73.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs- (Diese Webpräsenz ist nicht tablet-und mobiloptimiert). Kulturkritische Betrachtung des Massentourismus.
* Auch für den einzelnen Touristen ist alles nur Unfrieden.Er ärgert sich öfters über die Wucherpreise und denkt gleichzeitig schon an die Rückzahlung seines Urlaubskredites und die schönste (Urlaubs)- zeit des Jahres, wo er seinen (Entspannungs)frieden sucht wird zum permanenten (Anspannungs)unfrieden.Nur wenn er daraus gelernt hat und nicht das nächste Jahr einen solchen Urlaub wiederholt, war der Kredit die beste Dematerialisierungs(investition) in die eigene Entwicklung. III.) Für Touristen sind mittlerweile viele Kulturmetropolen mehr ein Alp-als ein Besuchertraum und andererseits sind für viele einheimische Bewohner dieser Städte die Massen an Besucher( obwohl sie das Geld bringen) zur " Plage " gewor- den, gegen die man sich schützen sollte, nicht mehr will- kommen sind und "drei Kreuze schlägt", wenn sie wieder weg sind und weil ihr Lebensraum gefährdet ist.Es finden mancherorts schon Massenproteste gegen den Tourismus statt "Tourist go home" oder "weniger Tourismus, aber dafür mehr Leben. Tourismus bedeutet Lärm, Schmutz, Wohnungs- not und Staus ohne Ende. Der Massentourismus überfordert nicht nur die Bewohner und die Infrastruktur vor Ort, die mit ungewohnten Menschenansammlungen konfrontiert wer- den, sondern gefährden auch das ökologische Gleichgewicht sensibler Regionen und die Lebensgewohnheiten der Men- schen. IV.) Der Tourist zerstört etwas, was er eigentlich liebt. Mit prophetischer Sicherheit und einem Röntgenblick lässt sich sagen, dass diese Art des touristischen, lärmenden, leeren und krisenanfälligen Monokulturtourismus eines Über- nachtungs-,Kauf-, Verzehr-,Eintritt-, Unterhaltungs- und fotografierenden Besichtigungstourismus bald der Ver- gangenheit angehört. Die Pandemie " Covid 19 " in jüngerer Vergangenheit Zeit zeigte, wie krisenanfällig dieser tradi- tionelle Tourismus ist, viele Menschen vor Ort plötzlich zum Sozialempfänger werden und sich allmählich zu einer höheren Tourismus-Entwicklungsstufe eines kulturellen-Individualisierungs-Tourismus durchringt wie bspw. eine Busfahrt in die Stadt Straßburg um einerseits die Stadt kennen zu lernen und vom " Liebfrauen Münster" mehr zu erfahren und zu wissen (Antizipation) und andererseits zum Individualtourist, welcher nach Straßburg fährt, um in der Auseinandersetzung mit dem Liebfrauen-Münster mehr von sich zu erfahren und zu wissen (Reflektion).Die touristische Sehenswürdigkeit wird zur kulturellen Sehn- suchtswürdig- keit.Der Sinn für Sinnliches und Profanes wird zum Sinn für Übersinnliches und Heiliges. * Das Straßburger Münster ist eine Welt für sich. Es wäre nur eine Touristenattraktion und die Symbolik reiner Schein, wenn die Ka-
*I.) Der alte " Tourismus-Wertbegriff " zerbricht, weil er auf einen höheren (Entwicklungs)wert hinaus will innerhalb der Gesetzmässig- keit zur Erhaltung von Energie und Materie. Er trägt den Zerfallskeim in sich und zerbröselt immer mehr, weil der Höhepunkt ihrer Entwick- lung überschritten ist. Ab einem gewissen Weltreifezustand regt sich die Polaritätsidee, die einen Gegenzustand herauf führt als Unterord-nung unter eine höhere Idee. Dann wird das Gesetz des Gegenteils bewirkenden Anstrengung zur Auslösung gebracht, was zur De-und Entmaterialisierung führt. An der Wurzel der Sicherheit nagt immer der Gegen-satz.Ist aber der natürliche Tourismushöhepunkt erreicht, kann der bisherige Tourismus als entwicklungsgeschichtlicher De-und Entmaterialisierungswandel als Vorgeschichte des individualge- schichtlichen Geistes und als kulturelle Dimension des Tourismus verstanden werden, welcher für die Entwicklungs-Friedens-Individua- lisierung da ist, um sich durch Transzendierungs-Überwindung von ihr zu befreien und damit das bisherige anachronistische Tourismus- verständnis als Triumpf und die Herrschaft des Geistigen über das sinnliche Materielle. Es ist der Sinn der Materie, welcher für den Geist geschaffen wurde, um sich von ihm zu befreien und damit das alte Materialismus-Ding und Haben- verständnis aufwertet.Es ist der gotische Geist,welcher das Objekt vernichtet, um Grösseres zu schaf- fen. Es muss etwas sterben, damit ich auf höherer Stufe weiterleben kann*. II.)Wenn ich nicht in der Ordnung und Gleichgewicht „als das Maß der Dinge“ bin, herrscht das Niedrige (Maßlosigkeit) über das Höhere (das Maß) und das überdehnte Maß schlägt „wie ein eiserner Arm“ nach dem Materie-Ordnungs-Prinzip zurück. Bei Übertreibung als Primitivmaterialismus schlägt es in ihr Gegenteil um. Auch alles wi- dernatürliche, lebenswidrige,gierige,und Unwahre zerstören sich selbst. Es ist die Ordnungskraft hinter und in der Materie und im Leben immanent, welche alles bewegt,zusammenhält und die Ordnung der Dinge bewirkt. Das Maßlose ist der nicht entwicklungs- gemässe, ethische Gebrauch der Dinge und bei Entwicklungsreife nicht Entwicklungsgewollte.Der Geist der Maß- losigkeit bleibt die Ursache "Nummer eins" für die Materialismuskrise und alles auf Entartung und Verfall hinausläuft. Dieses ist die Entwicklungsge- sinnungs-, Ent- wicklungszweck und Entwicklungssinnmoral aller Materie als selbsttragende oder sich selbstzerstörende Ordnungs- regel. Diese Ursache-Wirkungsweise im Bereich des Bewusstseins wird auch durch die Reflexionsmittel anderer Geistes- und Indeter- ministischen Wissenschaften vertreten und sind durch sich selbst bewiesene Lebensweisheiten wie jeder mathematische Lehrsatz auch.Einerseits ist das richtige Maß, das was sich bewährt hat und bewährt und andererseits ist es von der individuellen Entwicklungs- reifestufe abhängig d.h., "vom gierigen Nimmersatt" bis zur Entwicklungsvernunft des Notwendigen. Der persönliche Entwick- lungsmaßstab ist der je nach der individuellen Entwicklungsreife einer Sache richtige Maßstab. VI.) Die Einschränkungen der Reisefreiheit und der Beinahe- stillstand des sozialen Lebens durch die Corona Pandemie lassen das natürliche Aus- und Erleben als Entwicklungsstufe erst gar nicht mehr zu, um zur inneren Ruhe zu gelangen, weil Ruhe und Frieden aller Unruhebewegung Suchziel ist. Auch ist dieses wiederum ein Wertewandel-Signum, dass der krisenanfällige Monokulturtourismus eines nur Kauf-, Verzehr-, Unterhaltungs-, Vergnügungs- und fotografieren- VII.)" Das Drei-Gang-Menü "nach dem kulturellen Pflichtpro- gramm interessiert immer noch viele Besucher mehr, als noch zwei weitere Kirchenbesuche. Es ist vordergründig eine Kulturreise, aber zu Hause angekommen, wird über essen, trinken und kaufen " erzählt. Die kulturellen Schöpfungen stehen auf dem Markplatz, in den Museen, aber sie erreichen die Menschen nicht wirklich mehr und die Besu- cher werden von der Fülle der Kunstwerke erschlagen. Wie heisst es in einem Bonmot so treffend," dass die Touristen die Kathe- dralen besuchen und die Einheimischen die Kneipen ". In Wirklichkeit ist unsere Kultur " ein Friedhof des Vergangenen " und die Summe des Erkannten und Geformten. Sie hat als Kultur nur noch einen akademischen, vorkulturellen, vorbe- wussten Bildungswissens- und Museumswert und die Kunst ist als Ware, Spekulationsobjekt und als leerer Besichtigungs- tourismus entartet, welcher nicht mehr an die Seele heran- reicht. Unsere Kultur ist zur blossen Zivilisation verkommen und hat ihr Greisentum erreicht. VIII.) Auch der (Welt)tourismus unterliegt auch dem ewigen geschicht- lichen Gesetz des Vergehens und Werdens einer Wendeltreppe- spiralförmigen Weiterentwicklung und eine Entwicklung zurück kann es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben. Die Entwicklung ist irrever- sibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zu- rück. Kulturkritisch betrachtet ist der oberflächliche Be- sucher-Tourismus ein vorkultureller Entwicklungsfortschritt auf der Horizontalen als ein Näher- und Weiterkommen (von der Bewusstseinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität und das Ganze darstellt, weil der Mensch glaubt das zu sein, was er hat und sich bewusst ist ) zum kulturellen Fortschritt als ein nur Zuende- und zum Wendepunkt kom- men in Richtung der Vertikalen, was Jahrzehnte und Jahr- hunderte lang schon den Verfallskeim der Auflösung in sich trägt, als eine Form der Selbstzerstörung (zu deshalb in die Bewusstseinskrise der Erkenntnis schliesslich führen muss, weil der Mensch nur das ist, was er nicht hat und sich nicht bewusst ist). IX.) Meister Eckhart sagt Gott ist nicht in Begriffen und Büchern zu finden und will auch nicht angebetet, sondern sich selbst werden und durch mich in die Welt zurück kommen. Im Leben ist alle Religion zu finden, welche der Mensch braucht. Im Kern geht es ist um die Feststellung Meister Eckharts, das jedes Ding, jeder Begriff, jede Situ- * Von der Quantenphysik wissen wir, dass es unter anderem keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die ma- teriale Realität ist.Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Bewegung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwicklungs- bewusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungsmässig überformt). Information ist der Grundbaustein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwindungs-Transzendierungs-Bewusstseins wird diese mani- festiert und verfestigt. Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie. Dadurch ist im Bereich der Mikro- physik der Unterschied zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit. Der Glaube z.B. ist der aktive Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung durch den Glauben.Der richtige Gedanke bewährt sich daran, dass er Stoff organisiert und sich in der Einheit und Ruhe wieder findet bemerkte Johann Wolfgang Goethe einst. XI.) Am Beispiel einer " Wochenende-Städtefahrt bedeutet dieses: Für den Reisenden ohne die Meister Eckhart Erkennt- nisbrille war es am Montag danach nur ein erzählreicher, aber schnell vergessener Städtetrip mehr und der Termin für die nächste Wochenend-Städtefahrt steht schon fest. Es zählt immer nur wo ich gewesen bin, was ich gesehen und erlebt habe und was es gekostet hat (Erlebnisreise eines Touristen).Weil das eine nur durch ein anderes endlos er- setzt wird, war die Reise sinn- und wertlos. Für den Er- kenntnissammler dagegen ist/war die Fahrt ein Entwick- lungssegen und z.B. die 350 Euro für die Städtefahrt die beste Entwicklungsinvestition, welche noch mehr (Geld)segen bringt (Erkenntnisreise eines Individualisten). Es sind ge- machte Erfahrungen, welche nur dort gemacht werden können aber im Grunde genommen keinen anderen Men- schen interessieren. Neben den vergänglichen, wiederho- lenden Reiseerlebnissen gesellen sich jetzt bleibende, individuelle Entwicklungs-Erkenntnisse. Das Kennzeichen für die Entwicklung ist die Spirale.Einerseits wird der tou- ristische Wiederholungskreislauf durchbrochen. Der Mensch ist kein Zirkungspferd, welches ständig in der Manege im Kreise herumläuft.Andererseits wandele ich nicht auf mit einem Audioguide am Ohr auf Goethes Spuren, sondern gehe autodidaktisch meinen eigenen Entwicklungsweg.Ich fahre nicht nach Weimar, um mehr vom Dichterfürst zu erfahren, sondern durch den Balkongott will ich mehr von mir er- fahren.Ich kann trotzdem danach noch mir ein grosses Eis gönnen*. Weimarbesuch-"Erzähler/in unbekannt".
II.) Bei der Goethereife aber geschieht "der Urknall" im Menschen und das Geschilderte ist nur noch "ein nettes Neben her", zwar dazuge- hörig, aber nicht wesentlich.Es ist die letzte Tiefe des Menschen aufge- brochen als der "geheime Takt allen Werdens" in mir und es ist der gleiche damalige "Sturm-und Drang" eines Johann Wolfgang Goethes.Schon die Hinfahrt, wo die Entfernungs-Kilome- terangaben auf der Autobahn auf dem Weg nach Weimar schmelzen" wie der Schnee in der Sonne" bekomme ich Herzklopfen. Ich bin jetzt vor- bereitet in voller Anspan- nung, Weimar wird für mich zu einem Fest und "Holiday wird zum Holyday". Wenn ich zurückfahre, bringe ich zwei voll beschriebene Schreibblöcke von neuen Erkenntnissen mit nach Hause und jede weitere Weimarfahrt wird zu einer weiteren Entwicklungsinvestition und Weimar wird zu einer immer wieder- kehrenden Kultur-Hauptstadt. Ich habe mich nicht konzentriert auf das was ich nicht weiss,sondern auf das, was ich noch nicht bin und noch nicht zur Ruhe (Einheit) gelangt ist,die SpaltungsÜberwindung "von Rathaus und Kathedrale". Wo andere nichts sehen, ist für mich eine Offen- barung. Bei Entwicklungsreife lässt einem Goethe nicht mehr los und das Historische wird anziehend, weil selbst individual- historisch,wie Goethes Karrierre zur Geschichte" wurde. Die gesamte Geschichte ist nichts anderes als eine fortgesetzte Umwandlung der menschlichen Natur. In der Geschichte sind wir uns selber. Goethe hätte an alledem auch seine grosse Feierfreude daran gehabt und ein Fläschen Moselwein "Klüsse rather Bruderschaft Spätlese Jahrgang 1816 " aus diesem Anlass dafür entkorkt (Siehe auch Goethe + Wein Nr.43). XII.) Siehe auch "Entwicklungs-Kultur-Lernen auf den Spuren eines Johann Wolfgang Goethes durch die Kulturhauptstadt Weimar" in Kulturlernen-70. XIII.) Siehe auch Entwicklungs-Kultur-Lernen durch die gotische Kathedrale des Straßburger Münsters lernen. XIV.)Religion wiegt schwerer und ist geschichtlicher als die Begriffe der Kultur und Objekte der Kunst.
von Produkten sagen jedem mehr, als z.B. ein Literatur- vergleich zwischen Lessing, Goethe und Schiller.Es glaubt keiner ernsthaft, dass "das Kulturelle" noch einen Einfluss auf eine bessere Welt und einen besseren Menschen hat. Unsere Kulturhüter (Denker, Professoren, Lehrer, Geistes-und Naturwissenschaftler, Kulturpolitiker und deren Vertreter ) haben noch nie einen wirklichen Einfluss auf Wirtschaft und Politik und auf die Kulturentwicklung eines jeden Einzelnen ausgeübt.Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzel- nen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Entwicklungseinzelnen, welche allen Anpassungswiderständen zum Trotz ihren individuellen Entwicklungsweg in der Gesellschaft, im XVI.) Es ist eine Interpretation der berühmten These des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegels vom Ende der traditionellen Kulturträger (Dichtung, Musik, Literatur, Architektur, Religion etc), welche keinen wirklichen, tieferen Einfluss mehr auf die kulturelle Entwicklung des Menschen haben und auch keine zündenden Werte mehr vermittelt werden, weil diese auch dem geschichtlichen Gesetz des Blühens und Welkens unterliegen und deshalb die Zeit gekommen ist, wo der Wahrheits-und Bildungsausdruck eines anderen Mediums bedarf und auch Platz für das existentielle Leben des Einzelnen ist. Siehe Textfortsetzung Nr.85 in Kulturlernen-3 Textfortsetzung folgt. |
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