47.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs- Evolutionäre-All-und Jetzt-Lebens-Nutzungs-Lernen. (Version 2017).
- klassischen Physik als mathematische, absolute Uhr-Zeit.
Einleitung. In der Philosophie fragt man seit jeher nach dem Wesen der Zeit was auch Themen der Weltanschauung berührt. Für die physikalischen, die Bio- und Humanwissenschaften ist die Zeit ein zentraler, auch messtechnisch fassbarer Parameter, u. a. bei allen bewegten Körpern (Dynamik der Entwicklung), in der Chronobiologie, der Zeitsoziologie) Psychologie untersucht die Zeitwahrnehmung das Zeit- gefühl Ökonomie trachtet Zeit auch als Wertgegenstand. In den Sprachwissenschaften bedeutet " Zeit “ die gram- matikalische Form der Zeitwörter, das Tempus. Wissenschaftlicher Zeitbegriff der klassischen Physik als mathematische, absolute Uhr-Zeit. I.) Die vorherrschende Zeit-Vorstellung der westlichen Kultur ist die objektive Zeit der klassischen Physik New -tons ( "wahre, mathematische und absolute Zeit und fließt von sich aus und gemäß ihrem Wesen gleichförmig und ohne Rücksicht auf irgendwelche Dinge). Sie gilt als objek- tives Merkmal der Welt, auch wenn der Verlauf der Zeit subjektiv wahrgenommen wird. " Als Kind dauert es ewig lange, bis das Christkind kommt und im Alter rast die Zeit davon ". II.) Die klassische Physik hat einen anderen Zeitbegriff als die Moderne. Sie arbeitet mit dem anthropologischen, klassischen, temporären Zeitbegriff, während für die Moderne der ontische, kosmologische relative Zeitbegriff gilt. Die klassische Physik behauptet, dass die absolute, mathematische Zeit von sich aus gemäß ihrem Wesen gleichförmig, ohne Rücksicht auf äussere Dinge fliesst. Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen und hat im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine ein- deutige Richtung. Die Zeit ist in der menschlichen Wahr-nehmung wie in der Physik als ein Fortschrei-ten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend zur Zukunft hin. Der Zeitbegriff hängt eng mit dem Kausalitätsbegriff zusammen. Die Vergangenheit ist unveränderlich.Sie kann nicht von gegenwärtigen Ereignissen beeinflusst werden. Die Zukunft hingegen hängt von der Gegenwart kausal ab, kann also durch Ereignisse oder Handlungen in der Gegen- wart beeinflusst werden. Wissenschaftlicher Zeitbegriff der Relativitäts- theorie "die Zeit als Bewegungsdauer". I.) Die Relativitätstheorien lehren uns jedoch, dass dieser Zeitbegriff falsch ist, dass die Zeit durchaus nicht ohne Rücksicht auf irgendwelche äusseren Dinge gleichmässig verläuft. Die spezielle Relativitätstheorie sagt, dass die Zeit für einen Körper von seiner Geschwindigkeit relativ zu einem anderen abhängt. Je schneller der Körper sich be- wegt, desto langsamer vergeht die Zeit.Und nach der allgemeinen Relativitätstheorie hängt auch die Zeit vom Gravidationspotential ab, in dem sich ein Körper befindet. Die Zeit ist demnach etwas Relatives, Albert Einstein meinte sogar eine Illusion.Das dieses nicht nur Theorie ist wurde inzwischen tausendfach experimentell bestätigt (z.B.GBS-Ortungssystem). II.) Raum und Zeit (galten in der newtonischen Physik bis dahin) als unveränderliche konstante Größen-in der Relativitätstheorie sind Raum und Zeit keine festen vor- gegebenen Grössen. Nach dieser bildet die Zeit mit dem Raum eine vierdimensionale Raumzeit, in der die Zeit die Rolle einer Dimension einnimmt. Bekannt sind aus der Geometrie drei Dimensionen, welche einen Körper oder Raum nach seiner Länge, Breite und Höhe bestimmen. Insoweit der Raum oder dingliche Körper zu seinem Werden Zeit benötigt, kommt dann noch die Zeit zu den bereits bestehenden drei Dimensionen als vierte Di- mension hinzu. Die Zeitdimension ist eine Raumdimen- sion. III.) Die Raumzeit bezeichnet in der Relativitätstheorie ver- kürzt gesagt die Vereinigung von Raum und Zeit mit ihren räumlich-zeitlichen Bezugssystemen als Kategorien des Denkens. Der Raum ist das Nebeneinander der Dinge und die Zeit das Nacheinander der Dinge. Die Dinge sind im Raum und wir werden in der Zeit. Der Raum ist die äussere Form der Anschauung und die Zeit die innere Form der Anschauung. Dabei ist der Begriff der Gegenwart nur in einem einzigen Punkt definierbar, während andere Punkte der Raumzeit die weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft liegen als " raumartig " getrennt von diesem Punkt bezeichnet werden. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind drei Bewusstseinsformen. Wenn die Zeit als Vergangenheit erscheint ist die Vergangenheit die Rich- tung der Zeit. Die Zukunft trägt bereits den Keim des Vergehens. Wahre Zukunft kann dem Menschen nur vom Nichtzeitlichen kommen. IV.) In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod. In der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen.Die Raumzeit ist ein Kontinuum (zusammenhängend) und deshalb ist es un-möglich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit. Deshalb entfällt auch jedes Zeit- gefühl.Was die Ewigkeit betrifft sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr,weil in der Ewigkeit alle Zeit ist. V.) Die Veränderung tritt ein, weil sich die Gegenstände in der Zeit durch den Raum bewegen. Entwicklung ist eigent- lich Zeit produzieren, weil sich durch die Entwicklungs- veränderung etwas bewegt wird und dadurch erst persön- liche Geschichte geschrieben wird. Raum und Zeit sind also nicht zuerst da und stehen nicht fest, sondern ein Teil des physikalischen Geschehens bzw. ein Teil des Entwick- lungsprozesses. Die Zeit wird nicht mehr von der Uhr oder dem Kalender, sondern von der Bewegung bestimmt. Die individuelle Entwicklung ist zeitlos und geschieht in der Zeit und die Zeit wird aufgehoben.Was sich entwickelt, unterliegt nicht mehr der Zeit. Entwicklung ist aber immer nur, solange die alles verändernde Zeit währt. Wo sich nichts bewegt, verändert, entwickelt, fliesst, geschieht, in Form gebracht wird etc, da vergeht keine Zeit und so dass da auch keine Zeit. Man erfährt keine Zeit, wenn sich nichts verändert, während etwas anderes unabhängig von einem in derselben Zeit stabil bleibt. Und wo keine Zeit ist, ist auch keine Evolution und damit verlorene Zeit und individualgeschichtslose Zeit. Deshalb wird u.a. alle entwicklungslose Lebenszeit als Zeit- und Lebensvergeu- dung betrachtet*. *1.) In der zeitlosen Ewigkeit altert man nicht.Die Zeit ist aufhoben. Wenn ich mit sechs Jahren gestorben bin ich nach einhundert Jahren immer noch sechs Jahre alt. 2.) Von der gotischen Kathedrale, welche eine Baustelle für die Ewigkeit bleibt, für die Ewigkeit gebaut wurde und für die Ewigkeit wirkt und das Lebens übersteigt zum zeitlosen Ent- wicklungs-Individualisierungsleben wo " das Jetzt als Tätigkeits- augenblick ", das alle Ewigkeit beinhaltet, Zeitgeistiges zum Zeitlosen transzendiert und lebensübersteigend ist. VI.) Ein geschichtliches Gebilde steht nie still, ist immer im werden und stets in neuer Bewährung hin schreitend. Folglich ist die Bestimmung meines Daseins in der Zeit nur durch die Existenz wirklicher Dinge, die ich ausser mir wahrnehme, möglich. Zeitlose Gedanken führen dem Körper ewiges Leben zu. Was ewig ist bleibt, überlebt den Zeitgeist und was in der Zeit ist, stirbt und vergeht mit der Zeit.Solange wir etwas in Raum und Zeit festhalten wollen, werden wir es verlieren. VII.) Wir sind nicht in Zeit und Raum, sondern Zeit und Raum sind in uns und es wird in der Zeit gearbeitet und entwicklungsgelernt. Der Raum " ist " und die Zeit " wird ". Wenn man auf die Uhr schaut, denkt man nicht an die Zeit, sondern in der Zeit. Weder existiert die Zeit, verän-dert sich noch hat sie eine Dauer. Sie ist stillstehend. Das Zeitlose wird in der Zeit abstrahiert (überwunden) und es wird gearbeitet und entwicklungsgelernt über die Zeit hinaus. Es ist das Wirken in der Zeit, um sie zu transzen- dieren und zum überwinden ihrer selbst. Das Arbeiten in der Zeit wurde zum überwinden ihrer Selbst. Das Selbst- werden als ein transzendieren aus der Transzendenz in die Transzendenz als eingefaltete Entwicklungsdimension ge- schieht in der Zeit und diese wird während des augenblick-lichen Entwicklungsprozesses nicht bewusst erlebt. Die Zeit wird individualgeschichtlich, weil innerhalb des Entwicklungs- und Arbeitsprozesses die Zeit eingegan- gen ist *. * 1.) Wenn einer seinen Entwicklungsweg als Vorbild gegangen ist, hat er wirkungsquantenphysikalisch den Weg frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relativitäts- theorie von Albert Einstein. Es wurde (Entwicklungs)raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)- kraftraum einzutreten, wenn diese auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet und diese schöpferische Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzunehmen. Der Dichter Friedrich Schillers würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben. Der Raum ist nicht begrenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Es ist weniger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie, wo ich meiner Lebenswelt in der Auseinandersetzungs-Transzendierung gegenübertrete und Kultur schaffe. 2.) Siehe auch Individualgeschichtlichkeit 3.) Wir wissen,dass sich die Erde im Weltraum drehend bewegt und dass die Frühlingsdauer 90 solcher Erdumdrehungen (90) Tage beträgt.Die Zeit gebiert den Raum, der Raum aber tötet die Zeit. VIII.) Die freie Zeit ist kostbar. Man will möglichst viel möglichst intensiv erleben. Das ist eine Verdichtung von Zeit. In der Arbeitslosigkeit dagegen dehnt sie sich. Wenn nichts geschieht, nur gewartet werden muss, es extrem langweilig ist oder ich sehnsüchtig warte, dass der Tag wegen einer Geburtstagsfeier vom Vortag zu Ende geht, vergeht die Zeit langsam. Aber wenn sich die Ereignisse sich häufen, viel geschieht und ich noch schnell etwas fertig machen muss, läuft einem die Zeit davon und die Zeit kommt einem viel länger vor. IX.) Es ist das quantenphysikalische Prinzip der Nichtloka- lität, welches besagt, dass die Schranken von Zeit und Raum Täuschungen des materialistischen, dualistischen Denkweise sind, dass es hinsichtlich der Übertragung von Gedankenenergie keine Zeit- und Entfernungsbegren- zungen gibt und durch das Verschränkungsprinzip mit jedem Individuum und mit jedem Punkt im Universum als Ganzes verbunden ist. Der absolute Zeitbegriff muss im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie aufgege-ben werden. X.) Auch in der Relativitätstheorie definiert sich die Zeit erstrangig als eine Bewegungsdauer. Die spezielle Relativi- tätstheorie sagt, dass die Zeit für einen Körper von seiner Geschwindigkeit relativ zu einem anderen abhängt und wird erstrangig als Bewegungsdauer definiert und von der Entwicklungsprozessbewegung bestimmt. Entwicklung ist aber immer nur, solange die alles verändernde Zeit währt. Wo sich nichts bewegt, verändert, entwickelt, fliesst, geschieht, in Form gebracht wird etc, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. Man erfährt keine Zeit, wenn sich nichts verändert, während etwas anderes unabhängig von einem in derselben Zeit stabil bleibt. Die Zeit bewegt sich nicht. Wenn nichts geschieht und nur gewartet werden muss, vergeht keine Zeit, da auch keine Zeit, aber wenn sich die Ereignisse häufen und viel geschieht, läuft einem die Zeit davon und die Zeit kommt einem viel länger vor. So ist das momentane Zeit- empfinden immer abhängig von dem gerade Erlebten. Während ein untätiges Warten sich endlos hinziehen kann und langweilig ist, da ist eine spannende Aktivität gleicher Zeitlänge im Nu verflogen. Und während nun untätiges Warten rasch in Vergessenheit gerät, bleibt das freudig Erlebte in lebendiger Erinnerung. XI.) Das Zeitmass wird also nicht eigentlich von der Uhr be- stimmt, sondern von der Bewegtheit des Objektes und wird durch die Aktivität geschaffen, wie es einstmals Albert Einstein in seiner berühmten Relativitätstheorie feststellte. Die Zeit ist von der Geschwindigkeit der Be- wegung des Körpers abhängig. Für eine Schnecke ergibt sich demzufolge eine andere Zeit als für ein Wiesel. Mitt- lerweile wissen wir, je schneller wir uns bewegen, desto langsamer vergeht die Zeit. Im logischen Umkehrschluss wäre das auch eine Hypothese, warum " Bewegung " die biologische Zellalterung verlangsamt. Die Chronobiologie wird zur Evolutionsbiologie transzendiert *. " Zwei Schnecken überqueren in der Mittagshitze ein Bahngleis. Wir müssen uns beeilen sagte die erste Schnecke, damit wir es noch vor dem Abendzug schaffen". XII.) Sowohl die spezielle als auch die allgemeine be- schreibt Zeit und Raum nicht als getrennte, starre Entitäten, sondern als miteinander verbundene, dyna- mische Größen, die vom Beobachter abhängen. In der speziellen Relativität zum Beispiel wird gezeigt, dass Zeit je nach Geschwindigkeit eines Objekts relativ ist. Je schneller man sich bewegt, desto langsamer vergeht die Zeit aus Sicht eines anderen, ruhenden Beobachters. In der allgemeinen Relativitätstheorie wiederum zeigt sich, dass die Schwerkraft die Zeit beeinflusst: In stärkeren Gravitationsfeldern vergeht die Zeit langsamer als in schwächeren. Dies führt zu der berühmten Vorstellung von „Zeitdilatation“ (Zeitdehnung). XIII.) Wenn man mit 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit hinter einem Lichtstrahl hinterher fliegen könnte, so würde er sich doch mit 100 Prozent und nicht mit 1 Pro- zent der Lichtgeschwindigkeit entfernen. Diese Konstanz der Licht geschwindigkeit unabhängig von der eigenen Bewegung ist der Kern der speziellen Relativitätstheorie. Daraus folgt, je schneller ich mich relativ zu einem Beo- bachter bewege, desto langsamer fliesst für ihn meine Zeit dahin und desto kürzer erscheint ihm mein Körper in der Bewegungsrichtung. XIV.) Für einen aussen stehenden Betrachter geht die Zeit etwas langsamer, wenn sie sich an einer grossen Masse befindet. Experten sprechen von gravitativer Zeitdiliation. Messungen mit Atomuhren, die beispielsweise in Flugzeu- gen oder Satelliten mit genommmen wurden belegen, dass auf der Erde im Tal (näher am Erdmittelpunkt und näher an der Quelle der Gravidation) um Sekundenbruchteile die Zeit langsamer vergeht als in den Bergen. Zeitrelativistisch betrachtet altert die Bevölkerung in den Bergen und Flug- zeugbesatzungen schneller. XIV.) Die Zeit definiert sich traditionell über die gezählte Bewegung (Aristoteles) oder als das angeschaute Werden (Hegel),wo Veränderungen ablesbar und erlebbar sind. Wo nichts bewegt wird (entwickelt, verändert, in Form ge- bracht wird, fliesst etc), da vergeht keine Zeit, ist auch kei- ne Zeit und die Zeit ist zeit- und raumlos. Das Medium der Veränderung ist die Zeit, der innere Zeitsinn (als Verwalter und nicht Besitzer der Zeit), die Substanz der Zeit und nur das Unveränderliche, Zeitlose in der Zeit überlebt jede veränderliche Zeit *. * " Zeit ist das, was wir von der Uhr ablesen ", Albert Einstein, deutsch-stämmiger US-amerikanischer, theoretischer Physiker, Entwickler der Relativitätstheorie und Nobelpreisträger. XV.) Diese Relativität der Zeit hat Konsequenzen für ein mögliches Gottesverständnis: Wenn Gott ein reines Geist- wesen ist, nicht gebunden an Materie, wird für ihn die Zeit ganz anders verlaufen als für uns. Die Relativitätstheorie macht vor allem auch die Frage nach der Zeit vor der (ver- mutbaren) Urknalltheorie überflüssig, da die Zeit ja erst mit dem Urknall entstand. Gott hat mit der Welt zugleich die Zeit erschaffen, aber er ist nicht der Zeit unterworfen*. * " Die moderne Physik schockiert mit einer radikalen Neuinter- pretation der Realität: Die Zeit ist eine blosse IIIusion "- Gestern und Morgen sind eins, Bild der Wissenschaft, Rüdiger Vaas " . XVI.In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Ver -gan- genheit und Zukunft zur gleichen Zeit nur an ver- schieden Orten in der Raumzeit und es gibt nur ein früher oder später.Die Relativitätstheorie kennt keinen absolu- ten Gegenwartspunkt, sondern nur ein Bezugssystem.Es ist die Relativität der Gleichzeitigkeit und deshalb kein einheitliches universelles Jetzt gibt. Wie ist dieses zu ver- stehen? Vergangenheit ist verflossene Zeit,die Gegenwart ist das jetzt, hier und heute und die Zukunft ist nach unse- rem Verständnis offen. Die Zukunft als das Morgen ist nach der Relativitätstheorie aber schon schon belegt und wartet nur darauf, dass es mein Bewusstsein entdeckt. Die Zukunft beginnt nicht wenn ich an diese denke und aktiv werde, sondern viel näher und kommt auf mich wie ein fliessender Strom zu. Metaphorisch lässt sich die Zukunft mit einem fertig geschriebenen Buch vergleichen. Erst wenn ich Seite für Seite lese, offenbart sich das Ge- schriebene der Seite, obwohl schon die ganze Geschichte fertig geschrieben ist. Meine persönliche Geschichte wird mit jeder gelesenen Seite neu geschrieben.Mein Gehirn ist die Vorhersagemaschine,welches die Zukunft simuliert.Die Tatsache,dass das Ende des Buches schon geschrieben ist,macht das Buch nicht weniger spannend und weniger neugierig auf das Ende. Auch wenn meine Zukunft schon Form und Gestalt hat und das Ergebnis unwiderbringlich feststeht stellt sich natürlich die Frage: Wozu und wo nach soll ich noch streben und Gläubige fragen sich, warum soll ich noch in die Kirche gehen? Ich kann wieso nichts mehr machen. Die Antwort darauf lautet schlicht und einfach. Auch wenn die Zukunft feststeht, weiß ich heute noch nicht, was sie mir bringt. Die einsteinische Relativitäts- theorie hat sich bewährt, aber zeigt noch nicht die letzte Wahrheit auf. XVII.) Zeitformen - Es ist (Vergangenheit)
Friedrich Hegels. I.) Hegels Zeitbegriff Zeit ist für Hegel überhaupt nur dadurch feststellbar, dass etwas Dauer haben kann, d. h. im Wechsel zugleich auch erhalten bleibt und so das "Jetzt als seiend fixiert ". Eine solche Fixierung ist aber nur in räumlicher Form möglich. Insofern bleibt der Zeitbegriff essentiell auf den Raumbegriff zurückbezogen. Die Dauer schließt andererseits Veränderung ein. „Dauern Dinge auch, so vergeht die Zeit doch und ruht nicht; hier er- scheint die Zeit als unabhängig und unterschieden von den Dingen. Indem sich aber unterdessen andere Dinge verändern, lassen sie die Zeit sichtbar werden, der letzt- lich alles anheim fallen muss: Weil nämlich die Dinge endlich sind, darum sind sie in der Zeit; nicht, weil sie in der Zeit sind, darum gehen sie unter, sondern die Dinge selbst sind das Zeitliche; so zu sein ist ihre objektive Bestimmung. Der Prozess der wirklichen Dinge selbst macht also die Zeit. II.) Von der Zeit als Totalität von Vergangenheit, Gegen- wart und Zukunft muss die Ewigkeit unterschieden wer- den. Hegel fasst die Ewigkeit nicht als etwas Jenseitiges auf, das nach der Zeit kommen müsste; denn auf diese Weise würde die Ewigkeit zur Zukunft, einem Momente der Zeit, gemacht.Die Ewigkeit ist nicht vor oder nach der Zeit, nicht vor der Erschaffung der Welt, noch wenn sie untergeht; sondern die Ewigkeit ist absolute Gegenwart, das Jetzt ohne Vor und Nach. III.) Im Unterschied zu Kant versteht Hegel Raum und Zeit nicht als blosse der subjektiven Erkenntnis angehörende Formen der Anschauung. Sie haben vielmehr auch Realität, da sie durch die absolute Idee konstituiert sind. Philosophische " Jetzt-Zeit " als Ewigkeit. I.) Jede Zeiterfahrung ist immer nur eine Augenblickser- fahrung. Deshalb ist das "Jetzt" der Tätigkeitsaugenblick ", dass alle Ewigkeit beinhaltet, das Zeitgeistige zum Zei- losen transzendiert und nur hier Lebensübersteigendes geschaffen wird. Wer im Zeitlosen lebt, lebt in der Fülle der Zeit,macht keine grossen Zeitpläne mehr, verspürt keinen Zeitdruck, hat immer Zeit, weil er alle Zeit der Welt hat. Die zeitliche Barriere sei es Vergangenheit oder Zukunft wird überschritten und gleichzeitig im Sinne von Kierkegaards wieder hergestellt. Wer nur im Hier und Jetzt lebt, lebt wie ein Kind ohne Zeitgefühl im univer- salistischen Zeitlosen. Wer nur im Jetzt lebt wird nicht älter und den interessiert auch kein Alter und Geburtstag. Zeitlos bedeutet, dass die Zeit sich nicht verändert und die Zeit durch ihn hindurchgeht d.h., z.B. Silvester 1965 ist noch wie heute.Es ist nur ein Zeitpunkt des jetzt und wir leben zu keinem anderen Zeitpunkt als im Jetzt. Ein an- näherndes " Ewigkeitsgefühl " habe ich, wenn ich 1949 bspw. geboren bin und auf dem Friedhof ein Grabkreuz erblicke, geboren 1963 und gestorben 2019, dann erkenne ich die Zeitspanne als ein " Ausschnitt der Ewigkeit " weil ich diese Zeit erlebt habe und noch lebe. Entwicklung findet nur im jetzt statt und jetzt ist immer. Alles was die Zeit schuf ist nicht Wahrheit. Nur durch ergreifen des "Jetzt" kommen wir zum Zeitlosen,Ewigen. Die Zukunft ist ist auch nur ein ewiges jetzt und ewiges Heute und be ginnt im jeden Augenblick aufs Neue. Zeitlosigkeit ist von aller Zeit frei sein als ewige Wahrheit wie z.B. der Satz des Pythagoras, einer der fundamentalsten Sätze der eukli- dischen Geometrie, der immer gilt. Wenn das Ewige in die Zeit eintritt, wird es Geschichte und die Entwicklung " im jetzt " wird zu einem erfüllten geschichtlichen Augenblick. Dadurch werden wir selber historisiert und der Mensch wird zu einem geschichtlichen Wesen. Jeder Tag wird dann zu einem Geschichtstag. Das (Entwicklungs-Individualisierungs)jetzt im hier und heute ist:
* Meister Eckhart II.) Für den Entwickler ist jeder Augenblick da eine Mög- lichkeit zur Wirklichkeit werden zu lassen und das, was jeder Augenblick potentiell von einem erwartet. Jeder Augenblick, der nicht entwicklungsmässig und bewusst genutzt wird, ist ein verlorener Augenblick, sonst rinnt der Tag leer und öde wie jeder andere Tag dahin. Der beste Zeitpunkt ist immer " das Hier und Jetzt "oder nie, wo ich mich bspw. gerade geärgert und andere verärgert habe, wo ich eine Ausrede suche statt der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, wo meine Gier wieder kein Maß kennt und wo Unfrieden zum Frieden wieder transformiert werden muss. Das "Jetzt " ist vergleichbar mit einem impressionis- tischen Maler, der den Augenblick fühlt und ihn auf der Leinwand verewigt. Die Zeit wird um die Entwicklungs-Sinn-Dimension er-weitert und weil das Jetzt zeitlos ist, entfällt auch jeder Zeitdruck, weil das Wesen und die Erscheinung der Zeit identisch sind. Dieses "Jetzt-Entwick- lungs-Lernen " kann auch als lebenslanges Lernen, ohne das es als spezielles (Bildungs)lernen deklariert wird be- zeichnet werden. Der Mensch bleibt ein Leben lang ein zu Entwickelnder und Lebenslernender,weil sich das Lernen von der Gehirnlernnatur lebensgesetzlich und die Da- seinsberechtigung der Nervenzellen als innewohnendes Prinzip nur das Lernen ist. Diese Notwendigkeit des lebenslangen, selbst gesteuerten Lernens entwertet die bisherige Monopolstellung der Schule als primäre Bil- dungsanstalt. III.) In Wirklichkeit existiert jedoch alles, ob in Vergan- genheit, Gegenwart oder Zukunft gleichzeitig. Diese Dimension der Wirklichkeit entspricht holografischer Wahrnehmung einer vollständigen, wirklichen Ganzheits-sichtweise. Die " Jetztzeit " ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jenseits der 3-D-Realität oder die Jetztzeit hat keine Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit. In dieser Perspektive zeigt sich sofort die ganze universelle Wahr- heit des Lebens. Das Jetzt hat genau betrachtet die Zeit Null und die Raumgrösse unendlich. Sie wird nie in ihrer Nullzeit sein, weil wir nur im Jetzt leben gilt nur das Jetzt. IV.) Streng empirisch genommen existiert das Jetzt gar nicht.Es ist nur der reine Übergang und doch der Ursprung was wirklich genannt wird. Das Jetzt und Ist als Momen- tum " ist der Zeitkern, der Zeitsinn, die Ewigkeit, die lebendige Dauer und die Einmaligkeit des Augenblicks als nächster Individuationsschritt und einer Entwicklungs- bringschuld der Entwicklungslosigkeit-.Dieser Augenblick ist alles, was es gibt. Jeder gegenwärtige Augenblick ist zeitlos (atemporal) und die Momente sind nicht zeitlich verknüpft. Es ist im Augenblick zu leben ohne ihn zu beurteilen und zu klagen, die vollständige Geistesgegen- wärtigkeit im Nicht-denken. Es ist entwicklungsprozess- mässig ausgedrückt durch das Nächste zum Höchsten zu gelangen was auch das Gotische Lernprinzip genannt wird. Die Zeit wird um die Entwicklungs-Sinn-Dimension er- weitert und weil " das Jetzt" zeitlos ist und das Wesen und die Erscheinung der Zeit identisch sind. V.) Für den Entwickler ist die Jetzt-Handlungs-Rolle belang- los, ob das Jetzt Arbeit, Autofahren, Handballzuschauer oder Familienvater bedeutet, weil in allem sich etwas entwickeln lässt und verbessern lässt. Es ist kein Gutes wider einem anderen Guten. Es sind die Lebensumstände, welche mich weiter entwickeln lassen. Für ihn ist jeder Augenblick eine Möglichkeit zur Wirklichkeit werden zu lassen und das,was jeder Augenblick von einem erwartet. Es wird nicht auf den perfekten Moment gewartet, son- dern der Moment wird zur Perfektion gebracht. Es ist auch nicht erst mit der Entwicklung anzufangen, wenn ich bspw. mehr Geld oder mehr Zeit habe, sondern nur weil ich jetzt mit der Entwicklung anfange, habe ich danach auch alles andere, was ich vorher nicht hatte. Ein jeder Tag und jeder Moment hat seine einzigartigen Prüfungen, Herausforderungen und Pflichten als die Universalität " des Jetzt " und dieser Augenblick birgt mehr Möglichkei- ten "als Schatz ", was ich bergen kann". Was "im Jetzt not tut ", ist entwicklungsgewollt, entwicklungsnotwendig entwicklungsursächlich, entwicklungseinzig- artig und entwicklungsbringschuldhaft. Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige und immer ist das Wichtigste der Mensch, der mir gerade gegenüber steht. Wenn nicht jetzt, wann dann oder wenn nicht der Mensch, der vor dir steht, wann und wer dann könnte man fragen. Der Fehler dabei ist, dass man denkt, man hätte noch genug Zeit sich damit zu beschäftigen, aber " das Jetzt " ist die Zeit, die wir uns in fünf oder zehn Jahren zurück wünschen. VI.) Von der Zeit als Totalität von Vergangenheit, Gegen- wart und Zukunft muss die Ewigkeit unterschieden wer- den. der Philosoph Hegel fasst die Ewigkeit nicht als etwas Jenseitiges auf, das nach der Zeit kommen müsste; denn auf diese Weise würde die Ewigkeit zur Zukunft, einem Momente der Zeit, gemacht. Die Ewigkeit ist nicht vor oder nach der Zeit, nicht vor der Erschaffung der Welt, noch wenn sie untergeht; sondern die Ewigkeit ist absolute Gegenwart, das Jetzt ohne vor und nach. VII.) Mit Ewigkeit ist keine zeitliche Ausdehnung gemeint, sondern das Auflösen des zeitlichen Nacheinanders, dass unsere abgeleitete Zeit charakterisiert. Ewigkeit ist keine lange Zeit, sondern handelt es sich um eine Dimension, welche uns vom Zeitdenken ausschliesst. Ob eine Minute oder zehntausend Jahre sind gleich wahr. In der Ewigkeit gibt es keine Zahl.Die Idee der Ewigkeit und ewigen Gül- tigkeit von Gesetzmässigkeiten ist zeitlich. Aufgrund der Zeitgebundenheit unserer Vorstellungskraft können wir zwar Ewigkeit denken, aber uns die Ewigkeit nicht vor- stellen. Im Jetzt als Ewigkeitszeit liegt alle Ewigkeit ver- borgen d.h.: Fühle ich mich jetzt schwach dann ist das für mich wie immer schwach, auch wenn ich in der Vergan- genheit stark und gesund war und es auch in der Zukunft wieder sein werde. Jeder hat auch schon einmal die Er- fahrung gemacht, dass er an jemanden denkt, obwohl 15 Jahre schon tot, als sei es erst gestern gewesen. VIII.) Indem alle Zeit mit Anfang und Ende begrenzt ist, muss die Ewigkeit als Gegensatz dazu ohne Anfang und Ende unbegrenzt sein. Den Gegensatz zur Zeit bildet die Ewigkeit im Sinne einer erfüllten Zeit. Effektiv hebt somit die Ewigkeit die Zeit auf und jede Stunde ist ein Teil der Ewigkeit. Die Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. Etwas anderes als das ewige Jetzt" als Augenblick gibt es nicht. Im jetzt als Ewigkeitspunkt liegt alle Ewigkeit verborgen. Es ist wie ein Kleinkind, das ohne Zeitgefühl lebt. Dann wird um dem 90 Psalm zu sprechen " ein Tag sei wie tausende Jahre und tausend Jahre wie ein Tag ". Was die Ewigkeit betrifft sind eine Minute und zehn- tausend Jahre gleich wahr. Fühle ich mich " im Jetzt " krank, dann ist das für mich wie immer krank,auch wenn ich in der Vergangenheit immer gesund war und es auch in der Zukunft sein werde *. * " Gegenwart ist Ewigkeit, denn Gegenwart ist immer " *. * Oskar Frédéric Gros Evolutionäre Allzeitjetztnutzung. Gliederung
Die Lebenszeit eines jeden Einzelnen bekommt erst
wirklichen Wert und Sinn. I.) Für die tägliche Entwicklungs-Tagesreflexion vorgenom- men gilt die Voraussetzung, dass zwar am Tag nichts ande- res getan wurde wie bisher, der Tagesablauf, die Aufgaben- pflichten und die Lebensbewältigung genauso abläuft wie sonst, nur dieses Mal aus der Entwicklungs-Individualisie- rungs-Sichtweise als innere Entwicklungswertsetzung. Dieses trifft auch für das Zeitverständnis zu. Bei der evolutionären Allzeitnutzung wird die Zeit nicht nach Zeiten und Zeitab- schnitten unterschieden, was ich gerade in welcher Zeit mache wie bspw. Arbeitszeit, Bildungszeit, Freizeit, Ein- kaufszeit, Sportzeit, Lesezeit, Arztzeit, Kindererziehungszeit, Pausenzeit, Autofahrzeit, Fernsehzeit oder Wochenendzeit. Es gibt für alles seine Zeit, nur für die Entwicklung nicht, welche über aller Zeit steht und die Zeit um eine Sinndi- mension erweitert. Es gibt nur eine " Entwicklungs-Jetzt-Zeit " für alles, weil aus und von allem entwicklungs-individua- lisierungsmässig gelernt werden kann, alles auch nur Mittel ist zum Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Zweck ist, alles der Entwicklung als Hinweis, Gleichnis, Hilfe und Höherweisersinn dient.Wenn nicht jetzt, wer weiß ob es morgen noch möglich ist. * Wer religiös dies interpretieren will, der wird Meister Eckhart ver- stehen, dass " jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufge-schlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, keine Predigt mehr braucht ". II.) Evolutionäre Zeitnutzung ist der Wandel des Zeitver-
III.) Evolutionäre Zeitnutzung " im Hier und Jetzt " bedeutet u.a. weiter:
- der Bibelvers "Wachet". - eine Offenbarung. - Verzeitlichung des Ewigen. - wo Gott dich gesät hat,da sollst du blühen. - Gottvertrauen im jetzt als die grösste Tugend.
dann habe ich soviel getan, wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr. V.) Einen tieferen Aspekt der evolutionären Zeitnutzung ist die Beschäftigung mit dem zeitlosen Ewigkeitsaspekt. Die Frage ist, ob die These stimmt, dass das Leben unsterblich ist, der Tod es in Wahrheit nicht gibt, das Leben nicht sterben kann, sondern nur das Belebte, dass ich weder geboren bin noch sterbe, jedes Einzelleben (theologische Diktion Seele) nicht tot zu kriegen ist und aufhören kann zu leben, weil es ein Teil des (Gesamt)lebens (theologische Diktion Gott) ist. Diese Glaubensspekulation wird in der Begegnung mit der modernen Physik als religiöse Erfah- rung empfunden, weil diese Aussagen von der Quanten- physik als Faktum unstrittig empirisch bestätigt werden. Wer stirbt, ist nicht tot, weil jedes Einzelleben ein Teil des Gesamtlebens ist und das Universum auf Weiterleben programmiert ist. Der Mensch unterliegt ein Leben lang Veränderungs- und Wandlungsprozessen und der Tod gehört dazu. Das Leben verändert lediglich nur seine Erscheinungsform, weil das Sterbliche nur mit dem Un- sterblichen vertauscht wird. Dieses erfolgt in der Nicht-Raum-Zeit, in einer anderen Dimension, einer anderen Parallelwelt, in einem anderen Bewusstseins-Transbe-reich und ist nicht in unserer Raum-Zeit lokalisierbar. Wenn der Mensch sich treu bleiben will, muss er sich wandeln. Der Tod ist die letzte Wandlung des Menschen im Leben, hat damit seine Bestimmung erfüllt und er ist angekommen. Der Tod gibt es in Wahrheit nicht und das Leben wird nur transformiert, was eigentlich in jedem Entwicklungs-Lebens-Auseinander-Transzendierungs- Prozess stattfindet. Wenn ich mich in einem Lebenspunkt weiter entwickelt habe, bin ich nicht mehr der Gleiche wie zuvor.Siehe Textfortsetzung in Das Leben ist unsterblich VI.) Jetzt kommt die evolutionäre Zeitnutzung " im Hier und Jetzt " über das zeitliche Leben ins Spiel. Wenn die weitere These zutreffen sollte, dass es im " Totenreich " weder Tun noch Selbsterlösung nach dem Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori gibt, im anderen Leben keine Zeit mehr da ist zu wirken, kein erwarten von Verdiensten, keine Weisheit, keine Chance mehr besteht, Gutes zu tun und keine Gelegenheit mehr gibt, sich zu entwickeln, sich zu vervollkommnen, dann muss sich jeder die Frage stel- len, einerseits wie viel Lebenszeit durch leere Unterhal- tungen, konsumistische Zerstreuungen und materialis- tische Lebenswertsetzungen vergeudet wurden, weil die " Daseins-Jetzt-Frage " und nicht die Lebens-Sinnfrage des Einzelnen nur im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses steht. Wenn ich den Tod als die lebenszuge- hörige, zweite Seite verdränge und ausblende,wird eine Entwicklungsschuld angehäuft. Es fehlt dann das halbe Leben und die gelebte Halbheit war noch dazu sinnlos, weil nur durch die Entwicklung sich der Mensch als Indi- viduum begründet und definiert. Der Tod wird als gesell- schaftliches Tabu verdrängt, will eigentlich immer nur noch " ein paar Jährchen " leben und diese ausgelassene Chance gar nicht be- und gewusst ist und damit auch " ein schlechtes Leben danach " wegen der Entwicklungslosig- keit riskiert wird. Im hektischen Lebensalltag ist keine Zeit nur annähernd darüber nachzudenken und bspw. als Beerdigungsgast wird die Trauerfeier nur " über sich er- gehen lassen " und die Worte und Rituale z.B. des Pfarrers sind wirkungs- und beziehungslos geworden. Der Fehler ist, dass man denkt, man hätte noch genug Zeit, aber das Jetzt ist die Zeit, die wir uns in 5 oder 10 Jahren zurück wünschen. Wenn nicht jetzt, wann dann, sollte man sich fragen ? VII.) Diese Liguori-Aussage findet wiederum auch ihr wis- senschaftliches Spiegelbild in der Quantenphysik. Die innere (Geist)welt ist nur reine Information. Daher kann sie aus sich heraus nichts Neues schaffen. Eine Weiter- entwicklung in der inneren Welt kann nur über den Um- weg des Informationsaustausches der materiellen, sinn- lichen Welt als Mittel zum Entwicklungs-Individualisie- rungszweck geschaffen werden. Auch in der Relativitäts- theorie definiert sich die Zeit erstrangig als eine Bewe- gungsdauer. Wo sich nichts bewegt und verändert, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. In der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. Entwicklung ist aber immer nur, solange die alles verändernde Zeit währt. Und wo keine Zeit ist, ver- ändert und entwickelt sich nichts. Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungsreizen des prak- tischen Alltagsweltlebens gegeben ist. Weil es so ist, kommt der gläubige Mensch nur durch die Welt zu Gott, weil diese nur Mittel, Zeichen und Prüfstein ist, welche auf Höheres verweist, was verwirklich werden und mehr Frieden durch die Transzendierung soll bringen soll. Je- der erkennt erst seine " dunklen Seite " am Anderen, in Lebenssituationen oder an den materiellen Dingen. Jedes Individuum ist ein Teil des grossen Ganzen, mit dem gros- sen Ganzen verbunden, befindet sich in Übereinstimmung mit dem Ganzen. Diese Interverbundenheit als das Ver- schränkheitsprinzip ist eine höhere Bewusstseins-Zu- stands-Dimension als Parallelwelt des " Entwicklungs-Geist-Bewusstseins " und diese bleibt nach dem biolo- gischen Tod weiter bestehen, weil das eigentliche Ur- (bewusstsein) aus dem wir gekommen und wieder zu- rückkehren, weder Geburt noch Tod kennt *. * 1.) Alfonso Maria de' Liguori (* 27.September 1696 in Marianella bei Neapel; † 1.August 1787 in Pagani bei Salerno) war ein italienischer Jurist, Moraltheologe, Bischof und Ordensgründer, der heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben wurde. Einen Namen machte sich Liguori auch als Komponist geistlicher Lieder. So stammt das bekannteste italienische Weihnachtslied " Tu scendi dalle stelle " von ihm. 2.) Siehe auch Das Leben ist unsterblich 3.) Siehe auch Das Leben ist ihr Widerspruch 4.) Das Universum ist kein Sammelsurium von vielen Einzeldingen, sondern eine mit einander verbundene Ganz- und Einheit (Plastizi- tät) als Interverbundenheit, woran es nicht der geringste wissenschaftliche Zweifel gibt. VIII.) Die menschliche Existenz ist mehr, als dass sie sich auf Dinge, Besitz und Beziehungen begründet, denn jeder Mensch stirbt seinen eigenen Tod der losgelöst ist von der Heimat,der Familie, seinem Besitz, seinen Beruf, gesell- schaftlichen Bekanntheitsgrad oder ob er seine letzten Lebensjahre auf seiner Lieblingsinsel verbracht hat. Es wird jetzt erst beim Sterben deutlich, dass eine solche, nur auf weltlich, äusseres begründetes Leben sinnlos gewesen war, " das letzte Hemd keine Taschen hat " und wollte nicht wahrhaben, dass jeder einmal seinen eigenen Tod zu sterben hat. Sollte der Mensch einmal Rechenschaft abge- ben müssen, wird er nicht gefragt werden nach seinem Bekanntheitsgrad und seinem Bankkontostand, sondern nur, ob er sich selbst treu geblieben ist d.h., seinen Ent- wicklungs-Individualisierungsweg allen Lebens wider ständen zum Trotz gegangen ist. IX.) Das vorherrschende Rentner-Typbild ist geprägt mit einer Berufskarriere bis zum Renteneintrittsalter, wo die Lebensleistung geschaffen wurde und auf ihr sich ausge- ruht wird mit der Gefahr, " einen schlechten oder nur mittelmässigen Tod " zu riskieren und über seine Verhält- nisse zu sterben. Für alles im Leben wird Vorsorge ge- troffen, aber für " ein Weiterleben danach " nicht, weil kein Sinn darin gesehen und damit auch keinen Sinn im Leben gesehen, der Tod in der Gesellschaft tabuisiert ist und dieses " Unsterblichkeitsfaktum " noch kein aner- kanntes, ernstzunehmendes Allgemeinwissen ist, sondern immer nur eine religiöse, aber bewiesene Glaubensspe- kulation. In alternden Menschen erwacht aber wieder das "Jünglingstemperament " zu einer neuen, das Leben über- steigenden, orientierenden Suchunruhe, je mehr sie sich dem Grabe nähern. Deshalb wird das " Rentner-Typbild " der Zukunft geprägt sein von der evolutionären Zeit-nutzung einer Lebens(berufungs)karriere nach dem Renteneintrittsalter, wo erst eine bleibende, unsterbliche Lebensleistung geschaffen wird, und das Schaffen erst durch " einen grossen Lebens-Sinn-Tod " beendet wird. X.) Wie viel Lebenszeit wird durch die notwendige Arbeits-aber insbesondere die Konsum-, Unterhaltungs- und Freizeit der Entwicklungs(reflexions)zeit unwissend und desinteressierend da entzogen und oberflächlich zeit- entschuldigend argumentiert.Dann weiss jeder, wie viel Zeit noch für die evolutionäre Allzeit-Lebensnutzung übrig bleibt ".Wenn ich an den Tod denke, erscheint auch ein wiederholendes,entwicklungsloses Arbeitsleben ver- geudete Lebenszeit. Wie meilenweit das beschriebene Rentnerideal von derzeitigen materiellen Geldwirklichkeit entfernt ist zeigt eine Studie auf, in der 60 Prozent der Rentner mehr reisen wollen, 67 Prozent können sich nicht alle Wünsche erfüllen und 53 Prozent der Rentner hätten 1000 Euro im Monat gerne mehr. Auch das noch weit ver- breitete " Freizeit-Kneipen- und Kaffehaus Phänomen" von Rentnern/innen, wo " bei Bier und Korn " über Fuß- ball, Krankheiten, Katastrophen, das neue Smartphone und andere belanglose Gespräche geführt wird, die Magenfrage meistens (essen+trinken) im Mittelpunkt steht oder bei Schwarzwälder Kirschtorte mit Tratsch und Klatsch verbracht wird, dann klingt es wie ein romanti- scher Wunsch und steht polar zur Aussage,wo im fort- geschrittenen Rentenalter noch eine unsterbliche Le- bensleistung als sterben lernen geschaffen wird. Das Rentenalter (älter werden) und das Entwicklungsalter (reifer werden) sind zwei Paar Schuhe. XI.) Evolutionäre Zeitnutzung kann zur ars vivendi (Kunst des Lebens) als ars moriendi (Kunst des Sterbens) werden, wenn nicht mehr auf den Tod gewartet wird, sondern die- ser nur erwartet wird. Je mehr man sich (mit seinem Leben) auseinandersetzt, desto mehr wird (der Tod) über- wunden, ein " Sterben auf Raten", weil ich immer weniger sinnlichen Reizen zugeneigt bin und das wirklich Lebens- wesentliche in meinen Aufmerksamkeitsfokus rückt. Es ist nur die Beschäftigung mit dem Leben als Entwicklungs-Transzendierungs-Prozess, was den Tod überwindet, weil es den Tod als endgültig ja nicht gibt.Der Grund, warum wir Angst vor dem Tod haben ist die dualistische, getrenn- te Subjekt-Objekt, statt das Einheits- und Ganzheitsver- ständnis. Das Leben und der Tod werden als zwei verschie- dene Aspekte betrachtet, obwohl es durch die Interver- bundenheit als Einheit nach Adam Riese kein Gegenteil geben kann. Der Verstand sieht eine Dualität, wo faktisch keine ist. Es ist die Reduktion auf das oberflächliche Em- pirische und es wird ausgeblendet, dass es Wirklichkeiten gibt, die jenseits unseres Erkenntnisvermögens liegen. Wer das verstehen lernt, verliert die Angst vor dem Tod, ein Bedauern ist ihm fern und akzeptiert diesen als Teil des Lebens. Das beste Argument gegen den Tod ist das Leben. Dieses ist eine neutrale, unabhängige Weltsicht- weise, ob jemand tiefgläubig oder ein Atheist ist. Ent- wicklungsloses Verhalten bleibt aber ein erheb- licher Lebensrisikofaktor *. * 1.) Adam Ries oder Adam Riese, deutscher Rechenmeister gilt als " Vater des modernen Rechnens ". Er hat mit seinen Werken ent- scheidend dazu beigetragen, dass die römische Zahlendarstellung als unhandlich erkannt wurde und diese durch die nach dem Stel- lenwertsystem strukturierten indisch-arabischen Zahlzeichen er- setzt wurde.Sein Name ist aus der Redewendung " nach Adam Riese für mathematische Korrektheit umgangssprachlich geläufig. 2.) Erkenntnistheoretisch sind (zur Zeit) die Einheitssichtsweise der Interverbundenheit, eine gesamthafte Erfassung, der Geist der Synthese, universelles Erkennen und die Totalität als Ganzes als Parallelwelt kein Gegenstand des Erkennens, um den Dualismus zu überwinden. Der Wahrnehmungsprozess kann das Ganze nicht erfassen, weil wir selbst nur Teile des Ganzen sind. Auch die Inter- und Multidisziplinarität zwischen den einzelnen Fachwissenschaf- ten deckt das Ganze und die menschliche Totalität nicht ab. Die Endlichkeit kann nicht die Unendlichkeit verstehen. Die Gesamt- heit der relativistischen, einzelwissenschaftlichen Erkenntnisse bilden trotzdem nicht das Ganze und die Einheit ab und der ge- samt- und einheitliche Charakter ist, aber an keinem der isolierten Teile vor zu finden. Die Wissenschaft liefert nur Bausteine, aber kein Gebäude. Das dualistische Denken des Verstandes ist ein Hin- dernis für die Weiterentwicklung zum ganzheitlichen Denken. Der Verstand sieht eine Dualität, wo faktisch keine ist. Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, nachquantischen Mikrophysikzeitalter der Beziehungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden ist, wissenschaftlich als überholt und überwunden, auch wenn es im Lebensalltag noch vorherrschend ist. 3.) Siehe auch die Hypothese Das Leben ist unsterblich XII.) Wenn die freie Zeit als das kostbarste Gut nur dazu verwendet werden einen Fasan zu bereiten, sein Auto zu polieren, Bekannte zu besuchen, mit dem Hund dreimal am Tag " Gassi zu gehen", wenn die Sonne scheint Cabrio gefahren wird, der Rasen vor dem Haus gemäht und das Auto geputzt wird, jeder Geburtstag gefeiert und jede Woche einmal zum Friseur, dem übertriebenen Körperkult und Fitnesswahn gehuldigt und einmal abends zum Stammtisch gegangen wird. Der Urlaub ist natürlich da, um zwei Wochen wegzufahren, und das " Shopping " ist für viele eine Lieblingsbeschäftigung. Dann gibt auch noch die vielen Liebhaberinteressen und Status symbole, deren Erwerb mich viel Geld und die Beschäftigung damit mich wertvolle (Entwicklungs)zeit kosten. Im Haushalt ist auch von morgens bis abends etwas zu tun, aber wenn ich an den Tod denke, alles aufgezählte belanglos und für das " hätte ich doch" zu spät ist. Wenn man den Statistiken halbwegs glauben schenken darf, dann verbringt " der Deutsche " im Durchschnitt täglich drei Stunden " vor der Glotze und wenn richtig gerechnet wurde, sind das fast zehn Jahre Lebensverkürzung und darüber hinaus zwei Stunden in sozialen Netzwerken. Wie viel Energien an Lebenskraft, Lebenszeit und versteuerten Geld werden so verbraucht für Unwesentliches und hat kaum noch Energie für das Wesentliche. Diese Tatsache ist noch nicht im " Allgemein-Sterben-Lernen-Bewusstsein" verankert und lebens automatisiert, sonst würden wir nicht am Lebensende um jedes Jahr, jeden Monat und um jede Stunde weiter leben feilschen und eine geschenkte Ver- längerungszeit mit Gold aufwiegen, weil das alles erst einem in der Todesstunde bewusst wird. Nach dem römischen Philosophen Seneca leben wir nicht zu kurz, sondern vergeuden einfach nur unsere Lebenszeit.Wenn ich an den Tod denke, erscheint mein Arbeitsleben ohne " evolutionäre Zeitnutzung sinnlos "und diese leeren Le- bensbeschäftigungen im nach hinein sogar lächerlich. Gesellschaftskonformität und Entwicklungskonformität vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium "und es gibt noch keine Notwendigkeit anders darüber zu denken *. * Brot und Frieden hat immer Vorrang vor Geist und Kultur. Es ist die Abhängigkeit als Wechselwirkung von ökonomischer, äusserer und kultureller Entwicklung. Es ist nicht die Wahlfreiheit zu haben, sondern vom Zwange der äusseren und wirtschaftlichen Notwen- digkeit getrieben sein. Es ist auch die Tatsache, dass in unruhigen Zeiten und bei existentiellen Nöten wenig oder kein Interesse für den das Kulturelle gegeben ist, was auch nicht erst einmal nicht anders sein kann. Wenn aber alles " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck zur Selbstkultivierung " betrachtet wird, dann heisst es nicht mehr nur " Brot vor Geist ", sondern auch " Brot und Entwicklungs-Individualisierungs-Geist " bedingen sich gegenseitig und die kulturelle Entwicklung verlagert sich von aussen nach innen, weil jede Wahrheit kostenlos zu haben und in allem auch im Unvernünftigen, Untugendhaften und Exessiven zu finden ist. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit im Widerspruchslernen vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die geoder ungenutzten Entwicklungsmöglichkeiten sind nicht davon abhängig, ob es mir wirtschaftlich oder gesundheitlich gut oder schlecht geht. Der ruhige, widerstandfreie, griechische Geist und der ruhelose, lebenskrisenbehaftete, gotische Geist finden zur Einheit zurück. XIII.) Das gesellschaftliche stromlinienförmige, ange- passte, verwaltende Leben als auch das Berufs- und Arbeitsleben kennt keine evolutionäre Transzendierungs-Zeitnutzung. Dieses wird über das tägliche Zeitmanage- ment hinaus als brotlose Kunst angesehen. Was innerhalb unserer mitteleuropäischen Lebenskultur als normal an- gesehen wird und auch kein Gesetzesverstoß darstellt, ist aus " der Zeitlos-Lebens-Sinn-Transzendierungs Zweck-Brille " betrachtet Lebensverkümmerung und wird einmal als anachronistisch und unverantwortlich gelten. Die Entwicklungskunst sollte sein, dass erst einmal so weiter gemacht und auf nichts lieb Gewonnenes und Gewohntes verzichtet werden muss wie bisher und ich kann bleiben der ich bin, aber andererseits dieses alles jetzt als Mittel zum Individualisierungs-Sinn-Zweck und nicht als Selbst- zweck betrachtet und allmählich eine Entwicklungswert- setzung vorgenommen wird. Durch die Entwicklungs-Individualisierungs Auseinandersetzung fällt mit der Zeit wieso vieles durch die Überwindungs-Transzendierung weg und es wird Zeitfreiraum für Wesentliches geschaf- fen. Das Ausleben, das Erleben, das Sinnenleben und immer mehr haben wollen ist in jungen und mittleren Lebensjahren normal und was auch gar nicht anderes entwicklungsstufenmässig sein kann, aber in reiferen Jahren sollten die besten Lebenskräfte anderen Priori- täten gelten. Im Alter ist es meistens so, dass man sich vieles und fast alles leisten könnte, aber dieses einen nicht mehr interessiert. Was ich nicht mehr brauche ist mehr wert, als wenn ich mir noch eine weitere " Ersatzbefrie- digung " kaufen kann. Die Entwicklungsfortschritte werden erst " in der stillen Stunde " in der Tagesreflexion sichtbar gemacht. I.). Reflektionen über den Gang des Lebens ist aller Weisheit Anfang. Lebenslernen ist immer Hinterfragungs-Lernen. Deshalb gilt zu lernen nach jedem Tag eine schriftliche Tages-Erkenntnis-Reflexion vorzunehmen, den Tag methodisch zu analysieren, sich frei zu schreiben und schreibend leben, eine Verbildlichung der Gedanken vornehmen,weil dann das Denken zur Entwicklungs- schöpfung wird,sonst bleibt der Tag fruchtlos. Es wird der Entwicklungsgewinn und die angehäufte, potentielle Entwick- lungs-Individualisierungs-Bringschuld des Tages bilanziert und jede Lebenstätigkeit entwicklungsmässig hinterfragt, was als persönliche Meditation und " genuss-volle Nachvertiefung " ver- standen werden kann ". Je mehr ich an dem Tag überwunden habe, desto mehr lebe ich in Frieden, desto entwicklungserfolgreicher war der Tag.Die stille (halbe)Stunde für sich ist die Muße haben das Entwicklungsgeschehen des Tages als das Seelische zu erfassen und die Beschäftigung im Selbstgespräch nur mit seinen persönlichen Entwicklungs-Tages-Gedanken als Reflexion z.B. auf dem Balkon als "Privatkapelle". In dieser Zeit hat niemand etwas von mir zu wollen und das Handy bleibt ausgeschaltet,denn sie gehört mir alleine. Dass sich laut einer Umfrage die Menschen kaum Zeit nehmen für sich selbst, gehört dann der Vergangenheit an. Aber nur die Zeit die wir uns nehmen, ist die Zeit, welche uns etwas gibt. Nicht das Leben der anderen wie Zeitung lesen,die allabendlichen Fernsehen-Nachrichten, Beschäftigung mit sozialen Medien, Smartphone, Internet und anderer fruchtloser Tätigkeitszeitvertreib sind dann für mich von Interesse, sondern nur der vergangene Lebenstag. Gegen- über dem eigenen Wesens-Lebens-Grundgefühl und den stillen Entwicklungs-Erkenntnis-Fortschritten wirken Nachrichten und die Lebenswelt anderer zwar ablenkend, unterhaltend aber auch kraftlos, nicht bleibend und nur das Neue ist das Beste. Die Kraft der Bewunderten nimmt dadurch noch zu, während meine Kräfte weiter ge- schwächt werden. Nur die eigene Individualität ist von Wert.Nicht die Anderen, sondern nur ich bin wichtig, das Besondere, der Nabel der Welt und mache den Unter- schied aus*. * 1.) Das Leben ist auf Wachstum und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen. 2.) Von z.B. der Katharinenkapelle im Straßburger Münster als Gebets- und Andachtsräumlichkeit zur täglichen, stillen Stunde mit sich selbst bspw. auf dem Balkon ( "Balkonmystik" ), um den Tag entwicklungsmässig zu reflektieren. 3.) Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussen- welt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmass- nahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt ", macht den Unterschied aus, ist das Besondere, braucht nichts zu beweisen und beneidet niemanden mehr. So wie wir sind, ist die Welt.Die Probleme des Einzelnen sind so komplex und gewaltig, genauso gross wie die Probleme der Welt sind. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel.Wer seinen Mittel- punkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche mich geformt oder andere Förderer, welche mich weitergebracht haben, sondern es ist das Ergebnis eines indivi- duellen Entwicklungsstrebens. Jeder Entwicklungs-Lebensweg immer, weil er noch von niemanden gegangen wurde, ist auto- biografisch, autodidak- tisch und bildungsdialektisch angelegt. Die Erscheinung des Men- schen sagt mehr aus als sein Beruf. Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein. Früher habe ich gesucht, gewollt und jetzt werde ich gesucht und gewollt. Obwohl ich nie im Vordergrund stehen will, aber wo ich spreche, stehe ich auto- matisch im Licht des Interesses. Was Wert hat, macht sich selten und gerät in den Hintergrund. Er genügt sich nur noch selbst sein,will nicht mehr sein und nur (da)sein. Wenn man nichts darstellt fällt es schwer zu schweigen, aber wenn man etwas darstellt ist einem nichts lieber, als zu schweigen. Gut lebt der, der im Verborgenen lebt. Der Weise fragt nicht,ob man ihn auch ehrt. Nur er allein bestimmt seinen Wert. Es erwartet keiner etwas von mir, sondern ich erwarte nur etwas von mir. Nur wer sich zum Helden macht, hält sich persön- lich für eine Niete. Er will beneidet werden, dass er sich nicht so elend vorkommt. 4.) Jede Lebenskrise trägt keine Wirklichkeit in sich, weil sie sich immer im Innern des Menschen abspielt und deshalb von Re- formen und Veränderungen von ausserhalb nicht zu beheben ist. Dem gesicherten Bewusstsein der angeigneten Umwelt ist eine Problemlösung nicht mög- lich, weil die Krise das noch nicht Erkannte und Erfasste darstellt. Der existentielle Kampf nach aussen enthebt und entlastet ihn, mit sich selbst zu kämpfen. Keiner vermag über das hinaus zu wirken, was er nicht selber in sich hat. Wir verändern und verbessern als Orientierungsvakuum die Welt nicht mit dem was wir sagen und schreiben, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Vorbild-Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensweg geworden oder nicht geworden sind. II.) Entwicklungs-Tages-Reflexion bedeutet schreibend leben,eine Verbildlichung der Gedanken vorzunehmen und durch sich klar machen etwas Neues schaffen. Früher war es üblich, ein Tagebuch zu führen als die Aufzählung der Tätigkeiten und Ereignisse des abgelaufenen Tages, um später auch darin zu lesen. Für die evolutionäre Allzeit- nutzung dagegen gilt es zu lernen, nach jedem Tag sich einige Minuten Zeit zu nehmen, eine schriftliche Tages-Entwicklungs-Individualisierungs-Erkenntnis-Reflexion vorzunehmen,um den Erkenntnisgewinn,die Entwick- lungsfortschritte,aber auch die Fehler des Tages zu bilanzieren, jede Lebenstätigkeit und jedes Verhalten entwicklungsmässig zu hinter fragen. Es die Beschreibung von dem was passiert ist, was ich dabei gedacht und gefühlt habe und ob es ein Entwicklungs- gewinn war und auch eine Selbst- kritik üben,was sich noch zu verbessern gilt. Es ist sich bspw. jeden Abend die Frage stellen ob:
III.) Es sind andere Fragen und Probleme, welche mich während des Alltages bewegen wie bspw. ob das Geld für den Monat reichen wird, wie kann ich die schulische Leistung des Kindes verbessern, wie mein Lieblingsfuss-ball verein am Wochenende gespielt hat, wo ich was am billigsten einkaufen kann oder ähnliches. Die Verbesse- rungszuwachs der Entwicklungsfragen ist nachhaltig blei- bend, während die aber auch notwendigen, existenziellen und interessierenden, individuellen Alltagsfragen nur vorübergehend sind. Wenn diese oder ähnliche Fragen nicht gestellt werden, bleibt alles im Trüben, ist kein wirkliches, sichtbares Fortkommen möglich und es wird am nächsten Tag nur entwicklungslos, alltagswieder-holend, motivationslos weiter gemacht wie bisher. Keiner wird mehr jetzt daran zweifeln, dass " evolutionäre All- zeitnutzung " nur ein fragwürdiges Freizeit-Abend-Ver- gnügen und eine brotlose Kunst darstellt. Nur wenn die Zeit transzendiert wird, geht es auch in mein Leben ein. Es ist wie alles, wenn Neues ins Leben tritt, nur ein Gewöhnungslernprozess*. * Entwicklung kann nur seine befreiende Kraft entfalten, wo der einzelne Mensch seiner Entwicklungsindividualisierungs-Lebens-Gewissens-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit des nicht ge- gangenen Entwicklungsweges ohne Schuldgefühle der Vergangen- heit und Zukunft begegnet. Die Schuld besteht alleine nur darin, das Entwicklungsbessere " im Hier und Jetzt " nicht zu wollen und die Aufrichtigkeit und die Ausrichtung nach mehr Entwicklungs- wahrheit sind das Entscheidende, damit Entwicklung zugelassen wird als Selbstverpflichtung zur Entfaltung der Individualitäts- kräfte der Entpersönlichung. Die Individualisierung ist eine Ent- wicklungs-Bring-Schuld der Entwicklungslosigkeit eines jeden einzelnen Menschen. Bevor es zur Wandlung kommt muss " der Weg des Rausches, der Anpassungsbequemung, der Lebenskrisen, der Irrtümer und der Verzweiflung als Lebensführungsdruck bis zur Entwicklungsreife gegangen werden, weil sich der Mensch von der Gegenwartsexistenz sich erst zu lösen vermag, wenn er die Vergangenheit seiner Existenz, welche in die Zukunft hinaus als lebendige Wirklichkeit nachwirkend ist, diese auch erkennt, ak- zeptiert und durch die Auseinandersetzung mit ihr sich damit in der Entwicklungsüberwindung davon gelöst hat. Christlich inter-pretiert ist die Schuld das Einzige, was den Menschen vor Gott begründet. IV.) Bewährt hat sich bspw. als stiller Rezeptionspartner ein Arbeitswerkzeug in der Zeit der Digitalisierung die Textverrarbeitung (m)eines Computers, wo mir in der schriftlichen Auseinandersetzungs-Erfassung das Tages- geschehen und die Entwicklungsfortschritte als Tater- kenntnis nochmals konkret im " digitalen Tagebuch " bewusst wird. Reflexiv wird als Bewusstmachung durch aufschreiben verstanden. Es schafft die Transparenz, was weiter zu optimieren gilt, ob und wie viel der Tag entwick- lungsmässig genutzt wurde, welche Probleme gelöst wor- den sind. Es ist jeden Tag seinen Lebenssinn und Wert geben, die Lebens- und Arbeitsspannung mit der Arbeits- planung als " Arbeitskalender " für den nächsten Tag neu schaffen (auch wenn dieser im Laufe des Tages durch die spontanen Unwägbarkeiten überholt ist) und erkennen, dass der Tag als Geschenk entwicklungsnotwendig gewe- en war und freue mich jeden Abend, dass der Tag entwicklungsfruchtbar war. Jeder neue Tag beginnt mit einem weissen Blatt Papier, aber mit dem Vorsatz heute " nur das Bessere zu wollen " und an den Tageswiderstän- den zu wachsen. Bei der täglichen Abendreflexion ist es voll geschrieben und interessiert eigentlich am nächsten Tag nicht mehr, weil dieser wieder mit einem neuen, unbe- schriebenen Blatt Papier beginnt. Mit der bewussten Gewohnheits-Tagesreflexion als Bilanz bekommt der Tag erst seinen entwicklungs-transzenzendierenden-bewusst- seins-zukunfts-schaffenden-formbildenden Mehrwert. Dieser permanente Tagesrückblick ist Wachstum, Reifung, Heilung, Schöpfung, Problemlösung,Initiierung von Verän- derungsprozessen und im allerletzten aufgrund der Inter- verbundenheit ein Stück Weltverbesserung und für reli- giöse Naturen Beichte und Gebet zugleich. Nur so arbeitet der Tag für mich, wird dem Tag seinen Individualsinn gegeben und diese Tages-Transparenz führt erst, " emo-tionslos " ausgedrückt, zur quantenphysikalischen Trans- zendierung der Wirklichkeitskonstruktion im Bewusstseinsakt *. *1.) " Das Tagebuch dient als Stimulans, um sich pädagoisch fortzu- treiben, sich gründlich zu durchschauen und immer wieder muss man das Tolstoi Wort wiederholen Wache zu halten über das eigene Leben "*. * In Textanlehnung an " Tolstoi, der Kampf um Verwirklichung ", eine Biografie von Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller 2.) Transzendierung als Bewusstseinsentwicklung wird als die Wahrnehmung von Veränderung definiert als Auflösung und Entsinnlichung eines Dinges, eines Zustandes und es ist der Ent- wicklungs-Lebens-Werde-Formwille-Prozess in der Geistdurch- drungenheit, wo dieses neue Bewusstsein gebildet wird. Im Um- wandlungsprozess verschwindet das Geist-Bewusstsein, weil dieses nur als Gegenstandsbewusstsein denkbar ist. Es ist eine dynamische Auffassung der Formenerfassung als Prozesspräge- kraft des Formens, wo das Gestaltlose, Innerliche des Entwick- lungsgeschehens durch Transzendierung als Kernspaltung des Individualisierungs-Werde-Seins als meine Lebenswirklichkeit des Individual-Logos zur Wissens-Form-Klarheit transformiert wird, wo das Innerliche, Unsinnliche nicht Empirische veräusserlicht und eine Nichtform in eine neue (Wissens-geist)form gebracht wird. Praktisch ist Transzendierung bspw. im Selbstgespräch die Sache gedanklich, gefühls -und glaubensmässig durchgehen und im Prozesserleiden auflösen. Der Glaube, die Gefühle, die Erkenntnis, Gewissensentscheidungen, die Einstellungs-Sichtweise, die Ent- wicklungs-Prozess- Transzendenz sind keine wissenschaftliche, anwendbare Begriffe, aber in der Mikrophysik sind es gefühlte Fakten mit der Kraft Wirkens und des wahr machens. 3.) Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist.Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Bewe- gung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwicklungsbewusst-sein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungs mässig überformt). Information ist der Grund- baustein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwindungs-Transzen- dierungs-Bewusstseins wird diese mani- festiert und verfestigt. Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie Es bestätigt auch die religiöse Aussage eines Meister Eckhart, dass es keine Materie gibt,aus welcher Gott formte.Gott ist seine eigene Materie und Form.Denn nur das Ding lebt, welches die Ursache sich selbst hat. 4.) Danach ist im Bereich der Mikrophysik der Unterschied zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit. Die Quantenphysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet, alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen.Es gibt eine innere und eine äussere Welt, welche Unter- suchungsgegenstand der klassischen Physik und die innere Welt Gegenstand der Quantenphysik ist. Beide Welten sind auf engste verbunden und zwischen beiden herrscht ein reger Informations- austausch vor. Diese innere Welt sorgt für das Bewusstsein. 5.) Wo Überwinder und Überwundenes eins sind, wird die Subjekt-Objektspaltung als der Lebenswiderspruch (Lebensdisharmonie) aufgehoben.Im Wechselspiel zwischen Bewusstseins-Zweiheit und Entwicklungs-Einheit (Lebensübereinstimmung) erfolgt die Neu- schöpfung. Es ist der qualitative Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit. Die Irrtums-Wahrheitserkenntnis als durchdringen- der Entwicklungs-Geist ist der Reifezustand zur Aufhebung von unbewusster Strukturen, Begrenzungen und Blockaden als ein Nachlassen von psychischem Druck. Diese Transformation wird nicht als Opfer oder als ein Verzicht, sondern als Befreiung der Lebensschwere empfunden.Alles Evolutionswidrige wurde ausge- schieden. Nur in der Ego-willenlosen-Transzendierung wird das Selbst aufgebaut. Es wird verbrannt,was einmal angebetet wurde als der Entwicklungsimperativ " des stirb und werde ". Der Dualis- mus wird durch den Entwicklungslernprozess überwunden, weil das Wesen und die Erscheinung einer Sache identisch werden. Das Prinzip Transformation macht Evolution überhaupt erst möglich, im Großen wie im Kleinen, im Makrokosmos wie im Mikrokosmos. Ohne Transformation gäbe es keine Evolution. V.) Es sind vielen kleine Tages-Transzendierungs-Überwin- dungen, welche dem Tag sein Recht geben und zu einem besonderen, individualgeschichtlichen Tag machen, um jeden Abend sagen zu können: " Das war mein Tag ". Es ist die Wandlung des Alltagsverständnisses von der " Tret- mühle des Alltags " und entwicklungslosen Alltagsein- stellung zum Ausseralltäglichen. Die geometrische Form des Wiederholungskreislaufes " alle Tage und alle Jahre wieder " wird zur aufwärtssteigenden Spirale, das jeder Tag ist neu, einmalig und nicht wiederholbar ist. Durch die evolutionäre Allzeitnutzung gibt es keine Alltage mehr, sondern nur noch Entwicklungstage. " Dem Ent- wickler sind alle Tage heilig ", was " das Genie der Selbstevolution " ausmacht. Wenn ich abends meinen Frieden gefunden habe, war es ein guter, magischer Tag. VI.) Nur der Einzelne ist eine Hilfe, den anderen muss ge holfen werden. Erst durch diese evolutionäre beschrie- bene Zeitnutzung wird der Einzelne zu einem unersetz- baren Entwickler und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und ist deshalb auf der tiefsten Ebene " systemrelevant ".Entwickler machen den Unter- schied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort. Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Ent- wickler sind macht- volle Einzelgänger und bilden die zukünftige Elite der Gesellschaft. Die Zivilisation recht-fertigt sich, wenn sie Einzelne hervor zu bringen vermag. Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nicht- angepasste. Nur die Menschen, welche etwas gewagt haben,haben den Men- schen den Fortschritt gebracht. Immer waren es schöpferische,nicht angepasste exem- plarische Einzelgänger, welche Ausserordentliches er- reicht und Umwälzungen eingeleitet haben.Nur wer sich ent- faltet, bewirkt gutes oder Entwicklungs-Individuali-sierung nicht zu tun ist schlimmer, als etwas schlechtes zu tun Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Entwicklungseinzelnen sind vom nationalen Interesse. Mit dem Aussterben des Einzelnen beginnt die Destabilisierung und der Zerfall der Gesellschaft. Jeder kennt den Roman "Glasperlenspiel" des Schriftstellers Hermann Hesse; "Eine Gesellschaft zerfiel, weil sie nicht wandlungsfähig war"*. * 1.) Das Individuelle erhöht das Allgemeine. Der sich entwickelnde Einzelne ist der Schlüssel für alles, weil ein Staat, eine Gesellschaft, eine Schulklasse, ein Volk als anonyme Masse oder eine Vielheit sich nicht entwickeln kann. Nur Einzelpersönlichkeiten wandeln sich, aber nie die Gesellschaft als Ganzes. Über die Entwicklung des Einzelnen definiert sich eine Gesellschaft. Der Einzelne setzt sich immer gegen das anonyme Kraftfeld der Masse durch. Der Staat lebt und ist an-gewiesen von der Entwicklungswiderstandskraft, dem Entwicklungsmut, der Werteentwicklung, was er selber nicht schaffen kann und nicht vom einem genormten, standardisierten Menschentypus, dem auswechselbaren und angepassten (soziali- sierten) Massenmenschen. Anpassung ist Lebensverkümmerung und hilft eigentlich keinem wirklich weiter. Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kulturleben ist der Starke, der Nichtangepasste. Opportunismus ist kein wirklich ernst zunehmender Lebensentwurf. Der Mensch lebt in erster Linie für die Systemerhaltung und nicht für seine persönliche Entwicklung. 2.) Nur in der Individualgeschichte des Einzelnen und nicht in der Geschichtslosigkeit des gesellschaftlichen Kollektivs gibt es einen Fortschritt und deshalb hat nur ein Einzelner Wirklichkeit.Der gesellschaftliche Zustand ist der Zustand Einzelner, die Entwick- lung gewagt haben und wagen, weil der gesellschaftliche, ange- passte Mensch wenig kulturfähig ist. Eine Zivilisation ist nicht im Stande neue Werte zu schaffen. Sie kann nur die vorhandenen Werte verzehren.Kulturen werden nur von Einzelnen aufgebaut und erneuert. Deshalb wird sich die Gesellschaft nie als ein Kul- turvolk begreifen, sondern Kultur hat nur der Einzelne. Der ge- sellschaftliche ist der Zustand Einzelner, die Entwicklung gewagt haben und wagen, weil der gesellschaftliche, angepasste Mensch wenig kulturfähig ist. 3.) Eine Gesellschaft lebt nur von denen, welche sich entwickeln und bewusst an ihrer Individualisierung arbeiten. Deshalb ruht alle Hoffnung auf dem Einzelnen, wenn die Politik handlungsschwach, die Gesellschaft orientierungslos, ein Werteverfall beklagt wird und moralische Autoritäten fehlen. Eine entwicklungsmoralische Vorbildwirkung kann aber nur vom einzelnen Menschen ausgehen. Weil nur der Einzelne ein Gewissen hat, das Kollektiv gewissenlos ist, steht das Einzelgewissen höher, als jeder gesellschaftlicher Konformismus. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt. Weil aller Sinn durch das eigene Leben ent- wickelt werden muss, kann kein Staat, keine Gesellschaft oder welche Weltanschauung und Lebensentwurf auch immer einem sagen,wozu man lebt. 4.) Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmensch 5.) Siehe auch " Jeder ist ein (potentielles )Genie der Selbstevo- lution VII.) Jeder Tag, wo ich meinem Entwicklungsziel näher komme bleibt und fliesst die Gesamtentwicklung mit ein. Ich kann jedem Tag zum Abschluss dieser Betrachtung eine Bewertung z.B. Schulnote geben. Der Notendurch- schnitt der Woche zeigt mir, das jeder Tag genutzt wurde und wird als Lebensmathematik bezeichnet. Das Leben ist die Summe aller gelebten Einzeltage. Wenn jeder Einzeltag bewusst entwicklungsmässig reflektiv und rezeptiv ge- nutzt wird, dann habe ich ein sinnvolles, ausgefülltes Leben gelebt. Das Leben wird nur in dem Maße lebendig, wie es sich (in der Reflexion) entwickelt. Weil nur Entwick- lung den Menschen rechtfertigt und begründet ist auch dann jeder Tag, der kein (rezipierter) Entwicklungstag ist, ein verlorener Tag, welcher individualgeschichtlich be- trachtet, der Menschheit fehlen würde, was noch nicht im Allgemeinbewusstsein verankert ist. Aber keine Zeit ist verloren, in der man nach den persönlichen Entwicklungs- wahrheiten geforscht hat. Der Mensch ist dazu bestimmt seine Entwicklungs-Individualisierungs-Wahrheiten zu erkennen und dieses ist das Einzige, worauf sich sein Le- ben begründen und bauen lässt *. * Siehe auch " Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens"in Individualisierungs-Entwicklung als Lebensweg VIII.) Gross sind nur die Zeiten, welche für die Entwicklung genutzt worden sind. Es ist das Zeitlose im Alltäglichen, das Ungegenständliche im Gegenständlichen und die ordnende Kraft in der Vielfalt der Alltagshüllen, Alltags- formen und Alltagsmöglichkeiten zu erkennen. Es gibt dann keine Arbeits-, Sonn-, Urlaubs-, Brücken-, All-oder Dienstage mehr, sondern nur noch Entwicklungstage. Voraussetzung dafür ist, dass ich mir jeden Tag die Re- flexionszeit nehme und mich nicht ständig ablenken und vereinnahmen lasse, sondern jede Alltagserfahrung bewertend in Erinnerung rufe und die Prioritäten meines täglichen Tuns ständig neu festlege und Veränderungs- prozesse initiiere. Somit wird jeder Tag zu einer Stufe auf "der Entwicklungs-Sprossenleiter" nach oben, jeder Tag ist der Entwicklungsreife ein Tag näher, jeder Tag bekommt einen Sinn, an jedem Abend feiere ich einen Sieg,weil der Tag fruchtbar genutzt wurde, jeder Tag wird zu etwas Besonderem und zu einem individuellen Geschichtstag. IX.) Evolutionäre Zeitnutzung beinhaltet auch ein ständiges Kompromiss- und Improvisations-Lernen als Übergang zum nächsten Kompromiss. Eine kurzfristige Lösung ist auch eine Lösung und für den nächsten Tag wartet schon die nächste Lösung. Es ist ein ständiges Nachbessern und korrigieren,ein sich zufrieden geben mit kleinschrittigen Verbesserungen, ein Warten auf die nächste Gelegenheit, ein Kompromiss eben. Es ist auch immer da aufzusetzen, wo ich zur Zeit entwicklungs- mässig stehe und nicht, wo ich vielleicht einmal mal sein möchte. Nur was ich sofort erreichen kann, ist für mich motivierend. Es sind immer die kleinen Dinge, welches Grosses bewirken. X.) Beim entwicklungslebensgeschichtlichen Individua- lisierungs-Lernen ist Vergangenheits- und Wiederholungs- lernen nicht vorgesehen, weil die Einmaligkeit der Indivi- dualität und das Neue " im Jetzt-Lern-Ist als Entwicklungs-spirale "das Lernprinzip ist. XI.) Wer physisch, körperlich den ganzen Tag hart arbeitet (bspw. Bauarbeiter, Winzer, LKW-Fahrer), der ist abends nur noch müde, kraft-und geistlos und eine Entwicklungs-Tagesreflexion bleibt eine Illusion. Jede übertriebene Körperanstrengung bindet den Geist, die übertriebene Anstrengung des Geistes den Körper. Jede Anstrengung in der einen Richtung wirkt sich kontraproduktiv in der anderen Richtung aus. Deshalb sind einseitige Handarbei-ten und einseitige geistige Arbeiten etwas Grundverkehr- tes. Darüber hinaus muss für die " Evolutionäre Allzeit- Jetzt-nutzung " eine Entwicklungsreife gegeben sein. * 1.) Siehe auch Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierung 2.) Siehe auch Individualgeschichtlichkeit Neuundneunzig Prozent der Zeit wird genutzt für zeitliches, und sterbliches und nur ein Prozent der Zeit wird genutzt für Zeitloses und Unsterbliches.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Wir müssen immer lernen und insbesondere Unsterblichkeits- lernen
(Die Entwicklungs-Lerngrundprinzipien des gotischen Lern- prinzips von Entwicklungseigenschaften der Arbeitstugenden im persönlichen Arbeits(Lern)prozess). > Es geht um die Entfaltung von Entwicklungs-Arbeits- tugen den im persönlichen Arbeitsprozess eines Entwick- ungs-Individualisierungs-Lebenslaufes. Dieses ist die " eigentliche Arbeit " und dieses kontrolliert auch die Nachhaltigkeit der Handlungsqualität. Wo Entwicklungs- tugenden geübt werden, hat die Arbeit den grössten Wert, weil der Arbeitende sich über seine Arbeit wertidentifi- ziert. Es stellt sich immer wieder die Frage, was will mich die Sache lehren und welche Entwicklungseigenschaft soll geübt und selbst zur Tugend werden. Jede Arbeitsanre-gung als Entwicklungswert des Augenblicks sollte als Ent- wick lungsveränderungshinweis verstanden werden und dadurch wird erst der Arbeitsplatz entwicklungsge- mäss begründet. Es sind immer die Entwicklungstugenden und nicht die intellektuellen Arbeitsleistungen, welche den Erfolg ausmachen und den Arbeitsplatz weiter ent- wickeln. Jeder Berufsstand ob Pilot, Krankenpfleger, Pilz- berater, Busfahrer oder Unterwasser-Schweisser hat seine beruflichen Eigenarten und Zwecksetzungen und diese im- plementieren berufstypische, zu lernende Arbeitstugen- den. Es ist eine evolutionäre Sichtweise der Entwicklungs- seite der Arbeit als " Entwicklungsversittlichung , Ent- wicklungssinngebung und Weiterentwicklung des Berufes und der Arbeit *. Entwicklungs-Arbeitstugenden sind u.a. zu lernen:
* Das alte Arbeitsverständnis bedeutete bisher, dass Arbeit vor- handen und genug zutun ist, während beim evolutionären Arbeitsverständnis Arbeit " Teil der menschlichen Entwicklung " ist, weil ich mich mit ihr auseinandersetzen und mir die Arbeits- möglichkeiten erst erschaffen muss.Siehe Textfortsetzung in Wandlung der Arbeitswelt
* 1.) Siehe auch Vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dyna- mischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf 2.) Siehe auch Vom Beruf zur Berufung 3.) Siehe auch Gliederungspunkt " Das gotische Lernprinzip als Bau- (lebens)idee, welches alle bewegt Nr. XX eine weitere Vielzahl von " Entwicklungs-Individualisierungs-Eigenschafts-Tugenden " im Goti- schen Lernprinzip Von dem statischen, äusseren, entwicklungslosen Bildungs-Zeit- Lernen eines Zeitbegriffsgefühls zum dynamischen inneren Entwicklungs-Kultur-Jetzt-Lernen als zeitloses,ewiges Lebens-Grund- Gefühls*. * ( Legende: BLZ = Bildungs-Lern-Zeit als Zeitbegriffsgefühl ELZ= Entwicklungs-Lern-Zeit als zeitloses Lebensgrundgefühl) I.) Bei der BLZ geschieht die Wissensvermittlung in passiver Lernhaltung zu bestimmten festgelegten Lernzeiten in verschiedenen, Orts-und Lernmedium abhängig in der Zeit und endet meist mit einem Bil- dungsabschluss. Es wird auf die Uhr geschaut und unter- schieden zwischen Lern-, Pausen-, Frei-, Arbeits- und Ferien/Urlaubszeit. Hier hat jede Stunde 60 Minuten und im schulischen Bereich bilden sechs Unterrichts-Stunden tage den Menschen. Das Lernen und Lesen erfolgt in der Zeit, für die Zeit und für die Zeit danach. Man denkt an die Zeit, richtet sich nach der Zeit, die Zeit hat mich und ich schenke der Zeit mein Leben. Es ist ein festge- legtes Zeitpunktlernen in der Zeit als die Existenzweise des Bildungshabens. Bei der ELZ erfolgt der Lernprozess in ständiger, aktiver Lernhaltung, Orts- und Lernmedium unabhängig und es ist ein " Transzendierungs-Neulernen " über die Zeit hinaus. Man denkt nicht an die Zeit, sondern in der Zeit, ich habe Zeit und ich schenke dem Leben mei- ne Zeit. Jeder Zeitpunkt ist ein Teil der Ewigkeit und es spielt keine Rolle, ob in der Schule, als Autofahrer, als Angler, auf dem Sportplatz, im Urlaub, am Arbeitsplatz oder abends vor dem Fernseher, sondern der Mensch entwickelt den Tag. Es wird permanent gelernt bis zur Entwicklungsreife, wo noch gesucht wird, aber danach es nur noch ein vollenden ist als die Existenzweise des Entwicklungswerdens. II.) Bei der BLZ richten wir uns nach der Zeit und die Zeit des Ausübens und des Lernens fallen zusammen. Wenn man die Uhr ansieht, denkt man an die Zeit. Es ist lernen in Raum und in der Zeit und für die Zeit nach dem Lernen und zeitgeistiges Lernen (Zeit- und Raumbildungslernen als äusserer Zeitsinn und es vergeht jeden Tag einen Tag. Die Zeit wird von der Uhr bestimmt). Bei der ELZ sind Raum und Zeit in uns wird in der Zeit gelernt. Wenn man die Uhr ansieht denkt man nicht an die Zeit. Weder exis- tiert Zeit, noch verändert sie sich oder hat Dauer. Sie ist stillstehend (Das Lernen in der Zeit ist zum Überwinden ihrer selbst und gewinnt jeden Tag einen neuen Tag. Die Zeit wird von der Entwicklungs-Prozess-Bewegung be- stimmt). III.) Die BLZ ist das alte, temporär verstandene, dualisti- sche, Zweck-, Uhrzeit und zeitdruckhafte Lernverständnis, welches sich i.d.R. in der Zeitspanne von Montag bis Frei-tag von 08:00 - 18:00 Uhr bewegt und kennt viele Leer- und Auszeiten, Wochenenden, Krankheits-,Urlaubs- und Feier- tage. Wir richten uns nach der Zeit, die Zeit des Lernens und des Arbeitens fallen zusammen und die Lern- und Arbeitszeit liegen innerhalb der Zeit. Die ELZ ist das le- bensganzheit-liche, nicht-dualistische, Zweck-, Uhrzeit- und zeitdruckfreies Entwicklungs-Lernzeit-Verständnis " des jetzigen Augenblicks als das Nun, welches zeitlos ist, weil es keinen Unterschied kennt was in der Zeit geschieht und alles nur eine Entwicklungslernzeit ist und der Mensch bleibt ein " Lebenslanglernender "*. * I.) Das "Jetztlernen " ist die Lernfrage, der Zeitkern der Lernsinn- wahrheit, die Einmaligkeit des Augenblicks als nächster Individua- tionsschritt. Für ihn ist jeder Tag, jede Stunde eine neue Chance und das, was jeder Tag von uns erhofft. Der Zeitpunkt, wo am besten gelernt wird, ist immer. Alles hat eben seine Zeit, nur das Entwicklungs-Kultur-Lernen lernen nicht. Die Zeit wird um die Entwicklungs-Sinn-Dimension erweitert und das " Entwicklungs- jetzt " kennt keinen Zeitdruck und ich habe alle Zeit der Welt. II.) Siehe auch oben den Gliederungspunkt " Philosophische Jetzt- Zeit als Ewigkeit " III.) Siehe auch lebenslanges Lernen IV.) Bei der BLZ bilden z.B. 6 Unterrichts-Tagesstunden den Men schen. Es ist schulisches, zum festgelegten Zeitpunkt und Zeit- dauer, erzieherisches, gerichtetes, planmässi- ges, konfliktfreies, in der untätigen Lernhaltung ausge- wähltes, aktives Kennen- und Dazulernen als Zeitpunkt- lernen mit festgelegten Schulungster minen. Es kennt feste Schul-und lernlose Auszeiten (Tageswert). Beim ELZ bildet und entwickelt der Mensch den Tag. Es ist ein ausserschulisches, eher ungerichtetes, unplanmässiges, beiläufiges, in der tätigen Lernhaltung, entwicklungs- notwen diges, selbstorganisiertes, selbstentdeckendes, reaktives Lernen " im augenblicklichen " Hier, Jetzt und Ist “. Die Leer- und Auszeiten werden Lehr- und Lernzei- ten und die Zeitdauer richtet sich bspw. danach, wann das Problem gelöst ist (Dauerwert). V.) BLZ ist Konvention, in der Zeit, damit verfallend und wirkt nicht über seine Zeit hinaus (Wissensverfallzeit). ELZ steht im Widerspruch zur Konvention, ist überzeitlich und wirkt über die Zeit hinaus (Wissen ohne Verfallzeit) *. * 1.) Fast alles Wissen z.B. unterliegt einer Halbwertszeit des Wissens.Die Halbwertszeit des Wissens ist jener Zeitraum, in dem Wissensinhalte durch neue Erkenntnisse aus Forschung, Entwick- lung und der Lebenspraxis als überholt angesehen und entwertet werden. Diese Wissens-Alterungs-Verfall-zeit liegt mit Ausnahme von zeitlosen Grundlagenwissen (z.B. die Zahl Pi) inzwischen unter vier Jahren und beim Computerwissen unter einem Jahr. Das Unschärfeprinzip von Werner Heisenberg wirft jeden Wissensde- terminismus über den Haufen. 2.) Siehe auch " Entwicklung ist nur gegen die Welt möglich " in Entwicklungs-Individualisierungs-Widerspruch 3.) Siehe auch " Individualisierung gegen die Widerstände in der Gesellschaft " in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch VI.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen feiere ich bspw. meinen siebzigsten Geburtstag und es zählen nur die Anzahl der Jahre (vergänglicher, anthropologischer, klassischer traditioneller Kalenderzeitbegriff des biografischen Alters). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernens feiere ich meinen siebzigsten Geburtstag und die Anzahl der Jahre sind bedeutungslos für mich. Die Anzahl der Jahre alleine ergeben noch keinen Lebenssinn und sind noch kein Wert an sich. Mein Lebensgrundgefühl und meine Lebensziel- setzung sind an kein Alter und Sprachkonvention (Rent- ner, Greis, Senior) gebunden, sondern ich lebe aus dem Zeitlosen "dem Hier und Jetzt" (die ewige Zeit, in der sich etwas entwickelt). Es ist die Kunst jung zu bleiben in einem hohen Alter und Geburtstage sind kein Grund mehr älter zu werden. Weil man keine Zeit hat älter zu werden, wird man es auch nicht, sondern bleibt nur länger jung (onti- scher, evolutionärer, kosmologischer, wertfreier Zeit- begriff des biologischen (Zell)alters) *. * 1.) Der Mensch ist nicht so alt wie sein Geburtsdatum im Personal- ausweis (bografisches Alter) sondern nur so alt wie seine Körperzellen (biologisches Alter). 2.) Früher hieß es; der geht am Stock (alt) und heute sagt man dazu " Nordic Walking " (jung). VII.) Die BLZ ist das Bildungslernprinzip des Lebenspha- senslernens als ein schulisches verstandenes Lernver- ständnis. Zeitlich ist es nur ein Lebensabschnitt und der Bildungs-zeitraum beträgt je nach Bildungsgang 10 bis 30 Prozent im Verhältnis zur Gesamtlebenszeit z.B. vom 7 bis zum 25.Lebensjahr. Es ist ein Lernen zu festgelegten Bil- dungszeiten als Bildungsleben in verschiedenen Lebens- abschnitten, welches z.B. mit einer Prüfung abgeschlos- sen wird.(Man kann eben nicht das ganze Leben auf der Schulbank verbringen).Eine BLZ bleibt darüber hinaus dem persön- lichen Weiterbildungsinteresse und eventueller beruf- licher Aus- und Weiterbildung überlassen. Die ELZ dagegen ist das lebenslange Lernen als Evolution und an keine Bildungsjahreszahl gebunden. Der Mensch bleibt ein ganzes Leben ein Entwickelnder und ein " Lebens-Jetzt-Lernender ". (Man kann sich aber das ganze Leben entwickeln) *. * Es ist das natürliche, dem Leben inne liegende Lernen und die ganze Lebenstotalität ausfüllende Selbst-Individualisierungs-Entwicklung als Wesensnotwendigkeit und ein Lebensgrundge- fühl. Der Entwicklungs-Individualisierung-Lebenslauf als Lebens-weg wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientierendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren, beabsichtigen, offenen Endzustand hinausläuft. Die ELZ ist erst einmal nur eine Mög- lichkeitspotenz, welche vom Einzelnen immer wieder neu gelernt werden muss, was das Gotische Lernprinzip ausmacht. Der Mensch lernt eigentlich ein Leben lang mit Ausnahme seiner Schuljahre. VIII.) Wenn der Schultag als BLZ durch Schulfehlzeit nicht bildungsmässig genutzt wird, dann entstehen Bildungs- lücken und falls diese nicht gefüllt werden, besteht die Gefahr schlechter Schulnoten. Wenn der Tag als ELZ nicht entwicklungslernmässig genutzt, dann ist dieses ein ver- geudeter, verlorener und mit einer " Entwicklungsschuld der Entwicklungslosigkeit " behafteter Tag, der indivi- dualgeschichtlich interpretiert, der Menschheit fehlen würde *. * Wenn die BLZ lebenshistorisch betrachtet wird, relativiert sich der Bildungswert. Was einer im Leben geworden ist und noch wird, ist er nur aus sich selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungserlebnisse, welche ihn geformt ha- ben, weil jeder Entwick- lungslebensweg immer autobiografisch, autodidaktisch und bildungsdialektisch angelegt ist. IX.) Bei der BLZ wird das Gelernte als absolut, richtig und für dauerhaft angesehen (Zeitgeistwert). Bei der ELZ wird das Gelernte nur als relativ, aber lebenstragend und für immer angesehen (Ewigkeitswert). X.) Die BLZ ist Inkubationszeit, Reifezeit, theoretische Lernzeit und folgenlose Vorbereitungszeit für das Leben (z.B. 4 Jahre Universitätsstudium mit Abschluss " Diplom-Kaufmann " als Berufssozialisierung ). Die ELZ ist prak-tische Lehrgeld-, Irrtums-, Krisen- und folgenreiche Le- benserfahrungszeit (z.B. 4 Jahre im Gefängnis als Reso-zialisierung). XI.) In der BLZ wird nach konstruierten Lernzielen gelernt und zertifiziert. Bei der ELZ gibt es kein festes Lernziel und Zertifizierung, sondern es ist mehr ein beiläufiges, unbe- wustes, spontanes, gewachsenes Zeitnutzungs-Lebens- situations-Verbesserungslernen " im Hier und jetzt " als das Gotische Lernprinzip. XII.) Die BLZ wäre Entwicklungsstoffverfrühung. Das Leben ist ungelehrt. Deshalb ist das Eigentliche nicht zu lehren. Bei der ELZ gibt es für alles seine Zeit, alles hat seine Zeit, nur Entwicklung nicht. Bei Entwicklungsreife ist das Ent- wicklungshandeln automatisch mitgegeben. XIII.) Die BLZ ist gesteuertes, fremdbestimmtes Lernen und vom lebenslangen Lernen getrennt. Die ELZ ist selbst- gesteuertes, selbstbestimmtes lernen und die Zeit der Lebensführung und des Lernens als lebenslanges lernen fallen zusammen. XIV.) Die BLZ bezieht sich auf die sichtbaren, geschätzten fünf Prozent des Be- und Gewussten als vermeintliches Ganzheitswissen (Welt der elektromagnetischen Schwin- gungen). Die ELZ schliesst auch auf die geschätzten 95 Prozent der unsichtbaren Welt des noch nicht Gewussten mit ein (Welt quantenphysikalischer Gesetzmässigkeiten) * * Siehe auch " Anamnese ist die Erinnerung an alles vorhandenes Wissen in der unsterblichen Seele, welches bei der Geburt ver- gessen wird. Es ist auch die (Entwicklungs)-Wieder-Erinnerungs-Pädagogik Platons und die Sublimierungsthese des Aristoteles, wo alles Wissen schon im universellen Bewusstsein als emergente Eigenschaft ausserhalb vom Einzelgehirn existent ist und der " Ichcharakter " bei der Theorie des Bewusstseins in Frage gestellt wird. Lernen besteht in einem Erinnern seit Generationen in der Seele des Menschen-Sokrates im Dialog mit seinem Kollegen Platon .... Nr.200 in Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kultur-Lernen XV.) Die BLZ vollzieht sich in dualistischen, deduktiven, zeitgeistigen Bildungslernkategorien. Die ELZ vollzieht sich in universellen, induktiven, zeitlosen Entwicklungslern- kategorien. XVI.) Die BLZ findet bspw. bei der dualen Berufsausbildung in z.B. sechs verschiedenen Schulbildungsfächer je 45 Minuten am Tag statt (Vieles, aber nicht Eines). Die ELZ findet in Lebenssituationen in Lebensprüfungen, bei Irrtümern, in Alltags- und Berufszusammenhängen, in Lebenskrisen, als Mittel zum Entwicklungs-Individualisie- rungszweck etc. weil Ruhe aller Unruhe Suchziel bleibt (Eines durch Vieles). XVII.) Bei der BLZ haben die Kinder kaum noch Zeit zum Spielen und durch die Vorschule wird das Erwachsen werden mit der Kindheit bezahlt. Damit wird die Entwick- lungskluft immer grösser (Förderwillen). Bei der ELZ bleibe ich Kind solange wie es geht, weil diese Zeit für die zukünftige Entwicklung am wichtigsten ist. Je länger die Kindheit gedauert hat, desto bedeutungsvoller wird das Leben danach und " das Spielen ist mehr, als nur Kinder- kram" (Entwicklungswillen) *. * Die Neubewertung der Kindheit und Jugend. 1.) Glücklich ist der, welcher sein Arbeits- und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens in Verbindung setzen kann und die Kindheit sich darin vollendet und ist sich sicher, dass dieser Weg von Anfang an in der Kindheit als Lebensfundament festgelegt war, weil ich meinen Träumen mein Leben schulde als unverbrauchter Idealismus der Zielspannung *. * Wo Beruf und Berufung schon zu Kindheits- und Berufsbeginn zusammen fallen und Entwicklungsrückschlüsse auf die Kindheit gezogen werden können, ist den Allerwenigsten gegeben. 2.) Die Kindheit wird nach dem evolutionären Verständnis von der Genese her betrachtet. Es sind das Erb-, Kindheits-, Erziehungs- und Elterngut, die Jugendjahre, Zeitgeist, Jugend- Freunde, Landschafts- eindrücke der Heimat, (jede Region hat ihren eigenen Entwick- lungscharakter, monumentale Eigenschaften und seelische wirk- same Formen, welche einen jahrelang geprägt haben), Kindheits- interessen- und Gewohnheiten, kulturelle und religiöse Soziali- sation, Traditionsfeste, Umwelteinflüsse, persönliche Erlebnisse und Leistungen, Entwicklungseigenschaften, Leidenschaften, Lebenskrisen, Sturm- und Drangjahre sind unsere Entwicklungs- bestimmung und der Beginn unseres Entwicklungsweges. Eine Kindheit lässt sich auch nicht später erlernen, sondern sie wird einem mitgegeben. 3.) Wer ein Jugendideal verfolgt, bleibt zeitlebens ein Kind im Her- zen.Es ist gut als Kind Ideale zu haben, aber es ist frustrierend, sie im fortgeschrittenen Entwicklungsalter nicht realisiert zu haben. Nur was ich in der Kindheit erfahren kann ich auch meinem Kind weitergeben. Ohne eine unbeschwerte Kindheit und fast wol- kenlose Jugend gelingt das Leben schwer. Das Selbstsein als Kind (unbelastete Kindheit) ist mein Selbstsein von heute. Ein Mensch wird umso schneller entwicklungsreif, je länger seine Jugend und Kindheit gedauert hat. Kindheit wird auch mit Spielen in Verbin- dung gebracht und es ist die unbeabsichtigte, zweckfreie Selbst- ausbildung im Spielen ohne praktische Zielsetzungen, welche entwicklungsförderlich ist. 4.) Die Kindheit ist bisher mehr im Allgemeinen, Abstrakten aber nicht im Individual-Entwicklungs-Psychologischen beleuchtet worden. Eine entwicklungsindividuelle, lebensmässige Deutung der Kindheit und Jugend ist möglich, wenn signifikante Entwick- lungsgrundzüge im Kindheits- und Jugendprofil erkennbar sind wie z.B. das Kind hatte eine Naturkindheit und spielte oft an einem kleinen Fluss, es war ein Einzelgängerkind, das Kind hatte eine tief gläubige Mutter gehabt, der Vater war ein "politisch Linker", es ist geboren worden und aufgewachsen " in der Weite des Rhein- tals ", es hatte kaum Interesse an alterstypischen Aktivitäten, es war ein Aussenseiterkind, "ein Träumerle", ein komplexiöses Kind, als Kind half er dem Vater schon im elterlichen Betrieb und viele andere Kindheitserlebnisse mehr, was über die Jahre entwick- lungsprägend wird und lassen eine entwicklungspsychologische Neubewertung der Kindheit zu. Auch geschlechterspezifisches Spielverhalten wie Fussball oder Computerspiele bei Jungen fördert die visuell räumliche Koordination und technisches Ver- ständnis und Puppen- als auch Rollenspiele bei Mädchen wirken sich positiv auf die sprachliche und soziale Entwicklung aus. 5.) Was in der Kindheit ausgeprägt wurde, sind die Entwicklungs- möglichkeiten der Jugend und als Erwachsener. Es gilt diese in eine allgemein, erfassbare gültige Form zu bringen, um die Sinnline der Kindheit bis zum Erwachsensein besser zu verstehen und warum besonders die frühen Kindheitserfahrungen so wichtig sind. Was im Elternhaus übernommen wurde (Kindheitsgefühl), setzt sich auch meistens später durch. 6.) Die bisherige, rudimentäre, biografische Entwicklungskindheits- forschung bestätigt mit begrenzter Aussagekraft diese Erkennt- nisse. Auch bestätigt die analytische Psychotherapie, in der man seine Kindheit aufs Neue erlebt, meistens in der Auseinander- setzung der erlebten Kindheitskonflikte und mit dem Unbewusst- en der Lebensgeschichte. Die Kindheit ist das individualgeschicht- liche Erbe für das zukünftige Lebensbessere und Lebensgrösseres, welches das Ziel des Entwicklungslebensweges ist. Wenn in der Kindheit die Struktur des Gehirns vielseitig entwickelt wurde, hat der Jugendliche und junge Erwachsenen neurologisch mehr Ent- wicklungsmöglichkeiten. Deshalb können geschulte Pädagogen schon bei Acht- bis Zehnjährigen die weitere schulische Laufbahn relativ verlässlich voraussagen, nachdem sie die Einflussgrössen des Lernens der Kindheit und der vorschulischen Betreuung ken- nengelernt haben. 7.) Die Kindheit und Jugend wird im heranwachsenden Alter zu einer vergessenen Lebensphase, wo nur noch die rührenden Kindheitserinnerungen eine persönliche Rolle spielen, aber der einzigartige und lebensprägende Wert dieser Inkubationszeit als Lebensfundament im späteren Leben keine Berücksichtigung mehr findet. Die Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit der Kind- heit und Jugend ist aber die Lebensgrundlage, Lebensrichtung, Lebenszukunft, bleibt die treibende Kraft und wird erst als „junger Alter“ wieder ernst genommen.Die Kindheit ist lebensbestimmend, lebenstragend, lebensentscheidend und gibt dem Leben erst Be- deutung, Sinn und Wert als der Geburtsgrund von Allem. Ein Leben lang spielt die " Kindheitsseele " als zweite Persönlichkeit die Hauptrolle im Leben. Bei seiner Berufung wird man von seiner Kindheit wieder eingefangen. 8.) Wenn ich eine andere Kindheit gehabt hätte, hätte ich auch eine andere berufliche Entwicklung gehabt. In der Heimat der Kindheit wird der Entwicklungssamen gestreut, welcher sich "in der Fremde"entwickelt. Der schöpferische Mensch zieht die wert- vollsten Kräfte aus dem Heimatgeist. 9.) Der Kindergeist überträgt sich auf das, was man macht. Das höchste Entwicklungsziel ist "die Kindheit zum Beruf " werden zulassen d.h. Kindheitsmerkmale, welche durch Bildung und Sozialisierung nicht weiter entwickelt oder "überbildet oder überfremdet" worden sind im Berufsleben durch viele Tätigkei- ten hindurch zur Entfaltung bringen. 10.) Lebensträume gelten das Privileg junger Menschen, aber i.d.R. bleiben es nur Träume. Viele Jugendträume sind erst im Erwachse- nenalter möglich, weil die sinnlichen Reize zum grossen Teil erst überwunden werden müssen und dann in die Jahre gekommen ist, wo der Körper und Geist nicht mehr alle Energien für das eigene Wachstum verbraucht, sondern Überschüsse hervorbringt. Durch das Ausleben und Erleben als Freimachen ist erst die Unabhängig- keit und der Blick für das Wesentliche gegeben. Ein unverbrauch- ter Idealismus als Zielspannung ermöglicht die Verwirklichung der Träume der Kindheit,für die es nie zu spät ist. Es ist mehr die Un- wissenheit und Ungewohnheit, dass sich bisher nur wenige Er- wachsene mit ihrer Kindheit auseinandersetzten und darauf warten, dann im Rentenalter richtig loszulegen. 11.) Es ist die Entwicklungs-Fortsetzungs-Sinnline von seinem Kindertraum und Ideal der Jugend immer nur weiter träumen, aber nicht den Entwicklungsmut und die Durchsetzungs-Ernst- haftigkeit für die Realisierung seiner Kinder- und Jugendträume haben (ich will nur wissen, wie es weiter geht) zur Verwirklichung seiner Kinderund Jugendträume im Alter allen Schwierigkeiten, gesellschaftlichen Widerständen, Selbstzweifeln, Ungewissheiten und körperlichen Gebrechen " zum Trotz " (ich vertraue, wie es weitergeht). Aber welches Kind hat heute bspw. 70 Jahre Zeit und die Ausdauergeduld " seine Kindheit zum Beruf " zu machen ? Geduld ist das Schwerste und Einzige, was zu lernen sich lohnt. Alles Schöne und Grosse und jeder Erfolg hat dort seinen Ursprung. 12.) Bei einer vorwissenschaftlichen, stichprobenartigen Be- wertungsstudie nach Entwicklungskriterien von ca. 200 Biografien und Lebensläufen bekannter Persönlichkeiten, Nobelpreisträger, Politiker, Philosophen, Maler, Schriftsteller, Prominente und Superreiche, Militärführer, und anderer gesellschaftlich und geschichtlich, relevanter Personen (als Segen oder Fluch für die Menschheit Sinne) hat die Entwicklungslinie meistens konser- vativ begonnen und revolutionär/evolutionär individualgeschicht- lich (als notwendige, geschichtliche Person der Zeit) geendet. Entwicklungsmerkmale der Kindheit und Jugend liessen sich in die Zukunft für Entwicklungs-Wahrscheinlichkeits-Aussagen extrapolieren. Aber es waren auch eine Minderanzahl von Le- bensläufen, wo in der Kindheit und Jugend keine eindeutigen Ent- wicklungsparameter für die Zukunft oder etwas anderes Grosses erkennbar waren, weil dieses sich in späteren Jahren erst her- ausgebildet hat und keiner ahnte, aus welchem Holz er geschnitzt war. 13.) Die Kindheit und Jugend wird im heranwachsenden Alter zu einer vergessenen Lebensphase, wo nur noch die rührenden Kindheitserinnerungen eine persönliche Rolle spielen, aber der einzigartige und lebensprägende Wert dieser Inkubationszeit als Lebensfundament im späteren Leben keine Berücksichtigung mehr findet. Die Kindheit ist lebensprägend, lebenstragend, le- bensentscheidend und gibt dem Leben erst Bedeutung, Sinn und Wert als der Urgrund von Allem. Ein Leben lang spielt die " Kind- heits-Seele " als zweite Persönlichkeit die Hauptrolle im Leben. Bei seiner Berufung wird man von seiner Kindheit wieder eingefangen und ist am Ziel seiner Kindheit angelangt. 14.) Kindheit ist die Gabe, welche jeder bei seiner Geburt empfängt. "Das Kind trägt schon den Bauplan in der Seele mit sich (Friedrich Fröbel-Pädagoge)". Es ist die Entfaltung nach dem individuellen Eigengesetz. Wir sind heute, was wir in der Kindheit und Jugend befürchtet,gehofft und was wir uns zutraut haben. Die Kindheits- erlebnisse und Empfindungen der ersten 3 - 5 Lebensjahre sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung. Wir stehen immer im Banne der Kindheitsideale und Jugend. Vom Grundlebensgefühl bin ich und bleibe mein eigenes Kind und wenn ich mich mit Kindern beschäftige, bin ich wieder ein kleiner Junge oder ein kleines Mädchen. Keiner kommt aus seiner Kindheit wieder heraus. Sie kann nicht überwunden werden und lässt einen ein Leben lang nicht mehr los. Der Einzelne ist unbewusst an seine Kindheits- und Jugenderlebnisse gefangen. Es ist immer noch so wie früher und bei einem Klassentreffen bin ich für die Anderen der Gleiche wie damals. Deshalb trifft die Volksmundweisheit nicht zu, dass mit dem Tode der Eltern die Kindheit endet. 95 Prozent unserer Lebensaktivitäten werden vom Unterbewusstsein gesteuert und sind wichtiger als das Verstandesbewusstsein und die Vernunft. Gefühle sind angeboren und es ist die Gefühlsstruktur der Kind- heit, welche automatisch abläuft. Es sind diese Erinnerungen, welche einen jung halten. Dinge, die man als Kind geliebt hat bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter. Wer erinnert sich nicht gerne an die Kindheit zurück ? Mit der Zeit verblasst alles, nur die frühen Kinder- und Jugendjahre behalten ihre Lebendig- keit, weil diese Empfindungen sich am tiefsten und nachhaltigsten in der Kindheitsseele eingeprägt haben. Das Besondere der Kind-heit ist, dass sie sich nicht nachschlagen lässt. Die Kindheit ist le- bensprägend, lebenstragend, lebensentscheidend und gibt dem Leben erst Bedeutung, Sinn und Wert als der Urgrund von Allem. Ein Leben lang spielt die " Kindheitsseele " als zweite Persönlich- keit die Hauptrolle im Leben. Bei seiner Berufung wird man von seiner Kindheit wieder eingefangen. 15.) Mit der Kindheit wird Unverdorbenheit, Naivität, Unschuldig- keit, Sorglosigkeit, Unbekümmertheit, Gläubigkeit und Einfachheit verbunden. Ein Kind lebt aus dem Zeitlosen und die Jahre spielen keine Rolle. Kinder haben keine Vergangenheit und Zukunft und freuen sich in der Gegenwart. Es sind eigentlich Entwicklungsei-genschaften, die später wieder erlernt werden müssen. Es ist der Zauber der Kindheit (Kindheitsmystik/Kindheitsmythos) wie z.B. das Märchenhafte,(Gebrüder Grimm) das Abenteuerliche (Karl May), das Religiöse (Heilig Abend), eine Naturkindheit (Bauernhof) etc. Wegen dem fehlenden Ichbewusstsein des Kindes lebt das Kind entwicklungskonform im Zustand der Einheit. Erst im zunehmen- den Erwachsensein wird diese Lebensübereinstimmung durch Bildung und Sozialisierung zerrissen. Entwicklung ist deshalb der lange Entwicklungsweg mich von den Überfremdungen und Ab- hängigkeiten zu befreien, um zur Kindheit und meinen Entwick- lungswurzeln zurückzufinden." Das ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang seines Lebens in Verbindung setzen kann und die Kindheit sich darin vollendet ". 16.) Wir stehen immer " im Banne der Kindheit " und vom Grund- lebensgefühl bin ich und bleibe mein eigenes Kind und komme nicht aus meiner Kindheit heraus. Sie kann nicht überwunden werden und ich bleibe von ihr befangen. Der Einzelne ist unbe-wusst an seine Kindheits- und Jugenderlebnisse gefangen. Wir bleiben in der Kindheit und Jugend gefangen und gleichgeschaltet. Es ist immer noch so wie früher und bei einem Klassentreffen bin ich für die Anderen der Gleiche wie damals. Deshalb trifft die Volksmundweisheit nicht zu, dass mit dem Tode der Eltern die Kindheit endet. Die Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit der Kindheit ist aber Lebensgrundlage, Lebensrichtung, Lebenszukunft und bleibt die treibende Kraft. Dort wird geschaffen, was wir heute sind, was wir fürchten, was wir erhoffen und was wir uns zutrauen. Die Kindheit ist lebensprägend, lebenstragend und entscheidend für etwas individuell Einzigartiges. Es ist die Intelligenz des Unbe- wussten, die uns beherrscht und nicht das Be- und Gewusste. Wenn ich eine andere Kindheit gehabt hätte, hätte ich auch eine andere (berufliche) Entwicklung gehabt. Dem Geburtsort verdan- ken wir einen grossen Teil unseres Entwicklungs-Individualisie- rungs-Lebenslaufes. Der entwicklungs(schöpferische) Mensch zieht seine wertvollsten Kräfte aus der Heimat. In der Heimat der Kindheit werden die Entwicklungssamen gestreut,welche in der Fremde zur Frucht werden. 17.) Ich war lange Kind, ein verkanntes Kind, ein unruhiges Kind, ein nichtsnutziges Kind, ein nicht anerkanntes Kind, ein nicht ernst genommenes Kind, ein unzufriedenes Kind, ein innerlich zerisse- nes Kind, ein gehänseltes Kind, ein nach innen gegangenes Kind und bin heute im gereiften Alter gefühlsmässig immer noch, aber ein ewiges Kind, weil ich mir die kindliche Natur beim älter wer- den bewahrt habe und noch der Junge von damals und von dort bin. Auch wenn ich als Kind nicht immer glücklich war, denke ich gerne an die Kindheit zurück.Erst die Kindheitserlebnisse- und Jugendträume haben mich stark und gross werden lassen, weil diese mich jung bleiben lassen und erst die Antriebsjugend kraft und das eingeborene Lebenslogos für Grösseres waren. 18.) "Jedem Anfang liegt ein Zauber inne "*. * Hermann Hesse, Schriftsteller. 19.) Das Besondere der Kindheit ist das heutige Heilige. 20.) Jedes Kind hat Sterne, die sonst keiner hat. Wenn ich als Kind ein Held (z.B. Sigurt) sein wollte, trage ich die „Entwicklungsgene“ in mir. Ich bin ein grosser Mann gewesen, als ich noch ein Kind war. 21.) " Jedes Kind ist gewissermassen ein Genie und jedes Genie ist gewissermassen ein Kind "*. * Arthur Schopenhauer, Philosoph. 22.) " Wo Kinder sind, kündigt sich ein goldenes Zeitalter an "*. * Novalis, Schriftsteller. 23.) "Je länger der Mensch Kind bleibt, desto älter wird er "*. * Novalis, Schriftsteller. 24.) " Die Zeit wird kommen, in der das Kind als heilig angesehen wird "*. * Zitat aus der Reformpädagogik. 25.) " Hüte dich vor dem Kind, denn du kennst seine Kindheit nicht "*. * Quelle ungekannt. 26.) Mit einem Kind den ganzen Tag zusammen sein ist alles philosophieren ein Nichts. 27.) Das Kind gilt als Symbol für die schöpferische Erneuerung. 28.) Weisheit führt immer zur Kindheit zurück und die Kindheit ist die einzige Zeit auf Erden, in der das Leben seinen Wert in sich selber trägt. 29.) " Werdet wieder Kinder und flüchtet in die rettende Kind- heit " * . * Quelle unbekannt. 30.) " Nimm dir Zeit zum Spielen; es ist das Geheimnis ewiger Jugend "* * Quelle: altes irisches Gebet. 31.) " Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da Mensch "*. * Friedrich Schiller-Dichter. 32.) Ein guter Rat ist öfters wieder Dinge zu tun, welche man als Kind gerne getan hat. 33.) Der Kinderspielplatz ist mindestens genauso wichtig wie z.B. die Goethe-Schule. " Hier wurde die Schlacht von Waterloo geschlagen, sagte Arthur Wellesley, 1 Duke of Wellington/Militärführer", als er seinen Spielplatz von Eton besichtigte. 34) " Das Spiel ist die höchste Form der Forschung (Entwick- lung) " *. * Albert Einstein. 35.) " Ein Traum, ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will "*. * Victor Hugo, Schriftsteller. 36.) Von der Kindheit, wo kaum noch Zeit zum Spielen ist und durch vorschulische Bildungsaktivitäten das frühe Erwachsen werden mit der Kindheit bezahlt wird zur Kindheit, wo ich solange Kind bleiben darf, wie ich will. 37.) " Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland "*. * Jeremias Gotthelf-Pfarrer und Schriftsteller. 38.) Kinder müssen mit Erwachsenen viel Geduld haben*. * Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller. 39.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind der Maßstab für die Qualität, den Wert und die Grösse des Lehrers, wer die Schüler für seine Unterrichtsfächer begeistern kann, wenn er die Lernziele erreicht hat und die Schüler in die nächste, höhere Klasse versetzt worden sind (pädagogische Qualifikation als niedriger Lehrgeist). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind u.a. der Maßstab für die Qualität, den Wert und die Grösse eines berufenen Lehrers, in wieweit er bei seinen Schülern " Kindheits- und Jugendideale " wachrufen und einen Entwicklungsgeist als eine neue Sturm- und Drangzeit entzünden kann (Begeisterung als idealstiftende Quali- fikation und höherer Lehrgeist). XVIII.) Beim der BLZ möchte ich möglichst schnell und in kurzer Zeit meinen Bildungs- oder Berufsabschluss er- reichen (für eine Qualifikation muss ich mich anstrengen). Bei der ELZ gilt der der Reifegrundsatz: " Wer einen hohen Turm bauen will, muss lange beim Fundament (Inkuba- tionszeit) verweilen" (Reife wird einem geschenkt) *. * Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungsreife Nr.782 XIX.) Bei der BLZ habe ich, wenn der Tag zu Ende geht, alles richtig und genug gemacht (entwicklungsloses Lernen). Bei der ELZ mache ich jeden Abend eine schriftliche Tagesre- flexion, um den Tag zu hinterfragen, ob ich meinem Ent- wicklungsziel näher gekommen bin, ob ich das Bessere gewollt habe und was ich noch weiter verbessern muss und am nächsten Tag tun kann. * Siehe auch oben " Gliederungspunkt " Die Entwicklungsfort- schritte werden erst in der stillen Stunde in der Tagesreflexion sichtbar gemacht ". XX.) Bei der BLZ wird gelernt für die Schulzeit, den Prü- fungszeitpunkt, weil es im Lehrplan steht, bis es gekonnt ist etc. Bei der ELZ wird in der Einstellung gelernt, als wenn ich noch dreihundert Jahre Zeit hätte, meine Entwick- lungsziele zu erreichen und es sogleich auch tue, als wenn ich heute noch sterben müsste. Ich brauche meine Le- bensziele nicht zu erreichen, ich werde nie perfekt werden, aber ich darf nicht aufhören, es zu versuchen. XXI.) Bei der BLZ bekommt der Schüler viel Zeit sich zu bil- den, aber hat keine Zeit sich zu entwickeln (z.B. wird die Kindheit mit dem schneller Erwachsen werden bezahlt und eine frühe Selbständigkeit wird als hohes Gut ange- sehen). Bei der ELZ ist keine Zeit mehr da sich zu bilden (bestensfalls autodidaktisch), aber viel Zeit sich zu ent- wickeln. XXII.) Bei der BLZ habe ich keine Zeit bis es fertig ist. Bei der ELZ werde ich nie fertig und habe trotzdem alle Zeit der Welt. XXIII.) Beim der BLZ gilt metaphorisch gesprochen " Geist vor Brot " d.h., Brot und Frieden hat immer Vorrang vor " Geist und Kultur ". In existenziellen Nöten ist wenig Inte- resse für das Kulturelle gegeben. Die wirtschaftliche Pros- perität und der Wohlstand gilt als Voraussetzung für Bil- dung und Kultur (bspw. Kulturepoche der Renaissance). Bei der ELZ gilt, dass " Brot und Geist " sich gegenseitig bedingen, weil alles als Mittel zum Entwicklungs-Individua- lisierungs-Sinn-Zweck betrachtet wird. Damit verlagert sich die Kulturentwicklung von aussen nach innen, weil jede Wahrheit kostenlos zu haben und in allem zu finden ist. Die ge- oder ungenutzten Möglichkeiten sind nicht davon abhängig, ob es mir wirtschaftlich oder gesund- heitlich gut oder schlecht geht (Entwertung der abstrakten Bildung) *. * Die Kulturepoche der Renaissance z.B. war nur denkbar einer- seits durch die politische Freiheit der Städte und andererseits durch den Wohlstand, welcher erst der Handel ermöglicht damit private und öffentliche Kunstschöpfen in Auftrag gegeben werden konnten. Frei-geistigkeit und ökonomische Autonomie galten ausnahmslos als Kulturvoraussetzung. XXIV.) Bei der BLZ reflektiere ich, um ein erfolgreicher Mensch zu werden. Bei der ELZ reflektiere ich, um ein bes- serer Mensch zu werden *. * Die ELZ ist ein ständiges Suchen durch die Entwicklungs-Ausein- andersetzungs-Prozess-Transzendierung als Transformierungs-Veränderungs-Lernen. Es ist ein Lernen in der ständigen Reflexion mit sich, an sich, gegen und der lange Weg zu sich selbst und kennt nur Entwicklungszeiten. XXV.) Bei der BLZ gibt es festgelegte Zeiten wie z.B. um 12:30 Uhr gibt es Mittagstisch und um 18:00 Uhr gibt es Abendbrot. Die ELZ ist an keine festen Zeit gebunden und ich esse nur, wenn ich Hunger habe. XXVI.) Bei der BLZ ist bis zum Reifezeitpunkt-Nr.782 alle Unruhe, Unzufriedenheit nur ein suchen, ein machen, immer nur Neues,Irrtumserfahrungen und nichts Bleibendes. Bei der ELZ steht ab dem Reifezeitpunkt-Nr.782 die Entwicklungs-Bewusstseins-Weiterentwicklung der rechten Gehirnhemisphäre im Mittelpunkt allen Entwicklungsbemühens.Siehe Textfortsetzung Nr.482 in Kulturlernen-11. XXVII. BLZ ist in der Zeit und für die Zeit (vorübergehend). ELZ ist Unsterblichkeitslernen in der Zeit, aber für die Ewigkeit (bleibend). XXVIII.) BLZ ist zweckgebunden, um des Abschlusses willen, des Bildungswillens, Arbeitsplatzwillens, des Geldes willen,des Interessewillens etc. (vor der Ent wicklungsreife bin ich nur für mich da) ELZ ist zweckfrei nur um ihrer Selbst willen,eines Individual-Logos-Strebenswillen,um des inneren Friedenswillen, um der Menschheitswillen etc. (bei Entwicklungsreife bin ich nur noch für die Anderen da). XXIX.) In der BLZ möchte ich möglichst schnell und in kurzer Zeit meinen Bildungs- oder Berufsabschluss erreichen (für eine Qualifikation muss ich mich an- strengen). Bei der Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der Reifegrundsatz: " Wer einen hohen Turm bauen will, muss lange beim Fundament (Inkubationszeit) verweilen, weil die Reife-Nr.782 einem geschenkt wird. XL.)Bei der BLZ wird die Zeit von der Uhr bestimmt. Bei der ELZ wird die Zeit von der Entwicklungs-Prozess-Be- wegung bestimmt *. * Auch in der Relativitätstheorie definiert sich die Zeit erstrangig als eine Bewegungsdauer. Wo sich nichts bewegt und verändert, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. Die Zeit wird ja nicht durch die Uhr bestimmt, sondern durch die (Entwicklungs- pro- zess) bewegung. Die Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit ein gehen. Entwicklungsverbesserung ist aber immer nur, solange die alles verändernde Zeit währt. Man erfährt keine Zeit, wenn sich nichts verändert, während etwas anderes unab- hängig von einem in derselben Zeit stabil bleibt. Und wo keine Zeit ist, passiert, verändert und entwickelt sich nichts und da ist auch keine Evolution. Die Zeit bewegt sich nicht. Wenn nichts geschieht und nur gewartet werden muss, vergeht keine Zeit, da auch keine Zeit, aber wenn sich die Ereignisse häufen und viel geschieht, läuft einem die Zeit davon und die Zeit kommt einem viel länger vor. Die individuelle Entwicklung ist zeitlos, geschieht in der Zeit aber un- terliegt nicht mehr der Zeit. Wir sind nicht in Zeit und Raum, son- dern Zeit und Raum sind in uns. Zeitlose Gedanken führen dem Körper ewiges Leben zu. Was ewig ist bleibt, überlebt den Zeitgeist und was in der Zeit ist, stirbt und vergeht mit der Zeit. Solange wir etwas in Raum und Zeit festhalten wollen, werden wir es verlieren. Was die Ewigkeit betrifft sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit. XLI.) Bei der BLZ denkt man ich habe " alle Zeit der Welt "und verschiebt es auf später. Bei der ELZ ist " das Hier und Jetzt "die beste Zeit, welche wir uns in zehn Jahren zurück wünschen. XLII.) Bei der BLZ kaufe ich mir einen Zeitmesser (Luxus- uhr) als Schmuckstück, Geldanlage oder als Spekulations- objekt. Bei der ELZ lebe ich aus dem Zeitlosen im "Hier und Jetzt", habe alle Zeit der Welt und erlaube mir den Luxus, keine Uhr zu besitzen. Vom statischen,entwicklungslosen Lebenszeit-Zeitlern-Verständnis zum dynamischen evolutio- nären Zeitlern-Verständnis. I.) Es ist von alle Zeit ver(sch)wenden, um noch mehr zu haben, sich noch mehr leisten und noch mehr Geld ausgeben zu können (entwicklungsloses, ökonomisches Ich-Geld-Bewusstsein) zu alle (freie) Zeit verwenden, um noch mehr zu werden und Geld auszugeben, um alles Entwicklungsblockierende zu in der Überwindung zu transzendieren (Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Bewusstsein). II.) Von den wiederholenden, zyklischen Jahres-Kreislauf-Ereignissen, ständig neuen Nachrichten und immer im Stress und Zeitdruck sein (Hamsterrad) zu dem Kreislauf des alle Jahre wieder, von alledem nur noch am Rande berührt und weil aus dem Zeitlosen gelebt wird, jeder Tag immer neu ist (Lebensspirale)*. * Unsterblichkeitslernen heisst, ich kann nicht der alte Mensch bleiben, wer ich bin und nur das ist es,was es zu begreifen gilt. Das Leben ist auf Wachstum und nicht auf Wiederholung und Behar- rung ausgerichtet, was den Menschen erst adelt. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwick- lungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen. III.) Von den äusserlichen ereignis- und unterhaltungs- reichen " Super-Wochenende " Erlebnissen zu einem innerlichen erfahrungsreichen " Super-Wochenende Entwicklungserkenntnissen. IV.) Von der Freizeit als Erholungszeit, zum Ausleben, Erleben, Trägheit und um privaten Interessen nach- zugehen (gekauftes Glück, fremde Unterhaltung, Amüsement und ich schenke der Zeit mein Leben) zur Freizeit als Entwicklungs- Reflexions-, Gesprächs-, Lese-, Lebensauseinandersetzungs- und Entwicklungs- Indivi- dualisierungs-Zeit (Entwicklungsglück, Selbstunterhal- tung, Freude und ich schenke dem Leben meine Zeit). V.) Von der " Tretmühle des Alltags" und entwicklungs- losen Alltagseinstellung (Lebensbewältigungszeit) zum Ausseralltäglichen und jeder Tag ist neu (Entwicklungs- bewältigungszeit) * *Essen trinken schlafen, arbeiten menschliche Bedürfnisse , Pflege, Unterhaltung,Einkaufen.. eigentlich zwar notwendige aber ent- wicklungs- vertane Zeit ? " Gewöhnliche Menschen denken nur daran, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht sie zu nützen " *. * Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. * Wer Entwicklungsziele hat, für den gibt es keinen Alltag mehr, sondern nur noch Entwicklungstage. Jeder Tag und jede Zeit ist ein Entwicklungstag, eine Entwicklungszeit und mein besonderer, ein-maliger Tag. " Dem Entwickler sind alle Tage heilig ". VI.) Von der Lebenszeiteinteilung z.B. nach Arbeitszeit, Freizeit, Schulzeit, Lesezeit (Zeitstufen " zur evolutionä-ren Datums-und Uhrzeit) nach Entwicklungsstufen und Lernphasen(Wertstufen) VII.) Es ist vom statischen, äusseren, entwicklungslosen und alle Jahre wieder Sonn-und Feiertags-Bewusstsein des Jahreskreises zum dynamischen, inneren evolutionären, einmaligen Entwicklungs-, Gedenk-, Sonn- und Feiertags-Zeitlern-Bewusstseins-Verständnis der gesetzlichen, staat- lichen, religiösen und persönlichen Feier-und Festtage in und ausserhalb des Jahreskreises (in Deutschland). Auslese von Spruchweisheiten und Zeitzitaten. I.) " Ich bereue nichts im Leben ausser dem, was ich nicht getan habe *. * Gabrielle ‚Coco‘ Chanel (1183-1971)war eine international bekannte französische Modedesignerin und Unternehmerin. II.) Liegt nicht der Sinn des Lebens darin am Abend ein besserer Mensch zu sein als am Morgen, indem ich die geschenkte Zeit dafür nutze. III.) " Von der Zeit nehmen wir nur Notiz, wenn sie vorbei ist "*. * Lothar Schmidt, deutscher Politologe. IV.) " Es ist gut, wenn die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht, sondern als etwas, das uns vollendet "*. * Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry (1900-1944) war ein französischer Schriftsteller und Pilot. V.) Die Zeit ist eine Uhr ohne Uhrzeiger. Die Zeit kommt von oben und fliesst nach unten, kommt aus der Zukunft und fliesst in die Vergangenheit. VI.) " Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der ausserhalb der Zeit liegt: " das Jetzt ". Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzentrierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt " * * Eckhart Tolle (1948) ist ein spiritueller Lehrer und Bestseller- autor spiritueller Bücher. VII.) " Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen " *. * Igor Strawinsky (1881-1972)war ein russischer Komponist und Dirigent mit französischer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. VIII.) " Die unglückliche Zeit wird genutzt, nicht die glückliche Zeit ". IX.) Alles Zeitgeistige ist vergänglich, ohne Transzendenz d.h., ohne kulturelle Substanz. X.) Es kommt nur darauf an, wie viel Wahrheit in der Zeit entwickelt wurde. XI.) Ohne den letzten Moment würde niemand etwas erledigen. XII.) Die beste Helferin ist die Zeit. XIII.) Alles hat seine Zeit, nur die persönliche Entwicklung nicht. XIV.) Ich habe eine teure Uhr sagt der eine und ich habe Zeit sagt der andere. XV.) Der Mensch sagt, die Zeit vergeht und die Zeit sagt, der Mensch vergeht. XVI.) " Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann " *. * Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (1830-1916) war eine mährisch-österreichische Schriftstellerin. XVII.) Es gibt Menschen, die man mit der Zeit vergisst. Es gibt aber auch Menschen, mit denen man die Zeit vergisst. XVIII.) " Gewöhnliche Menschen denken nur daran, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht sie zu nützen " *. * Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. XIX.) " Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt:" Heute-Hier-Jetzt " *. * Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1819-1910) war ein russischer Schriftsteller. XX.) " Denkt ans fünfte Gebot: schlagt eure Zeit nicht tot " ! * Emil Erich Kästner (1899-1974) war ein deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett. XXI.) " Wenn die Zeit ist wie die Ewigkeit und die Ewigkeit wie die Zeit, der ist befreit von allem Streit ". XXII.) " Die Zeit welche wir uns nehmen ist die Zeit, welche uns etwas gibt ". * Erich Fried, Lyriker. XXIII.) " Ich habe beim Aufstehen so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreicht, sie aufzuschreiben "*. * Gottfried Wilhelm Leipnitz, Philosoph. XXIV.) " Schöpferisches schaffen schafft die Zeit ab "*. * Manfred Hinrich, Autor. XXV.) Der französische Schriftsteller Chateaubriand versteht das Leben nicht in bloßer Abfolge von Ereignissen, sondern lässt im Augenblicklichen ganze Welten entstehen. XXVI.) Zeit ist auch nicht mehr das, was sie einmal war *. * Albert Einstein, Physiker. XXVII.) " Abenteuer warten um jede Ecke und "Zack" sind sie da "*. * Cornelia Funke, Autorin. XXVIII.) Indes bei Johann Wolfgang Goethe zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste ist. XXIX.) " Nie geht ein Atemzug seelischer Substanz bei ihm verloren"*. * Dostojewski-Die Tragödie seines Lebens.Eine Biografie von Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller. XXX.) " Wer der Schnellste sein will, muss sich viel Zeit nehmen, es zu werden "* * Bernhard von Mutius deutscher Autor, Sozialwissenschaftler 1949. XXXI.) Ich bin unwissend, wo mein Weg hinführt, trotzdem gebe ich jeden Tag mein Bestes. XXXII.) Aus der Altersforschung wissen wir auch, das tägliche " in die Stille gehen " als Selbst-Reflexions-Tages-Auszeit lebensverlängernd wirkt (Meditations-Entspan- nungseffekt). XXXIII.) Der Sinn des Lebens ist dem jetzt und hier einen Sinn verleihen. Wenn es auf " das Jetzt und Hier " ankommt, ist diese kein hochfliegendes, weltfremdes Ideal mehr und ein abtriften ins Nirwana. Siehe Essayfortsetzung Wirkkraftfeld eines Entwickler- |
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