keine Form mehr hat,was durch sie verwirklicht werden soll und wozu der Mensch durch seine Entwicklung fähig sein kann.Es ist eine Interpretation der berühmten These des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegels vom Ende der traditionellen Kul- turträger (Dichtung,Musik, Literatur,Architektur, Religion etc), welche keinen wirklichen, tieferen Einfluss mehr auf die kulturelle Entwicklung des Menschen haben und auch keine zündenden Werte mehr vermittelt werden, weil diese auch dem geschichtlichen Gesetz "des Blühens und Welkens" unterliegen und deshalb die Zeit gekommen ist, wo der Wahr-und Bildungsvermittlungsausdruck eines anderen Mediums bedarf und auch Platz für das existentielle Leben eines jeden Einzelnen ist. 93.) Goethe sage einmal in den "Maximen und Reflexionen" "Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polythe- isten, sittlich Monotheisten“. Auch der Physiker Werner Heisenberg schreibt über Goethes Naturbild: "Wir werden von Goethe auch heute noch lernen können, dass wir nicht zugunsten des einen Organs, der rationalen Analyse, alle andern verkümmern lassen dürfen.Goethe hatte die Univer- salität der inneren Verbundenheit in und mit allem schon damals erkannt und vorweg genommen. Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. univer- sus „gesamt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbeziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Prozessen und Bewusst- seinsakten zusammen in einer durchdachten und geord- neten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nach Adam Riese keine Zweiheit, sondern nur ein Einziges sein kann. Durch das Verschrän- kungsprinzip sind wir nicht nur mit jedem Individuum, son- dern auch mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeit- punkt verbunden, was auch als kollektives Gedächtnis be- zeichnet wird. Was als Gesetzmässigkeit zur Erhaltung von Energie und Materie gilt trifft auch als Gesetz zur Erhaltung des Lebens zu. In dieser Lebenskraft als Quanten-Gedächt- nis-Information ist alles festgehalten, was wir gedacht, ge- sprochen, getan und versäumt haben. Es geht nichts verlo- ren und wird nichts vergessen. Alles was das Universum hervor bringt überlebt,wird für alle Zeiten archiviert ". Jedes Individuum ein Teil des grossen Ganzen, mit dem grossen Ganzen verbunden, befindet sich in Übereinstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge des Be- wusstseins den geist-psychischen Plastizitäts-Gesetzmässig- keiten der Quantenphysik unterliegen. Das Universum ist kein Sammelsurium von vielen Einzeldingen, sondern eine mit einander verbundene Ganz-und Einheit. Das gegenständ- 94.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Vorbildgrössen zitiert, nachgeahmt und auf Briefmarken verewigt. Ent-
95.) Bildungs-Kultur-Lernen besteht aus Bildungsfächern und Noten, aber das Leben besteht nicht aus Bildungsfächer und Noten. Entwicklungs-Kultur-Lernen besteht aus dem Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld-Prinzip des Lebens als das Neue Lernen.Johann Wolfgang Goethe unterschrieb dieses Postulat mit dem Satz" Wer seine Schuldigkeit nicht tut ist unnütz, mag er noch so brauchbar sein wie er will - dass sich alle Schuld auf Erden rächt"*. * I.) Es wird eine Zeit kommen, wo Entwicklungsresistente als Unbe-
Menschenverstand hindern einen daran, um kein Dauerarbeitsloser und Sozialfall zu werden, um dieser Schuld zu entgehen, weil die Existenzangst immer grösser ist als die Gewissensnöte. Es ist die angehäufte Mitschuld von Generationen, welche jeder Einzelne jetzt mit abtragen muss, auch wenn er gesetzlich völlig unschuldig ist
96.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen heisst es, dass Johann Wolfgang Goethe 60 Jahre an seinem Faust als eines der meist zitierten Werke der Weltliteratur gearbeitet hat. Goethezitate geben oft den Inhalt eines ganzen Buches wieder.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gibt es immer mehr Menschen, welche anfangen erst im fortgeschrittenen Rentenalter nochmals durchzustarten, um Bleibendes als ihre (unsterbliche) Lebensleistung über den Tod hinaus zu schaffen und damit seinem Leben einen (neuen) Sinn geben.Es ist z.B. mit 67 Jahren anfangen zu lernen, was Lebenssinn bedeuten kann, wenn wir früher damit angefan- gen hätten und sich die Kindheit und Jugend lebens-plan-final-sinn-logisch im Rentenalter sich erst vollendet*. * "Glücklich ist der, welcher sein Arbeits-und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens in Verbindung setzen kann und sich darin vollendet.Er ist sich sicher, dass dieser Weg von Anfang an, in der Kindheit und Jugend als Lebensfundament schon festgelegt war und jetzt erst vergleichbar mit einem "Röntgenblick" erkannt wird. 97.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Sätze gedacht und fließen durch den Kopf auf das Papier (kognitive Worte).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen werden geniale Sätze gedacht und fließen durchs Herz auf das Papier (Kraft der Worte). 98.) Der wirklich grosse Mann ist, mit dem Philosophen Schleiermacher es auszudrücken,durch welchen die Masse erregt wird.Ob jemand als Grosser genannt wird, ist in erster Linie auch davon abhängig, von wem er seine Selbstbestäti- gung erhält; vom gesellschaftlichen Kollektiv oder vom Selbst her, was im religiösen Duktus " Gott " genannt wird und dieses"die allumfassende Naturkraft" bei Goethe es war. "Das Göttliche": Diesen Titel trägt auch eine seiner bekanntesten philosophischen Oden in der er den Menschen als edel, hilfreich und gut beschreibt – Eigenschaften, die er dem Göttlichen zuordnet. Am Ende gilt für alle Religionen aber ausnahmslos das Wort in Goethes Faust; "In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein bißchen Wahr- heit".Wenn der Einzelne sich nicht mehr seine Bestätigung von oben, sondern von unten geben lässt, hört er auf als einzelner (grosser) Mensch zu existieren. Der Mensch darf sich nicht auf Kultur und das Bewusstsein begründen und sein Selbstbewusstsein und seinen Wert davon abhängig machen, weil das einer anderen Rechtfertigung bedarf. Kultur, gesellschaftliches und wissenschaftliches Bewusst- sein sind nur ein Ausschnitt und instabil, weil es ist nicht das Ganze ist. 99.) Mit Goethes Faust müssen wir erkennen, dass absolutes Wissen nicht möglich ist. Der Bildungslernbegriff ist ein überholtes duales, deterministisches, partielles Lernver- ständnis und vollzieht sich in dualistischen, deduktiven, zeitgeistigen Bildungslernkategorien in blutleeren Begriffen. Der Entwicklungslernbegriff ist ein zeitloses, nicht-duales, indeterministisches und ganzheitliches Lernverständnis und vollzieht sich in universellen, induktiven, zeitlosen Entwick- lungslernkateorien und die Begriffe sind mit Leib und Leben geschrieben. 100.)Entwicklung ist welt- und wertanschaulich neutral und weder demokratisch noch undemokratisch. Entwicklung als naturgesetzlicher Drang und als Lebensformprinzip ist mir näher," als ich mir selbst bin ". Nach Goethe ist (Entwick- 101.) Jeder, der für etwas kämpft, ist früher oder später die Avantgarde. " An einem Punkt gibt es keine Rückkehr an dem weiterzumachen gilt (Franz Kafka) ".Wenn man nicht aufgibt, hat man nie verloren und dieses wird als gute Rezeptur betrachtet. " Es bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft das auszuführen, wovon er überzeugt ist, sagte Johann Wolfgang Goethe. 102.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Meinung Johann Wolfgang Goethe zitiert, dass man das Unerforschliche ruhen lassen und nur ergebnisoffen weiter forschen sollte, bis darüber eine Gewißheit herrscht.Entwicklungs-Kultur-lernen gibt zu bedenken, dass nach Goethes Zeiten der Mensch wissender wurde als in der gesamten Menschheits- geschichte davor. Das Gesetz des Lebens ist immer ihr Wi- derspruch. Wenn es einmal z.B. in 200 Jahren Realität sein wird,müssen wir jetzt schon darüber nachdenken.Nur wer das Absurde versucht, kann das Unmögliche erreichen. Fast unser gesamtes Wissen verdanken wir nicht denen, die zustimmten, sondern denen, die anderer Meinung waren. Ohne Spekulation und Risiko gibt es keine neue Beobach- tung. Irren ist Voraussetzung für jeden wissenschaftlichen Fortschritt. Es ist das Wesen der Wissenschaft,dass sie sich selbst berichtigt und alles nur als vorläufig ansieht. Alle sagten, es ist unmöglich. Dann kam einer, der das nicht wusste das es nicht geht und machte es einfach*. * Durch Verschiebung des geistigen Blickwinkels als neue Sichtweise einer Denkanschauung z.B. Martin Luther ( Initiator der Reformation), Christopf Kolumbus (neues Weltbild), Nikolaus Kopernikus (heliozen- trisches Weltbild), Meister Eckhart (evolutionäres Individual-Gottes-und Religionsverständnis), Renaissance (Überwindung des Mittelal- ters), Immanuel Kant (Beginn der modernen Philo- sophie), Werner Heisenberg, Albert Einstein etc. (moderne Physik und Überwindung des mechanistischen, newtoni- schen Weltbildes ),Sigmund Freud (Psychoanalyse),Bill Gates (Computer)-und Tim Berners-Lee (Internet-Zeitalter), OpenAI-Chef Sam Altman (künstliche Intelligenz), Frau Dr.Kübler Ross (Mitbegründerin der Unsterblichkeitsthese und Ent- tabuisierung des Todes) wurde immer ein neues Zeitalter eingeläutet und hat zu einer gewaltigen Bewusstseins-und Lebensveränderung geführt, auch wenn es manchmal Jahrzehnte bis zum Durchbruch gedauert hat und in unseren Schulbüchern Einlass gefunden hat. 103.) Für Johann Wolfgang Goethe war immer das Grosse im Kleinen, im Alltäglichen und Naheliegenden zu finden. Die Auseinandersetzung mit dem Niedrigsten entfaltet das Höchste.Wer nicht zu gross ist für kleine Aufgaben, der ist nicht zu klein für grosse Aufgaben.So ist es auch im Entwick- lungs-Individualisierungs-Leben wo es keine Nebensachen gibt und im Kleinsten das Grosse gegeben ist. Streng ge- nommen gibt es dann keine höher oder minderwertige Tätigkeit mehr. Vielmehr wird dadurch jeder Augenblick Entwicklungs-Individualisierungs-Unmittelbar genutzt. Auch z.B. besitzen die sozial niedrigen, schlecht bezahlten, wieder- holenden, langweiligen, stumpfsinnigen, den Geist lähmen- den Tätigkeiten einen Entwicklungswert und einen tieferen Entwicklungssinn, wo das Üben der Entwicklungs-Individua- lisierungs-Tugenden, De-und Entmaterialisierungslernen (Entsinnlichung ), Kultur-Lernen ( Verwesentlichung) und Unsterblichkeitslernen (Entweltlichung )möglich ist. Ein aufrichtiges Entwicklungstun ist auch in der einfachsten und wenig sinn- voll und entfremdeten, erscheinenden Tätigkeit gegeben. Es sind die vielschichtigen Entwicklungsaspekte, welche in einer " einfachen Telefonzentrale “ wie auch in der machtvollen Konzernzentrale nur für mich persönlich zu finden sind und mir auch ein hohes Selbstwertgefühl ver- leihen können. In kleinen Aufgaben ist genauso viel Ent- wicklungspotential vorhanden wie in grossen Aufgaben. Keine Tätigkeit ist entwicklungslos und es ist in jeder Nicht- identifikation eine Arbeitsentwicklungsauthentizität mög- lich. Wenn sich der Mensch von seiner Individual-Entwick- lung her versteht, ist jede (" niedrige) Tätigkeit “ förderlich und gibt dem scheinbaren Sinnlosen trivialen seinen tieferen Entwicklungssinn. 104.)Johann Wolfgang Goethe steht für die positive Pädago- gik des Philosophen Aristoteles("Vom Guten, Wahren und Schönen“ als Bildungsruhe), aber es liegt keine Verantwor- tung darin inne. Entwicklungs-Kultur-Lernen steht für die negative Widerspruchspädagogik des Philosophen Platons (Lebenskrisen, Krankheiten, Arbeitslosigkeit etc als Ent- wicklungsunruhe) und darin wächst die Verantwortung für das Gereifte. 105.) Johann Wolfgang Goethe war die lateinische Rede- wendung " mens sana in sano corpere " als Vers sicherlich bekannt, aber diese Sport- und Körperertüchtigung wird bei den Schriftstellern, Dichtern, Philosophen, Künstlern, Architekten, Wissenschaftlern, Kardinälen, Feldherren und sonstigen vielen anderen Grossen der Menschheit mit keiner Zeile erwähnt. Die banale Notwendigkeitsweisheit der Sport-und Körpertüchtigung in jedem Alter aus gesundheitlichen, kognitiven und gerontologischen Gründen läuft heute in allen Gassen. Aber eine noch grössere, geistige, sportliche metaphorische Entwicklungslebensweisheit von Meister Eckhart wird heute wie damals mit keiner Zeile erwähnt, dass man in den Frieden laufen soll und und nicht anfangen im Frieden d.h., am besten schon nach der Schule und Studium gleich in die Rente gehen*. * "Der Mensch, der sich im beständigen Laufen befindet, und zwar in den Frieden, der ist ein himmlischer Mensch. Es ist etwas, was alle bewegt, alle Dinge in Lauf setzt, dass sie zurück kommen, woraus sie geflossen sind. Je edler das Ding, desto beständiger läuft es. Soweit in Frieden, soweit in Gott. Gott will nur Ruhe finden in sich selbst. Wer Gott hat, den behindert keine Unruhe. Wer Gott gefunden hat (Frie- den) dem ist alles zuwider, was Gott nicht selbst nicht ist. Im Kreatür- lichen findet man keinen Frieden, weil alles dem Veränderungsgesetz des Welkens und Blühens unterliegt. Niemals ist ein Unfriede in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt". Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt Frieden in Christentum-frueher-heute-Teil-1 106.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen bin ich nur so viel wert, welche und wie viel Bildung ich erfahren habe. Beim Ent- wicklungs-Kultur-Lernen gilt das Goethe-Zitat: "Willst du dich deines Wertes freuen,so musst du der Welt deinen Wert verleihen". 107.)In der Askese der katholischen Tradition versteht man unter dem Attribut heilig die Vereinigung mit Gott, die Angleichung des eigenen Tuns an den Willen Gottes. Erst mit dem Tod ist die Unificatio (lat. für „Vereinigung“) ganz mög- lich. Von einem, der sich bemüht hat, diese Vereinigung schon auf Erden zu verwirklichen, sagt man, er habe ein heiligmäßiges Leben geführt. Der Nachweis eines heilig- mäßigen Lebens ist übliche Voraussetzung für eine Heilig- sprechung. Jede und jeder, der z.B. im Christentum kano- nisiert, d.h. heilig gesprochen wird durch Nachweis einer heroischen Tugendtat und aufgrund seiner lichten Charak- terseite hat und hatte auch eine unheilige, dunkle Charak- terseite,weil aus diesem Polaritätsgesetz keiner heraus treten kann. Vor allem aber waren es die Gelehrten, die Dichter wie Klostock, Wieland, Lessing, Herder, Goethe und Schiller, Philosophen wie Kant und Leibnitz, Musiker wie Bach und Beethoven,nur von den einigen Deutschen zu re- den. Diese werden als die wahren, nicht kanonisierten " Heiligen der protestantischen Kirche" angesehen und des- halb die Meinung vertreten wird, wer die Tradition bewahrt, soll nicht heilig gesprochen werden*. * I.)Nur wer es schafft, das schlafende Christentum und den "Chris- tus" in jedem Einzelnen im Entwicklungs-Individualisierungs-Sinne im Alltag wieder zu erwecken und zu einem Umkehrnachdenken zu be- wegen, kann gross genannt und sollte heilig gesprochen werden*. * Verfasser unbekannt. II.)Nach dem Mystiker und Autor David Ramon Hawkins spiegelt sich der Grad der Heiligung in einer Bewusstseins-Kalibrierungsskala (von 0 bis 1000) wieder und über dem Bewusstseinswert 600 hat das gen- derspezifische Geschlecht keine Bedeutung mehr. Beispiele für hohes, entwickeltes Bewusstsein sind z.B. Geistheilung BW 600, das ewige Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht" BW 550, das Megalith-Bauwerk der Jungsteinzeit "Stonehenge" BW 550, der Jazztrompeter "Louis Arm- strong" BW 550, der Psychiater "Gustav Jung" BW 550 und der Maler "Vincent van Gogh" wird mit einem Bewusstseinswert von mindes- tens 600 skaliert. III.) Vom den Kirchenheiligen, wo auch nicht jeder Tag, welcher durch das Gebet geheiligt wurde ein "Heiliger Tag" war zu den stillen Ent- wicklern im Lande,die auch Tage haben, wo sie die Nacht nicht geschlafen haben, an dem Tag alles schief gelaufen ist und deshalb sich auf den nächsten, neuen Tag freuen.Siehe Textfortsetzung in Christentum-frueher-heute-Teil-3 108.) Johann Wolfgang Goethe war kein Bildungs-Schultyp, Klassenprimus und ohne akademische Weihen, sondern ein Autodidakt (Neues Lebenspotenzlernen)und hat alles aus sich selbst heraus geschaffen.Das gleiche trifft für Ent- wicklungs- Individualisierungs-Menschen zu, welche die Schulzeit oft als "Gefängnis" empfanden.Es hat sich noch immer nicht überall herum gesprochen,dass Visionäre oft Träumer waren und diese " die Welt verändert haben und verändern, die im vorherrschenden Reich nicht wahrge- nommen werden und ihr eigenes Reich für alle erschaffen. Alle, die eine Schulklasse wiederholen müssen, werden eines Tages alle anderen überholen. Dass er sie alle erkennt, ohne selbst erkannt zu werden*. * Das digitale Zeitalter hat bspw.eine praktische, virtuelle ökonomi- sche,technische Bildungs- Berufs-, Kommunikationsund Kulturdimen- sion und eine noch tiefere idealistische , transzendierende Lebens-Entwicklungs-Dimension z.B. vergleichbar mit der Erfindung der Buchdruckerkunst konnten erst Martin Luthers reformatorische Ideen eine Verbreitung finden und zu einer Bewegung werden. Die weltweite Vernetzung erlaubt es, was als eine höhere technische Entwicklungsstufe der Ideenverbreitung weltweit eingestuft wird,
109.) Weimarbesuch-"Erzähler/in unbekannt". Wenn ich als Tourist nach Weimar fahre,vergesse ich den Alltag, lebe in einer anderen Welt und mein Lebens-und Lernrhythmus ist auf Urlaubsentpannung eingestellt.Dass ich mein Übernachtungshotel,die Parkgebühren und überall Eintritt bezahlen muss,betrachte ich als normal.Alles davon ist unabhängig von meiner Erwartungshaltung und warum ich nach Weimar komme. Es kostet weiter viel Kraft vor den Sehenswürdigkeiten anzustehen,überall herum zu laufen und nach zwei Stunden " brummt mein Kopf durch den Lite- raturspaziergang des vielen Weimar-und Goethewissens". Ich brauche mir ja nichts zu merken oder mitzuschreiben, "weil ich am Montag keinen Aufsatz darüber schreiben muss".Ich bin zwar in Weimar gewesen,kenne auch die umliegenden Sehenswürdigkeiten, aber warum soll ich nochmals dahin fahren ? Nur ich bin nicht wirklich in die Goethegeistwelt einge- taucht,wirklich wissender geworden und habe ge- schweige von dem Weimarbesuch Nachhaltiges für mein Leben gelernt.Eine erneute Sehnsucht Goethe wieder zu besuchen ist auch nicht entfacht worden.Das alles oder so ähnlich geschieht immer als Tourist vor der Goethereife. Bei der Goethereife aber geschieht "der Urknall" im Menschen und das Geschilderte ist nur noch "ein nettes Neben her", zwar dazugehörig, aber nicht wesentlich.Es ist die letzte Tiefe des Menschen aufgebrochen als der "geheime Takt allen Werdens" in mir und habe mich im Stillen mit Goethe schon beschäftigt.Schon die Hinfahrt, wo die Entfernungs-Kilometerangaben auf der Autobahn auf dem Weg nach Weimar schmelzen" wie der Schnee in der Sonne" bekomme ich Herzklopfen. Ich bin jetzt vorbereitet in voller Anspan, nung, Weimar wird für mich zu einem Fest und "Holiday wird zum Holyday". Wenn ich zurückfahre, bringe ich zwei voll beschriebene Schreibblöcke von neuen Erkenntnissen mit nach Hause und jede weitere Weimarfahrt wird zu einer weiteren Entwicklungsinvestition. Bei Entwicklungsreife lässt einem Goethe nicht mehr los und das Historische wird anzie- hend, weil selbst individualhistorisch,wie Goethes Karrierre zur Geschichte" wurde. Er hätte an alledem auch seine grosse Feierfreude daran gehabt und ein Fläschen Moselwein "Klüsserather Bruderschaft Spätlese Jahrgang 1806 " dafür entkorkt (Siehe auch Goethe + Wein Nr.43). Weitere Beispiele folgen. Entwicklungs-Individualisierungs-Weg durch die gotische
Charakterprolog des Dichters Johann Wolfgang Goethe und des Dichters Friedrich Hölderlin.
Zweig).
II.) Mit unbeugsamer, erdfester zielstrebiger Kraft dichtete Goethe von der Erde aus, Hölderlin über die Erde hinweg. Er war immer vom Leben abgesondert, während Goethe mit beiden Beinen auf der Erde stand. Beide sind sich einmal in Weimar begegnet. Hölderlin hat Goethe im geistigen Sinne nicht erkannt aber Goethe ihn auch nicht. Goethe III.) Hyperion bleibt ewig Knabe, ewig haltloser Träumer, er ahnt nur ohne wirklich zu finden, um sich zu festigen. Kleist, Nietzsche und Hölderlin sind am Ende ihres Daseins einsam, verlassen und erdentfremdet,indes Goethe zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste ist. Goethe verbrauchte ebenso viel heroische Kraft um sich zu erhalten, wie das Dä- monische zu verschwenden. Jede Anstrengung in der einen Richtung wirkt sich erst kontraproduktiv in der anderen Richtung aus, aber es bestand ein gesunder Kräfteausgleich des Verbrauchens und des Kräfteerhalts von Gegensätzen als Gleichgewichtspunkt. IV.) Wer kennt nicht die berühmten Worte Goethe, dass er die Anlagen zu allen Schändlichkeiten und Verbrechen in sich empfand. Denn Goethes ganze gewaltige Entwicklung be- deutet nichts als eine ungeheurer Kraftakt diese gefährlich wuchernden Keime in sich auszurotten. Der Olympier will zur Harmonie, sein höchste Sehnsucht ist die Zerstörung des Gegensatzes. Er brauchte sich auch nie zu verleugnen,um sich zu steigern. Er war Idealist und Kenner der mensch- lichen Natur. und hasste das nebulöse Mystische, denn gerade er wusste, wie leicht man philosophischen Wunsch- träumen, besonders in der Sturm- und Drangzeit verfällt. Auch zur Musik stand Goethe vorsichtig und skeptisch gegenüber, weil dort die Gefahr zum Ausbruch in die Unend- lichkeit bestand. Er will immer Herr seines Schicksals bleiben und von den Dingen nur genau so viel nehmen als es ihnen erlaubt, indes Hölderlin als Verschwender sich immer unge- teilt mit ganzer Seele grenzenlos mit jedem Eindruck hingibt und beglückt und dann wieder sich alles in Luft auflöst. Wäh- rend Goethe ewig auf der Flucht vor seinem Schicksal ist, um den ungeheuren Schutz des Lebens zu retten dem er sich an- vertraut hat, fühlt Nietzsche prometische Lust sich mit dem Unendlichen zu messen. Goethe will zum antikisch-Apolli- narischen, Dostojewski zum Bachantischen. Er will nicht Olympier, gottählich, sondern nur ein starker Mann sein. |
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